La Palma Aktuell   Nachrichtenarchiv März 2016

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Donnerstag 31.03.2016 17:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 19 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 36 % - Luftdruck 1018 hPa
Höchsttemperatur heute 21,0 Grad - niedrigste Temperatur 14,3 Grad

Mehr Kreuzfahrer, weniger Kreuzfahrer?
Verwirrungen um Pressemeldungen und was bitte sind ergiebige Niederschläge

Wobei der Boxer Niederschläge sicher anders definiert. - Wir hatten es ja bereits befürchtet, der Wind hat so schnell auf Nord gedreht, dass im Aridanetal gestern nur 5 Millimeter Regen zu verzeichnen war, oberhalb El Pasos, und besonders im Osten deutlich mehr. - Auf der Ostseite konnte man sogar von ergiebigen Niederschlägen sprechen, Miraflores, oberhalb der Hauptstadt meldete gar 58 Millimeter in 24 Stunden. - Bis auf die ersten Niederschläge im Oktober dieses Winter passierte uns das immer wieder, kaum kamen ein paar Niederschlagszellen auf uns zu, schon drehte der Wind wieder auf Norden oder Osten ,und nur der Teil der Insel hat dann Regen abbekommen. - Aber auch dort war es zu wenig Wasser, sollte sich der April nicht deutlich berappeln, dann müssen wir den zweiten Trockenwinter hintereinander melden, mit den entsprechenden Folgen für die Landschaft und die Preise für Bananenwasser. - Die Haushaltswasserversorgung ist davon überhaupt nicht betroffen, das bisschen, was die Haushalte hier verbrauchen, das fällt in den Statistiken gegen den enormen Verbrauch in den Plantagen gar nicht auf. - Heute noch Niederschläge und kräftiger Passat aus Nordost, und der Regen fällt eben gerade dort, wo der Wind die tief liegenden Wolken auf die Insel treibt, die kommenden Tage wieder trocken.

Jahrelang ist die Zahl der uns besuchenden Passagiere der Kreuzfahrtschiffe immer angestiegen und die Inselregierung machte es sich zum mehrfachen jährlichen Freudenfest, entsprechende Pressemeldungen darüber zu verfassen. - Jetzt kommt eine Agenturmeldung, dass man im Jahr 2015 gegenüber dem Jahr 2014 fast 10% weniger Passagiere auf den Kreuzfahrtschiffen begrüßen durfte. - Besonders der Dezember war dabei auffällig, mehr als die Hälfte der Rückgänge gab es allein in dem Monat zu verzeichnen. - Somit steht der Hafen von Santa Cruz de La Palma als einziger aller kanarischer Häfen da, welcher im vergangenen Jahr einen Rückgang bei der Anzahl der Kreuzfahrer hinnehmen musste. - Die Zahlen stammen von "Promotur" (Hier das PDF mit den Zahlen) der Tourismusseite des Gobierno de Canarias. - Sorgen machen müssen wir uns wohl jetzt nicht unbedingt, es gab immer mal wieder Jahre, da sank die Anzahl der Passagiere, aber es kann wohl was mit der Größe unseres Hafens zu tun haben, denn die Schiffe werden immer länger und unser Hafen verträgt nur eines dieser modernen Schiffe um die dreihundert Meter, daneben passen nur noch die Kähne um die 200 Meter in den Hafen, aber die Schiffe werden halt immer länger. - Ob diese Gigantomanie anhält, das weiß ich nicht, aber hier sprach man schon öfter davon, die Hafenmole um weitere hundert Meter verlängern zu lassen und den Frachthafen ein paar hundert Meter nach Süden zu verlegen, dass man dann gleich drei Schiffe von 300 Meter plus im Hafen empfangen könnte. - Ich weiß aber gar nicht, ob wir uns das wünschen sollten, das wären dann pro Schiff bis zu 6.000 Menschen und 2.000 Besatzungsmitglieder und da muss man dann wohl klar zugeben, 20.000 Besucher würde unsere Hauptstadt wohl nicht wirklich verkraften. - Aber das ist Zukunftsmusik und es wären ja sowieso nicht immer 3 dieser großen Schiffe bei uns.

Nun erscheint erneut eine Meldung über die Anzahl der Kreuzfahrtschiffe und Passagiere im Hafen unserer Hauptstadt, und die hört sich schon wieder ganz anders an. - Aber da geht es nun um das laufende Jahr und hier zeigt man besonders gerne, dass wir im April dieses Jahres den größten Anstieg an Kreuzfahrern hätten, aller Häfen der Provinz Tenerife. - Statt 18.000 im Jahr 2015 erwarte man 25.000 dieses Jahr, also 7.000 mehr, aber das ist auch der Effekt, dass eben der April letztes Jahr von der Anzahl der Kreuzfahrtreisenden überhaupt nicht gut war. - Aber, man erwartet für das gesamte Jahr 2016, auch hier auf La Palma einen Anstieg der Kreuzfahrtreisenden und bis Ende des Jahres sollen es dann 230.000 Passagiere sein, also sogar noch ein paar mehr, als im bisherigen besten Jahr, 2014 mit 227.000 Reisenden. - Also wieder alles in Butter könnte man meinen, aber Vorsicht, das sind die angemeldeten Schiffe, ob die dann auch wirklich kommen, vielleicht wegen Reiseplanänderung oder schlechtem Wetter, das wissen wir noch nicht.




Es geht halt bislang nur ein "Monster" in den Hafen. - Das will man ändern und zusätzlich noch den Frachthafen für Kreuzfahrtschiffe haben, das wäre dort, wo gegenüber den Kreuzfahrtschiffen die eine Fähre liegt und das kleine Frachtschiff.





Donnerstag 31.03.2016 08:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 14 Grad - Niederschlag 2 mm - Luftfeuchte 58 % - Luftdruck 1018 hPa

Gastbeitrag von Antje Gieser

Sonntag, 3. April 2016, von 8 bis 14 Uhr SOS La Palma auf dem Flohmarkt in Santa Cruz






"Cuba, ja, das sollte man jetzt noch sehen, bevor der ganze Charme verloren ist!" So hörte ich immer wieder und fuhr hin. Drei Wochen lang haben wir - eine 12köpfige Reisegruppe mit einem jungen kubanischen Reiseführer diese Insel erkundet. Ja, sie ist schön, die Insel und sie war wohl auch einmal recht wohlhabend, damals als die Palmeros in Scharen dorthin auswanderten, um der Armut zu entgehen und oft genug als gemachte Leute wieder zurück kamen. In Erinnerung daran feiern wir auch jedes Jahr den Día de los Indianos. Ja, Cuba ist schön - die Strände, die Landschaft, die Vielfalt. Alles andere war für mich zum Erschrecken. In Habana und Santiago de Cuba konnte man den früheren Reichtum anhand der bröckelnden Prachtbauten erahnen. Daneben ruinengleiche Gebäude, in denen die Cubaner wohnen, und überall Dreck, Gestank und Lärm, allerdings auch Musik und Tanz an jeder Ecke. Julio, der Reiseführer, erzählte uns, er würde sich mit seiner fünfköpfigen Familie eine 14 Quadratmeter große Wohnung teilen. Und er gehört sicher zu den Besserverdienenden. In Habana gibt es für Privathaushalte nur jeden zweiten Tag Wasser. Lange Menschenschlangen vor Läden, in denen es vielleicht etwas Besonderes oder aber überhaupt etwas gibt, gehören zum täglichen Straßenbild. Grundnahrungsmittel erhalten die Cubaner mit der "libreta" vergleichbar mit unseren Lebensmittelmarken nach dem Krieg. Vor den Restaurant-Toiletten wird den Besuchern das Toilettenpapier zugeteilt. "Eins, zwei, drei Blättchen!"
Mediziner und Lehrer verdienen etwa 20 Dollar im Monat und werden von der Regierung quasi als Exportartikel an Venezuela "ausgeliehen". In Viñales, dem Hauptanbau-Gebiet für Tabak, herrscht so etwas wie bescheidener Wohlstand, obwohl 90 Prozent der Tabakernte an den Staat abgegeben werden muss. Mit Wut im Bauch auf ein Regime, das mit Gewalt eine Idee durchsetzen will, die für die Menschheit einfach nicht taugt, mit dem Gefühl der absoluten Ohnmacht, bin ich nach La Palma zurückgekehrt.

Ich fühlte mich fast wie im Paradies, obwohl ich weiß, dass auch hier nicht alles Gold ist. Ich weiß, dass die Arbeitslosigkeit hier immer noch sehr hoch ist, dass vielerorts Not herrscht. Aber hier können wir wenigstens helfen und wollen es auch.

Am Sonntag, 3. April 2016, von 8 bis 14 Uhr in Santa Cruz de La Palma. sind wir von "SOS La Palma" wieder mit unserem Stand auf dem Flohmarkt vertreten. Der Erlös geht voll an die Bedürftigen der Insel. Bitte helfen Sie uns




Graffiti an einer Mauer in Habana: Der cubanische Traum, Reisen, Wohnen, Regen





Mittwoch 30.03.2016 17:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 20 Grad - Niederschlag 3 mm - Luftfeuchte 39 % - Luftdruck 1013 hPa
Höchsttemperatur heute 20,8 Grad - niedrigste Temperatur 13,4 Grad

Da kommt wohl doch noch ´ne Husche
Regen, die unbekannte Größe hier im Tal und andere Kleinigkeiten

Bis jetzt haben wir drei Millimeter abgegriffen, aber es sollte schon noch was kommen. - Was nach einem kleinen Betriebsunfall des Azorenhochs aussieht, das wäre äußerst willkommen hier im Tal, dann hätten wir die Mandelblüte im April, und das ist kein Scherz. - Natürlich kann auch im April noch Regen fallen hier auf der Westseite, aber wer will nach den vielen Enttäuschungen in diesem Winter noch wirklich auf viel Wasser hoffen. - Heute Nacht aber kann es durchaus ergiebig regnen, kommt natürlich darauf an, wann der Wind wieder auf Nord zurück dreht. Vielleicht kann man ja noch ein bisschen die bisher unangenehme Regenbilanz etwas schönen, das wäre wirklich Klasse.

Santa Cruz bekommt nun einen, wie sollen wir sagen, Kontaktbereichsbeamten, oder Müllkontrolleur, welcher über das richtige Benehmen der Besucher und Einwohner der unserer Hauptstadt wachen soll. - Grundsätzlich geht es da zunächst um das leidige Thema, wann wird der Müllrausgestellt und wenn der Container voll ist, dann muss man zum nächsten gehen oder fahren, vor oder auf die Container, das geht gar nicht. - Weiterer Klassiker ist ja auch das vorschriftsmäßige Entfernen der Überbleibsel des Waldi, welcher sich auf dem Bürgersteig oder der Straße erleichtert, denn man muss ja als Hundeführer nicht nur Plastiktüten zum Aufnehmen des Kots bei sich führen, sondern auch noch Wasser, um die Reste am Boden auch zu eliminieren. - Und überhaupt, dass sich alle benehmen bitte in der Hauptstadt, darauf wird nun dieser Polizist sorgen. - Es war ja auch immer ein bisschen weltfremd, man kann die nettesten städtischen Verordnungen erlassen, aber wenn es keinen gibt, der das auch kontrolliert, dann hält sich halt keiner dran. - Die Lokalpolizei hat keine Zeit dafür heißt es immer wieder, also nun wird sich ein Stadtamtmann darum kümmern, dass in Santa Cruz nur noch Engelchen das öffentliche Straßenland nutzen. - Wobei, ein Mann, zwei Tage in der Woche frei, acht Stunden am Tag, minus Urlaub, minus Krankenstadt, ich gehe mal einfach davon aus, dass sich so viel nicht ändern wird.

Sport und Natur, mehr als eine ganze Woche lang in El Paso, fängt am Freitag an und dauert dann bis 10. April. - "Naturpaso" nennt sich dieses Ereignis, welches man zum ersten Mal aufgreift und Höhepunkt dieses, meist sportlich unterlegten Abenteuers sind am 9. April die Rennen rund um den Reventón Trail. - Diesen Lauf gibt es bereits seit ein paar Jahren, nun hat man noch reichlich Programm darum gebastelt, und darüber hinaus sind die diversen Strecken in diesem Jahr auch gleichzeitig noch die spanische Meisterschaft im Crosslauf. - Da hat sich El Paso aber mal wieder ziemlich was gegönnt auf der Fiesta-Kante, fast könnte man das Gefühl bekommen, man greift wieder so tief in den Vergnügungshaushalt wie noch vor der Krise, denn solch eine Wochen lang Aktivitäten, das kostet auch ein deutliches Stück vom Haushalt. - Und was ganz neu ist, manche Veranstaltungen werden auch zweisprachig abgehalten, Englisch und Spanisch und diese Akte sind auch auf dem Programm in zwei Sprachen dargestellt. - Da tut sich also was, El Paso macht Ringelpiez und wir dürfen alle anfassen.






Mittwoch 30.03.2016 08:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 14 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 51 % - Luftdruck 1014 hPa

Fulanito de tal dice hoy: Amor y muerte, nada más fuerte

Liebe und Tod, es gibt nichts gewaltigeres. - Muss man nicht kommentieren.





Lady Escarlata bereitet sich zum Zähneputzen bei Picopato vor (Puerto Naos, August 2012)
Bild von Dr. med. Herbert Schaar





Dienstag 29.03.2016 17:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 19 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 42 % - Luftdruck 1016 hPa
Höchsttemperatur heute 19,5 Grad - niedrigste Temperatur 13,4 Grad

Erst die Nachhaltigkeit, dann die "Blue Economy"
Wenn Worte ihre Schmerzen herausschreien könnten

Smart City, Slow Island, Go Green, Nachhaltigkeit sowieso, immer dauernd, das steht doch in der Verfassung, dann Green Economy und jetzt endlich hat einer die Blue Economy für La Palma entdeckt. - Gerade in Tazacorte taucht dieses neue Schlagwort auf, und wird dazu verwandt, eine neue Nutzung für ein altes, und nicht mehr in Gebrauch befindliches Gebäude zu suchen und natürlich kann man dabei einen Zipfel von Blue Economy reininterpretieren, nicht neu bauen, sondern Vorhandenes nutzen. - Das sagt zwar auch der gesunde Menschenverstand, aber Blue Economy hört sich besser an, und der Bürgermeister aus Tazacorte hat mal wieder was Schlaues gesagt. - Konkret geht es um das alte Lagerhaus des Armando Yanes Carillo, berühmter Palmero aus einer Schiffsbauerfamilie, gegenüber der Einfahrt des neuen Hafens von Puerto de Tazacorte. - Vor dort aus wurden Waren in die ganze Welt, aber auch Bananen aufs Festland verschickt, seit vielen Jahren aber liegt das Lagerhaus aber verlassen da und man macht sich bereits Sorgen um die Haltbarkeit der Gebäudestruktur. - Dieses Lagerhaus soll nun nach den Wünschen der Gemeinde Tazacorte in einen "Meeresmarkt" verwandelt werden. - Dort könnte man zukünftig frischen Fisch kaufen und auch alle Produkte rund um Hafen, Wasser und Meer, und das ist sicherlich eine gute Idee, gerade an Urlauber und Inselbesucher gewandt. - Allerdings wird das nicht ganz billig werden, darüber hinaus muss auch noch die zukünftige Verkehrsplanung geändert werden, denn dort soll ja das Ende der Umgehungsstraße in einem glorreichen Kreisverkehr enden. - Also wendet man sich nun zunächst an das Gobierno de Canarias, damit die unsere Pläne in deren Plänen berücksichtigen und der nächste Schritt wäre dann, sich um die Projektierung des Marktes und die Finanzierung zu kümmern.

Blue Economy ist dabei lediglich der Umstand, dass man nicht einreißt und neu baut, sondern ein vorhandenes Gebäude saniert, wo es doch auf der anderen Seite auch heißt, da wäre abreißen und neu machen viel billiger. - Ich kann diese Rechnung nicht aufstellen, aber bislang ist uns Blue Economy hier nicht wirklich nahe, besonders eben wenn ich auf der anderen Seite die große, neue Hafenmole betrachte, welche komplett unnötig und unsinnig ist und bleibt, weil doch kein Schiff dort anlegt. - Alex 2, Alva, Lord Nelson und neulich auch das Forschungsschiff, die lagen, bis auf den allerersten Besuch der Alex 2, an der inneren, älteren Hafenmole, weil die Strömung an der neuen Mole viel zu unbequem für kleine Schiffe ist, große aber wegen der Kürze der Mole eh nicht anlegen können. - Gut, das eine mit dem anderen zu verbinden war jetzt auch nicht wirklich taktvoll von mir, mir geht halt der inflationäre Gebrauch von Schlagwörtern einfach furchtbar auf den Geist. - Immer ist alles nachhaltig, selbst Müllkippen werden so angepriesen und wir reden von Smart City und der Slow-Bewegung so, als hätten wir des selbst erfunden, würden aber für noch mehr Flugverbindungen sofort Hotels und Golfplätze in die Landschaft stellen. - Neue Hotels, da das die Reiseveranstalter fordern, die alten Kisten oder historische Gebäude zu touristischen Unterkünften zu machen, das wäre viel zu blau. - Wobei es diese Idee schon mal gab, emblematische Gebäude der einzelnen Städte und Dörfer in kleine Hotels zu verwandeln, welche auch was mit der Identität der Region zu tun haben. - Aber das lässt sich nicht in Masse verkaufen, so kommt die Blue Economy halt durch ein Lagerhaus auf die Insel... - Dabei ist diese Denkart mit dem Blau vor der Wirtschaft eine durchaus sympathische Angelegenheit, ist es doch endlich ein Modell, welches sich nicht durch die Notwendigkeit des Wachstums definiert, also wirklich mal nachhaltige Gedanken durchspielt. - Wir und die Nachhaltigkeit, aber bei genauerem Betrachten ist das überall so eine Geschichte, und wenn diese Worte laut klagen könnten, wegen des täglichen Missbrauchs, dann hätte die gesamte Menschheit sicher einen nachhaltigen Hörschaden.




Blue Economy, darum habe ich auch ein blaues Pfeilchen draufgesetzt





Dienstag 29.03.2016 08:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 13 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 46 % - Luftdruck 1017 hPa

Gastbeitrag von Antje Gieser

"La Canción Intemporal"


Am Samstag, 2. April 2016, 20 Uhr, findet in der Alten Saline am Cancajos das Konzert "La Canción Intemporal" (das zeitlose Lied) statt. Solisten sind Paco Rodríguez, Gesang, und der Gitarrist Juan Carlos Pérez Brito. Als Gäste wirken mit Ayatimas Pérez Brito, Gesang, und Beneharo González Brito, Kontrabass.
Zur Aufführung kommen Lieder diverser Komponisten die nicht an Aktualität verloren haben wie unter anderen: Atahualpa Yupanki, Alfredo Zitarroso, Jorge Drexler, Victor Heredia, Silvio Rodriguez, Ruben Blades, Violeta Parra und Horacio Guarani.
Das bedeutet, dass dieser Abend voll Poesie, Reflexion, Seele, Gefühl und grenzenlosem, konstruktivem Empfinden ist. Talentierte palmerische Künstler bieten dem Publikum Momente der Bereicherung.

Dank der Schirmherrschaft des Ayuntamiento von Breña Baja (Amt für Kultur und Tourismus) und unter der Leitung von Seca Herrera ist es möglich, dass diese Veranstaltungsreihe "Ciclo de Cámara Salina" in der Alten Saline - einem idealen Ort für Musik und Kunst - weiter Fuß fasst.

Eintrittskarten zu 10 €, Studenten 5 € an der Abendkasse






Montag 28.03.2016 17:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 20 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 37 % - Luftdruck 1020 hPa
Höchsttemperatur heute 20,6 Grad - niedrigste Temperatur 13,7 Grad

Tourismus boomt, aber das Jobwunder bleibt aus
Viel mehr Umsatz, gleichbleibende Anzahl an Angestellten

Wie ein Jobwunder hört sich das sicher nicht an, eher wie ein Wunder für die Arbeitgeber. - Die Zahlen stammen von der "Exceltur" (Alianza para la Excelencia Turística) und als Beispiel wird Puerto de la Cruz genannt. - In dem Ort im Norden Tenerifes ist Tourismus bereits seit über 100 Jahren der Hauptmotor, und nachdem man, so wie viele andere Tourismusregionen auf den Kanaren auch, mit der Krise seit dem Jahr 2007 geschwächelt hat, legt man nun wieder deutlich zu. - In der Studie geht es um ein Barometer der Rentabilität der spanischen Urlaubsregionen und eigentlich will der Interpret der Studie herausheben, dass trotz der Krise die Zahl der Angestellten im touristischen Sektor nicht merklich abgenommen hat, sondern fast gleichgeblieben ist. - Das kann man so interpretieren, wenn man will, auf der anderen Seite gibt diese Studie auch einen, sicher auch für La Palma interessanten Faktor her, seit der touristische Boom mit dem ersten arabischen Bumm wieder im Kanarenländle zu spüren ist, hat sich die Rentabilität pro Hotelzimmer von (2010) 29,9 Euro auf (2015) 45,4 Euro erhöht. - Das erreicht man nicht nur durch höhere Preise, sondern noch einfacher durch bessere Auslastung. - Daneben ist allerdings die Zahl der Angestellten im Hotelsektor (2010) 5.568 bis ins Jahr 2015 sogar ein bisschen gesunken, nämlich auf 5.534. - Was die Studie nicht hergibt, das sind die Lohnerhöhungen und die mögliche Zahl der Überstunden, welche nun dieses Personal geleistet hat, aber diese Zahlen zeigen doch ganz deutlich auch, dass trotz wachsender touristischer Einnahmen der Arbeitsmarkt keine Notiz davon nimmt.

Wie immer gibt es nicht eine Wahrheit und nicht nur einen Grund, warum das so ist, und auch ist es uns natürlich nicht möglich, die Zahlen von "Exceltur" zu verifizieren, aber die geben sich allergrößte Mühe, dieses "Barometer" zu erstellen, also zweifeln wir nicht deutlich an deren Zahlen. - Es mag schon so sein, dass in den Krisenzeiten der Sektor in der Lage war, die Arbeitsplätze zu erhalten, allerdings sehen wir nun, dass es eine Milchmädchenrechnung ist, aus dem touristischen Boom eine Arbeitsplatzmaschine basteln zu wollen. - Er werden einfach mit der gleichen Anzahl an Angestellten viel mehr Gäste durchgeschleust, und daneben sind auch die Preise für den konservativen Pakettourismus in Spanien gestiegen, nachdem die Reiseveranstalter nun fast bettelnd auf die Inseln kommen und die Hoteliers um Kontingente fragen. - Auf der anderen Seite zeigt das aber auch, dass dringend eine Arbeitsmarktreform nötig ist, denn die Gewerbebetriebe trauen sich nicht Leute einzustellen, weil niemand weiß, wie lange der Boom anhält und darüber hinaus wird man die Leute einfach nicht mehr los. - Das merkt man auch in anderen Branchen, nur etwa 10% der Arbeitsverträge sind noch "normal", also unbefristet, 90% aller in den letzten Jahren ausgeschriebenen Verträge sind nur für einen bestimmten Zeitraum vorgesehen, also temporär. - Nun mag man vielleicht glauben, ich sei damit vom Rechten Weg abgeschritten, nämlich von links, der hat seinen Karl nicht gelesen, denn sozialistisches Glück definiert sich nicht alleine über die Anzahl und die die Rechte abhängiger Arbeitnehmer, sondern über gerechte Verteilung gemeinschaftlich erwirtschafteter Erträge. - 200 Selbstständige erwirtschaften mehr als 200 Angestellte, die "Ich-AG", hier "Autónomo" genannt, könnte gerade im Tourismus dafür sorgen, dass mehr Erwerbstätige Gewinne abschöpfen und die Arbeit somit breiter verteilt wird. - Das hören die Gewerkschaften natürlich überhaupt nicht gerne, aber auch diesen Organisationen muss man eine Teilschuld zuweisen, in Sachen langfristiger Arbeitsmarktpolitik versagt zu haben. - Allerdings tragen natürlich die Hauptschuld weiterhin die Unternehmer, wenn ich meine Rendite so weit steigern kann, wie das im Falle der von "Exceltur" beschriebenen Fall ist, dann könnte man durchaus mehr Leute einstellen. - Für La Palmas hochtrabende Tourismuspläne, die noch nicht genau definiert sind, sollte man aber eben diesen Umstand auch mit einbeziehen, höhere Renditen im Hotelsektor geben keine Garantien für den Arbeitsmarkt ab. - Also wäre es eher ratsam, den Klein- und Kleinstbetrieben bessere Chancen zu geben, welche deutlich flexibler sind, als sich nur um die Belange der Großbetriebe zu kümmern.






Montag 28.03.2016 08:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 14 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 54 % - Luftdruck 1021 hPa

Fulanito de tal dice hoy: Amor y fuego encendido, no pueden estar escondidos

Liebe und Feuer können nicht versteckt bleiben. - Es soll halt keiner glauben, dass es keiner mitbekommt, wenn man verliebt ist. - Wir hatten vor ein paar Tagen ja schon einen ähnlichen Spruch, da war der Husten als Argument noch mit an Bord.





