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La Palma
Himmelsbeobachtung auf La Palma, von und mit Torsten Güths



Der Sternenhimmel im Juni
(Monatsmitte 22Uhr La Palma Sommerzeit)
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Waren im Mai die Nächte schon kurz und begannen sehr spät, so verschlechtern sich diese Bedingungen im Juni nochmals. Am 21. Juni ist allgemein die Sommersonnenwende - der längste lichte Tag. Unser Tagesgestirn tritt dann in das Sternbild der Zwillinge auf einer Deklination von +23,5 Grad. Das heißt, dass auf La Palma die Sonne um 14Uhr nur noch 5Grad vom Zenit (Der Punkt genau oberhalb des Beobachters) entfernt ist. In Mitteleuropa hat man nördlich des 49. Breitengrads gar keine "richtige" Nacht mehr. Bei freiem Horizont und fernab der Städte erkennen wir in Richtung Norden einen Dämmerungsschein. Leider ist das Streulicht von Städten meistens stärker, so dass wir das natürliche Dämmerungsglühen nicht wahrnehmen können.
Auch hier in La Palma ist es erst ab 23Uhr richtig dunkel. Doch immerhin dauert die Nacht bis 5hr30.

Ist es dann endlich Nacht, dann sehen wir, dass die Frühlingssternbilder im Westen ihre Sommerpause unterhalb des Horizonts einnehmen: Der Löwe, der Krebs, die Wasserschlange (Hydra) und der Becher (Crater) treten nun von der Himmelsbühne ab.

Es ist noch die Zeit der Galaxienregionen in den Sternbildern Jungfrau, Haar der Berenike, Jagdhunde und Großer Bär. In diesem Areal wimmelt es von Galaxien, die bereits in kleineren Amateurteleskopen erkennbar sind. Es erstreckt sich derzeit praktisch vom Zenit bis halbhoch im Westen. Auch mit Großfeldstechern, wie einem 15x70 oder 20x80 können Sie bereits viele dieser grauen Nebelfleckchen erkennen. Bedenken Sie dabei, dass es sich hier um gigantische Sterneninseln handelt. Jede von ihnen mit 50 bis 200Milliarden Sonnen und in einer Entfernung von 40 bis 70 Millionen Lichtjahren! Allerdings benötigen Sie für das Aufsuchen eine Sternkarte, die auch die helleren Galaxien verzeichnet.

Direkt über uns steht der Bärenhüter mit seinem hellen Hauptstern Arkturus. Dieser gehört zu den sechs hellsten Fixsternen. In Richtung Osten folgen dann der Sternenhalbkreis der Krone und der Herkules sowie die Schlange und Waage in südlicherer Richtung.

Tief im Osten sehen wir die Vorboten des Spätsommers: Der helle Stern Wega in der Leier gehört ebenfalls zu den sechs hellsten Sternen und weist den Weg zur Milchstraße, die zusammen mit dem Sternbild Schwan am Horizont aufgeht. Schon recht hoch im Südosten steht der Skorpion mit seiner rötlich flackernden Riesensonne Antares. Tief am Südhorizont schließt sich der Centaurus an. Dieses Sternbild ist berühmt für den größten Kugelsternhaufen, Omega Centauri, der bereits als verwaschenes Sternchen mittlerer Helligkeit mit bloßem Auge erkennbar ist. In Teleskope ab 15cm Öffnung kann man ein Gewimmel bestehend aus Hunderten von Sternen beobachten!

Im Juni wandert die Sonne durch die Tierkreiszeichen Stier und Zwillinge.




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