La Palma Aktuell
Kalenderblatt für den Oktober 2004



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Wetter:

Der Oktober hat unsere Erwartungen erfüllt, der generelle Wetterwechsel von Sommer zu Winter ist da. Das heißt eigentlich nichts anderes, als häufigere Störungen im für den gesamten nordatlantischen Bereich dominierenden Azorenhoch. Das heißt eben nicht, dass das Azorenhoch völlig verschwindet, aber eben häufiger seine Lage und Intensität wechselt. Nur wenn das Azorenhoch seinen Platz verlässt, oder schwächelt, können atlantische Tiefausläufer aus westlichen Richtungen die kanarischen Inseln erreichen.

Diese Tiefs aus West, sind die einzige Chance für die Westseite um an Niederschläge zu gelangen. Der Nordostpassat bedient nur den Norden und Osten La Palmas mit Regen und die hohen Berge der Insel sorgen dafür, dass wir diese unglaubliche Wettertrennung von Ost und Westseite haben. Kleine Faustregel, es kann immer nur auf der Seite regnen, wo der Wind herkommt. In den höheren Bereichen der Insel, so ab 1.100 Meter vermischt sich das manchmal, dann tragen die heftigen Winde das Wetter der einen, auch auf die andere Seite. Dort wohnt aber eigentlich keiner und ist somit auch nicht richtig von Belang.

Zweimal in diesem Monat gelang es einem westlichen Tiefausläufer sich zu uns durchzukämpfen. Zwischen dem 18. und 20. Oktober fielen insgesamt 40mm Niederschlag im Aridanetal und am 28.10. noch mal 9mm. Damit sind wir im Soll für den Oktober, darüber hinaus fiel der Regen sehr vorteilhaft für die Landwirtschaft, nicht in kurzen Schauern, sondern langsam. Wenn es nur kurz und heftig regnet, dann kann der Boden in der Eile das Wasser nicht aufnehmen und es läuft ungenutzt durch die Barrancos in den Atlantik. Jeder Tropfen Süßwasser, der den Atlantik erreicht ist nicht nur vergeudet, sondern sorgt zudem für ein großes Problem auf La Palma, die Erosion.

Aber auch die Gäste der Insel konnten eigentlich mit diesem Oktober zufrieden sein, bis auf die zwei Tage in der Wolke, hat sich La Palma prächtig als Alternative zum mitteleuropäischen Herbst präsentiert. Die Temperaturen gerieten mal ein paar Tage nachts unter die 20 Grad Marke, tagsüber waren es, je nach Sonnenscheindauer und Höhe, 24 bis 30 Grad.

Tourismus:

Der Oktober ist immer ein kritischer Monat. Eigentlich wollen die Leute schon zu uns, aber der immer noch geltende dünne Sommerflugplan sorgt für hohe Preise und knappe Plätze in den Fliegern. Dazu gibt es ja auch noch jede Menge Mogelpackungen, da werden zwei Destinationen in einen Flug gepackt und im "Vorbeifliegen" bedient man eben noch Madeira, oder Fuerteventura. Das begrenzt die tatsächlichen Möglichkeiten nach La Palma zu gelangen noch weiter. Aber das ist jedes Jahr so und damit kann man die Belegung auch eher als durchwachsen bezeichnen.

Ganz mies hat es die paar Italiener erwischt, die von dem Reiseveranstalter "Teorama" ins neue Hotel nach Fuencaliente geschickt wurden. Den direkten Flieger aus Mailand, hat man "Mangels Masse" bereits wieder woanders hingeschickt und nun muss Giovanni über Tenerife zu uns kommen. Mailand - La Palma wird so zum Tagestripp und bei einer Woche Aufenthalt, will da keine richtige Freude aufkommen.