Blau, blau, blau ist der Octopus (Puerto Naos, Sept 2012)
Bild von Dr. med. Herbert Schaar





Sonntag 27.03.2016 17:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 20 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 34 % - Luftdruck 1021 hPa
Höchsttemperatur heute 20,1 Grad - niedrigste Temperatur 14,9 Grad

Und ewig singt der Diesel
Geothermie rockt wieder

Vieles ist komplizierter auf einer kleinen Insel als auf dem Kontinent. - Über den Abfall haben wir häufig schon gesprochen und auch immer mal wieder über die Möglichkeit, die elektrische Energie der Insel mit alternativen Quellen zu erzeugen. - Da gab es mal einen ambitiösen Plan, "La Palma 100%" wurde der genannt, aber der ist wieder in den geduldigen Schubladen der Inselregierung verschwunden, da es gar nicht so einfach und schon gar nicht billig ist, unseren Strom doch völlig ohne fossile Brennstoffe zu produzieren. - Und eines ist auch klar, wir sind so weit weg von den anderen Insel und sowieso vom Festland, dass es schwer möglich sein wird, unsere Versorgungsnetz irgendwie an Quellen außerhalb der Insel zu stecken. - An guten Tagen, also wenn der Wind kräftig weht, und der Bedarf gering ist, dann schaffen wir es auf etwa 20% durch die bislang installierten Windkraftwerke und Photovoltaik-parks, der Rest muss durch das Dieselkraftwerk nahe der Hauptstadt produziert werden und wir reden hier von, bis in die Spitzen, 60 MW an Leistung, die vorgehalten werden muss. - In normalen Betrieb sind das allerdings nur an die 25 MW, in den Stunden am Abend bis 40 MW, aber es muss Reserven geben und darum stellt man eben deutlich mehr Leistung bereit. - Mit den bereits bekannten Quellen aus Windenergie und Photovoltaik könnte man wohl so viel Energie gewinnen, aber eben nicht immer. - Der Wind bleibt manchmal komplett aus und nachts scheint die Sonne gar nicht, also muss man nebenher immer noch den Diesel laufen lassen, um die Versorgung sicher zu stellen. - Man sprach mal von Geothermie, welche man im Süden der Insel nutzen wolle, um gleichbleibende Leistung vorhalten zu können, aber dann hieß es, das sei dort nicht möglich, weil Salzwasser im Inneren der Insel unter dem Meeresspiegel die Bohrlöcher immer wieder verschließen würde. - Das sagte man uns so, und wir müssen das glauben, weil wir nicht vom Fach sind, sondern nur Fragen stellen können. - Also suchte man nach anderen Methoden und kommt dabei auf die Kombination von Wind und Wasser, welches sich natürlich gerade hier auf der Insel anbieten würde, da unsere Orographie wie dafür geboren zu sein scheint, und weil wir auch sehr viel Wasser zur Verfügung haben.

Das würde so aussehen: Wenn genügend Wind weht, dann wird damit nicht nur der momentane Verbrauch gedeckt, sondern daneben auch noch Wasser in höher gelegene Speicherbecken gepumpt, welches dann wieder in Wasserkraftwerken Strom erzeugt, falls der Wind nicht mehr weht. - Allerdings müsste man dafür ein Vielfaches an Leistungsreserven schaffen, oder man geht gleich dazu über, den Diesel als "Rettung" weiter laufen zu lassen. - Am Beispiel El Hierro können wir auch sehen, wie teuer und oft wenig tauglich ist, das hochgelobte System "Gorona del Viento" hat über 80 Millionen Euro gekostet, hat aber seit über einem Jahr es nur an ganz wenigen Tagen geschafft, komplett ohne den Dieselgenerator auszukommen. - Rechnet man das mal um, 80 Millionen Euro um an die 6.500 Einwohner zu versorgen, ohne die laufenden Kosten zu berücksichtigen, sind über 12.300 Euro pro Einwohner. - Und sagen Sie mir nicht, El Hierro hätte über 10.000 Einwohner, das stimmt nur auf dem Papier, ich berücksichtige nur die dauernd auf der Insel anwesenden Personen, also ständige Verbraucher. - Gehen wir mal davon aus, dass auf La Palma ständig 65.000 Menschen leben und vielleicht 8.000 Inselgäste, dann wären umgerechnet fast 900 Millionen Euro, um eine ähnliche Anlage wie auf El Hierro hier aufzustellen. - Die Rechnung ist natürlich nicht so einfach, wahrscheinlich wäre es etwas weniger, aber dennoch wissen wir ja, dass man daneben immer noch den Diesel laufen lassen müsste wenn El Hierro Vorbild sein sollte. - Darüber hinaus taugt unser Leitungssystem für eine solche Versorgung nicht, man müsste ja neue Leitungen ziehen, vom neuen Generator aus und das wäre auch sehr teuer. - Und wo soll das Ding denn hin, wo jetzt schon alle meckern, wenn man eine Windkraftanlage aufstellen will, das hat man sich noch gar nicht wirklich überlegt, will das vielleicht im politischen Tagesgeschäft auch gar nicht.

Nun wirft man neue Ideen unters Volk, dezentrale Energieversorgung wird nun angesprochen, dann müsste man das Leitungsnetz nicht komplett neu ausrichten. - Allerdings wie sollte das denn aussehen? Alle paar Kilometer einen Windpark und eine Photovoltaikanlage? Und für die Blauen Stunden, also ohne Wind und Sonne kleinere Dieselkraftwerke? - Oder soll sich jeder Bürger den Strom selbst produzieren, irgendwo habe ich sogar mal gelesen, dass man sogar mal daran dachte, kleine Atomkraftwerke für den Hausgebrauch zu produzieren, allerdings nicht in Verbindung mit La Palma und so ganz ernsthaft wird das heute doch auch niemand mehr diskutieren. - Angesichts der Schwierigkeiten, welche eine dezentrale Energieversorgung mit sich bringen würde, packt man nun plötzlich auch wieder die Geothermie auf den Diskussionstisch, und in der Tat, das wäre eine feine Geschichte. - Vergessen wir mal einen Moment die bereits angesprochenen Probleme mit dem Salzwasser unter der Meeresoberfläche, dann könnte man solch ein geothermisches Kraftwerk sogar im Berg selbst verstecken, und außer Wasserdampf gäbe es auch keine Kontamination und darüber hinaus wäre das eine Energiequelle, welche keine Schwankungen in der Leistungsproduktion hätte. - Damit könnte man den Diesel unnötig machen, da wird schon davon ausgehen können, dass der vulkanische Hotspot unter unseren Füßen noch ein paar Hundertausendjahre am köcheln bleibt. - Dabei werde ich allerdings das Gefühl nicht los, man wirft uns da immer noch beruhigende Happen zu, damit wir glauben, die machen da was in Richtung alternative Energien, aber wie wir langfristig vom Diesel loskommen sollen, das wissen wir nicht genau. - Man kann den reellen Verbrauch und die Produktion an elektrischer Energie auf den Kanaren übrigens wunderbar auf der Webseite des Netzbetreibers "Red Eléctrica de España" verfolgen. - Einfach auf die entsprechende Insel klicken und schon sieht man, woher der Strom wirklich kommt, der aus der Steckdose fließt.






Sonntag 27.03.2016 08:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 14 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 51 % - Luftdruck 1023 hPa

Fulanito de tal dice hoy: Amor perfecto: Sabio, solo, solícito y secreto

Perfekte Liebe: Weise, einzig, fürsorglich und geheim. - Vier "s" muss die perfekte Liebe haben, so sagen einige. - So ganz habe ich das nicht verstanden, denn bei uns hieß das doch immer, auf die vier Buchstaben…






Die Frage ist: Wer hat Echinaster sepositus damals den fünften Arm abgebissen, der gerade nachwächst? (Puerto Naos, Februar 2016)
Bild von Dr. med. Herbert Schaar





Samstag 26.03.2016 17:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 20 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 32 % - Luftdruck 1024 hPa
Höchsttemperatur heute 21,2 Grad - niedrigste Temperatur 11,8 Grad

In neun Monaten ist Weihnachten schon wieder vorbei
Kinder wie die Zeit vergeht

Weihnachten, das war doch gerade erst. - Wir zumindest haben noch angeknabberte Lebkuchen herumliegen, welche nun sogar die Fastenzeit überlebt haben. - Jetzt noch ein bisschen Frühling, dann den Sommer, und schon geht es wieder auf Weihnachten zu. - Stimmt es eigentlich, dass die Zeit mit zunehmendem Alter schneller fortschreitet? - Nach der Relativitätstheorie hat das nicht mit dem Alter zu tun, aber wir spüren das so, wobei ich zugeben muss, dass ich Zeit schon als eine Variable empfinde. - Das drückt ja auch unser Sprachgebrauch aus, wir unterscheiden zwischen Kurzweil und Langeweile und eine Stunde kurzweilige Unterhaltung kommt uns viel kürzer vor, als eine Stunde langweiliger Vortrag das Taubenzüchtervereins. - Allerdings führt uns nun der Schluss, dass Taubenzüchter länger zu leben glauben würden in eines der vielen Paradoxons, die es zu diesem Thema gibt, denn der Taubenzüchter selbst empfindet ja den Vortrag über das ordnungsgemäße Beringen seiner Vögel gar nicht als langweilig. - Wer kürzer lebt hat mehr vom Sterben, ist genau so blödsinnig, ähnlich wie der Ausspruch "ein Leben lang" der Eintagsfliege wenig Trost spenden kann. - Was das Ganze soll, kann ich Ihnen auch nicht wirklich erklären, vielleicht sind das Dinge, die Insulaner an Ostern beschäftigen, oder Trekkies, die auf kleinen Inseln leben im Allgemeinen, oder ist es die Kinderabreisephobie, denn morgen ist wieder Teenie-Drachenflugtag. - Ab morgen also vergeht die Zeit wieder deutlich langsamer, zumindest auf dieser Seite des Archipels, für unsere Kinder allerdings sieht das wohl genau anders herum aus. - So alt wie ich mich fühle, wirst du eh nie werden, dieses Argument kommt nicht wirklich griffig an, allerdings habe ich mit dem Ausdruck: Du bis so alt, wie ich aussehe, doch schon für einigen Ärger sorgen können.

Heute kurz Alltag, morgen dann noch mal ganz katholisch sein, den Ostermontag spart man sich hier pragmatisch und nach Ostern kommt erst mal Nebensaison, wobei das im touristischen Sinn in diesem Jahr nicht wirklich hinkommen will. - Also läuft dieses Jahr doch irgendwie schneller ab, denn wer kennt das nicht, Feierabend ist 18:00 Uhr, aber ab 16:00 kommt schon kein Kunde mehr, zwei Stunden, so lange wie ein Tag für frisch Verliebte, oder warum dauern viereinhalb Stunden im Flugzeug nur so lange. - Je länger ich darüber nachdenke, umso kurzweiliger kommt mir das vor, irgendwie auch wieder ein Paradoxon, aber dadurch wird das noch interessanter. - Man könnte jetzt die verwegene These aufstellen, Langeweiler verlängern das Leben, zumindest für andere, da kommen wir also wieder zum Taubenzüchter zurück. - Wobei ich habe absolut nichts gegen Taubenzüchter, das ist so spannend wie Briefmarken sammeln, Klopapierschonhüte für die Gepäckablage stricken, oder Ausmalbücher für Erwachsene mit Tippex wieder weiß zu bekommen. - Alles lebensverlängernde Maßnahmen, wichtiger als die mehrfach gesättigten Fettsäuren und bloß keine spannenden Bücher lesen oder aufregende Filme gucken, da saust dann die Lebenszeit nur so an einem vorbei. - Daher kommt vielleicht auch der Ausdruck Tagedieb, und Jules Verne und Marcel Pagnol haben mir in meiner Jugend viele Tage geraubt. Dann gab es noch einen anderen Marcel, der hat mich losgeschickt, die verlorene Zeit zu suchen, aber ich habe sie nicht gefunden. - Allerdings hat mir der Religionsunterricht so manche Stunde wieder zurückgegeben. - Wenn Sie bis hier hin durchgehalten haben, dann habe ich Ihnen erfolgreich Zeit gestohlen, allerdings nutzt mir das nichts, denn Zeit ist vieles, aber sicher nicht übertragbar. - So, jetzt muss ich auch Schluss machen, der Tag war so spannend, aufregend und schön, dass er jetzt schon fast wieder zu Ende ist und wenn es so weitergeht, dann ist bald schon wieder Weihnachten!






Samstag 26.03.2016 08:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 12 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 37 % - Luftdruck 1025 hPa

Fulanito de tal dice hoy: Amor loco: Yo por vos y vos por otro

Verrückte Liebe: Ich für dich und du für andere. - Es gibt immer jemanden, der dich liebt, ab und zu ist es halt nicht die Person, die du auch liebst. - Klassische Kiste von unerwiderter Liebe.





Schmackhafte Cabrilla guckt skepisch (Puerto Naos, Februar 2016)
Bild von Dr. med. Herbert Schaar





Freitag 25.03.2016 17:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 18 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 34 % - Luftdruck 1025 hPa
Höchsttemperatur heute 20,9 Grad - niedrigste Temperatur 13,7 Grad

Hochleistungspilger und die Darwinsche Eierlehre
Frohe Ostern

Da geht der Mann hin und wäscht als Papst Asylbewerbern in Rom die Füße. - Auch Muslime waren dabei und hätte ich einen Hut auf, dann würde ich den lupfen. - Chapeau, ganz klar, so muss man die ganze Sache wohl angehen, gerade weil Religion wieder als Grund für Dummheit und Hass herhalten muss. - Wenn ich doch nur glauben könnte, aber ich habe so viel darüber nachgedacht, dass ich jetzt nicht mehr glauben kann, sondern wissen will. - Jetzt sind ja wieder die Tage, an denen sich religiöse Bräuche und Traditionen ihren Weg durch die Gemeinden bahnen und ich erschrecke mich immer wieder vor diesen Ku-Klux-Klan ähnlichen Gewändern, welche auf so manch katholisch-österlichen Prozessionen getragen werden. - Mit dem Wort Tradition hat man schon viel Blödsinn alltagstauglich gebogen, und wo wir doch gerade bei Blödsinn sind, seit wann legen Hasen Eier? - Das macht immer wieder Spaß, wenn die Leute hier mitbekommen, dass im hochzivilisierten Mitteleuropa einmal im Jahr die Leute glauben, Hasen würden Eier legen und auch keinen Unterschied mehr zwischen Hasen und Kaninchen sehen. - Reptilien legen Eier und Vögel natürlich, auch Spinnen und Insekten allgemein, aber doch keine Hasen! - Es bleibt da kaum Raum für Erklärungsversuche, zu viele Eier nach der Fastenzeit und die Kaninchen haben sich gerade wie die Hasen vermehrt und irgendwie hat man das zusammen in einen Hals bekommen und es war wohl nicht der richtige. - Aber Schwamm drüber, oder Ei, für viele ist Ostern ja doch nur das Wochenende an dem so viele komische Filmklassiker wiederholt werden und ich gebe es zu, noch nicht ein einziges Mal habe ich den Film "Die Zehn Gebote" ganz zu Ende gesehen. - Klappt vielleicht dieses Ostern wieder nicht, denn die Familie meldet gerade den österlichen GAU, den größten anzunehmenden Unfall am Karfreitag, eine Katze hat auf die Fernbedienung gekotzt, und nun geht diese nicht mehr!

Wie gut, dass wir Katholiken am Karfreitag auch noch andere Unterhaltungsmöglichkeiten haben und hier in El Paso bieten wir dazu gleich drei Prozessionen am heutigen Tag. - Die erste am frühen Morgen, um sechs Uhr, nach einem Gottesdienst bereits, zieht eine, der Einwohnerzahl unserer Stadt nicht unbedingt angemessen, aber doch beachtliche Zahl von Pilgern über den Kreuzweg hinaus Richtung Tacande. - An jeder Kreuzstation wird angehalten, man verliest Bibelverse aber auch private Bekenntnisse und manchmal ist es sehr erstaunlich, was da für ehrliche Botschaften morgens in den kalten Wind gesprochen werden.- Ich glaube zwar, dass fast keiner richtig zuhört, jeder ist irgendwie ganz mit sich beschäftigt, aber nach anderthalb Stunden ist man wieder zurück im Ort und leider ist die ehemalige Bar Taburiente direkt neben der Kirche jetzt ein Bestattungsinstitut und ich bin nicht der einzige, der diese Rückwandlung ins Urgeschäft ein Sakrileg nennt. - Tagsüber ist dann Ruhe, man pflegt die vom Prozessieren wund gelaufenen Füße und es gibt Weihwasserwickel für die blutunterlaufenden Stellen auf der Brust, wo man sich vor lauter Inbrunst beim Beten immer kasteit hat. - Bei vielen dieser Riten läuft mir ein unangenehmer Schauer über den Kortex, und es ist wohl noch nicht wirklich häufig vorgekommen, dass der Pontifex "vons Janze" inzwischen eine Hipster-Rolle in Sachen Klerus eingenommen hat. - Wir schweifen ab, also zurück nach El Paso. - Große Messe dann am Abend, und dann die große Prozession, und jeder der Rang, Namen oder was zu Scheinen hat, der muss sich dort sehen lassen und vor Wahlen gehen sogar die Sozialisten in die Kirche, so ist das in einer ordentlichen Gemeinde. - Fünf Votivwagen, mit Blumen reich geschmückt begleiten die Prozession und in El Paso werden die Heiligenfiguren nicht getragen, sondern geschoben und das lässt schon wieder Spielraum für Worte. - Nicht Heiligenträger, sondern Heiligenschieber. - Unter den Wagen befinden sich Fahrgestelle alter Autos und dort sitzt auch ein Fahrer, der aber auf Hilfe von den "Schiebern" angewiesen ist, weil der nun so gar nicht sieht, wohin es eigentlich geht und wann er am Lenkrad drehen muss. - Gar nicht auszudenken was passieren würde, falls ein solches Gefährt auf der steilen Straße an der Post den nun bremsenden Schiebern auskommen würde. - Irgendwie könnte man dabei auf Himmelfahrtskommando kommen, aber wir sind bei Ostern und Karfreitag.

Nach der großen Prozession findet dann das Schauspiel des "Santo Entierro" statt, also des heiligen Begräbnis und da hat man sich in El Paso wirklich Mühe gegeben, das Volk zu unterhalten. - Die Jesus-Statue, welche lebensgroß gehalten ist, wird nachdem sich alle Pilger bereits wieder in der Kirche befinden von vier Trägern in den Tempel gebracht. - Hinter dem Altar ist ein Sarg auf einer Bühne aufgestellt und langsam trägt man die Figur an den Sarg. - Nun wird der Körper hoch gehoben, Helfer stehen auf der Bühne neben dem Sarg und legen die Jesusstatue nach dreimaligem Auf und Ab dann in den Sarg. - Mit Schwung knallt man dann den Sargdeckel zu und wenn alles sichtig synchronisiert ist, dann begleitet ein extremer Paukenschlag das Sargdeckelzuschlagen, denn unter dem Altar sitzt ein Trommeljunge, der dazu die größte Trommel eben genau dann einmal schlägt, wenn der Deckel zugeht. - Die ganze Kirchengemeinde zuckt zusammen und stöhnt auf, gerade so, als sei man in diesem Jahr das erste Mal überrascht worden von den lauten Knall. - Nach diesem Show-Element trauert man wieder der Umwandlung von Kneipe neben der Kirche in Bestattungsinstitut nach, denn es war so praktisch, zwischen zwei geistlichen Programmpunkten ein bisschen mit geistigen Getränken schnell nachzuhelfen, jetzt müsste man ja den Geltungsbereich der Kirche verlassen um schnell ein Glas Wein hinab zu stürzen und das würde ja auffallen. - Denn jetzt folgt noch die dritte Prozession, schon spät nachts, und die nennt sich die "Silenciosa" also die Stille Prozession. - Kein Ton wird gesprochen, man macht noch mal den gleichen Weg durch den Ort wie bei der großen Prozession, aber man hält nicht mehr an, sondern nur noch inne. - Es kann schon mal Mitternacht werden, bis man in El Paso durchprozessiert hat, aber das darf man von Hochleistungspilgern schon mal erwarten und meist machen diese ganzen religiösen Traditionen nicht gläubiger und auch nicht heiliger, sondern meist nur müde und hungrig.




Auf dem Rückweg von der ersten morgendlichen Prozession geht dann irgendwann die Sonne auf





Freitag 25.03.2016 08:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 14 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 41 % - Luftdruck 1025 hPa

Fulanito de tal dice hoy: Amor, fuego y tos, descubren a su poseedor

Liebe, Feuer und Husten entlarven ihren Besitzer. - Manchmal weiß ich nicht so wirklich, was man uns damit sagen will. - Feuer und Husten kann man nicht wirklich verstecken und wenn man verliebt ist wohl auch diesen herrlichen Umstand auch nicht…






Heute geht es nicht um die Anzahl der Beine von Stenorhynchus, sondern um den 5 cm großen Cinetorhynchos rigens im Hintergrund (Puerto Naos, Februar 2016)
Bild von Dr. med. Herbert Schaar





Donnerstag 24.03.2016 17:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 20 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 17 % - Luftdruck 1018 hPa
Höchsttemperatur heute 21,6 Grad - niedrigste Temperatur 14,0 Grad

Asphalt und kein bisschen weise
Warum gerade wir?

Ich habe schon so oft über das Thema Asphaltwerke auf der Insel geschrieben, dass ich manchmal das Gefühl habe, diese Webseite riecht schon ein bisschen danach. - Früher, als alles anders war, und nur manches besser, da hat man nicht über Asphalt geschrieben, sondern diesen einfach produziert. - Fast immer in Anlagen, welche keine ordentliche Betriebsgenehmigung hatten, aber früher, da hat man sich ja dagegen auch nicht gewehrt. - Das ist anders geworden, spätestens nachdem die Bürgerplattform gegen den Betrieb solcher Anlagen im fragwürdigen Industriegebiet von Los Llanos, am Callejón de La Gata, durch alle gerichtlichen Instanzen den Betrieb hat verhindern können. - Das hätte denen keiner zugetraut, aber diese Leute haben, auch Dank großzügiger Spenden, den Kampf gegen die möglichen Betreiber und auch in fast allen Belangen gegen das Rathaus von Los Llanos gewonnen. - Nun wechseln die Fronten, denn jetzt hat der Betreiber der zuerst aufgestellten Anlage vor dem Verwaltungsgericht die Gemeinde Los Llanos auf Schadensersatz verklagt, und das nicht gekleckert, sondern geklotzt. - Insgesamt will der Betreiber von der Gemeinde 24 Millionen Euro haben, wovon etwa eine Hälfte aus Forderungen um Schadensersatz geht, die anderen Hälfte soll entgangene Gewinne ausgleichen. - Mit angeklagt ist das Cabildo Insular, allerdings weiß ich nicht so wirklich, warum man die Inselregierung da mit in die Haftung nehmen will. - Schadensersatzklagen gegen Gemeinden oder andere Korporationen sind nicht selten und manchmal fruchten die auch, allerdings stellen sich bei dieser Klage schon mehrere Fragen. - Zunächst, zumindest nach meiner Erinnerung, hat der Betreiber der Anlage von der Gemeinde Los Llanos keine Betriebsgenehmigung erhalten, wohl aber eine Installationsgenehmigung. - Demnach könnte der Gelder einfordern, welche mit der Installation der Anlage zu tun haben, nicht aber das Grundstück und schon gar nicht die entgangenen Gewinne. - Aber das sage ich so dahin, mit meinen absolut frei von juristischem Wissen stehenden mehr oder weniger "gesunden Menschenverstand". Wie die Richter dann urteilen, das ist eine ganz andere Geschichte und nun wird es auch vorbei sein mit der, warum auch immer, vorhandenen Nähe der Stadtregierung Los Llanos zu dem Betreiber. 24 Millionen Euro, das wäre der Bankrott der Gemeinde und somit müsste der Steuerzahler diese Last übernehmen, kein gutes Beispiel für Gerechtigkeit.

Etwa zeitgleich kommt auch wieder die Meldung über eine erneute Schließung des einzigen aktiven Asphaltwerkes auf der Insel, der Anlage im Südosten der Insel in der Gemeinde Fuencaliente. - Die war schon mal vor anderthalb Jahren kurz geschlossen worden, und nun kündigt die "APMUN" (Agencia de Protección del Medio Urbano y Natural) an, man würde jetzt erneut die Schließung der Anlage anordnen, da diese, auf nicht für eine industrielle Nutzung bestimmten Gelände betrieben würde. - Alle Versuche, auch seitens des ehemaligen Gemeinderates zur Umwandlung dieses Geländes seien nichtig und somit würde man anordnen, die Anlage dort müsse abgebaut, und alles in den Ursprungszustand zurückversetzt werden. - Die letzte Schließung wurde ja zurückgenommen, auch auf Grund des politischen Drucks, welche die Inselregierung an das Gobierno de Canarias gerichtet hatte, denn ohne ein einziges Asphaltwerk auf der Insel könne man nicht mal mehr Straßenschäden beseitigen, geschweige denn die anstehenden Sanierungsmaßnahmen weiterführen, bei denen man auch die Hauptverkehrsverbindung zwischen Ost und West komplett neu machen wollte. - Es bleibt abzuwarten, ob da der Inselregierung und dem Betreiber ein ähnlicher Schachzug gelingt, wie das im Jahr 2014 so lief, oder ob sich nun die zuständige Behörde durchsetzt.

Von der dritten Anlage, welche auch im Industriegebiet von Los Llanos liegt, spricht im Moment irgendwie keiner mehr. - Die hatten nicht mal eine Installationsgenehmigung, aber die nagelneue Anlage doch aufgebaut. - Die Stadtregierung sah sich nicht in der Lage das zu verhindern, obwohl in aller Öffentlichkeit diese Anlage aufgestellt wurde. - Dieses Werk steht da immer auch noch, hat aber noch nicht produziert und es bleibt abzuwarten, wann deren Betreiber auch Schadensersatz fordern wird. - So bleibt das Thema Asphalt frisch wie heißer Teer im Tagesgeschäft und mal sehen, ob der Inselregierung eine Antwort auf die Frage einfällt, wo bitte kann man auf dieser Insel "Schmuddelindustrie" ansiedeln, ohne dass man Anwohner oder Landschaftsschutzgebiete in näherer Umgebung hat. - Ich fürchte nämlich, dass man einen solchen Platz gar nicht finden wird.




Das war im Jahr 2012 als Anwohner vor dem Werk demonstrierten. - Diese Anlage ist inzwischen verschwunden





Donnertag 24.03.2016 08:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 13 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 44 % - Luftdruck 1020 hPa

Gastbeitrag von Klaus Overkamp

Schiffsmeldungen


Hallo Freunde.

Wir sind immer noch auf La Palma und beobachten von unserer Terrasse täglich das Meer und den Hafen. Zur zeit haben wir viel Sonne aber auch viel Starkwind, fast Sturm. Das Meer schäumt und hat meterhohe Wellen. Keiner fährt freiwillig raus. Da sehe ich doch draußen auf dem Atlantik ein großes Schiff mit Kurs auf den rettenden Hafen. Es ist die Ángeles Alvariño, ein Forschungsschiff des IEO (Instituto Español de Oceanografía)aus Teneriffa. 46 m x 11 m, Bj.2012.

Der Wind bläst mit ca. 9 Bft aus Nord und es wird dramatisch im Hafen. Hier liegt bereits sicher vertäut ein Dreimaster, die Alva, aus Schweden.

Das Forschungsschiff will anlegen, wird aber immer vom starken Wind abgetrieben. der Kapitän macht mehrere Versuche, fährt spitz auf den Kai zu und lässt 2 Vorleinen ausbringen. Der Wind treibt aber das Schiff mit dem Heck auf den Dreimaster zu. Es kommt zu einer Kollision mit dem Bugspriet des Seglers. Helfe an Land schnell die Vorleinen loszuwerfen. Das Schiff fährt langsam zurück. Es ist nicht viel passiert.

Dann klappt es endlich. Mit Hilfe der Ersatzmannschaft an Land, Polizei und Passanten können wir die Ángeles Alvariño festmachen. Es ist geschafft. Wieder ein neues Schiff im Hafen von Puerto de Tazacorte. Herzlich Willkommen.












Mittwoch 23.03.2016 17:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 20 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 17 % - Luftdruck 1018 hPa
Höchsttemperatur heute 21,6 Grad - niedrigste Temperatur 14,0 Grad

Im Sommer wieder Kioske in El Remo?
Was nicht sein darf das doch sein kann

Aus der Presse erfahren wir etwas mehr Bestätigung, um die ohnehin bereits kursierenden Gerüchte, dass bald wieder ein paar Kioske in El Remo aufmachen würden. - Die Küstenbehörde hatte ja die drei vorhandenen Restaurants direkt am Meer geschlossen, und Abrissverfügungen verteilt. - Zwei der drei Restaurantbesitzer sind der Aufforderung auch gefolgt, der Dritte hat seinen Kiosk geschlossen, aber die Bausubstanz ist noch vorhanden und es ist bislang noch unklar, was mit dem Bau geschieht. - Mit dem Abriss hat die Küstenbehörde zwar klar Stellung bezogen, es bleiben allerdings viele Fragen offen, vor allem, warum denn manche, dem Küstengesetz nicht genügende Bauten weichen müssen, andere aber stehenbleiben können. - Darüber hinaus interessiert uns auch, wie es sein kann, dass man fünfundzwanzig Jahre lang dort illegal arbeitet, es unseren Behörden aber nicht gelingt, eine legalisierende Maßnahme einzuleiten. - Vielleicht waren auch die Eigentümer der Kioske gar nicht an einer legalisierenden Schritt interessiert, auf jeden Fall hat die schnelle Schließung der Kioske der Insel im touristischen Sinne sehr geschadet, denn diese Restaurants boten wohl ein Alleinstellungsmerkmal für die Insel La Palma an, und waren bei den alltagsflüchtigen Besuchern der Insel sehr beliebt. - Es heißt nun, fast an gleicher Stelle würde die Küstenbehörde zwei Restaurants zulassen, man müsse sich nur auf der Gemeinden Los Llanos um eine Lizenz bemühen. - Diese Bauten müssten allerdings zurückbaubar sein, so schreibe das das Küstengesetz vor, dabei stellt sich allerdings für mich die Frage, warum man eine solche Gelegenheit den bereits bestehenden Einrichtungen nicht angeboten hat und warum die gleiche Geschichte nicht auch mit den Bemühungen rund um die Fuente Santa funktionieren soll.

Es gibt immer noch die Geschichte mit den Kontrollen des Gesundheitsamtes, welche zeitnah vor den Abrissverfügungen stattgefunden haben und es ist nicht wirklich nachzuvollziehen, was das Eine mit dem Anderen zu tun haben soll. - Dass sich eine Behörde zum Handlanger einer anderen macht ist unüblich, zumal die Vernetzung zwischen "Sanidad" und "Costas" nicht wirklich eine Berühmtheit wäre, ich glaube nicht, dass wir hier Ursache und Wirkung finden, maximal fühlte sich hier eine Behörde zum Handeln genötigt, nachdem eine andere Auffälligkeiten bemerkt hat. - El Remo braucht schleunigst wieder Gastronomie, und natürlich ist das besser mit Auflagen und Genehmigungen, keine Frage, allerdings fürchtet man dann natürlich um den Verlust dieses Piratencharmes, welcher früher den Ort umgeben hat. - Inzwischen gibt man sich ja alle Mühe, die Siedlung El Remo irgendwie in eine Planungssicherheit zu führen, und man bedient sich dabei der Möglichkeit, diese Region in eine urbane Zone zu verwandeln. - Im neuen Flächennutzungsplan Los Llanos´ ist das ja bereits gelungen, allerdings wissen wir ja auch, dass dieser Plan gerade wieder vom obersten spanischen Gerichtshof kassiert wurde und hier erneut Rechtssicherheit für die Planungen in Frage gestellt wurde. - Gastronomie nahe am Strand geht, das wissen wir spätestens seit dem die Küstenbehörde am Strand von Los Llanos drei, sagen wir mal Buden genehmigt hat, von denen zumindest eine sich bester Nutzung erfreut. - Allerdings ist das kein Restaurants mit Fisch, Mojo und baumelnder Stressseele, sondern eine reine Strandbar. - Auch völlig in Ordnung, es gibt je bereits genügend Restauration im Ort Puerto Naos, aber ob das ein Vorbild für El Remo sein kann, das stelle ich mal in Frage. - Auch den Sommertermin sollte man vorsichtig betrachten, es ist bereits Ende März, auf der anderen Seite wären solche Buden ja schnell gezimmert. - Costas, so nennen wir hier die Küstenbehörde, ist also immer wieder zu Überraschungen fähig, heute reiße ich ab, morgen genehmige ich wieder und warum immer nur Hütten abgerissen werden, aber keine Paläste, diese Frage wird oft gestellt, aber nie beantwortet.




El Remo, hier mal vom Wasser aus zu sehen





Mittwoch 23.03.2016 08:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 14 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 67 % - Luftdruck 1021 hPa

Fulanito de tal dice hoy: Amor a distancia, cuernos en abundancia

Liebe in der Ferne, Hörner im Überschuss. - Simpler Erklärungsversuch, warum eine Fernbeziehung nicht funktionieren kann. Ob das wirklich so ist, weiß ich nicht, aber wie ein großer amerikanischer Philosoph, Stephan Stills, mal gesungen hat: If you can't be with the one you love, love the one you're with .






Können diese Augen lügen? Catalufa Heteropriacanthus cruentatus (Malpique Nov. 2015)
Bild von Dr. med. Herbert Schaar





Dienstag 22.03.2016 17:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 20 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 13 % - Luftdruck 1022 hPa
Höchsttemperatur heute 21,7 Grad - niedrigste Temperatur 13,4 Grad

Die Ninis, und die Nininis
Ich will nicht mehr jung sein

Na gut, vielleicht ein bisschen jünger… Ni-ni heißt auf Deutsch weder-noch, bezeichnet aber auch in der Umgangssprache den gesellschaftlichen Status vieler unserer Jugendlicher. - Die Ninis sind jene jungen Menschen, welche weder lernen/studieren noch arbeiten, und die Nininis sind die, welche weder lernen/studieren noch arbeiten und darüber hinaus auch keinen Bock haben, also keinen Antrieb das Eine oder das Andere zu versuchen. - Unsere jungen Leute hier haben es aber auch nicht leicht, viele Dinge, die man eben aus dem Elternhaus noch mitbekam funktionieren so einfach nicht mehr und der Arbeitsmarkt kann so viele ungelernte Kräfte einfach nicht gebrauchen. - Früher, als alles anders war, und nur manches besser, da gab es die Kinder, welche das hinbekommen haben mit dem langen Stillsitzen, der Disziplin, der Mathematik und auch der Rechtschreibung und das wurden halt dann die Akademiker, Lehrer und Beamte, und der Rest, der Hummeln im Hintern hatte oder einfach keinen Bock auf Plutimikation und Grammatatik, der ging mit 15 von der Schule und am nächsten Tag mit dem Vater auf den Bau, wo der Bengel sich dann zunächst als Handlager durchschlug. - Später Militärdienst, dann wieder zurück auf den Bau und die Mädels heirateten, wohlmöglich einen der Nerds, die studiert hatten, oder verdienten sich als Mägde und in den Läden. - Jeder fand was zu tun, Arbeit gab es immer und überall und wer so gar nicht den Buckel krumm machen wollte, der sparte auf ein Ticket für das Dampfschiff nach Venezuela um dort, mit zum Teil fragwürdigem Schwung, sein Glück zu versuchen. - Jeder Topf findet seinen Deckel, jeder Tropf seinen Nutzen, und da ist irgendwas aus der Reihe gekommen und wir wissen nicht genau, wie man das wieder zusammensetzt. - Leider suchen auch wir zunächst immer gleich die Schuldigen, noch bevor wir überhaupt wissen, was denn nun eigentlich passiert ist und ob nicht einfach neue Zeiten völlig neue Antworten brauchen.

Überforderte Eltern, die resignieren, desinteressierte Lehrer, die Verantwortung wegschieben und dazwischen verunsicherte Jugendliche, welchen die bisherigen Regeln und Sprüche des Umfelds keine Lösungen mehr für die Zukunft bieten. - Dazu ein völlig kollabierter Arbeitsmarkt, welche hier auf den Inseln die Jugendarbeitslosigkeit auf Quoten über die 50% Marke hebt und gerade eben die gewerblichen Arbeitsplätze, welche man sonst ohne besondere Ausbildung belegen konnte, die sind verschwunden, oder werden von besser ausgebildeten Menschen besetzt, welche eben in ihrer eigentlichen Qualifikation keinen Posten gefunden haben. - Viele flüchten aus La Palma, nicht nur auf die großen Nachbarinseln, sondern aufs Festland oder in den "Treffpunkt London", wo viele junge Palmeros zu finden sind. - Allerdings schaffen das auch nur die besser ausgebildeten und diejenigen, welche es einfach drauf haben, und manche kommen zurück, meist noch desillusionierter, als sie aufgebrochen sind. - Es passiert aber durchaus auch jungen Leuten mit Ausbildung, dass man hier keinen entsprechenden Posten bekommt, so werden aus "preparados" (gut vorbereitete Leute) "pre parados" (pre Arbeitslose) und nach dem Versenden von 150 Lebensläufen ohne Rückmeldung, kommt oftmals das dritte Ni ganz einfach aus Verzweiflung. Ich weiß auch keine Antwort auf die Frage, wie man denn das alles lösen kann, aber ich weiß zumindest, wann wir die großen Fehler begangen haben. - Das war in der Zeit, als man uns unbegrenztes Wachstum versprach, als der Tanz um das Goldene Kalb zur gesellschaftlichen Massenbewegung wurde und uns ein blitzgefährlicher Demagoge namens José María Aznar die uns bislang auszeichnende Bodenständigkeit nahm.

Poco a poco, paso a paso, Stück für Stück und Schritt für Schritt verlief vor dieser globalen Hirnwäsche unser Leben und wir konnten unseren Kindern diese Vorsicht und Demuth auch vermitteln und entsprechende Antworten geben. - Als dieses verschwenderisch Fest dann wie zu erwarten in sich zusammenbrach, konnten wir die ganzen Versprechungen nicht mehr halten und wer zu schnell wächst, der verliert schnell den Halt und die Erdung, und dann auch noch den Kindern zu vermittelnde Werte. - Da haben wir in einer Generation die Entwicklung von zweien durchgemacht und das haben wir bis heute noch nicht verdaut, weil wir bei weitem nicht alle mitgenommen haben. - Das geschieht sonst mit den älteren Menschen, die werden auch irgendwann von den Wandlungen der modernen Zeiten abgehängt und uns ist das vor gut einem Jahrzehnt mit der Hälfte der Jugendlichen passiert. - Eine verlorene Generation? - Das ist ein viel zu pessimistisches Bild, ein zu heftiges Schlagwort, noch. - Es wird nämlich unsere Aufgabe sein, die des ganzen Landes, durch Reformen und mehr Ehrlichkeit in der Umsetzung politischer und gesellschaftlicher Möglichkeiten allen wieder eine Chance zu geben, nicht nur denen, welche vom Elternhaus aus das Geschenk bekamen, die maximal mögliche Ausbildung zu erhalten, inklusive der ab und zu notwendigen moralischen Arschtritte. - Wenn es irgendwie gelingt, ein bisschen auch über die Situation zu schmunzeln, dann schafft das der Karikaturist der wunderbaren Zeitung "La Voz de La Palma". - Aber eigentlich ist es Sarkasmus, die Poesie der Verzweifelten. - Der Herr, welcher uns den Rücken zudreht soll den Schuldirektor darstellen, welcher die Jugendlichen nach ihrem Abitur verabschiedet. Er gibt den Jugendlich Tipps, und die lauten so: Du gehst nach Deutschland, du gehst nach England, du kannst bleiben, weil du das richtige Parteibuch hast, und zum Vierten sagt er: "Y a ti….. que dios de coja confesado" und das heißt, möge Gott dich erst nach der Beichte erwischen, also ein zukünftiger Ninini.






Dienstag 22.03.2016 08:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 13 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 36 % - Luftdruck 1023 hPa

Fulanito de tal dice hoy: Amistad que se rompe, no era de bronce

Freundschaft die kaputt geht, war nicht aus Bronze. - Der Sinn ist einfach, wenn Freundschaft kaputt geht, dann war sie eh nicht gut. - Die Bronze als Edelmetall kommt nur wegen des Reims ins Spiel.






Polypen, nicht für den Otorino (HNO-Kollege), aber schön...und so viele! (Malpique Nov. 2015)
Lady Escarlata passt auf und reinigt.
Bild von Dr. med. Herbert Schaar





Montag 21.03.2016 17:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 20 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 14 % - Luftdruck 1020 hPa
Höchsttemperatur heute 21,2 Grad - niedrigste Temperatur 13,7 Grad

Die Summe aller
Wohin geht die touristische Reise La Palmas

"La suma de todos" heißt das neueste Projekt der Inselregierung in Sachen Tourismus. - Dieses Vorhaben zielt allerdings nicht in Richtung Inselgast, sondern soll den Schülern der Oberstufenzentren dieser Insel die Möglichkeiten und die Wichtigkeit des Tourismus für die Inselvolkswirtschaft aufzeigen. - Die Schüler selbst solle dann Vorschläge und Arbeiten vorstellen, wie man denn unsere natürlichen Ressourcen und Attraktionen noch effizienter ausnützen kann. - Dabei steht auch im Vordergrund, dass man La Palma nicht als austauschbares Massenziel betrachtet, sondern Qualitätstourismus anbieten will. - Dieser Versuch auch an den Schulen die Wichtigkeit des Tourismus auf der Insel zu verstehen geht wohl in die richtige Richtung, und dabei geht es ja nicht nur um den, mindestens korrekten, besser noch freundlichen Umgang der Einheimischen mit den Gästen, sondern letztendlich will man auch dahin gelangen, dass sich mehr lokale Bewohner als Unternehmer in Sachen Tourismus hier etablieren. - Das wäre auch so weit wünschenswert, da man mit einer solchen Handlungsweise vieles von dem Kapital, welches der Tourismus auf die Insel bringt, auch nachhaltig auf der Insel halten kann. - Das wird nicht komplett gelingen, die großen Reiseveranstalter werden auch mittelfristig nicht durch Portale oder mehr lokale Bewegungen ersetzbar sein, da diese Reiseveranstalter die Lücke zu den Fluggesellschaften schließen. - Wie das langfristig aussehen wird, das wage ich nicht zu erahnen, und ob es zu dem von vielen Beobachtern vorausgesagtem Zusammenschluss von Veranstaltern und Fluggesellschaften kommt, um sich besser gegen Portale und individuelle Buchungsmethoden behaupten zu können, müssen wir offen lassen. Auch stehen viele geopolitische Fragen so weit offen, dass es eigentlich fahrlässig wäre, heute schon Schlüsse über die langfristige Entwicklung vorzulegen. - Das ist natürlich ein bisschen lästig, da man gerade jetzt, wo doch die politische Entwicklung die Kanaren und auch La Palma so bevorzugen, schleunigst wissen sollte, wo denn die Reise mit uns hingehen soll.

Wünschenswert wäre, dass man mehr Kleinstunternehmern Entwicklungsmöglichkeiten gibt, es ist immer wertvoller, 200 Selbstständige arbeiten zu haben als 200 Angestellte in einem, meist nicht lokalen Unternehmen, und genau in diese Richtung zielt eben das Projekt "la suma de todos" auch mit. - Dabei kommen auch die Rechnungen, wie viel Geld lässt der einzelne Inselgast netto bei uns auf der Insel in den Vordergrund, denn letztendlich kommt es doch nicht darauf an, wie groß der Urlaubsetat eines Gastes ist, sondern wie viel wir davon hier auf der Insel behalten können. - Der konservative Pakettourismus, oder noch schlimmer die Angebote in Sachen "all inclusive" sorgen ja leider dafür, dass die Veranstalter und damit auch die touristischen Einrichtungen viel mehr Gäste durchschleusen müssen, um auf einen befriedigenden Ertrag zu kommen, da die Margen viel geringer sind und das meiste Geld auch im Herkunftsland des Gastes, oder beim, meist nicht lokalen Reiseveranstalter bleibt. - Das Modell, Hotel in der Pampa und der Gast erhält alle Leistungen in der Hotelanalge selbst, mag für den Veranstalter und den Hotelier interessant sein, ist aber für die Region unbefriedigend. - Bei individuell erfolgten Buchungen hingegen, und über lokale Portale gebuchte Reisen hingegen gelangt lediglich der Flugpreis vom Herkunftsland nicht in die besuchte Region, die gesamte weitere Reisekasse hingegen landet im Bestimmungsort. - Pro Inselgast bleibt somit ein Mehrfaches des Betrages in de lokalen Volkswirtschaft, als über den konservativen Pakettourismus, dass es eigentlich klar sein muss, wohin die Reise gehen sollte. - Auch tappt man eben dann nicht in die "Massenfalle", wenn man immer mehr Betten anbietet, weil man mehr Gäste durchschleusen muss, um ein interessantes Ergebnis zu erreichen, ist man zu allererst erpressbar, falls die Gästezahlen wieder nach unten gehen.

Leider schielt die Politik allzu gerne in Richtung der Großkonzerne, da die auf der einen Seite immer schon durch ihre Lobbyarbeit gut in der Politik vertreten sind, aber eben auch leichter zu lenken sind, als viele kleine Unternehmer. - Es wird also ein Nebeneinander in irgendeiner Form geben müssen, aber dabei darf die Trumpfkarte auf keinen Fall eine Hinwendung zum ungebremsten Wachstum der Gästezahlen bei uns sein, sondern vielmehr muss man versuchen, der Bevölkerung mehr Anteil am touristischen Kuchen zu geben. - Und damit sind keine Arbeitsplätze gemeint wie Golfbälle polieren, oder Pools zu pflegen, sondern die Bevölkerung muss einen geraumen Anteil an den Unternehmen selbst erbringen. - Einfach wird das nicht, besonders nicht jetzt, da große Begehrlichkeiten im momentanen Ansturm der Gästezahlen auf die Kanaren geweckt werden und die Reiseveranstalter bereits bei uns angeklopft haben, und schnell neue und mehr Hotelbetten fordern. - Und wie oft haben wir das erlebt, dass sich Politik im wirtschaftlichen Boom schützend vor die Bevölkerung stellt und den Unternehmern zuruft: Langsam, nicht so viel Geld auf einmal, wir wollen dieses Mal vorsichtig sein und nachhaltig wachsen und nicht die Fehler wie beim ersten Boom wiederholen?


I Concurso de Fotografía Socioambiental La Palma Erster Umweltphotowettbewerb auf La Palma
Wie es euch gefällt. Autor der Bilder: trixi




Montag 21.03.2016 08:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 14 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 43 % - Luftdruck 1019 hPa

Gastbeitrag von Rainer Fischer






Sonntag 20.03.2016 17:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 20 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 16 % - Luftdruck 1017 hPa
Höchsttemperatur heute 21,1 Grad - niedrigste Temperatur 15,1 Grad

Es wird gebaut auf dem Dach der Insel
Nach 30 Jahren kommt das Besucherzentrum

Eigentlich heißt es ja Interpretationszentrum. - Als man vor etwa 30 Jahren oben auf unserem höchsten Berg die ersten Observatorien aufstellte galt es als klar, dass man auch für interessierte Besucher dort ein Zentrum erstellen will, in dem man sich über die Tätigkeit der astrophysikalischen Beobachtungen erkundigen kann, aber eben auch solche Grundbedürfnisse wie den Kauf einer Flasche Wasser, bis hin zum anderen Ende des Stoffwechsels erledigen kann. - Warum es 30 Jahre dauerte, das lag nicht nur an fehlendem Geld, sondern auch daran, dass man sich innerhalb der beteiligten Gruppen, IAC (Instituto de Astrofísica de Canarias), Cabildo Insular und Gemeinde Garafía nie so recht über die Kosten aber auch die Führung dieser Infrastruktur einig war. - Inzwischen sind andere Präsidenten und Direktoren am Werk, inzwischen geht das und die Finanzierung ist auch gesichert, zumindest die ersten 3 Millionen Euro, welche die reine Bausubstanz kosten soll. - Seit letzter Woche wird nun da oben gebuddelt und wenn wir den Aussagen der Bauleitung glauben, dann soll das Interpretationszentrum dort noch vor dem Ende des Jahres 2017 fertig sein. - Gut, wir wissen doch, wie das meistens bei öffentlichen Bauten geht, fast immer wird es teurer und dauert länger, aber wir werden doch die Hoffnung nicht sausen lassen, dass es in diesem Fall anders sein wird. - Für die Einrichtung des 1.400 Quadratmeter großen Komplexes werden dann noch mal über 2 Millionen Euro fällig und es wird sogar ein richtiges Restaurant auf dem höchsten Berg der Insel dann geben. - Darüber mag so mancher die Nase rümpfen, dann werden zukünftig vielleicht sogar Kreuzfahrer da zum Kaffee hoch gefahren und dazu muss man sagen, ein Besucherzentrum ist dazu da, Besucher zu empfangen und es gibt sicherlich einen immer währenden Konflikt zwischen nachhaltigem Tourismus und dem Versuch, so viel wie möglich an unseren natürlichen Ressourcen zu verdienen.

Dabei treffen sich dort auf dem höchsten Berg der Insel eben genau die beiden Sektoren, welche die beiden künftigen Standbeine der Inselvolkswirtschaft neben den Bananen sein sollen und unklug wäre es, die beiden Hoffnungen, Tourismus und Hochtechnologie, nicht miteinander zu verbinden. - In Sachen Astrotourismus hat man ja bereits Anfänge gemacht und wichtig dabei ist, dass man die Besucher so weit wie möglich in die hier vorhandenen Projekte einbindet. - Bildhaft gesprochen, man sollte den Leuten auch die Möglichkeit geben, durch das Fernglas gucken zu können und das ist wirklich nur bildhaft gemeint, denn moderne Astrophysik findet vor Computermonitoren statt. - Dafür gibt es ja jetzt bereits durchaus gut gemachte Führungen, welche das IAC veranstalten lässt und es wird auch ganz wichtig sein, dass man eben in dem zukünftigen Besucherzentrum den Zusatz Interpretation wirklich ernst nimmt. - Wir haben leider bereits ein Einrichtungen dieser Art, welche die Interpretation nicht so wirklich glaubhaft rüber bringen, aber wenn man das IAC dort mitwirken lässt, dann könnte das schon was werden. - Auf jeden Fall kann man aber auch mit genügend Besuchern rechnen, ein Abstecher auf den Roque de Los Muchachos gehört bei den Inselbesuchern fast zu einem Muss. - Gut, im Winter mag es ein paar Tage geben, an denen man die Zufahrt wegen Schnee sperren muss, aber das sind wirklich Ausnahmen. - Vielleicht hilft uns auch dieses Besucherzentrum weitere Punkte in Sachen Sonnenobservatorium zu sammeln, dem EST (European Solar Telescope), welches entweder auf Tenerife oder auf La Palma erbaut werden soll und sich beide Standorte noch darum streiten. - Allerdings heißt es, da La Palma den Zuschlag für die 20 noch zu erbauenden Cherenkov-Teleskope des CTA (Cherenkov Telescope Array) erhalten hat, soll wahrscheinlich das riesige Sonnenobservatorium nach Tenerife gehen, aber sicher ist das noch nicht und hier auf der Insel ist man immer noch voller Hoffnung, auch dieses Teleskop auf die Insel zu holen. - Ohne Zweifel ist La Palma der allererste Standort für astrophysikalische Beobachtungen auf der Nordhalbkugel und es sieht gut aus für uns, dass wir diesen Vorsprung auch zukünftig halten können.






Sonntag 20.03.2016 08:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 15 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 52 % - Luftdruck 1018 hPa

Gastbeitrag von Michael Kröger

Kunststadt Tazacorte oder doppelt gemoppelt zieht besser


2 Ausstellungen gleichzeitig ergeben auch 2 Gründe nach Tazacorte zu kommen oder auf dem Weg zum Puerto im Pueblo einen Stop einzulegen. Neben der Skulpturen Ausstellung von Manel Pereda de Castro im Kunstraum La Palma eröffnet am Sonntag in der Avenida 17 die Fotokunstausstellung von Pedro Espantaleón.