Flora

Von Peter Merle www.semillas.de

Die Palmen von La Palma Teil I

Eine riesige Anzahl von Palmen prägt das Straßen- und Landschaftsbild unserer Insel. Dabei ist La Palma wegen der trockenen Sommer und naßkalten Winter eigentlich keine ideale Palmeninsel. Aber es gibt eine ganze Reihe tropischer und subtropischer Palmenarten, denen es gelingt, sich an diese Verhältnisse anzupassen, und die bei ausreichender Bewässerung zu prächtigen Exemplaren heranwachsen. Ohne Zweifel ist die Kanarische Dattelpalme (Phoenix canariensis, 1) die häufigste Palme auf unserer Insel und wohl auch auf den gesamten Kanaren. Auch weltweit nimmt sie wegen ihres schnellen Wachstums, der geringen Pflegeansprüche und der Robustheit einen der vordersten Plätze ein. Die riesigen Fruchttrauben, die jetzt diese Palmen schmücken, sehen zwar sehr appetitlich aus, aber genießber sind die Früchte im Gegensatz zu denen der afrikanischen Verwandten Phoenix dactylifera (echte Dattelpalme, 2) leider nicht. Diese braucht wesentlich mehr Wärme und gedeiht deshalb eigentlich nur auf Meereshöhe richtig gut. Damit die Vermischung unter den Verwandten auch gut funktioniert, hat man in Santa Cruz auch noch Exemplare der Silberdattelpalme (Phoenix sylvestris, 3 und 4) dazu gepflanzt, die auch essbare, wenn auch etwas faserige Früchte hervorbringt.


phoenix_canariensis phoenix_dactylifera phoenix_sylvestris


In letzter Zeit sehr in Mode gekommen ist die Zwergdattelpalme (Phoenix roebelenii, 5), die aus dem tropischen Asien stammt und jetzt Fußgängerzonen und Verkehrsinseln ziert. Sie wächst extrem langsam und eignet sich deshalb auch für kleine Gärten gut. Meine Sämlinge sind etwa 18 Monate alt und haben gerade mal ihr drittes Jugendblatt entwickelt!

phoenix_sylvestris phoenix_roebelenii washingtonia_filifera


Weitere sehr robuste Palmen sind die Washingtonias, von denen es zwei Arten gibt. Washingtonia filifera (6) entwickelt schnell einen dicken Stamm und hat im Gegensatz zu Washingtonia robusta (7) einen kompakten, gedrungenen Wuchs. Washingtonia robusta hat ein enormes Höhenwachstum und ist wesentlich schlanker. Im Jugendstadium sind die beiden Palmen fast nicht zu unterscheiden. Da sie aus semiariden Wüstengegenden der USA und Mexikos stammen, sind sie für unsere Insel sehr geeignet und auch vom unerfahrensten Gärtner leicht zu kultivieren. Die Anzucht aus Samen, die man jetzt überall unter den Palmen auflesen kann, ist so leicht wie bei Radieschen. Die schwarzen Früchte haben ein sehr süßes Fruchtfleisch; aber Vorsicht, denn unter den Palmen liegen oft noch andere "Früchte" herum!

Zwei der insgesamt 6 aus Ostaustralien stammenden Archontophoenix-Arten sind bei uns auch oft anzutreffen. Auch hier ist die Unterscheidung zwischen Archontophoenix alexandrae (8) und Archontophoenix cunninghamiana nicht ganz einfach. Alexandrae hat eine dickere Stammbasis und ist nicht ganz so kältetolerant wie cunninghamiana. Eine besondere Zierde ist der dichte Büschel von feuerroten Früchten, der sich unter dem Kronenschaft entwickelt. Daher nennt man A. alexandrae auch Feuerpalme.

washingtonia_robusta archontophoenix_alexandrae roystonea


Die wohl imposanteste Palmenart auf unserer Insel ist die kubanische Königspalme (Roystonea regia, 9), von der es nur ganz wenige kapitale Exemplare im Aridanetal gibt. Sie sind noch auf Holzschiffen von Mittelamerika importiert worden, haben also schon einige Jährchen unter der Krone. Ein gigantischer betonfarbener Stamm und die dunkelgrünen quirligen Wedel (Fernglas !)sind für diese Palmenart charakteristisch. Einer dieser Riesen kann in einer Saison tausende von Samen produzieren. Jungpflanzen sind sehr schnellwüchsig, gedeihen aber nur in den unteren Zonen gut.




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