Pedro ist ein begnadeter Fotograf und zeigt in dieser Ausstellung, die er Femina/Feminae nennt, Fotokunst in höchster Perfektion. Er legt unterschiedliche Fotos übereinander, bearbeitet diese am Computer und kreiert ganz neue Impressionen. Dabei steht immer die Frau im Mittelpunkt, attraktiv und ästhetisch dargestellt, in unterschiedlichen Posen, realistisch oder verfremdet, aber immer spannungsreich und positiv.

Die Ausstellung ist täglich von 11-14 und von 18-20 Uhr geöffnet, der Künstler ist vor Ort und erklärt gerne seine Technik und Arbeitsweise.






Samstag 19.03.2016 17:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 19 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 41 % - Luftdruck 1018 hPa
Höchsttemperatur heute 19,4 Grad - niedrigste Temperatur 15,5 Grad

Ja wo laufen sie denn?
Überall auf der Insel!

Das hatten wir uns vor 30 Jahren auch nicht vorgestellt, dass hier auf unserer ländlich gestimmten Insel La Palma der Laufsport mal echter Breitensport wird. - Und eben trotz unseres Landschaftsprofils, man findet ja kaum Strecken, auf denen man ohne deutliche Höhenmeter zu stemmen unterwegs sein kann. - Querfeldein hieß das irgendwann auf Deutsch, "campo a través" auf Spanisch, inzwischen sagt man Trail oder Cross, also alles, was nicht auf Aschenbahn oder Straßen gelaufen wird, am besten den Berg rauf und auch wieder runter. - Die Krönung ist natürlich die Transvulcania jedes Jahr im Mai, aber man darf ruhig hinterfragen, wer da Ei und wer Henne ist. - Die Läuferszene gibt es nämlich schon länger als die Transvulcania alt ist, (erste Auflage Juli 2009), aber diese Breitenbewegung, so wie das heute ist, die ist wohl dem "Geist" der Transvulcania geschuldet. - Früher, als alles anders war, und nur manches besser, da belächelte man die paar Läufer, die sich schweißgebadet die Berge hinauf quälten, heute gehört Sport, und hier eben vor allem das Laufen, zum guten Ton. - Und nicht nur junge Leute bringen sich da in Form und lernen neue Grenzen kennen und genau da muss wohl auch der Erfolg dieser Massenbewegung liegen. - Und man kann sich zeigen und präsentieren, alleine das Ausführen von Frisuren, Klamotten oder großen Autos verliert an Wirkung, Trainingspläne und die allerneuste Sportkleidung sind nun begehrte Objekte des gesellschaftlichen Auftretens und wer nicht mehr selbst laufen kann, weil einen Herz, Wampe oder die Gicht daran hindern, dann hat man sicher einen in der Familie, welcher hier dann in die Bresche springt. Das alles sucht schon ein bisschen nach Erklärung, zu Schade wenn man es mit Mode abtun würde, was nach ein paar Jahren wieder verschwindet, aber daran glaube ich nicht, diese Begeisterung in der Bevölkerung ist stärker als eine Modeerscheinung und weitet sich eher noch aus, als Grenzen kennen zu lernen.

Überall auf der Insel begegnen einem in den Bergen und Wäldern die Läufer und wer nur Spazieren geht, für den haben die meisten Läufer auch keinen Gruß hinter der Funktionskleidung stecken. - Wandern ist das neue Couchpotating und wer eine Wasserflasche in der Hand haltend mit sich führt, und keine hochtechnologische Haltevorrichtung über die Schultern hängen hat, der darf sich sein Hipsterlehrgeld an der Caisse de Blamage gleich wiedergeben lassen. - Also bloß nicht im Feinripp auf die Piste, so ein bisschen wird da schon auch auf den Status und seine Symbole geachtet, und mit meinem Sitz-Aikido bei Thomas in der Pizzeria bin ich da auch längst unten durch. - Jetzt beginnt wieder die neue Saison der vielen Läufe auf der Insel, jede Gemeinde hat da inzwischen ihren "Trail" und rund um diese Ereignisse bastelt man auch mit viel Aufwand Läufermessen, auf denen man neben allerlei Tand und komischen Dingen eben immer auch die neuesten Erfindungen rund um Sportartikel finden kann. - In Los Llanos gibt es heute einen Nachtlauf und wer ein solches Event noch einmal Nachtlauf nennt und nicht "Urban Night Run" der taugt in Zukunft nicht mal mehr zum Althippie und wird auf der Entcoolungsliste ganz vorne geführt. - Papa, nur weil dir kalt ist, bist du lange noch nicht cool, das haben mir meine Kinder früher manchmal zugerufen. - Im April dann der "Reventón Trail" in El Paso, letzte Standortbestimmung vor der alles in den Schatten stellenden Transvulcania, und auch das Rennen rund um El Paso hat inzwischen einen hohen Stellenwert erlangt und lockt viele Läufer auch von den anderen Inseln und vom Festland, weil der Kracher den Reventón Pass hinauf zur Cumbre Nueva schon wirklich ein ganz harter Ritt ist. - Am 9. April findet dieser Lauf statt und jedes Jahr nehmen mehr Leute daran Teil und am 7. Mai heißt es dann Transvulcania und da werden jedes Jahr neue Helden geboren. - Weitere Rennen in anderen Gemeinden folgen dann noch den Sommer über in der in der "Copa Spar", es gibt also immer was zu Laufen hier auf der Insel. - Das Lauffieber hat diese Insel seit Jahren nun ergriffen und die Bevölkerung greift das gerne auf und die vielen Zuschauer bei diesen Ereignissen zeugen von dem großen Erfolg.






Samstag 19.03.2016 08:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 15 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 51 % - Luftdruck 1018 hPa

Gastbeitrag von Sylvia Catharina Hess

Auf den Spuren des letzten Königs der Guanchen
Ein ungewöhnliches Fotoprojekt


Im Januar erreichte Harald Braem eine Anfrage der Inselbesucherin Sigi Butz-Bernau, die für ein Fotobuch über La Palma Auszüge aus seinem Roman "Tanausú - der letzte König der Guanchen" verwenden und diese online stellen wollte. Inzwischen ist das 180(!!!)seitige Werk fertig; sie nimmt damit an einem Wettbewerb teil, und man kann es über diesen Link betrachten:

https://www.cewe-community.com/de/galerie/book/29699

Was Sigi hier auf die Beine gestellt hat, ist ein außergewöhnliches Fotoprojekt. Wir finden keine Null-acht-fünfzehn-Urlaubsfotos vor, sondern begleiten die Autorin und ihren Mann auf den Spuren des Romans über die Insel, erfahren Wissenswertes über die Kultur der Ureinwohner und erfreuen uns an hervorragender Bildqualität.

Sigi Butz-Bernau schrieb mir dazu: "...Und es war tatsächlich so, dass die Figuren und die Handlung des Romans mich auf der ganzen Reise begleitet haben. So etwas kannte ich bisher nicht, habe ja schon öfter Orte von Romanhandlungen besucht; das war wirklich etwas ganz Besonderes."

Und sie hat ein ganz besonderes Buch darüber gemacht. Sehenswert!






Freitag 18.03.2016 17:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 20 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 44 % - Luftdruck 1018 hPa
Höchsttemperatur heute 21,2 Grad - niedrigste Temperatur 14,8 Grad

23 Stunden schlafen, eine Stunde fressen
Wie bitte werde ich Katze?

Eine meiner Katzen bitte, darauf lege ich schon Wert, oder eine unserer Nachbarin, die ist ähnlich verrückt wie wir. Nach der morgendlichen Fütterung mit parfümierten Tierkadavern aus den Portionsbeuteln suchen sich unsere sieben Palastbewohner eine lauschige Ecke und ratzen bis in den frühen Nachmittag. - Nach dem Frühstück wieder hinlegen, das hört sich an, wie aus einer Traumgeschichte und wie gerne denke ich in solchen Momentan an Reinkarnation, aber ich glaube, das ist völlig falsch geschrieben, das müsste eigentlich Reinkatznation heißen. - Ich könnte das, ich schwöre, und sollte ich eines Tages wirklich Rente bekommen, ich würde sofort einen Kurs auf der Volkshochschule belegen: Nichts tun, aber mit Effizienz und Anspruch. - Sie meinen, wir haben doch gar keine Volkshochschule auf La Palma, da widerspreche ich Ihnen, wir haben sowohl Volkshochschulen wie auch Lebensuniversitäten, so ziemlich an jeder Straßenecke, mindestens aber an jedem Kneipentresen in jedem Friseursalon sogar mehrere und wem das immer noch nicht reicht, der geht ins Gesundheitszentrum in den Warteraum, da spritzen einem die Lebensweisheiten gleich in großvolumigen Einheiten entgegen. - Wie oft eigentlich muss ich noch als krüppeliger Humanoid diese Lebensrunden abstottern bevor ich als Katze endlich dann schlafen kann wenn ich das will und nicht, wenn irgendwie alle Arbeit erst getan ist. - Ich weiß ja nicht mal, wie oft ich schon Mensch war, noch weniger weiß ich, ob ich mal Hitler war oder Albert Schweitzer und ob ich das als eine dieser Personen besser gemacht habe, als man das heute in den Geschichtsbüchern lesen kann. - Mensch sein als Belohnung für viele Mal Tier sein, was für ein hirnrissiges Angebot, selbst meine dreibeinige Lucky lacht mich den ganzen Tag aus, wenn sie nicht gerade schläft oder frisst. - Ich gehe arbeiten, damit ich den Katzen was zu fressen kaufen kann. - Muss man denn wirklich noch weitere Worte verlieren, wer hier die Krone der Schöpfung darstellt?

Hunde sich wenigstens unterwürfig, Katzen kotzen dir auf Kopfkissen und ich will auch mal der sein der kotzt, und nicht immer nur der, der wegwischt. - Dabei gebe ich zu, meistens wischt meine Frau, zumindest morgens, wenn ich noch ziemlich geruchsempfindlich bin. - Ich würde auch versprechen, nicht zu markieren, auch ohne Globuli, wobei die Geschichte mit Mia und der wohl doch wirkenden Homöopathie bei Katzen auch eine ganz bemerkenswerte Sache ist. - Vielleicht sollte ich die Heilpraktikerin auch noch mal ansprechen, ob es da auch irgendwas gibt von giftigen südmadagassischem Breitmaulrillenchamäleon. - Globuli so groß wie ein Fußball und gleich nach dem Genuss des ersten wächst einem Fell. - Aber halt, das könnte auch das sein, was Donald Trump genommen hat und ihm das Haarteil gewachsen ist und noch mal eine weitere Runde auf der Welt als Donald Trump? - Aber schon bin ich ganz nahe am Kotzen, da hätte ich ja auch vor einer Viertelstunde schon draufkommen können, wenn ich doch so versessen aufs Kotzen bin. Verlassen wir aber die unfeine Bühne der Körperausscheidungen, und konzentrieren wir uns auf die Katzwerdung, irgendwie muss das doch zu beschleunigen sein, noch viele weitere Runden als Mensch, das macht mir Angst. - Aber vielleicht liegt da auch ganz genau unser Problem, dass wir das alles immer weiterdenken wollen und die Furcht vor morgen uns das Heute versemmelt. - Mia und Paul haben noch nie an morgen gedacht, vielleicht sehen die deshalb so viel erholter aus als ich, aber die können sich auch darauf verlassen, dass so ein Humantrottel morgen für sie wieder praktische Aufreißbeutel mit leckeren Körperwelten aus dem Laden holt. - Was aber auch helfen kann, das sind die aufgelösten Traubenglobuli in 0,7 Liter Flaschen, nicht in homöopathischen Dosen genossen sondern aus dem Glas, steht Vega Norte und Albillo drauf und nach dem dritten Glas fange ich an zu schnurren und manchmal entwischt mir dann auch ein Miau…






Freitag 18.03.2016 11:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 18 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 52 % - Luftdruck 1019 hPa

Gastbeitrag vom Hafenbeauftragten Federico
DIE IST JA NICHT GANZ DICHT......


Die heftige Dünung von heute (gestern) sorgte für Stimmung an der Küste. Der kräftige Druck der Dünung erzeugte mehrere "Springbrunnen". Das Wasser sprudelte auf der halben Molenlänge aus den nicht abgedichteten Löchern der neuen Außenmole.

Freundliche Grüße
Federico













Alle Bilder, Federico





Freitag 18.03.2016 08:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 15 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 16 % - Luftdruck 1018 hPa

Gastbeitrag von Antje Gieser
"Ciclo de Cámara Salinas"


Heute Abend, 20 und 21.30 Uhr zeigt uns "El Ciclo de Cámara" an der Alten Saline am Cancajos wieder, daß die Musik uns träumen lassen kann, Emotionen an die Oberfläche und die Seele zum Schwingen bringt. Das "Socós Duo" bereichert heute diesen wunderbaren Ort von Breña Baja am Ozean und erweckt mit Recht die Neugierde des Publikums.

Seca Herrera hatte als Verantwortlicher wie immer die Idee und die Verantwortung. Die Schirmherrschaft für alle Veranstaltungen in der Alten Saline liegt beim Amt für Kultur und Tourismus des Ayuntamiento Breña Baja.

Eintrittskarten an der Abendkasse zu 10 €, Studenten 5 €






Donnerstag 17.03.2016 16:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 24 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 28 % - Luftdruck 1017 hPa
Höchsttemperatur heute 24,8 Grad - niedrigste Temperatur 15,4 Grad

Polemik um unsere Wappenfrucht
Bananen in die Presse anstatt auf den Müll

Es ist wieder so weit, um die Erzeugerpreise zu stützen nimmt die "Asprocan" (Asociación de Organizaciones de Productores de Plátanos de Canarias - Vereinigung der kanarischen Bananenpflanzer) zwei Millionen Kilo aus dem Markt. - Aus dem Markt nehmen heißt in dem Moment auf den Müll werfen, verfüttern oder kompostieren, und damit will man erreichen, dass das Angebot an Früchten nicht die Nachfrage auf dem Festland übersteigt und damit die Preise kräftig sinken. - Es ist durchaus üblich, solche Maßnahmen, nicht nur in dem für uns so wichtigen Sektor, denken wir nur mal an das Rohöl, welches eben im Moment durch ein Überangebot so tief in den Preiskeller gesunken ist. - Der OPEC gelingt es halt im Moment einfach nicht die Erzeugerländer unter einen Hut zu bekommen und den Ölhahn wieder zu schließen und hier will eben die "Asprocan" pfiffiger sein. - Meist gelingt das auch, allerdings ist diese Vernichtung von Lebensmitteln natürlich generell ein Problem, neben den wirtschaftlichen Gründen gibt es natürlich auch noch moralische Bedenken dabei. - Oft hat man deswegen bereits darüber nachgedacht, wie man denn diesen Umstand ändern könnte und hier auf La Palma wollte man dem begegnen, in dem man aus den nicht verkäuflichen Bananen Pulpe für die Lebensmittelindustrie herstellt. - Einen Teil der Bananen spendet man auch an die Sozialämter und die Caritas, allerdings ist es nicht wirklich sinnvoll hier auf der Insel Bananen zu verschenken, jeder hat einen Nachbarn der auch Bananen hat und davon immer Ausschuss unter den Bekannten verteilt. - Das mit der Pulpe könnte also interessant werden und im Jahr 2011 bereits kaufte man auch eine solche Presse, mehr als eine Million Euro hat man dazu eingesetzt, aber bis heute ist kein vorzeigbares Ergebnis auf dem Tisch. - Das beklagt nun Juan Arturo San Gil, Stimme der Partei Cuidadanos, welche landesweit vierte Kraft geworden ist, hier auf der Insel aber noch nicht wirklich großen Eindruck hinterlassen hat. - Aber so kommt man eben in die Presse, nicht in die Bananenpresse in diesem Fall, aber Juan Arturo San Gil hat Recht, was ist eigentlich aus diesem Projekt unter dem Namen "Frutín" geworden?

Die Presse steht in El Paso, in der ehemaligen Zigarettenfabrik und seinerzeit war das ein Vorzeigeprojekt, allerdings hatte ich auch damals schon den Verdacht, dass man hier die Rechnung zwar mit dem Wirt, aber ohne den Gast gemacht hat. - Unser generelles Problem mit dem Bananenabsatz ist ja, dass wir hier in einem Hochlohnland produzieren und mittelamerikanische Bananen viel billiger auf dem Markt zu haben sind als unsere Produkte. - Genau so wird das dann aber wohl auch mit der Pulpe sein, ich nehmen mal an, auch Panama und Ecuador sind in der Lage Bananen zu Brei zu prügeln und diese Pulpe müsste ja dann auch logischerweise billiger sein als unser Produkt. - So weit geht man aber hier nicht in den Erklärungsbereich, es werden nur Fragen gestellt und vielleicht liegt das alles auch am fehlenden politischen Willen und genau dazu ist ja die Opposition da, um eben diese Punkte wieder auf die Tagesordnung zu bringen. - Ich bin gespannt, ob denn unsere Inselregierung den Ball zurückspielt, denn im Moment sind eher die Kosten um das nicht gebaute Auditorium und die Fragen um die Müllverwertungsanlage Tagesgespräch. - Aber noch in die Bananenfrage hinein kommt dann auch noch der Vorwurf, eine Supermarktkette, welche auch auf La Palma vertreten sei, würde hier auf der Insel Bananen aus Tenerife verkaufen und nicht aus La Palma. - Da versteht man hier keinen Spaß, allerdings ist die Erklärung hierfür auch einfach, denn diese Supermarktkette, die hat eben einen Handelspartner für Bananen, eine Kooperative auf Tenerife, welche deren Bananen abpackt, wiegt und verkaufsfertig macht. - Dazu holte man eben nicht Bananen aus La Palma nach Tenerife, um die dort zu verpacken und dann wieder zurück zu schicken, sondern man bedient sich, für alle Inseln, dabei um Fürchte von der "Mutter aller Inseln", Tenerife. - Überhaupt werden die kanarischen Bananen nicht als Produkte einer Insel verkauft, sondern als "Plátanos de Canarias" und nur wer den Code der Kartons zu lesen weiß, der bekommt mit, von welcher Insel denn die kleinen gelben Dinger stammte. - "Plátanos" anstatt "Bananas" sagen wir und das eben, um unser Produkt von den mittelamerikanischen Bananen abzugrenzen. "Bananas" sind böse, "Plátanos" sind gut, so einfach basteln wir uns immer wieder die Inselwelten.






Donnerstag 17.03.2016 08:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 13 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 44 % - Luftdruck 1020 hPa

Fulanito de tal dice hoy: Amistad por interés, hoy es y mañana no es

Freundschaft aus Interesse, heute ist sie, morgen nicht mehr. - Meist sind es eben kurze Freundschaften, welche aus reinen Interessengründen getragen werden. - Ist der Grund weg, ist der Freund weg, eine ziemlich billige Vorstellung.





Tembladera, Torpedo marmorata guckt aus blauen Augen (240V, 30 Amp!) (Malpique Nov. 2015)
Bild von Dr. med. Herbert Schaar





Mittwoch 16.03.2016 17:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 22 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 36 % - Luftdruck 1016 hPa
Höchsttemperatur heute 24,1 Grad - niedrigste Temperatur 14,1 Grad

Alternativlos
Nachhaltige Müllabfuhr

Vor Jahren, also noch nicht in der heutigen Besetzung, verfasste die Inselregierung mal eine Presseerklärung in der stand, unsere Müllabfuhr sei nachhaltig. - Damals verstand noch keiner den Sinn des Wortes, deshalb benutzte man diese Vokabel inflationär und die meisten Presseerklärungen wurden rund um die Begriffe "sostenibilidad" und "desarollo sostenible" aufgebaut. - Ganz ohne Rücksicht auf Verluste, denn eine Müllabfuhr kann überhaupt nicht nachhaltig sein, theoretisch nur die Produzenten von Müll, die immer genau so viel Müll produzieren, wie die Müllabfuhr wegfährt… - Ja, wir nähern uns dem 1. April und es fällt in der Tat schwer über eines unserer Zipperlein zu schreiben, ohne in das Reich des Sarkasmus zu betreten, denn trotz aller Hausaufgaben, die wir in Sachen nachhaltigem Umgang mit Wertstoffen wohl gemacht haben, gelingt uns das im Alltag nicht so gut wie erhofft. - Früher, als alles anders war, und nur manches besser, da gab es auf La Palma jeden Sonntag Calima. - Müll-Calima. - Gehen wir mal gut dreißig Jahre zurück, da verbrannte man sonntags seinen Müll in einer Tonne auf der Finca und über der ganzen Insel lag dieser Dunst der kokelnden Endgültigkeit dieser 200 Liter Öl-Fässer. - Danach organisierten die Gemeinden eine Art Müllabfuhr, ich glaube alleine El Paso hatte vier Müllkippen und irgendwann kam das Cabildo Insular auf die glorreiche Idee, man könnte in zentralen Müllverbrennungsanlagen alles das in Rauch auflösen, was nach dem konsumierten Wohlstand übrig bleibt. - Die EU stoppte das mit Blauen Briefen, es kam wohl mehr oder weniger giftiger Rauch aus unseren Schloten und die letzte Müllverbrennungsanlage, bei Mendo, in den Bergen im Süden El Pasos musste, ich glaube es war um die Jahrtausendwende, dann auch geschlossen werden. - Danach kippte man den gesamten Inselmüll in eine Schlucht, brachte aber vorher noch ein Schild "Deponie" an und betonte immer gläubig, das sei nur eine Übergangslösung. Man baute allerdings den Barranco Seco wohl in eine richtige Deponie aus mit der Zeit und heute ist das alles gut abgedeckt mit Mutterboden. - Das stimmte auch, dreizehn kurze Jahre später eröffnete man in Mazo den "Complejo Medioambiental de Los Morenos" und verkaufte uns diese Anlage als wertstofflegende Kompostsau, welche angeblich stinkenden Müll in mehr oder weniger gut riechende Wertstoffe verwandeln sollte.

Nach kurzer Zeit in Betrieb merken wir aber, dass diese Anlage überhaupt nicht dazu geeignet ist, aus unserem Hausmüll die Wertstoffe heraus zu holen, und nun muss man den Komplex sogar räumlich erweitern, da man inzwischen den Großteil des Hausmülls dort deponiert. - Genau das aber wollte man ja nicht mehr machen aber wie uns die, jetzt nicht mehr im Amt befindliche ehemalige Umwelträtin der Insel versicherte, kann man über 90% des Mülls nicht sortieren, da dieser mit organischem Material kontaminiert sei. - Darauf sind wir natürlich nie gekommen, dass im Hausmüll auch organische Abfälle sind, wer macht denn so was, und weil man da irgendwie gepennt hat, oder auf die falsche Bevölkerung gesetzt, stellt sich unser heutiges Müllkonzept selbst wieder in Frage. - Keine Frage, alles besser als früher, und man muss immer zu bedenken geben, dass die Frage, wohin mit unserem Wohlstandüberbleibseln, auf einer solch kleinen Insel mit viel mehr Frage- und Ausrufezeichen belegt bleibt, als wenn man auf dem "platten Land" den Müll einfach per LKW in eine zentrale Anlage verbringen kann, welche auch entsprechend ausgerüstet ist. - Aufgrund der "Kontamination" durch organischen Müll hat man ja in der Gemeinde El Paso seit einiger Weile begonnen, organischen Müll getrennt zu sammeln. - Dazu gibt es jetzt die "fünfte Tonne" aber irgendwie nicht die "fünfte Kolonne", die dabei auch herzhaft mitmacht, bislang finden die braunen Tonnen kaum Nutzung und da müssen wir uns auch an die eigene Nase fassen, so richtig sind wir als Bürger noch nicht im Modus Mülltrennung. Als Kompott kommt jetzt auch noch aus Madrid die Bestätigung eines Urteils, welche die Inselregierung als Verantwortlichen für den Betrieb dieser Anlage zwingt, ein neues Umweltgutachten zu erstellen, denn man habe das zwar im Jahr 2000 gemacht, aber die Anlage sei erst 13 Jahre später in Betrieb gegangen, und somit sei das Gutachten längst nicht mehr zeitgemäß. - Knapp dran vorbei, dass man uns die Anlage geschlossen hätte, heißt es dazu aus juristischen Kreisen, und lediglich die Tatsache, dass wir sonst überhaupt nicht mehr wüssten, wohin mit dem Müll, ließe uns diesen Komplex weiterhin nutzen. - Das ist wohl mit dem Wort alternativlos gemeint, wenn man uns diese Anlage schließt, dann müssten wir unseren Müll wieder in großen Fässern verbrennen und das kann doch nicht gewollt sein.




Hier versucht die Hauptstadt Santa Cruz de La Palma uns mit lustigen Bildchen zu drängen, doch mitzumachen bei der Mülltrennung und die Container zur rechten Zeit zu befüllen





Mittwoch 16.03.2016 08:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 14 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 12 % - Luftdruck 1018 hPa

Gastbeitrag von REDSEVEN ENTERTAINMENT GmbH
Rosin weltweit


Liebe Gastronomen!

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Wir freuen uns auf Ihre Geschichte!






Dienstag 15.03.2016 15:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 19 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 53 % - Luftdruck 1018 hPa
Höchsttemperatur heute 20,4 Grad - niedrigste Temperatur 12,8 Grad

Dreimal kurz gehustet
Gästezahlen, Auditorium, Iglesias

Der touristische Sektor auf der Insel erlebt im Moment eine wunderbare Zeit, die Gästezahlen steigen deutlich an und wir haben inzwischen wieder Auslastungswerte, welche an die Jahre nach der Jahrtausendwende erinnern. - So freut man sich auch seitens des Cabildo Insular immer weitere Zuwächse zu nennen, allerdings hat sich in der letzten Wohlstandsmeldung ein kleiner, dicker Hund eingeschlichen. - 13.421 internationale Gäste hätte man im Februar 2016 am Flughafen begrüßen dürfen und damit 3,7% mehr als im Februar letzten Jahres. - Der Aufschwung geht also weiter, besonders die Besucher aus Deutschland kommen wieder häufiger auf die Insel und absorbieren dabei den Verlust einiger britischer Besucher. - Allerdings muss man beim Februar immer aufpassen, alle paar Jahre ist nämlich der Februar ziemlich genau diese 3,7% länger als in anderen Jahren und ganz genau das ist in diesem Jahr passiert. - Den 29. Februar gab es nämlich im vergangenen Jahr nicht, und das war in diesem Jahr ein Montag mit vier Charterfliegern aus Mitteleuropa. - Gut, man kann es ja versuchen, meistens merkt das ja niemand, und irgendwie hat die Tourismusrätin doch wieder recht wenn Sie sagt, dass der Aufschwung anhält. - Es kommen nämlich inzwischen so viele internationale Gäste über Madrid oder Barcelona, dass die genannten 3,7& wohl gar nicht ausreichen dürften. - Aber darüber gibt es keine Zahlen, denn wenn ein Reisender in Madrid den Flieger nach La Palma betritt, in dem Moment wird er zum nationalen Touristen, ganz egal welchen Pass er auch tragen mag.

Die Angelegenheit um das Auditorium, welches es nie gab und nie geben wird geht in die nächste Runde. - Das oberste kanarische Gericht hatte die Inselregierung aufgefordert, an ein Architekturbüro 390.000 Euro plus Zinsen zu bezahlen, für die Änderung des ursprünglich vorhandenen Projektes dieses Auditoriums, welches in Argual, also unterhalb Los Llanos´ entstehen sollte. - Der Auftrag an das Architekturbüro sei mündlich am Telefon geschehen und das Architekturbüro hätte auch geliefert, die Unterlagen seien alle im Cabildo vorhanden. - Nun aber meldet sich José Luis Perestelo zu Wort, der zu dem fraglichen Zeitraum Inselpräsident war und der behauptet fest und auch mit Zeugen, er habe niemals diese Änderung in Auftrag gegeben, im Gegenteil, er sei dagegen gewesen. - Man habe Zeugen, welche seine ablehnende Haltung betätigen könnten nicht vor Gericht gehört und man wolle alles unternehmen, dass man diese Summe nicht bezahlen muss. - Allerdings steht das im Urteil anders, die sehen klare Anzeichen in anderen Unterlagen gegeben, dass es diesen Auftrag für die Änderung wohl doch gegeben haben muss. - Oder soll, oder wie das auch immer war, das wissen wir natürlich nicht, wir waren in dem Moment nicht dabei. - Maikel Chacón von Radio Onda Cero und www.eltime.com rechnet uns sogar vor, dass mit den zu zahlenden 390.000 Euro das Vorhaben Auditorio Insular den Steuerzahler 2,3 Millionen Euro gekostet hat, ohne auch nur einen einzigen Stein auf den anderen gelegt zu haben. - Dagegen ist die Aufregung über die 90.000 Euro, welche der Auftritt Julio Iglesias im Juli kosten wird doch eigentlich peantus.

Aber auch hier gibt es eine neue Entwicklung, denn nun meldet sich der Veranstalter des Konzertes zu Wort. - Es gab ja nicht nur die Diskussion generell, ob denn ein solches Konzert auf La Palma überhaupt angesagt sei, wo doch noch so viele Löcher in den Sozialkassen zu stopfen seien. - Darüber hinaus gab es auch noch die Polemik, warum denn nun das Konzert in Santa Cruz stattfindet, wo es doch anfänglich hieß, das Fußballstadion von Los Llanos sei der Austragungsort. - Teile des Gemeinderates in Los Llanos vermutete sogar Verrat, man würde seitens des Cabildo Insular die Hauptstadt bevorzugen und das wollte aber der Inselpräsident nicht auf sich sitzen lassen. - Zunächst erklärte er in der Öffentlichkeit, dass das Cabildo Insular nicht der Veranstalter sei und dieser alleine festlegen würde, wo denn Julio Iglesias auftreten würde und nun veröffentlicht der Ausrichter "ArteValle Producciones" auch selbst noch eine Presseerklärung aus der genau das gleiche hervorgeht. - Es hätte keine Beeinflussung aus der Politik gegeben, nur der Ausrichter selbst hätte bestimmt, wo das Konzert stattfinden soll und man hätte sich schließlich für Santa Cruz entschieden, da man dort mehr Möglichkeiten sehen würde, das Risiko zu minimieren, welches ein solcher Auftritt für den Veranstalter immer sei. - Also, Julio singt in Santa Cruz, basta, aus und Amen.




Der Flughafen auf La Palma





Dienstag 15.03.2016 08:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 13 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 52 % - Luftdruck 1018 hPa

Gastbeitrag von Max Deffner
Drohneninvasion hat auch was Positives


Neulich war ein Freund von mir aus Deutschland da. Im Gepäck hatte er lediglich ein bisschen Unterwäsche, und der Rest glich eher einer NASA-Ausrüstung. Statt zum Mond ging es quer über die Insel, zu Land, zu Wasser und die Drohne in der Luft. Die meisten Aufnahmen wurden für die Biker- & Downhill-Szene gemacht, und am vorletzten Tag ging es mit mir auf´s Meer. Es war windig und kalt, mit einer 5 Meter Nussschale im Atlantischen Ozean daher dümpeln eigentlich völliger Blödsinn, aber die Aufnahmen bestätigen das Gegenteil, Viel Spaß damit:



Es ist auch wieder an der Zeit einem Teil meiner Mietwagenflotte ein Privatleben zu ermöglichen. Als allererstes bedanke ich mich bei der Familie Siebold natürlich für die Möglichkeit. Zum Verkauf stehen insgesamt zehn Hyundai i10 ab April. Von außen klein und asiatisch, überzeugt er dennoch im Innenraum mit seinem Platzangebot, auch für nordischen Hünen geeignet. Die 4 Zylinder und die kurze Übersetzung erleichtert das Anfahren an den steilen Straßen sehr. Ich darf jeden zu einer Probefahrt einladen um sich selber vom guten Zustand der Autos zu überzeugen. Jeder Käufer bekommt 4 neuwertige Reifen, eine große Inspektion und ein Jahr Garantie mit auf den Weg. Sollten Sie als Neubesitzer eines Monta i10 kein Dauerresident sein, gibt es die Möglichkeit den Wagen ab 45€/ Monat unterstellen zu lassen. Es gibt auch die Möglichkeit ein Wagen zu reservieren und erst im Spätjahr zu übernehmen. Bei Fragen erreicht ihr mich jederzeit per Email oder telefonisch. Ich wünsche Allen einen baldigen Frühling!

Max Deffner







Montag 14.03.2016 17:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 18 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 39 % - Luftdruck 1016 hPa
Höchsttemperatur heute 18,6 Grad - niedrigste Temperatur 11,8 Grad

In den Vulkan kriechen
Erste offizielle Führungen in die Vulkanröhre von Todoque

Bis das Interpretationszentrum fertig ist, das dauert noch ein bisschen, mindestens bis in den Sommer hinein. - Allerdings erleben wir hier rund um diese emblematische Höhle ein interessantes Stück Neuland, denn man kann die Vulkanhöhle, oder wie es auch heißt "Tube" jetzt bereits besichtigen. - Das konnte man auch vorher schon, wenn die Arbeiter weg waren, aber jetzt ist es offiziell, noch vor jeglicher Einweihungs- oder Eröffnungsfeier werden Führungen durch diese berühmte Höhle angeboten. - Es ist alles ein bisschen groß geworden, sicher zu groß, mit zu viel Edelstahl und Pomp, aber das soll uns dann doch nicht ablenken von der Möglichkeit, dem Vulkan so richtig mal in die Lava zu blicken. - Der "Tubo Vulcánico de Todoque" ( oder wie es eigentlich heißt: Monumento Natural del Tubo Volcánico de Cueva de Las Palomas) entstand im Sommer 1949 beim Ausbruch des Vulkans San Juan und liegt unterhalb der Siedlung San Nicolás. - Die Geschichte um die Eruption können Sie von einem Zeitzeugen beschrieben HIER nachlesen, und dabei entstand eben auch dieser Hohlraum im Lavafeld von Las Manchas. - Wie solch eine Höhle entsteht ist höchst interessant. - Die Lava fließt den Hügel hinab, dabei kühlt die Oberfläche des Lavastroms schneller ab als im Inneren. - Stoppt nun plötzlich der Nachschub an Lava, weil die Eruption vorbei ist, oder der Lavastrom anderswo weiter fließt, dann entstehen Hohlräume, welche nicht wieder mit Lava gefüllt werden. - Davon gibt es viele im Lavafeld von Las Manchas, aber die meisten sind zusammengebrochen oder sind nicht zugänglich, weil noch nicht gefunden, hier aber kann man in eine solche Vulkanröhre steigen und die unglaubliche Welt der Vulkane und Lava von innen bestaunen. - Die Röhre hatte man schon lange entdeckt, allerdings war der Zugang schwierig und nicht ungefährlich, deshalb beschloss man zum Schutz der Besucher, aber auch der Vulkanlandschaft selbst, dort einen offiziellen Zugang zu schaffen der auch bewacht wird. - Aus dieser Aufgabe ist dann auch gleich noch die Idee mit dem Interpretationszentrum geworden und aus einem bescheidenen Einstieg ein Projekt in Millionenhöhe und wie man den angestrebten Schutz des Lavafeldes mit den Baumaßnahmen in nachhaltigen Einklang bringen will, das hat sich mir bis heute noch nicht erschlossen.

Viel mehr über die Entstehung über diese Vulkanhöhle können allerdings echte Geologen und Vulkanologen berichten, welche als Techniker für das junge Team um den sympathischen Enrique Viña von "La Palma Outdoor" Führungen in das Innere des Vulkans organisieren. - Es ist die erste Gruppe, welche die offizielle Genehmigung von der Inselregierung erhalten hat diese Führungen zu organisieren und man hat sich dabei vorgenommen, ausführlich und intensiv über die vulkanische Tätigkeit anhand des Beispiels dieser Höhle zu berichten. - In Spanisch und Englisch geht das vor sich, sollten sich aber größere Gruppen mit deutschen Teilnehmern ankündigen, dann wird man auch deutschsprachige Führungen organisieren. - Die Führungen finden bislang zweimal in der Woche statt, dienstags und freitags und weil die Gruppengröße auf maximal 15 Personen beschränkt ist, muss man sich auf jeden Fall vorher anmelden. - Das macht man bei Virginie unter der Rufnummer 617 507 479 und die spricht mehrere Sprachen, auch Deutsch, also ist das kein Problem. - Treffpunkt ist der Eingang zur Höhle selbst und man lässt sein Auto am Straßenrand stehen, dort wo es das Bild unten anzeigt. - Dann läuft man auf den gebauten Wegen runter bis zum Eingang. - Jeweils um 10:00 Uhr gehen die Führungen los und man sollte schon zwei, bis zweieinhalb Stunden mitbringen, da man eben nicht nur durch die Höhle läuft, sondern eben auch jede Menge über die Vulkane dieser Insel erfährt. - Kosten sind 22,- Euro pro Person, davon gehen 2,- Euro an die Hilfsorganisation "Asociación Niños Especiales De La Palma", ein Verein, der sich um behinderte Kinder auf der Insel bemüht. - Für mich ein Muss für den Urlaub auf einer jungen Vulkaninsel, sich auch eingehend mit dem Ursprung und der immer noch stattfindenden "Inselwerdung" zu beschäftigen und dabei bietet diese Höhle und die Fachleute dazu, allerbeste Möglichkeit sich darauf einzulassen. - Jeden Dienstag und Freitag, 10:00 Uhr, am Eingang der Höhle und das entsprechende Lavafeld finden Sie an der Straße, welche Todoque und San Nicolas miteinander verbindet.




Hier lässt man seinen Wagen stehen, bitte ganz runter von der Straße







Alle drei Bilder von La Palma Outdoor





Montag 14.03.2016 08:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 12 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 49 % - Luftdruck 1017 hPa

Gastbeitrag von La Palma WeinClub
Degustation, Weine der Bodega Piedra Jurada am 2. April in Tazacorte







Sonntag 13.03.2016 17:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 17 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 45 % - Luftdruck 1016 hPa
Höchsttemperatur heute 18,1 Grad - niedrigste Temperatur 11,9 Grad

Julio kommt im julio
Wenn das Schiff nicht vorüberfährt

In sich selbst kommen. - Ich finde den Satz ein bisschen verstörend. - Julio Igelsias, ja er lebt noch, kommt nun doch nach La Palma, nachdem es zunächst große Ablehnung gegen das Auftreten des angekrusteten Stars gegeben hat. - Ablehnung deshalb, weil wohl mehr als 120.000 Euro an Kosten anfallen würden für den Besuch des Barden plus seiner dreißigköpfigen Begleittruppe. - Zunächst hieß es ja, Julio würde nach Los Llanos kommen und im dortigen Fußballstadion auftreten, aber sofort kam mächtiger Gegenwind in den sozialen Netzwerken und auch den konservativen Medien. - 30.000 Euro sollte die Stadt Los Llanos aufbringen, zusätzlich zu den 90.000 Euro, welche das Cabildo zahlen soll, und zumindest die Vertreter der PSC/PSOE und der IU im Stadtrat wandten sich offen gegen die hohen Kosten, welche der Auftritt des Kompostis, pardon, Komponisten, verursachen würde. -Bei "change.org" hat man sogar zu einer Unterschriftensammlung aufgerufen, allerdings ist das ein ziemlich zahnloses Unterfangen, da man inzwischen bei der Organisation auch gegen Zahnbelag Unterschriften sammeln kann. - Aber die Leute auf der Straße sind schon aufgebracht, so viel Geld und an allen Ecken und Enden wird uns immer erzählt, für diese oder jene Angelegenheit seien keine Mittel da, aber um alternde Schmalzkringel auf die Insel zu holen, dafür würde man wohl tief in die Tasche greifen. - Die Diskussion, ob denn öffentliche Gelder für Kunst und Unterhaltung ausgegeben werden sollen ist alt, aber die Aussage des Cabildo Insular, dass der Auftritt Julio Igelsias´ eine touristische Attraktion darstellen würde, der ist hingegen ziemlich neu und ein bisschen fragwürdig.

Im Cabildo Insular und auch beim Veranstalter kam die Ablehnung aus Los Llanos wohl an, und als man die ganze Angelegenheit schon ein bisschen vergessen hatte, da wir schnell vergessen, bekommen wir plötzlich in den Medien zu lesen, dass Julio Igelsias doch nach La Palma kommen würde, und zwar am 16. Juli, und nun anstatt in Los Llanos, in Santa Cruz auftreten wird. - Und darüber hinaus heißt es auch noch, die Stadt Santa Cruz müsste auch die besagten 30.000 Euro nicht beisteuern, sondern lediglich für die Absperrung des Parkplatzes am Hafen sorgen müssen, sowie die Bestuhlung des dortigen Geländes und für die Aufenthaltsräume der Künstler und Begleiter. - Nicht genau geht aus der Presseerklärung hervor, ob denn nun die Agentur des Künstlers auf Geld verzichtet hat, um den Auftritt Iglo Langnesias doch noch möglich zu machen, oder ob das Cabildo Insular das Geld nun komplett aus eigener (unserer) Tasche bestreitet. - Aber nun ist man seitens der Partido Popular und einiger Geschäftsleute in Los Llanos unzufrieden, denn man hätte doch gar nicht offiziell darüber abgestimmt, ob man denn das Konzert für Los Llanos wolle und ob es vielleicht ein Komplott seitens der Hauptstadt und der Inselregierung gegen die Westseitenmetropole gäbe. - In der Tat gab es keine Abstimmung im Stadtrat von Los Llanos, PSC/PSOE und die IU seien dagegen gewesen, die CC hätte sich aber enthalten und damit wäre die PP mit Mehrheit für das Konzert gewesen und das sei nun so nicht in Ordnung. - Letztendlich ist das aber auch Sache des Veranstalters, in welche Stadt er sich begeben will und man hat die Zeichen, welche aus Los Llanos kamen, vielleicht voreilig gedeutet. - Weggeschnappt, während die einen noch Jammern und das Schiff an Los Llanos vorüberfährt. - Genau am 16. nach Santa Cruz de La Palma, am 20. nach Las Palmas de Gran Canaria und am 23. nach Santa Cruz de Tenerife. - Julio kommt, und das gleich dreimal, alle Achtung in dem Alter!






Sonntag 13.03.2016 08:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 12 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 46 % - Luftdruck 1017 hPa

Gastbeitrag von Carla Helga Culemann
Ausstellung "Farbwelten"


Ausstellung "Farbwelten" in Santa Cruz, La Palma

Carla Helga Culemann

Eröffnung am 17. März um 17 Uhr
in der O´Daly 2
Sala de Exposciones in Santa Cruz
18. März - 30. März
Öffnungszeiten:
Mo bis Fr . 10.30 bis 14.00 und 17.00 bis 19.00 Uhr
Sa 10.00 bis 14.00 Uhr

über mich:

Ständige Beschäftigung und Studium der Kunst seit meiner frühesten Jugend an, begleiten mich durch mein Leben.

Vor über 12 Jahren habe ich mich auf das Abenteuer schlechthin eingelassen, habe mein Atelier und meine Wohnung in Deutschland aufgegeben, um zu reisen und an verschiedenen Orten zu leben und zu arbeiten. Diese Orte waren New York, eine sehr inspirierende Stadt, Maui, Hawaii, Kalifornien und immer wieder Italien.

Zahlreiche Ausstellungen habe ich auf der ganzen Welt veranstaltet, bin derzeit noch in New York in einer Galerie vertreten.

Seit fast 10 Jahren lebe und arbeite ich auf den Kanaren, jetzt auf La Palma.

Zu meiner Arbeit:

Besonders die Beziehung Mensch, Landschaft und Natur in der Farbe sind immer wieder Themen in meiner Malerei.

Bevorzugte Materialien sind Gouache, Eitempera und Pigmente.

Übermalungen, Überschichtungen, neue Ansätze, Fragmente herauskratzen, Verwerfungen, Bildteile hervorheben oder wieder zudecken, das Bild in Ruhe stehen lassen, um es dann wieder zu bewegen, ständig in diesem Prozess sein, das ist für mich meine Malerei. In dieser Ausstellung gibt es sehr viele Bilder mit roten Farbverläufen, die von der Vulkanenergie der Insel inspiriert wurden.

Carla Helga Culemann

Freischaffende Malerin

helga@artemillia.de

www.artemillia.de

Tel. 628 333 987






Samstag 12.03.2016 16:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 17 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 45 % - Luftdruck 1017 hPa
Höchsttemperatur heute 18,4 Grad - niedrigste Temperatur 14,1 Grad

Weltliches Elend mit der Heiligen Quelle
Der unbestimmte Artikel

Das könnte so schön sein. - Bad La Palma, zu allen anderen touristischen Attraktionen auch noch ein Thermalbad. - Mit kurativen Eigenschaften gegen Warzen, Syphilis und Schwiegermütter, oder was man sonst für Zipperlein in warmem Heilwasser erfolgreich wegwischen könnte. - In der Tat, viele wissen es schon, wir sind die einzige Kanareninsel mit einer solchen Thermalquelle, welche bereits in früheren Zeiten unter der Namen "Fuente Santa", also Heilige Quelle Linderung für viele Leiden versprach. - Allerdings verschüttete im Jahr 1677 der Ausbruch des San Antonio diese Quelle und trotz vieler Versuche, dieses Wasser wieder erreichen zu können, gelang es erst dem Ingenieur Carlos Soler mit seiner Truppe im Jahr 2005 die Thermalquelle wieder frei zu legen. - Man musste allerdings einen Stollen von an die 200 Meter in den Fels treiben, aber man hat es geschafft, das Wasser ist wieder zu erreichen und nun stellt sich die Frage, wie nutzen wir diese natürliche Ressource der Insel zu unserem Vorteil. - Auch hier sind sich die meisten immer noch einig, ein Thermalbad direkt da, wo sich die Quelle befindet, und man hat auch schon einen internationalen Wettbewerb abgehalten, um das beste Projekt für ein solches "Balneario" zu ermitteln. - Von hier ab allerdings wird es holperig bis nebulös, denn man weiß noch nicht, wer sich denn überhaupt auf dieses Projekt als Investor stürzen soll und darüber hinaus weiß man auch noch nicht, wie man denn diese "kleine" Hürde umschifft, welche "Monumento Natural de los Volcanes de Teneguía" heißt. - Die ganze Ecke dort ist ein Schutzgebiet und somit ist überhaupt keine gewerbliche Nutzung möglich und darüber hinaus liegt die Quelle auch noch in der Küstenzone. - Eigentlich geht dort überhaupt nichts, schon gar nicht wenn private Nutzung vorgesehen ist, aber man will doch dieses Projekt unbedingt ins Laufen bekommen und natürlich wäre das eine wunderbare touristische Attraktion.

Da gibt es den Artikel 47 aus dem Jahr 2000, welcher wohl Ausnahmen in Schutzgebieten zulässt und die Partido Popular und auch die PSC/PSOE wollten genau über dieses Schlupfloch das kleinen Problem angehen. - Allerdings ist Raumordnung auf den Kanaren in der Hand der Coalición Canaria, und die sind der Meinung, dass dieser Artikel 47 lediglich für Notfälle gilt, niemals aber für ein solches Bauvorhaben angelegt sein kann. - Da die PSC/PSOE inzwischen einen Pakt mit der CC auf Ebene des Gobierno de Canarias und auch im Cabildo Insular unterhält, hat man sich inzwischen jeglicher Meinung entledigt, es wird also zwischen PP und CC argumentiert und letztere Gruppierung will auch das Thermalbad möglich machen, allerdings über den Weg, dass man die Nutzungsbedingungen eines Naturmonumentes so weit ändern kann, bis dieser Bau dort entstehen kann. - Nun kommt ein erstes Gutachten der Techniker der autonomen Regierung der Kanaren auf den Tisch, und das sieht nicht besonders günstig aus für das Vorhaben. - Wir bekommen dieses Gutachten zwar nicht direkt zu sehen, allerdings überschütten sich nun die politischen Gruppierungen mit Presseerklärungen aus denen man gut erkennen kann, dass es extrem schwierig werden wird, dort vor Ort ein Thermalbad legal erbaut zu bekommen. - Die PP geht sogar so weit zu sagen, dass es ohne den Artikel 47 gar nicht möglich ist und die Inselregierung meint, man habe die Änderungsmöglichkeiten der Nutzungsbedingungen noch nicht ausgeschöpft und sei immer noch zuversichtlich. - Gleichzeitig arbeitet man ja auch daran, dass zukünftig alle Fragen der Raumordnung nicht mehr regional durch eine Kommission (COTMAC) zu bestätigen sei, sondern das auf den Inseln lokal gemacht werden soll, und dann wäre es noch einfacher, solche Änderungen vorzunehmen. - Aber wieder zu dem Preis, dass es damit keine wirkliche Rechtssicherheit gibt, denn auch ein lokales Ja zum Bauvorhaben würde uns nicht von den regionalen Vorschriften der "Espacios Naturales" entbinden. - Als mögliche Alternative könnte nun im Raum stehen, das Thermalbad woanders zu errichten und das Wasser der Quelle dorthin zu verfrachten. - Damit sind wir aber auch gleich wieder bei einem alten Vorschlag der Hoteliers der Insel, die wollen das Wasser der Fuente Santa für ihre Spa-Einrichtungen nutzen, und dann bräuchte man überhaupt kein neues Badehaus mehr. - Die Heilige Quelle und derart viele weltliche Probleme und manchmal hat man auch das Gefühl, irgendwann erfinden wir Vorschriften, Dekrete und Gesetze, welche eigentlich alles verbieten.




Noch verschließt ein, durchaus stimmiges Torschloss, den Eingang zur Fuente Santa





Samstag 12.03.2016 08:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 14 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 50 % - Luftdruck 1018 hPa

Gastbeitrag vom Kulturbeauftragten
Das große Sommer-Sonderangebot für Vermieter


Im November geht sie los, jedes Jahr, die ersehnte Hauptsaison, just wenn rund ums Mittelmeer die Tourismusbetriebe in den Ruhemodus schalten. Bis kurz nach Ostern geht dann hier was, auf dieser idyllischen Insel im Ostatlantik. Volle Betten, Mietautos werden knapp, eine Veranstaltung jagt die andere. Aber dann?

Früher, als alles anders.......kamen einerseits Spanier vom Festland, andererseits gab es auch deutlich mehr Flugverbindungen aus Europa im Sommerhalbjahr. Die Tendenz steigt zwar glücklicherweise wieder, an die angeblich guten, alten Zeiten können wir aber noch lange nicht anknüpfen. Da es nun tatsächlich nicht so einfach ist, auf die Schnelle neue Touristenattraktionen aus dem Boden zu stampfen - da sind unsere gemächlichen Behörden vor - liegt der Gedanke nahe, mit besonderen Veranstaltungen Menschen zu uns zu locken. Im Wonnemonat Mai gelingt dies seit ein paar Jahren recht gut durch unsere mittlerweile international bedeutend gewordene Transvulcania. Etwa zwei Wochen lang startet dann der Sporttourismus durch und beschert La Palma willkommene Zusatzeinnahmen zu einer Zeit, die ehedem durch Ruhe oder gar gähnende Leere geprägt war. Das ist sehr schön und soll auch so bleiben.

Dieses Modell scheint also zu funktionieren: Wir veranstalten was Tolles und beleben dadurch die Nebensaison. Auch die Politik hat das erkannt und unterstützt entsprechende Aktivitäten. Nun wollen wir mal schauen, ob dies auch mit Kultur gelingen kann.

Als unerschütterliches Sprachrohr der Asociación Cultural Amigos Palmeros de la Ópera ACAPO ist es mir eine ganz besondere Freude, ein Ereignis ankündigen zu dürfen, wie es La Palma in dieser Form noch nicht erlebt hat, ein Festival der klassischen Musik auf wirklich allerhöchstem Niveau. Einzelheiten dazu will ich heute noch gar nicht ausbreiten, das wird in nächster Zeit in loser Abfolge an dieser Stelle geschehen. Nein, dies soll heute zunächst ein Aufruf, ein Angebot an die ungezählten Anbieter von Dienstleistungen im Tourismussektor sein.

Der Juni war schon immer und ist immer noch einer der ganz besonders ruhigen Tourismusmonate. Genau da haken wir ein, vom 03. bis 18 Juni veranstalten wir unser Festival. Ein idealer Zeitpunkt, da gibt es genügend freie Plätze in den Fliegern, die Höfe der Autovermieter sind so voll wie die Betten der Hotels, Ferienhäuser und Apartments leer. Ran an die Buletten: Machen sie Werbung bei ihren Kunden. Wo sonst auf der Welt lässt sich Musikgenuss mit einem so exzellenten Rahmenprogramm erleben, wie es die Isla Bonita bietet? An der Internetseite von ACAPO wird permanent gearbeitet, sie gibt aber bereits jetzt schon viel Information her. Selbstverständlich stehe ich auch persönlich per Mail oder Telefon zur Verfügung. Nehmen sie diesen Ball an, den wir ihnen hier zuwerfen, und werfen sie ihn weiter, nach ganz Europa! Viel Erfolg wünsche ich ihnen bei ihren Aktivitäten!

Mit musikalischen Grüßen

Ihr

Ödi Jonitz, MdS
(Kulturbeauftragter)







Freitag 11.03.2016 17:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 21 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 69 % - Luftdruck 1017 hPa
Höchsttemperatur heute 22,0 Grad - niedrigste Temperatur 13,2 Grad

Her mit den kleinen Französinnen
Paris, Lyon, Nantes

Seit ein paar Jahren bereits bringt der französische Reiseveranstalter "Thalasso" Gäste aus Frankreich zu uns, mit einem wöchentlichen Flieger aus Paris. - In einer Presseerklärung aus dem Cabildo Insular lässt man uns jetzt wissen, dass nun auch Flüge aus Nantes und Lyon angesagt sind, der gleiche Veranstalter will auch aus diesen Städten Gäste nach La Palma schicken. - Es geht nicht wirklich aus der Presseerklärung hervor, ob sowohl aus Nantes, als auch aus Lyon jeweils ein zusätzlicher Flug kommt, oder ob es sich da um Gabelflüge handelt, welche beide Städte bedienen oder man über Paris fliegt. - Gleich diesen Sonntag soll es beginnen, und dann werden wir ja die Auflösung dieses kleinen Rätsels noch mitbekommen. - Bedient werden von dem Anbieter bevorzugt das Hotel Princess im Süden der Insel, sowie auch das Hotel Taburiente in Los Cancajos sowie das Hotel Sol in Puerto Naos. - Insgesamt will man so 7.000 Franzosen und Französinnen auf die Insel in diesem Sommer bringen und damit gleich dreimal so viele, als noch im letzten Jahr. - Die sind uns herzlich willkommen, denn gerade im Sommer ist die Auslastung der Hotelbetriebe noch lange nicht so, wie die Betreiber das gerne hätten. - Als Carrier dient bislang der polnische Charter-Anbieter Enter-Air und es gibt keinen Hinweis, dass sich das ändern sollte. - Diese neue Nachfragen aus Frankreich passen gut in unsere Pläne, denn der internationale Tourismus auf La Palma ist ja gerade im Sommer etwas schwächer aufgestellt und der nationale Tourismus noch nicht wieder wirklich auf der Höhe, wie das noch vor den Krisenjahren ab 2007 war. - Für den Winter haben sich auch Verbindungen aus Dänemark und Schweden angesagt, so dass man für den Winter 2016/2017 dann auch mal auf Auslastungszahlen in den Hotels hoffen kann, die annähernd das bringen, was auf den anderen Kanareninseln auch los ist.

Dieser neue Boom ist natürlich auch nur mit den Problemen im internationalen Tourismus zu erklären, dass die Reiseveranstalter händeringend sichere Destinationen suchen, nachdem seit dem "Arabischen Frühling" viele Mittelmeeranrainer große Sicherheitsprobleme haben und drastische Einbrüche bei den Besucherzahlen. - So war Marokko und gerade Tunesien immer eine Hochburg für französische Gäste, auch wegen der Sprache ist man dorthin gereist, und natürlich greift die Angst nun um sich, und die Leute suchen andere Ziele. - So geht schon länger der Begriff von der Jagd auf Bettenkontingente um, gerade jetzt auch wieder auf der ITB wird davon berichtet, dass besonders die nördlichen Kanaren wie Lanzarote und Fuerteventura im Interesse der Reiseveranstalter liegen. - Wir haben erst seit kurzem davon profitiert und hier muss auch gleich eine zarte Warnung damit verbunden sein, denn diese Urlauber, welche jetzt mit Pauschalangeboten zu uns gebracht werden, die kommen nicht nach La Palma, um unsere Insel zu sehen, sondern um ein Urlaubspaket wahr zu nehmen. - Da ist das Hotelangebot wichtiger als das Umland, und diese Gäste sind nicht unbedingt das, was man als treue Urlauber ansehen muss, also könnten die auch schnell wieder verschwinden, falls sich andere Destinationen wieder durch zurückgewonnenen Sicherheit oder deutlich günstigere Preise hervortun. - Es wäre gefährlich, die letzten Zuwachszahlen hoch zu rechnen und auf sicheres Wachstum der Gästezahlen zu setzen, das wäre eine ähnliche Milchmädchenrechnung, wie man vor 15 Jahren die Notwendigkeit für dieses große Flughafenterminal auf La Palma sah. - Aber natürlich werden da Begehrlichkeiten geweckt, und die Inselregierung arbeitet mit Hochdruck daran, viele touristische Projekte möglich zu machen, welche durch die strikten Raumordnungspläne allesamt keine Rechtssicherheit gewonnen haben. - Und in der Tat könnten die letzten Wachstumszahlen eben auch diese Investoren wieder auf die Insel locken, welche vor ein paar Jahren noch, angesichts der Gästezahlen, aber eben auch der vielen Rechtsunsicherheiten mit über den Kopf geschlagenen Armen wieder von der Insel geflohen sind. - Nun stehen auch wir wieder im Focus touristischen Interesses und fast möchte man sagen: Alle in Deckung gehen…




Irgendwie stellt man sich La Palma anders vor...





Freitag 11.03.2016 08:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 14 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 55 % - Luftdruck 1017 hPa

Gastbeitrag von Antje Gieser
Konzert in der alten Saline von Los Cancajos


Und weiter geht es mit Musik in der Alten Saline am Cancajos

Am Samstag, 12. März, 20 und 21.30 Uhr läßt Mario Rivero seinen Kontrabaß im Rahmen des "Ciclo de Música Salinas" erklingen.
Für nahezu jeden Geschmack ist dieses Mal etwas dabei. Die musikalische Reise fängt an bei Bach, Brahms und Beethoven und geht über Lennon & McCartney bis hin zu kanarischer Volksmusik und endet bei Eigenkompositionen des Künstlers.

Wie immer ist Seca Herrera für Idee und Leitung zuständig, die Organisation liegt beim Kulturamt des Ayuntamientos Breña Baja

Eintrittskarten zu 10 €, Studenten 5 € an der Abendkasse






Donnerstag 10.03.2016 17:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 20 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 28 % - Luftdruck 1020 hPa
Höchsttemperatur heute 21,3 Grad - niedrigste Temperatur 13,4 Grad

Los Llanos auf Schmusekurs mit Haustieren
Den Waldi nicht flach halten

Kritik ist immer wichtig, aber wir sollten auch nicht auslassen, was sich denn hier bei uns auf dem Inselchen ins Positive geändert hat. - Und wenn wir schon vergleichen, dann doch nicht mit anderen Regionen, welche ganz andere Voraussetzungen mitbringen, sondern doch eher, wie das früher hier war. - Deshalb, früher, als alles anders war, und nur manches besser… Wir wissen wohl, dass es Nachholbedarf im Umgang mit Haus- und Nutztieren gibt hier auf der Insel, aber es ist auch vieles besser geworden über die Jahre. - Krönung wäre dann ja, eine funktionierende Auffangstation für entlaufene oder ausgesetzte Haustiere, welche ja die Inselregierung in Tijarafe bauen will. - Ich schreibe ausdrücklich, eine funktionierende Station, denn es gibt natürlich auch Befürchtungen, dass man dort einfach eine Wartehalle für den Abdecker hinstellen könnte. - Ich habe Kinder und Katzen, darf also nicht negativ denken, und auf der anderen Seite könnte eine solche Auffangstation, ich schreibe bewusst nicht Tierheim, doch eine wunderbare Geschichte werden für die Insel, endlich aus dem fragwürdigen Image über unser Problem hinweg zu kommen. - Auch könnte eine solche Station dann für altruistische Aktionen dienen, wie die der schweizer Gruppe an Tierärzten, welche bereits Kastrationskampagnen hier unternommen haben. - Allerdings haben diese selbstlosen Helfer nun unerwartete Schwierigkeiten mit der hiesigen Tierärztekammer bekommen, die fürchten nämlich um ihr Klientel, wenn jemand Katzen und Hunde kostenlos kastriert, dann nimmt man ja damit den lokalen Tierärzten das Einkommen weg. - So krass haben die das natürlich nicht formuliert, sondern als Vorwand gegeben, diese Kastrationen seien nicht dafür bereit gestellten Op-Räumen durchgeführt worden. - Obwohl man versucht hat, mit der Tierärztekammer darüber zu sprechen, ist es bislang nicht gelungen da einen gemeinsamen Weg zu finden uns so können vorerst diese Tierärzte ihre so wichtigen Kampagnen nicht mehr durchführen. - Dafür könnte aber eine solche Station Hintergrund bieten und dann wäre auch die Politik noch deutlicher gefragt, solche Aktionen doch zu unterstützen und nicht aus Angst vor einer Tierärztekammer lieber den Mund zu halten.

Aber gehen wir wieder nach Los Llanos und zu der positiven Entwicklung. - Es wird dort jetzt eine Kampagne geben, in welcher den Bewohnern der richtige Umgang mit den Haustieren nahe gebracht werden soll. - Zwei Hintergründe gibt es dazu, einmal der Tierschutz, aber natürlich auch der ordnungsgemäße Umgang mit den Haustieren in der Öffentlichkeit. - Hunde immer angeleint, als gefährlich geltende Hunde mit Maulkorb, wobei ich mich immer frage, warum das mit als gefährlich geltenden Menschen nicht so ist. - Und, wenn der Hund das Geschäft in der Öffentlichkeit macht, dann muss der Halter nicht nur das Häufchen wieder entfernen, sondern auch noch mit einer Wasser- oder Sprayflasche die Reste von der Straße wischen. - Was noch nicht in der Verordnung steht, dass man noch mit der Zahnbürste den Bürgersteig dann schrubben muss, und bei allen wundervollen städtischen Verordnungen bleibt auch immer wieder die Frage stehen, wer kontrolliert das denn und wird sich der Stadtpolizist finden, der einen Bekannten, denn wir kennen uns alle, vor Beobachtern eine Strafe ausspricht, weil der Hundehalter nicht mit der Sprühflasche den Bordstein gesäubert, nachdem der den Hundehaufen mit einem Beutel eingesammelt hat. - Ganz wichtig aber eben auch der Teil in dem es um Tierschutz geht und dabei kommen eben solche Regeln ins Spiel, dass Hunde nicht länger als 8 Stunden angeleint sein dürfen und auch nicht dauerhaft auf Balkonen oder Dachterrassen gehalten werden dürfen. - Es ist ein bisschen verwegen, dass auch noch in der Verordnung steht, man müsse seine Tiere auch ausreichend ernähren, aber dennoch geht der Chapeau nach Los Llanos. - Das ist doch alles völlig normal kann man kontern, aber den Hut ziehe ich eben davor, dass endlich eine Gemeinde hingeht und sich nicht mehr der Verantwortung entzieht und Bürger nun mit dieser Stadtverordnung auch eine Handhabe besitzen, etwaige Verstöße gegen schlechte Tierhaltung bei der Stadt anzuzeigen. - Ob dann auch noch richtig gehandelt wird, das vermag ich nicht vorauszusagen, und das ist lange noch kein Pony- oder Hundehof hier, aber immerhin haben wir inzwischen die richtige Richtung eingeschlagen.




Denen geht es gut, aber eben nicht allen...





Donnerstag 10.03.2016 08:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 14 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 49 % - Luftdruck 1020 hPa

Gastbeitrag von Petra Herrmann
Ausstellung von Manuel Pereda de Castro in Tazacorte


Liebe Kunstfreunde,

am Freitag ist die Eröffnung einer neuen Ausstellung. Ich freue mich sehr, dass wir dieses mal den auf La Palma sehr bekannten Bildhauer Manuel Pereda de Castro gewinnen konnten.
Jetzt nur Skulpturen im Raum, ein besonderes Erlebnis!
Wir freuen uns auf Ihr Kommen.
Freitag, 11.3.2016 , 19 Uhr bei Tapas und Wein.

Ihre Petra Herrmann und Helmut Kiesewetter







Mittwoch 09.03.2016 17:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 22 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 16 % - Luftdruck 1018 hPa
Höchsttemperatur heute 23,6 Grad - niedrigste Temperatur 13,4 Grad

In den Wind geschrieben
Aridane-Allerlei

Bei uns im Tal pfeift uns die Brisa wieder um die Ohren und das wird auch noch ein paar Tage anhalten. - Aber die Sonne scheint und wer sich an einer geschützten Stelle aufhalten kann, dem wird sogar richtig warm. - Auf der Ostseite ist es im Moment gar nicht nett, Nordostpassat bedeutet halt, dass dort die Wolken und die Niederschläge ankommen. - Aber es wird wieder allgemein wärmer, es schiebt sich erneut ein Tiefdruckgebiet und damit ist der Zustrom von kalter Luft zunächst abgeriegelt. - Unser Hoch allerdings hat nun die Tendenz nach Osten auszuwandern, wir geben es Ihnen gerne mal ab, das könnte den Weg dann freimachen für ein Tief aus dem Westen. - Allerdings scheint das in diesem Jahr einfach nicht zu klappen, alle großen Wetterdienstleister rechnen nicht damit, dass es uns erwischen könnte. - Was durch die letzten Niederschläge noch gekommen ist, das ist eine zaghafte Mandelblüte, zumindest oberhalb El Pasos und ganz vereinzelt auch bei uns. - Mandelblüte an Ostern, das ist dann auch mal ganz was Neues, aber wir haben gute Möglichkeiten, dass das so sein wird. - Damit können auch Besucher, die immer zur gleichen Zeit kommen, und so noch nie eine Mandelblüte gesehen haben, in den Genuss dieses wunderbaren Schauspiels. - Für uns wird Ostern sowieso wieder ein großes Fest, beide Töchter haben ihren Besuch angekündigt, nächste Woche kommt die erste schon und wir besprechen jetzt schon, was wir noch alles besorgen müssen bis dahin und arbeiten auch schon an einem Programm. - Das wird dann zwar meist schnell umgeworfen, die Studis sind meist sehr müde und schlafen in den eigenen Betten wohl doppelt so gut als in Las Palmas. - Die Eltern (laut meiner Frau, deren Mann) rotieren dann, nach 10:00 Uhr immer noch nicht gefrühstückt, dann wird das doch zu spät für den Ausflug und wenn dann die Mädels endlich aus den Federn kommen, dann haben wir bereits Hunger zum Mittagessen. - Trotzdem, eine riesige Freude, und auch der Metzger macht endlich wieder Luftsprünge, weil wir dann wieder mehr kaufen als 2 Hühnerbrüste in der Woche für die Katzen.

Apropos Katzen, Mia hat weiterhin nicht mehr markiert, und gibt sich auch gesellschaftsfähiger mit den anderen felinen Versuchungen, zumindest schläft sie im Moment mit Mops und Leo in einem Zimmer, der Wind treibt die Katzen halt rein. - Mehrere Menschen haben mir inzwischen mündlich und schriftlich bestätigt, dass es länger schon bekannt sei, dass homöopathische Medizin natürlich auch bei Tieren hilft, wie konnte ich da nur zweifeln. - Wunderbar, die Katze glaubt zwar nicht an Globuli, zweifelt aber auch nicht daran, für mich werde ich aber weiter zum Schulmediziner gehen, ich bin nicht so wirklich bio- und esokompatibel. - Aber es gibt halt Dinge zwischen Himmel und Erde die nicht die Physik erklären kann, so weit immerhin bin ich dann doch schon… Und Fußball ist am Wochenende angesagt, nicht nur Atlético Paso, sondern Union Las Palmas empfängt Real Madrid, seit dieser Saison ist der Club in Blau-Gelb ja wieder in der ersten Liga. - Ein Freund von mir fährt hin, mit seinem Sohn, hat sich extra Geld dafür leihen müssen, 150 Euro eine Eintrittskarte, aber der ist jetzt schon ganz aus dem Häuschen, spricht von nichts anderem mehr, und ich hoffe inständig, dass sich diese "Vater-Sohn-Kiste" wirklich lohnt. Ich kann halt mit Fußball nichts anfangen, wobei meine ältere Tochter sehr für Bayern München und Real Madrid schwärmt, und jetzt auch angekündigt hat, sie wolle dieses Spiel sehen, aber sie würde das vor dem Fernseher machen. - Braves Kind, und so lange die als Berufswunsch bei Casting-Shows fürs Prekariats-TV nicht Spielerfrau angeben, bin ich eh ganz zufrieden. - Und dann auch noch die ersten Fotos vom La Palma-Stand auf der ITB, mit Hinweisen, dass alles ganz aufgeräumt, aufmerksam, freundlich und kompetent war. - Klasse, so soll das laufen.




Bild von Lars Gerhardts





Mittwoch 09.03.2016 08:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 13 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 45 % - Luftdruck 1020 hPa

Gastbeitrag von MonikaSpindler
Transmissions-Meditation - Ein Dienst für die Welt


Unsere jetzige Gesellschaft steht an einem Wendepunkt - spirituell, ökologisch, politisch und ökonomisch. Wir finden mit den jetzigen Methoden keine Lösungen für die Probleme der Menschheit, die jeden Tag dringlicher werden. In diesem entscheidenden Moment in der langen Menschheitsgeschichte steht uns eine Gruppe weiser Berater zur Seite: Maitreya, der Lehrer der Menschheit für das Wassermannzeitalter und weitere Meister der Weisheit. Durch die immer stärker werdenden Energien werden die Menschen weltweit zunehmend inspiriert, sich aktiv für einen Wandel einzusetzen, um Gerechtigkeit, Frieden und eine menschlichere Gesellschaft zu schaffen.

Wir wollen Frieden! Maitreya sagt: Dazu brauchen wir gegenseitiges Vertrauen. Vertrauen entsteht durch Gerechtigkeit. Gerechtigkeit erreichen wir nur durch Teilen unserer Reichtümer und Ressourcen.

Transmissions-Meditation

o eine Gruppenmeditation für das Wassermannzeitalter

o eine Verbindung von Kriya- und LayaYoga

o einfach zu erlernen, keinerlei Vorerfahrung erforderlich

o La Punta, dienstags ab 16:45 Uhr

Vortrag und Meditation

11. März 2016 ab 18:30 Uhr in Los Llanos

Museo Arqueológico Benahoarita (MAB)

Cmo. Las Adelfas, 1

Kontakt: Monika Spindler E-Mail: mspindler@gmx.net
Mobil: 617454140




Dienstag 08.03.2016 17:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 22 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 17 % - Luftdruck 1019 hPa
Höchsttemperatur heute 23,2 Grad - niedrigste Temperatur 13,6 Grad

Wie viele Gemeinden braucht La Palma?
Die Frage über die Anzahl der Polizisten definiert

Fangen wir die Geschichte mit einer Anekdote an. - In der Zeit, als noch mehr Geld als Verstand unterwegs war, da schenkte man den Gemeinden mal Ausrüstung für die Stadtpolizei. - Auch Garafía wurde bedacht, die bekamen zwei Motorroller für die "Policía Municipal", und Sie raten richtig, die hatten aber nur einen Polizisten. - Jetzt haben die wieder zwei blau gekleidete Lokalpolizisten, aber dafür hat Fuencaliente überhaupt keinen mehr. - Keine einzige Gemeinde auf der Insel hält die eigentlich beschriebene Mindestanzahl an "Locales" bereit und nur in zwei Gemeinden auf der Insel bietet die städtische Polizei auch einen 24 Stunden-Dienst an. - Auch wieder richtig geraten, das ist in Santa Cruz de La Palma so und in Los Llanos, die anderen Gemeinden können sich das schlichtweg nicht leisten. - Böse Zungen behaupten, man kann sich in vielen Gemeinden die Polizisten nicht leisten, weil sich die Lokalpolitiker erneut die Gehälter erhöht hätten und somit kein Geld mehr da wäre, die Polizei ausreichend zu bezahlen. - Ich weiß, dass das in einigen Fällen sogar stimmt, in anderen aber nicht, und heute wollen wir nicht den knorrigen Fingen auspacken und auf jemanden zeigen, sondern einfach nur darüber plaudern, ob wir uns hier auf der Insel weiterhin 14 Gemeinden leisten wollen, die allesamt, außer Mazo, finanzielle Schwierigkeiten haben und nur mit Mühe den ganzen Serviceapparat aufrecht erhalten können, welchen eben eine Gemeinde anbieten muss. - Es gibt ja immer noch die Guardia Civil und die Policía Nacional und theoretisch auch noch die Policía Autonómica, aber letzter sieht man hier auf der Insel gar nicht, nur ganz selten werden von dieser autonomen Polizeitruppe ein paar Leute auf die Insel gebracht, um bei großen Inselfesten sich selbst zu bewachen. - Die Guardia Civil ist die eigentliche "Grüne Polizei" wie man das aus Deutschland kennt und die Policía Nacional wäre dann die Bundes- wie auch Kriminalpolizei. - Ausländer kennen meist die Arbeit der Policía Nacional nur von der Ausstellung der Papiere her, von denen bekommt man auch die Ausweise und Aufenthaltsgenehmigungen und die NIE-Nummer.

Die Policía Local ist eigentlich ein bewaffnetes Ordnungsamt, mit allerdings weiter reichenden Aufgaben, theoretisch kann man fast das gesamte Spektrum der Polizeiarbeit bieten, gibt Fälle in denen deutliche Kriminalität auftritt, jedoch meist an die Guardia Civil ab. - Die Bezahlung ist halt die Geschichte, während die anderen Polizeitruppen aus dem Staatssäckel finanziert werden, müssen die "Locales" aus dem Gemeindehaushalt unterhalten werden und das tut halt weh. Gerade eben die kleinen Gemeinden unter 5.000 Einwohnern, oder eben noch schlimmer wie Garafía und Fuencaliente mit unter 2.000 Einwohnern, die sind völlig überfordert davon, eben auch einen Polizeiapparat haben zu müssen, einen Stadtarchitekten, ein Sozialamt, einen Sekretär, einen Friedensrichter und Angestellte eines Bauamtes, welche sich um das lokale Wegenetz bemühen und darüber hinaus eben auch noch die Bürgermeister sowie die Stadträte. - Auf der anderen Seite allerdings schafft so etwas in strukturell schwachen Gebieten Arbeitsplätze und als das öffentliche Horn noch "Füll" war, da sorgte man gerne in der Gemeinde um viele glückliche Arbeiter und Angestellten, welchen dann rechtzeitig vor den Wahlen gesagt wurde, wen sie und ihre Familien denn wählen sollten, damit doch alles so wunderbar bliebe wie jetzt. - Erst durch den Sparzwang ist so eine Einsicht aufgekommen, die Gemeinden sollten nicht der erste Arbeitgeber des Ortes sein, sondern die Voraussetzungen schaffen, dass Firmen, seien das nun kleine Betriebe oder auch große, sich dort ansiedeln wollen. - Im richtigen Moment angesprochen stimmt dem jeder zu, zwei oder vier Gemeinden auf der Insel wäre angemessen, aber in dem Moment in dem es dann heißt, wir, also die aus El Paso, würden dann wieder zu Los Llanos gehören, oder zu der fiktiven Gemeinde "Aridane", zusammen mit Tazacorte, in dem Moment winken die Leute dann wieder ab. - Erinnert mich irgendwie an Europa, das kann auch nur zusammen stark sein, nicht mal Deutschland kann das alleine schaffen, aber wenn Solidarität und Parität plötzlich keine Einbahnstraßen mehr sind, und man selbst auch zur Kasse oder Annahme bestimmter Arbeiten herangezogen wird, dann zeigt sich erneut die ganze Kleinstaaterei und die dummen Egoismen, die letztendlich nur Nationalismus genannt werden können. - Warum sollen wir dann so viel vernünftiger sein…






Dienstag 08.03.2016 11:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 17 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 38 % - Luftdruck 1020 hPa


So, jetzt war ich mal schneller als der Hafenbeauftragte Federico… Die Alexander von Humboldt 2 wird heute gegen Abend in Puerto de Tazacorte einlaufen. - Es heißt gegen 18:00 Uhr, aber ich nehme an, die kommt sogar früher rein. - Immer gerne gesehen dieses Schiff und an den, jetzt wieder grünen Segeln erkennt man es auch ganz weit draußen bereits. - Ahoi!






Dienstag 08.03.2016 08:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 13 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 44 % - Luftdruck 1020 hPa

Fulanito de tal dice hoy: Amistad de yerno, sol de invierno

Die Freundschaft des Schwiegersohns ist wie die Wintersonne. - Da die Wintersonne spät kommt und früh geht, sagt man dieser Freundschaft wenig Wärme und nur kurze Dauer nach. - Dann müsste das bei uns auf den Kanaren eigentlich besser sein, bei uns brutzelt auch die Wintersonne kräftig auf den Pelz…






Sehr seltener Anblick: Torpedo (80cm Ø) von unten (Malpique Nov. 2015)
Bild von Dr. med. Herbert Schaar





Montag 07.03.2016 17:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 20 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 18 % - Luftdruck 1019 hPa
Höchsttemperatur heute 20,9 Grad - niedrigste Temperatur 13,6 Grad

Wer hat Zeit zur ITB zu gehen
La Palma präsentiert sich wieder in Berlin

Klar muss man zur größten deutschen Tourismusbörse, schließlich ist Deutschland das wichtigste Land für unsere Insel in Sachen Tourismus. - Und Deutschland hat uns auch endlich wieder lieb, zumindest geben das die Zahlen seit Ende 2014 so her, denn seit dem steigt die Zahl der Urlauber aus Deutschland wieder angenehm an. - Das war ein paar Jahre mal ein bisschen getrübt das Verhältnis, seit 2006 sank die Zahl der Besucher aus der Bundesrepublik eigentlich kontinuierlich, allerdings hatte das eher mit dem Faktor schlechte Erreichbarkeit zu tun, als mit aus der Mode gekommen oder andere Gründe La Palma nicht zu besuchen. - So müssen wir nun auch wieder anerkennen, dass jetzt auch der positive Trend wohl eher nicht auf unsere hervorragende Arbeit in Sachen Tourismus zurückzuführen sind, sondern es gibt wieder deutlich mehr Verbindungen aus Deutschland nach La Palma. - Und warum das so ist kann man sich auch ganz einfach zusammenpfriemeln, die Fluggesellschaften haben wieder mehr Kapazitäten frei, nachdem sich manche Ziele wegen politischer und gesellschaftlicher Probleme eben nicht mehr so einfach anbieten. - Der große Vorteil der Kanarischen Inseln, die Reiseveranstalter brauchen dringend sichere Ziele und in diesem Zug sitzt auch La Palma. - Davon profitieren natürlich auch die Anbieter des Individualtourismus, denn es gibt einfach deutlich mehr Verbindungen auf die Insel. - Allerdings sind manche Ziele zu den Weihnachtsterminen unverschämt teuer geworden, aber wer da fit ist und flexibel, der sucht sich Verbindungen über Madrid (Iberia Express) oder Barcelona (Vueling) und fliegt zu bestimmten Terminen dann deutlich günstiger, als mit den Chartermaschinen. - Dieses neue Glück mit dem täglichen Flieger über Madrid verzerrt auch so ein bisschen die Statistik, denn diese Reisenden, obwohl eigentlich aus dem Ausland kommend, zählen nicht in der internationalen Spalte und wir haben viele Gäste, welche über Madrid kommen. - Inzwischen klappt das sogar mit den Koffern, nachdem es viele Jahre immer hieß, die Iberia kann nur Passagiere, aber keine Koffer, da wir oft den Fall hatten, dass die Gäste schon ankamen, aber die Koffer in Madrid blieben.

Die ITB ist sicher ein Muss, aber ansonsten hat man auch hier begriffen, dass kleinere Messen, auf welchen man auch direkteren Kontakt zu den Interessierten herstellen kann, sind oft effektiver, wenn man davon ausgeht, dass man eben Kundschaft werben will. - Unsere Leser hatten ja auch dazu beigetragen, dass man viele Vorschläge bereitet hat, wo man denn auch mal auf den Messen auftauchen sollte und diese Vorschläge sind hier auch dankend angenommen worden. - Auf den großen Messen hofft man aber auch meist, die Kontakte zu den Reiseveranstaltern zu suchen und den Fluggesellschaften, meist steht auf solchen Messen nicht der Kundenkontakt im Focus. - Aber dennoch muss man das auch richtig machen und aus bekannter Quelle bekam ich zu Ohren, dass unser Stand auf der Madrider Fitur nicht so prominent besetzt war. - Kann aber natürlich auch ein Zufall, oder eine Frage von ein paar Stunden sein, aber ich würde Sie bitten, also natürlich nur diejenigen, welche eh vor hatten, die ITB zu besuchen, doch vielleicht den La Palma Stand zu besuchen, vielleicht sogar zu fotografieren und mir dann schildern, wie das dort abgelaufen ist? - Wäre nett, ich würde das auch nicht breittreten, sondern für interne Zwecke rund ums Cabildo nutzen. - Nicht um jemandem auf die Füße zu treten, sondern es geht um die Verbesserung der Außenwerbung unserer Insel. - Ich würde gerne selbst hingehen, aber die Firma braucht im Moment jede Hand, wie wir ja gelesen haben, läuft bei uns momentan im Tourismus auf der Insel und das ist gut so.






La Palma Tourismus





Sonntag 06.03.2016 17:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 20 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 21 % - Luftdruck 1017 hPa
Höchsttemperatur heute 20,9 Grad - niedrigste Temperatur 13,6 Grad

Immer wenn sie Pillen nahm
Die Psycho-Katze bekommt jetzt Globuli

Wir haben uns ja schon vor Zeiten geoutet, als das schrullige, alte Ausländerpärchen mit den sieben Katzen. - Es gibt Schlimmeres denke ich, aber nun könnte man noch ein Adjektiv hinzufügen, die geben ihren Katzen jetzt auch noch Psychopharmaka. - Die Katzen auf Dope, gut, das kann man erklären, wir haben doch einen kleinen Sonderfall mit unserer bipolaren Mia. - Ich hatte es Ihnen ja bereits erzählt, Mia ist wohl eifersüchtig auf die beiden kleineren Katzen, welche ihr das Prinzessinnendasein geraubt haben und seit dem markiert Mia ab und zu ins Haus. - Ja, das machen selbst kastrierte Katzendamen, wenn ihnen eben irgendwas nicht geheuer ist und sie sich verbal nicht ausdrücken können. - Darauf hin hat sich eine Heilpraktikerin bei uns gemeldet, sie hätte auch erfolgreich mit Tieren zu tun gehabt und könnte sich vorstellen, auch unserer Mia zu helfen. - Ich und Globuli, oder alles, was irgendwie in die Richtung Esoterik geht, lehne ich eigentlich grundsätzlich ab, aber wer Katzen hat, der hat auch keine Grundsätze mehr und so ein bisschen spielt da auch die Verzweiflung mit, weil wir das nicht mehr im Griff hatten. - Die Heilpraktikerin wohnt in Deutschland, kommt aber häufig nach La Palma und so hatten wir einen Termin hier vereinbart, denn sicherlich wäre es mir nur unter höchstem Protest gelungen, unsere Mia ins Auto zu verfrachten, und über die Insel zu fahren. - Allerdings bat mich die Katzenflüsterin noch, ihr alles, was ich über Mia bislang geschrieben habe, zu schicken, und auch die Fotos von ihr und zwar alles chronologisch, sie müsse sich ein genaues Bild von Mia machen. - Ich glaube, die Heilpraktikerin hatte keine Ahnung, wie viel ich schreiben kann, wenn es um Katzen geht, und so habe ich in einer Webseite alle zu Mia relevanten Artikel zusammengefasst, weil ansonsten das als E-Mail wohl ein bisschen aufdringlich wäre.

Der Termin kommt, die Heilpraktikerin auch und Katze sei Dank ist Mia auch gerade da und wir halten sie im Büro ein Stündchen fest, damit man das Tier auch begutachten kann. - Zehn Minuten sind dann Katze und Flüsterin zusammen, dann muss ich noch mal zehn Minuten Fragen beantworten und das alles tippt sie in ihren Computer ein. - Sie hatte auch bereits mehrere Seite A4 über "Mia, die Bitch aus Los Llanos" wohl aus meinen Artikeln zusammengetragen, also die hat sich wirklich Mühe gemacht und Zeit investiert, um hinter das spritzige Geheimnis unserer schwarzen Dame zu kommen. - Lachesis muta, also aus dem Gift der Buschmeisterschlange gewonnene Globuli sollen wir geben, die hat sie auch gleich dabei und morgen früh mit der Mahlzeit und dann vier Wochen später noch mal ein paar dieser winzigen weißen Pillen. - Ich muss Ihnen sicherlich nicht das Prinzip der homöopathischen Dose erklären, das wissen Sie sicher besser als ich. - Wir machten dann noch Witze darüber, die Globuli helfen ja nur, wenn man daran glaubt, und wie soll denn bitte eine Katze daran glauben? - Oder vielleicht kommt der Glaube über uns, das heißt die "Herrchen und Frauchen", wobei das bei Katzen ja eher "Sklave und Sklavin" sind, die glauben an die Wirkung und übertragen das auf die Katze. - So ein Mist aber auch, das kann doch gar nicht wirken, aber für meine Katzen mache ich so ziemlich alles und wenn wir danach keine Toaster mehr wegwerfen müssen und nicht so viel wischen in der Küche, dann glauben wir zumindest an das. - Also, das ist jetzt eine Woche her und bislang hat Mia noch nicht einmal wieder markiert und sie ist auch zutraulicher geworden, beißt jetzt erst nach dem achten Streichler, das hat sie vorher schon beim Zweiten gemacht. - Ist sicher alles nur Zufall, kann doch gar nicht sein, so ein Hokuspokus und der Siebold macht sich mit seinen Katzen und den Globuli doch nur lächerlich. - Glauben Sie, was Sie wollen, das machen Sie ja eh, aber bislang scheint alles wunderbar und ich glaube schon lange nicht mehr an Zufälle.








Sonntag 06.03.2016 08:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 14 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 45 % - Luftdruck 1019 hPa

Fulanito de tal dice hoy: A mi prójimo quiero, pero a mi el primero

Ich liebe meinen Nächsten, aber mich zuerst. - Aufruf zum Pragmatismus. - Ist ja alles gut und schön mit der Nächstenliebe, aber ich muss auch schauen, wo ich bleibe.





Schwer zu finden, der Rochen unter Sand (Tres Hermanas, Februar 2016)
Bild von Dr. med. Herbert Schaar





Samstag 05.03.2016 17:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 19 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 28 % - Luftdruck 1018 hPa
Höchsttemperatur heute 20,1 Grad - niedrigste Temperatur 14,0 Grad

Wirres und zusammenhangloses Zeug
Pedro konnte einem leid tun

Gestern Abend der zweite Versuch einer Regierungsbildung in Madrid und immerhin, eine Stimme mehr bekam er als am Mittwoch, aber immer noch viel zu wenige, um als Regierungspräsident bestätigt zu werden. - Jetzt hat man bis Anfang Mai noch Zeit da irgendwas zu kitten, wobei man sich nach den vielen Debatten schon fragt, welche neue Chancen es da noch geben wird. - Alle wollen weiterhin miteinander reden, aber auch jeder will seinen Standpunkt nicht verlassen und wieder einmal merkt man, dass denen mehr an der eigenen Partei liegt, oder der eigenen Position, als am Land selbst. - Niemanden ausgenommen, da helfen auch keine Sympathiepunkte mehr. - Vielleicht haben Pedro Sánchez (PSOE) und Albert Rivera (Ciudadanos) noch Pluspunkte gemacht, weil sie es wenigstens versucht haben, eine Regierung zu bilden. - Vielleicht ergeben sich aber auch noch durch das Austauschen einiger Personalien, und da denkt man hauptsächlich an Mariano Rajoy, neue Möglichkeiten, aber das sind wirklich nur Vermutungen.

Fast ein bisschen wie Karneval, was da die Akteure in Madrid veranstalten und hier in El Paso wird man heute die Karnevalsaison verabschieden. - Jetzt erst, weil letzte Woche so schlechtes Wetter war, aber das Begräbnis des Kaninchens will man sich nicht nehmen lassen. - War das nicht eigentlich eine Sardinenverbrennung, welche das Ende des Karnevaltreibens darstellen sollte? - Richtig, aber El Paso ist die einzige Gemeinde der Insel, welche keinen Zugang zum Meer hat. - Zwar hatten wir mal einen Flächennutzungsplan, in dem die Bedingungen für einen Hafenbetrieb aufgeführt waren, aber das hatte damit was zu tun, dass das Regelwerk für einen solchen Plan aus einer anderen Gemeinde herauskopiert wurde. - STRG C und STRG V, so läuft ganz vieles, nicht nur bei Facebook, aber der Spruch, besser gut kopiert als schlecht gemacht, scheint sich inzwischen als Leitfaden durch die sozialen Medien zu schleppen. - Zurück zum Kaninchen in El Paso. - Unser Kulturrat Andrés Carmona, Berufskünstler, hatte sich das ausgedacht und damit zumindest ein Alleinstellungsmerkmal erreicht, vielleicht dreht man ja mal einen Film über unsere ländliche Gemeinde El Paso: Wo das Kaninchen begraben liegt…

Wo das Geld begraben liegt, das ist immer noch Los Llanos und da schimpft man weiter über das Urteil des "TSJC" (Tribunal Superior de Justicia de Canarias), dem obersten kanarischen Gerichtshof, wonach man einem Architekten für die Änderung eines Projektes noch 390.000 Euro zu bezahlen hätte. - Es geht dabei um das Auditorium, welches gegenüber dem Llano de Argual entstehen sollte, und der Architekt gibt an, man hätte ihm mündlich den Auftrag gegeben, das ursprüngliche Projekt noch mal zu ändern. - Davon will aber im Cabildo Insular niemand etwas wissen, obwohl das Projekt selbst und auch die Änderung bereits seit Jahren dort die Aktenschränke füllen. - Pikant bis peinlich an der Geschichte, das Auditorium wird nicht gebaut werden, also kann man auch den Preis für das ursprüngliche Projekt über 700.000 Euro abschreiben, den man bereits im Jahr 2008 bezahlt hatte. - Man ist nicht sonderlich glücklich über diese neue Rechnung, welche man vor sich herschiebt und ganz vorsichtig kommen aus der Inselregierung Stimmen, welche das Urteil des Gerichtes zumindest komisch finden, da eine mündliche Auftragsverteilung für solch einen Betrag eigentlich nicht ginge. - Das Gericht sieht das allerdings anders. - Und noch mal ein Hinweis, weil es da zu Verwechslung gekommen ist, das Auditorio Insular ist nicht der Parque Cultural de Canarias, welcher als Ruine im oberen Teil des Ortes Los Llanos an der Shell-Tankstelle liegt. - Vom Auditorio ist nicht ein einziger Spatenstich erteilt worden, hat aber trotzdem mit allem Drum und Dran dann auch über eine Million Euro gekostet.








Samstag 05.03.2016 08:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 14 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 45 % - Luftdruck 1019 hPa

Gastbeitrag von Manfred Günther
Zum 8. März 2016, dem "Internationalen Frauentag"
beziehungsweise dem Tag "San Juan de Dios".


Am Samstag habe ich eine Inselhalbrundfahrt motorradmäßig gemacht mit vielen Stationen vor allem im Südosten und einigen Neuentdeckungen. Habe dort kleine Dörfer besucht, das waren aber mehrmals nur je eine Handvoll Häuser am Meer. Es gibt dort Ansiedelungen, die einerseits ganz armen Fischern, andererseits ziemlich reichen Deutschen gehören. Man gelangt nur über unasphaltierte Pisten dorthin. Es waren für mich erneut ungewöhnliche Eindrücke - strange und schön zugleich. Im letzten Dörfchen schließlich (ein entstelltes Opfer der Flughafenerweiterung) befindet sich ein Restaurant, das neben der Bar und einigen Nischen mit Tischen für je eine Familie auch vier unansehnliche Holzbaracken besitzt. Dunkles Holz, wieder jeweils ein Tisch und es war alles vollbesetzt! Palmeros, fröhlich, gelassen, quasi unter sich in diesem "Geheimtipp". Disculpe, Insider wissen ja längst Bescheid: es handelt ich um die Casa Goyo….





Einfachste Möblierung und/aber, ich vermute, richtig gutes Essen (mittags unterwegs esse ich nicht warm, nur Stulle und Obst). Das Essen, nicht der Barackencharakter wird der Grund für die Fülle gewesen sein; und es war eben arbeitsfreier Sonnabend für viele.

Bei meinem nächsten Stopp habe ich nur gehalten um zu überlegen, ob ich unten rum oder oben rum Richtung Brena Alta fahre. Am Straßenrand im Sand kippte aber beim Parken das Motorrad um (Mist, zum 2. Mal in zwei Jahren), es hat zwar einen Seiten- aber keinen Doppelständer und die Parkierstelle war unpraktisch. Nun lag sie und ich stand da mit der Frage: 180 kg aufheben, allein, bei einer Hexenschussgefahr von etwa 8,0 auf der nach oben offenen Scheuermannskala. Nein, nein, nicht doch: was erfuhr Mann in der ersten und letzten Kur seines Lebens, vorgetragen von einer strengen physiotherapeutischen Frau und Autorität: Herr G. muss jetzt Neinsagen lernen, nicht immer Kavalier sein wollen, nicht mehr die Koffer der Damen und Omas im Zugabteil nach oben hieven; oder richtig ruhig in die Knie gehen und zur Not einzelne Gewichte (bis 20 kg) mit den Bein-muskeln anheben…

Leichter gesagt als getan: Vor Wochen im Tauchclub wurde ich gleichzeitig, man nennt das Buddy-System, (Kumpel) mit einer ca. 30-Jährigen 5 Stunden lang über und unter Wasser instruiert. Die schweren Sauerstoff-Flaschen und viele andere Utensilien waren zunächst zu einem Jeep zu tragen und der Tauchlehrer rief uns zu "der Kavalier nimmt die Flasche der Dame mit"; el Caballero, das ist übrigens die Hauptanrede, die ich hier genieße, nicht Macho, nur selten Señor, ab und zu aber Varón. Der seit der Kur nun novellierte Nicht-Mehr-Kavalier überlegte und wurde pragmatisch: Einerseits geht diese junge emanzipierte Frau ich wette ins Fitnessstudio und hantiert topfit an Geräten und Hanteln; andererseits, wenn ich schon meine Flasche selbst tragen muss, kann ich wg. des Lastenausgleichs die zweite gut gleich mittransportieren, aber aus den Beinen heraus und nur bis zum Auto, nicht i n s Auto. So geschah es - von Danke war keine Rede. Später, nach dem Tauchen und vielen Stunden Frieren, Caballero cold as ice, durfte die heiße Lady first warm duschen, obwohl sie wie erwartet aber nicht abgesprochen so ihre 12-15 Minuten benötigte - ich komme immer mit 2 Minuten aus. Das war eine Nahtoderfahrung für mich. Warum erwische i c h die SUV unter den La-Palma-Frauen (selbstbewusst, unsozial, verhaltensoriginell)? Meine Buddy hätte nicht mal den Bürger-meister oder den neuen Papst zum Duschen vorgelassen, höchstens den tumben Trump.

Zurück zum Thema, dem Internationalen Frauentag, den wir wohl von der Real-Sozialistischen Welt angedient bekommen haben; Cuba, Nord-Korea, Vietnam, Laos, China nein und/oder ein bisschen Venezuela? Ob es den Frauen dort denn gut bis besser geht als z.B. in Griechenland bei den pleitepotenten Motherfuckis (Scherz von O. Welke), äh, Varoufakis, keine Ahnung; oder besser als in der Schweiz? Auch dort haben Frauen inzwischen das Wahlrecht. Sicher besser als im Iran, der auch zum Frauenglück gerade einigen Religionsmuff vorsichtig abschüttelt, ganz sicher. Besser als in Syrien und in Afghanistan. Nun ist der Frauentag, den ich seit 1970 als junger, emanz. Mann viele Jahre lang mit Rosenverschenken (waren es in den ersten Jahren nicht doch Nelken?) an mir bekannte Frauen in der WG, im Mietshaus, später auf dem Arbeitsplatz und auch in Kneipen markiert habe, war warum auch immer seit damals auch ein bisschen Feiertag im entwickelten Kapitalismus, neben Muttitag. Denn das System "Markt" akzeptiert und fördert vieles: Muttertage, Valentins-tage, Väter- und Herrentage, Tage der Umwelt, des Bieres, der Behinderten und so auch den der Frauen, wenn es dem Umsatz dient. Nur: "gleicher Lohn für gleiche Arbeit", darauf warten unsere bessere Hälften seit Jahrzehnten; ein Dokumentarfilm zeigte gerade auf arte, wie dies in der BRD schon 1975 wortgleich gefordert wurde. Auch die Antworten der ach so gebeutelten Unternehmer: damals wie heute unisono... Das passiert, obwohl Deutschland einen hohen GGI vorweist (Gender-Gap-Index, steht für Gleichberechtigung).

Aber noch einmal zurück zum Motorrad und zu anderen Ereignissen des März-Sonnabends. Mutig und selbstbewusst (! benötige Hilfe, bin als Ü-60-Jähriger nicht in der Lage, kurz mal 180 kg auf die Beine zu stellen!) stellte ich mich an den Straßenrand und gab Signale bitte Anhalten! Es war eine touristenfreie Gegend. Oh Schreck, beim Blick hinter die Frontscheiben der Vorbeifahrenden sah ich aber meistens Frauen steuern. Wer saß daneben? Keine Ahnung, Oma, Ehemann, der angetrunkene Bruder und hinten Kinder? So erwischte ich mich, wie ich die Anhaltehand zurückzog, wenn eine Frau am Steuer saß. Unsinn! 2 Frauen und ein Rentner stemmen das doch aber auch! Alles Technik, nicht Bullenkraft - wir wissen, warum Dinos ausgestoben sind: zu viel Panzer, zu wenig Hirn.

Ich war ja (noch) völlig unverletzt und aufrecht; bei einem Unfall hätten da denn eher Frauen angehalten? Ja, natürlich (…welche Natur ist da gemeint?)! Gewaltpräventionsagenten wissen: bei statistisch 100 Gewaltvorfällen in Öffentlichen Verkehrsmitteln wird etwa 6x interveniert. Von diesen 6 selbstlosen Personen sind sechs … Frauen. Egal, meine Sorgen und Nöte am Straßenrand verschwanden überraschend schnell: es erschienen zwei Palmeros wie Initiativbewerber auf der "Hebebühne" und die Sache war geritzt. Machos Gracias!

Später, im hübschen Örtchen Brena Alta, hielt ich erneut, kleine Pause, trank ein alkoholfreies Bier, um die Atmosphäre am Wochenendnachmittag zu schnuppern. In Alemania wären nun wg. der Sportschau die Straßen leer; eine Bar am Straßenrand hier war aber brechend voll. Klientel: Männer. Es wurde nicht viel Alkohol getrunken, nein, es geht wohl um das Sich-Treffen, Reden und Dabeisein (dabei, heißt das nicht bei den Kindern sein, weil man die ohnehin während der Arbeitswoche nicht sieht?). Vater würde den Sohn schon zum Sport begleiten, würde ein Kräftemessen stattfinden am Sonnabend, sicher! Auch Ältere besuchen die Bar hier, manche sitzen von 11 bis 19 Uhr bei einer Tasse Café con Leche. Vor der Tür stehen die Raucher; in solchen Fragen ist Spanien streng. Ein drahtiger Mann, verlebt, wohl erst 40, aber optisch 55, und ein Blondschopf mit Übergewicht, mittellange Haare und die Sonnenbrille modisch hoch gesteckt, so an die Schläfen getackert. Ich dachte: "erst 35 und schon so dick wie ich!" Kaum hatte ich meine Dorada sin geleert, fuhr ein Pkw vor, nicht groß, nicht klein, nicht alt, nicht neu. Eine Frau entstieg - alles ging recht schnell und en passant - vermutlich hütete zu Hause vorübergehend die 9-Jährige den 6-Jährigen - und übergab dem "kräftigen" Blonden eine Plastiktüte flach auf die Hand; unschwer konnte ich erkennen, dass sich darin ein Teller voll von und mit gekochtem Mittagessen befand. Comida para to go. Vatertag?





Ob auf La Palma der „Internationale‘“ Frauentag, seit 1910, Clara Zetkin, UN-anerkannt, bekannt ist? Keine Ahnung. Und wenn, dann ist es wohl der Tag, an dem die Männer frei nach Otto Walkes das Frühstücksei küssen und der Frau mit dem Kaffeelöffel auf den Kopf schlagen, oder mit dem ältesten Sohn angeln gehen, oder nach dem Essen heute einmal das Geschirr abtrocknen, äh…, sich dazu anbieten, naja, trocknet ja von alleine ... Also ein Tag, nicht anders als im Hunsrück, in St. Pauli oder in Bad Herrenalp.

Manfred Günther




Freitag 04.03.2016 17:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 18 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 44 % - Luftdruck 1016 hPa
Höchsttemperatur heute 20,1 Grad - niedrigste Temperatur 18,4 Grad

Ein Oktober macht noch keinen Winter
Weiterhin kein Regen im Aridanetal

Zu warm und zu trocken. - So sah der Winter bislang aus und die kommenden Tage werden zumindest kälter, aber Regen werden die auch keinen bringen. - 106 Millimeter Niederschlag konnten wir bislang diesen Winter notieren, wobei alleine 79 Millimeter an ein paar Tagen im Oktober fielen. - November, Dezember, Januar und der eigentlich regenreichste Monat, der Februar, fielen somit insgesamt nur 27 Millimeter, eine absolut unbefriedigende Menge. - Zwischen 400 und 600 Millimeter bringt ein "normaler" Winter, wobei der Gebrauch des Wortes normal an sich bereits gefährlich ist. - Dabei bitte immer beachten, meist wird in den Wetterseiten die Regenmenge für El Paso angegeben, welche die Wetterstation am Besucherzentrum für den Nationalpark misst. Dort fällt viel mehr Regen als bei uns in Tajuya/Tendiña, wir liegen zwei Klimazonen entfernt und haben hier eher das Wetter Los Llanos´. - Erschwerend kommt hinzu, dass dieser Winter bereits der zweite Winter in Folge mit deutlich zu wenig Niederschlägen ist, denn im vergangenen Winter fielen auch nur 126 Millimeter, und damals auch nur im Oktober und November. - Man merkt das ganz klar an der Vegetation hier im Tal, bis heute haben die allermeisten Mandelbäume unterhalb El Pasos noch nicht geblüht, oder zeigen gerade mal eine Handvoll Blüten. Allerdings sollten wir nicht alarmierend von einer Dürre sprechen, denn außerhalb des Aridanetals, welches El Paso, Los Llanos, Tazacorte und Las Manchas beinhaltet, hat es wohl kräftigere Niederschläge gegeben. - Zwar auch nicht in den Mengen wie in den Rekordjahren 2005 und 2010, aber gerade die Niederschläge der vergangenen Woche mit dem Schnee/Graupel auf den hohen Bergen hat die Gesamtsituation der Wasserreserven auf La Palma wieder verbessert. - Die Westseite hat eh nie genügend Niederschläge gehabt für die intensive Landwirtschaft, die dort rund um Los Llanos und Tazacorte betrieben wird. - Das Wasser dazu wird in einem enorm aufwendigen Leitungssystem rund um die Insel gepumpt, früher in offenen Kanälen, heute per Druckleitung und so kommt eben das Wasser, welches meist im Norden und Osten der Insel fällt, auch dem Westen und Süden zugute. - Dann gibt es auch noch den "Túnel de Trasvase", welcher mal von vom Westen aus in den Osten getrieben werden sollte, eben um das Wasser nicht um die Nord- oder Südseite führen zu müssen, aber da man bereits beim Bau des Tunnels auf so viel Wasser gestoßen ist, hat man das Vorhaben aufgegeben und entnimmt nun diesem Stollen auch sehr viel Wasser, welches hauptsächlich in Los Llanos genutzt wird.

Warum es so wenig im Westen geregnet hat dieses Jahr ist einfach erklärt, aber nicht einfach begründet. - Wir haben fast ausschließlich Hochdruck, das bekannte Azorenhoch arbeitet ununterbrochen und gut funktionierend und dieses Hochdruckgebiet sorgt eben dafür, dass die ständig von West nach Ost über den Atlantik rauschenden Tiefs nicht hinab bis auf unsere Breiten wirken können. - Der Grund allerdings, warum dieses Hochdrucksystem diesen Winter derart stabil ist, den kann ich Ihnen nicht nennen, liegt vielleicht an "El Niño", am Klimawandel, an der AFD oder der Schwiegermutter, wir kommen da immer schnell ins Reich der Vermutungen oder gar Verschwörungen, und in dieses Reich will ich gar nicht tiefer eindringen. - So retten uns eben in solchen Jahren ohne Besuch von ergiebigen Tiefdruckgebieten, welche bei uns mit Wind vom Westen begleitet sind, immer wieder der Passat. - Dieser Wind, als Produkt des Azorenhochs bringt größtenteils feuchte und kühle Winde aus dem Nordatlantik zu uns und diese feuchte Fracht regnet eben an der Nordostseite der Insel ab. - Selbst wenn es nicht regnen sollte, dann kondensieren die Wolken in der dichten Vegetation, man sagt dazu, die Bäume "melken" den Passat und gerade diese langsame, aber stetige Berieselung unseres Bodens bringt das meiste Wasser. - Es gibt sogar Anlagen, wo man dieses "Melken" künstlich macht, auf der Cumbre Nueva, oberhalb des Feldweges, welcher vom Refugio El Pilar zum Reventón führt, kann man Metallgestelle finden, mit Auffangbehältern unter Drahtgeflechten, welche eben dieses Kondenswasser aufnehmen sollen. - Man könnte noch sehr viel mehr Wasser anhand solcher Gerätschaften ernten, allerdings haben wir dafür ja die dichten Kiefer- und Lorbeerwälder, die diese Arbeit für uns vollkommen selbstständig übernehmen. - Also trotz der fehlenden Niederschläge auf der Westseite immer noch ein stimmiges Gesamtkunstwerk unser Inselchen, mit manchmal schrulligen Ideen und Aborigines, aber dennoch, läuft bei uns, und wenn es uns in den nächsten Jahren gelingt, wirklich mal nachhaltig den nächsten Aufschwung zu verwalten, dann gibt es langfristig für diese Insel sehr positive Aussichten.




Passatmelkmaschine auf der Cumbre Nueva





Freitag 04.03.2016 08:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 15 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 17 % - Luftdruck 1016 hPa

Gastbeitrag von Hotel San Telmo
NEUE LEITUNG IM HOTEL TROCADERO PLAZA


Seit dem 1. März 2016 steht das Hotel Trocadero Plaza in Los Llanos de Aridane unter neuer Leitung: Richard Goetz und Bernhard Praml, Inhaber des Hotel San Telmo in Santa Cruz de La Palma, verleihen nun auch dem Hotel Trocadero eine persönliche Note. Dabei unterstützt sie die neue Direktorin Valentina Fontecha. Das spanisch-deutsche Team modifiziert das Angebot und die Gestaltung des Hotels, um Wanderern, Reisegruppen, Kulturfreunden wie auch Geschäftsleuten eine Unterkunft mit Wohlfühlcharakter zu garantieren. Grundlegend dafür ist ein köstliches Frühstück, bequeme Betten sowie der persönliche Service eines mehrsprachigen Personals.

Bei der räumlichen Umgestaltung wird der geschichtliche Hintergrund von La Palmas Ureinwohnern aufgegriffen, denn das bekannte Museo Arqueológico Benahoarita liegt gleich gegenüber. Das neue Konzept beinhaltet auch eine Namensänderung des Hotels. Der "Relaunch" ist für Juni 2016 geplant. Im Sommer 2016 wird auch die Bar-Cafeteria neu eröffnet und für kulinarische Überraschungen sorgen. Einzelheiten gibt die Hotelleitung noch bekannt.

Hotel Trocadero Plaza:

Das Hotel wurde zu Weihnachten 2006 in der Calle Las Adelfas gegenüber dem Museo Benahorita in Los Llanos de Aridane eröffnet. Es verfügt über 18 gut ausgestattete Doppelzimmer, davon 12 mit Balkon und Blick auf die Berge. Außerdem steht den Gästen eine große Dachterrasse und eine Bar-Cafeteria zur Verfügung. Die seit dem 1. März gültigen Preise bewegen sich zwischen 45 und 79 Euro pro Zimmer, je nach Kategorie und gebuchtem Service.

Die Hotelleitung arbeitet mit einem Team von acht Mitarbeitern zusammen, von denen vier bereits vorher im Trocadero Plaza tätig waren.

Mehr Informationen finden Sie unter www.hoteltrocaderoplaza.com.











Donnerstag 03.03.2016 17:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 24 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 19 % - Luftdruck 1018 hPa
Höchsttemperatur heute 25,4 Grad - niedrigste Temperatur 18,4 Grad

Die Lache der Nation
Halblinksneoliberalkonservativdemokratisch

Pedro Sánchez ist gestern nicht zum Kongresspräsidenten gewählt worden. - Man hat es auch nicht wirklich vermutet, dass im ersten Wahlgang das schon funktioniert. - Spanien tut sich schwer nach den ersten Wahlen, in dem sich mehr als die bekannten Blöcke etabliert haben, es sind nun vier Kräfte, welche robust an der Macht zerren. - Am Freitag gibt es den zweiten Wahlgang, dann würde eine einfache Mehrheit für den Sozialistenführer Pedro Sánchez reichen, allerdings hat er gestern nicht mal annähernd eine einfache Mehrheit erreicht. - Es gibt hier durchaus noch Denkverbote, wobei sich da alle vier maßgebenden Parteien ihren Rüffel abholen müssen, auch Podemos macht auf beleidigte Leberwurst und stellt Ideologien und eigene Parteiinteressen vor das Landeswohl. - Das ist das eigentliche Übel, den ganzen Tag über sprechen alle Politiker vor dem Kongress über das Wohl des Landes, und dass man nun eigene Interessen hinten anstehen lassen müsste, aber es geschieht das genaue Gegenteil. - Einig sind sich im Moment die Sozialisten der PSOE mit den halbneoliberalen der Bewegung "Ciudadanos". - Aber das ergibt überhaupt keine Mehrheit, man bräuchte mindestens die Enthaltung der konservativen Partido Popular, oder gar deren Zustimmung, oder im linken Falle gleiche Maßnahme mit den Stimmen von Podemos und deren charismatischen Frontmann Pablo Igelsias. - Aber keiner will mit den Schmuddelkindern und das sind immer die Anderen, und vielleicht sollte man es diesen Akteuren überhaupt nicht zutrauen, dass die in der Lage sind, eigene Parteiinteressen dem Allgemeinwohl unterzuordnen. - Dabei sind die alle gar nicht so weit voneinander entfernt, es geht um Nuancen, um die längst notwendige Arbeitsmarktreform, um das, nicht verfassungskonforme mögliche Referendum über eine Unabhängigkeit Kataloniens und wer wie viele Ministerposten bekommen könnte.

Eigentlich Peanuts, aber die Akteure hier sprechen noch nicht die Sprache der Koalition, man war es halt bisher nicht gewohnt, große Pakte eingehen zu müssen. - Diese Kleingeister sind halt einfach überfordert, wenn man über ideologische Klischees hinaus denken muss, Links und Rechts bieten halt alleine keine Lösungen mehr, wer sich erst nach der Revolution wieder sehen will, der kommt absolut zu spät. Die enttäuschenden Enttäuschten der Partido Popular kommen gar nicht mehr zur Wirkung, sind zwar die meistgewählte Partei, aber auch gleichzeitig erster Verlierer und haben es erst gar nicht versucht, eine Regierung zu bilden. - Uns will doch eh keiner mehr scheint das neue Motto der Partei zu sein, aber anstatt eine neue Regierung zuzulassen, sagt man nun zu allem Nein, kein würdiger Abgang nach 8 Regierungsjahren von denen 4 sogar die absolute Mehrheit viel mehr hätte machen lassen, als das, was wir nun hier im Lande vorfinden. - Vielleicht kommen wir dann doch noch zur absoluten Bankrotterklärung der Politik, Neuwahlen und so lange wählen lassen, bis es den Politikern gefällt. - Nicht Politikverdrossenheit scheint dann das neue Problem zu sein, sondern Volksverdrossenheit, schaut doch nur, wie die Deppen wieder gewählt haben. - Dabei steht viel zu viel auf dem Spiel, wir bewegen uns doch gerade auf eine Erholung zu, von 5 Millionen Arbeitslosen hat man in den letzten zweieinhalb Jahren 1 Million abgeknabbert und vielleicht spornt das ja die Kongressabgeordneten ein bisschen an, da weiter am Rad zu drehen. - Damit sind auch die Linken gemeint, die immer noch nicht begreifen wollen, dass es nicht darum geht Recht zu haben, sondern dass die Leute Arbeit brauchen und Perspektiven. - Und wenn diese Aufgabe erledigt ist, dann lassen wir Links und Rechts eh ganz weg und kümmern und uns anstatt dessen um Oben und Unten.

Nachfolgend, wie jeden Monat, die Entwicklung der Zahl der Arbeitslosen im ganzen Land. - Es ist wichtig für die Stimmung und auch wenn man nun behaupten kann, die Zahl der Arbeitslosen sei im Februar gegenüber dem Januar leicht gestiegen, so ist es doch wichtiger die Zahl mit dem Vergleichsmonat des vergangenen Jahres zu betrachten und hier zeigt sich deutlich. - Die Grafiken stammen von der "Sepe" (Servicio Público de Empleo Estatal) und auf der dritten Grafik kann man auch einen vermaledeiten Schwachpunkt unserer verfehlten Arbeitsmarktpolitik erkennen, von 10 Arbeitsverträgen ist nur einer regulär, alle anderen sind zeitlich begrenzt, manche sogar nur für eine Woche oder gar einen Tag. - Wer sich durch noch mehr Zahlen und Grafiken für den Monat Februar wälzen will, der kann das auf über 70 Seiten HIER machen.












Donnerstag 03.03.2016 08:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 18 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 17 % - Luftdruck 1019 hPa

Gastbeitrag von Claudia Gehrke (Konkursbuchverlag)
Stress und Highgefühle: die kanarische Literaturnacht / und
Vorankündigung der Thrillerlesung am Freitag, 4.3.16, 20 h im La Luna.


Am Abend vor unserer Veranstaltung rief der angekündigte Vorleser Antonio Abdo an, um abzusagen, da er und Pilar unglaublich erkältet seien und nicht lesen können. Er fragte Rosana, eine Schauspielerin, die wundersamerweise Zeit hatte, so kurzfristig einzuspringen, und beruhigte mich in dem Telefongespräch mit den Worten, Rosana sei ein Engel und viel schöner als er und läse genauso gut. Dann starteten wir einen Wettbewerb, wer mehr bedauere, dass die beiden nicht auftreten könnten, ich sagte, "lo siento mucho", er entgegnete: "lo siento mas" und so ging es weiter, ein schönes Telefongespräch, bis es vom Husten unterbrochen wurde. Nächstes Jahr wollen sie wieder dabei sein, vielleicht zusammen mit Lucía (die dieses Jahr, obwohl sie nicht mitlesen konnte, 5 Liter selbstgemachten Wein spendierte) und Rosana Gonzales. Schon gibt es also Gründe, die Literaturnacht im kommenden Winter wieder zu veranstalten! - Obwohl ich mich vorher wie schon oft fragte, ob ich das eigentlich alles noch schaffe und es nicht dieses Mal das letzte Mal sei. Denn wir veranstalten dieses zweisprachige Event inzwischen seit 11 Jahren, es gibt immer - wie jeder Veranstaltungsorganisator weiß - reichlich Stress vorher, vom Flyer-Verteilen übers Stühle-Aufstellen bis dahin, Wein und Wasser und Tapitas zu besorgen, Mitleserin Hedda und eine Freundin steuerten auch welche bei - Und nicht zu vergessen, die Arbeit, Texte auszuwählen und zu kürzen. Es gibt "Klassiker", die wir öfter lesen, und Neues. Den Beamer gab es nicht, dafür auch keinen Stress mit Einrichtung für die Projektion der historischen Bilder an die (ohne Ausstellung) leeren Wände des Saals. Die 100 aufgestellten Stühle waren alle besetzt, einige Gäste standen. Zu Anfang gleich eine Panne. Autorin Rosario Valcárcel aus Las Palmas wollte, anders als unser "Ablaufplan" vorsah, beginnen, da sie noch zu einer anderen Veranstaltung musste. In der Aufregung hatte sie ihren gekürzten Text nicht, sondern las aus dem Buch - und hörte nicht mehr auf zu lesen, bis ich sie, peinlich für beide, freundlich unterbrach. Bei einer zweisprachigen Lesung sollten die Texte kurz und dramaturgisch möglichst gut gelesen sein, damit man auch in der fremden Sprache genießt. Ein paar wenige ungeduldige ZuhörerInnen hielten das länger als fünf Minuten dauernde Spanisch wohl nicht aus (oder die lange Wartezeit auf Tapitas erst in der Pause) und gingen während der Lesung von Rosario - so wurden ein paar Stühle für die Stehenden frei.
Die Stimmung war trotz der kleinen Panne (ganz ohne kleine Panne gibt es nichts) sehr schön! Das "Highgefühl" am Abend macht allen Stress vorher wett. Ein liebenswertes, begeisterungsfähiges Publikum, Alberto de Paz, der Musiker, animierte uns zum Mitsingen, kurze heitere und tragische Geschichten in beiden Sprachen zu hören, Trinken, Kleinigkeiten essen passen einfach gut zusammen. Früher haben die Ayuntamientos auch den Wein spendiert, seit Zeiten der Krise geben sie immer noch die schönen Räume, dank ans Ayuntamiento Tazacorte für das Casa Massieu ... und wir haben wieder vergessen, eine Dose aufzustellen, in die unsere Gäste einen Betrag zum Abend hätten einwerfen können. Ein umso schöneres Fest. Als ich am Samstag die Stühle zusammenräumte, war ich ganz allein im Gelände des ehemaligen "Herrenhauses", ein seltsames Gefühl. Wir hatten gottseidank nachts nach vielen Gläschen von Lucías selbstgemachtem Wein niemanden versehentlich eingesperrt. Und oberhalb an der Kirche von Tazacorte wurde getanzt, noch immer Fasching. Masken wehten und warfen Schatten an die Wand.

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Am Freitag gibt es die szenische Lesung aus dem La-Palma-Thriller Wanderurlaub von Regina Nössler (und als Zugabe je nach Lust der Zuhörer noch Kostproben aus anderen La-Palma-Thrillern). Regina Nösslers Kunst ist es, das Thriller-Suspense-Gefühl nicht aus blutigem Gemetzel oder aus der Perspektive von Ermittlern entstehen zu lassen, sondern aus dem "ganz normalen" Alltag und dem Innenleben ihrer Figuren, hier der Urlauber, die einen Wanderurlaub gebucht haben und nun zusammengewürfelt in der schönen Natur der Insel unterwegs sind.
Nach und nach deutet sich an, dass jeder mit Problemen, Konkurrenzängsten, Ängsten vor Jobverlust oder sozialem Abstieg zu kämpfen hat. Und dass sich zwischen einigen von ihnen Abgründe auftun ... und auch die Natur zeigt sich von ihrer bedrohlichen Seite.
"Die Geschichte beginnt eigentlich vorher, manchmal viele Jahre vorher, mit all den Ursachen und Geschehnissen, die bestimmte Menschen an einem bestimmten Tag zu einer bestimmten Stunde an einem bestimmten Ort zusammenführen." (Agatha Christie)
Wenn Sie wissen möchten, wie es losgeht, lesen Sie hier den Anfang des Romans, und wenn Sie noch mehr hören wollen, freuen wir uns, Sie bei der Lesung zu treffen. Reservierung ist im La Luna empfohlen (Tel.: 922 40 19 13)

Leseprobe: Der Anfang des Romans






Mittwoch 02.03.2016 17:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 22 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 17 % - Luftdruck 1020 hPa
Höchsttemperatur heute 24,3 Grad - niedrigste Temperatur 14,8 Grad

Wie viel Discounter braucht das Land?
Nach Lidl kommt nun Mercadona

Und dann immer noch das Gerücht, Lidl will auch einen Markt in Los Llanos aufmachen, es ginge nur noch um einige Papiere, das Grundstück hätte man bereits, eine aufgegebene landwirtschaftliche Kooperative neben den Parkplatz an der Avenida Ramón Pol. - Da haben wir uns doch alle schon gewundert, wem denn der Lidl schaden würde und welcher andere Anbieter nun das Feld räumt, da scheinen sich nun die Gerüchte zu verdichten, dass ein ganz Großer aus der spanischen Discounter-Bühne auch noch nach La Palma drängt. - Zunächst aber noch zu den Folgen des Lidl-Auftritts. - Die ganzen anderen Supermärkte haben auf Lidl mit mehr Anstrengung reagiert, manche mit hastigen Sonderangeboten, andere mit einer Ausweitung des Angebotes, aber keiner der Supermärkte hat bislang schließen müssen, aber wie viel Marktanteil Lidl übernommen hat, das kann man nur schätzen. - Mercadona ist der neue Anbieter, welcher nun auch nach La Palma drängt, und in den Ohren der spanischen Bevölkerung ist dieser Name als deutlicher Billiganbieter bekannt. - Mit über 1.500 Supermärkten in Spanien und über 74.000 Angestellten ist dieser, immer noch echte Familienbetrieb einer der ganz Großen und glänzt hauptsächlich mit den Eigenmarken, welche als Dauerniedrigpreise angeboten werden. - Mercadona kommt ursprünglich aus Valencia und kennt seit seiner Gründung im Jahr 1977 nur eine Richtung, und die heißt Wachstum über Expansion. - Zwei Märkte soll es gleich geben auf der Insel, einer in direkter Nachbarschaft zu Lidl auf der Ostseite und ein zweiter soll neben der Shell-Tankstelle in El Paso entstehen. - Darüber munkelt man bereits weit über ein Jahr, nun veröffentlicht elapuron.com einen Hinweis dazu aus den berühmten gut unterrichteten Quellen und bereits Ende dieses Jahres sollen die beiden Supermärkte eröffnet werden. - Die Konsumenten hier freuen sich über den neuen Anbieter, Mercadona geht eben der Ruf voraus der absolute Billigheimer zu sein und ein nationales Gegengewicht zu Lidl, der eben schon ziemlich deutsch daherkommt.

Die große Frage allerdings lautet nun erneut, wie viele Anbieter können sich denn hier auf unserer kleinen Insel tummeln, ohne dass einer hinten runter fliegt? - Natürlich haben wir die gleiche Frage auch schon vor der Eröffnung des Lidl gestellt und das verlief ja wie wir heute zu glauben wissen, ohne große negative Folgen für die anderen Anbieter. - Allerdings haben wir keinen Überblick über die Personalstärke, ob denn andere Läden Angestellte entlassen oder abgebaut haben, weil Lidl ihnen Umsatz weggenommen hat. - Was wir allerdings auch anmerken müssen, der Konsum steigt auch hier auf der Insel wieder ein bisschen, nachdem die ganz große Schockstarre der harten Krisenjahre etwas rosiger scheint. - Aber gerade bei den Grundnahrungsmitteln gibt es ja keine großen Steigerungen, man kann es ja schließlich nur einmal fressen und ist dann satt. - Taucht nun der neue Anbieter aus dem harten Discountbereich auf, dann wird das natürlich den anderen Anbietern Anteile wegnehmen und es bleibt abzuwarten, wer denn am meisten darunter leiden wird. - Zunächst entstehen auch wieder neue Arbeitsplätze, aber auch hier darf man wegen der Limitierung der allgemeinen Nachfrage fürchten, dass die neu geschaffenen Arbeitsplätze langfristig anderswo eingespart werden müssen. - Wir wissen ja auch, dass die Einwohnerzahl La Palma nicht weiter ansteigt, sondern im Gegenteil, in den letzten Jahren zurückgegangen ist, und wenn sich immer mehr Anbieter diesen, nicht mehr wachsenden Markt teilen, dann werden die Anteile für die einzelnen Anbieter natürlich kleiner. - Die ganz normale Logik der Tortenstücke, je mehr man da rausschneidet, um so kleiner werden die einzelnen Stücke. - Die Lage der Märkte allerdings ist auch wieder die Grüne Wiese, denn auch wenn neben der Shell-Tankstelle zunächst ortsnah wirkt, man wird dennoch dort mit dem Auto hinfahren müssen, außer für die in unmittelbarer Nähe liegenden Häuser ist das doch zu weit, um Mercadona vom Ortszentrum aus zu Fuß erreichen zu wollen.



Mittwoch 02.03.2016 08:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 15 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 38 % - Luftdruck 1021 hPa



Dienstag 01.03.2016 17:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 20 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 19 % - Luftdruck 1021 hPa
Höchsttemperatur heute 22,6 Grad - niedrigste Temperatur 13,4 Grad

390.000 Euro für die Änderung eines Projektes, welches niemals gebaut wird
Gut, fast nur der Flughafen BER ist noch peinlicher

Na ja, die Autobahnbrücken ohne Anbindung damals in Bayern, oder der HS30 oder die Elbphilharmonie, es gibt sicher viel mehr zu "beschildan" (kommt von Schilda, nicht von Schilder) aber darüber können ja andere berichten. - Hier auf der Insel jagt im Moment ein Skandälchen das nächste, und Schuld daran ist die immer weiter um sich greifende Transparenz. - Früher, als alles anders war, und nur manches besser, da hat es diese Skandale auch schon gegeben, aber man hat die zuhause für sich behalten und keiner hat es mitbekommen. - Nun ist das schwer möglich, alles wird ans Licht gezerrt, auch wenn es vielleicht keiner wissen will, wofür es ja Facebook gibt und ob das alles auch wahr ist, das ist wieder eine ganz andere Frage. Aber wir hoffen wohl damit, dass es lehrreich ist für viele Zeitgenossen und hier spricht man besonders die Politik an, und wohin denn unsere Steuergelder so wandern. - Wobei es durchaus diskutierbar ist, ob man denn, in immer noch schweren Zeiten bereits wieder in Kunstwerke investieren soll, so wie der große Shitstorm um die beiden Kunstobjekte für Garafía des baskischen Bildhauers Augustín Ibarrola uns gelehrt hat. - Da geht es um gute 200.000 Euro, welche eine Steinmauer und fünf bemalte Steinhaufen kosten sollen und der generelle Respekt vor Kunst und Kunstschaffenden gebietet es, dass man keine Kosten-Nutzen-Rechnung bei Kunst aufstellen kann. - Das Volk auf jeden Fall lehnt das mehrheitlich ab, und in den sozialen Netzwerken steht das Volk auch immer auf und brüllt, wobei das bei Aufrufen zur nachmittäglichen Bürgerbeteiligung an langweiligen Raumordnungsplänen noch niemals aufgefallen ist. - Daumen hoch oder Daumen runter ist halt am Rechner praktischer, als persönlich in Erscheinung zu treten. - Jetzt kommt der nächste Knackpunkt der Empörung, Julio Iglesias, ja, er lebt wohl noch, soll im Juli nach Los Llanos kommen und laut einer Pressemeldung soll das 120.000 Euro kosten und hier fällt mir professionelle Objektivität schon viel schwerer, Melissa Etheridge oder Bruce Springsteen könnten mich überzeugen, oder sogar noch Pablo Iglesias… aber nicht so sehr dieser Barde. - Aber ich muss so etwas auch nicht entscheiden und die Gerüchteküche köchelt auch schon wieder über, und die Politik wird zur Dementi-Fabrik, und jeder empört sich auf seine Art und Weise.

Aber man könnte ohne Probleme Julio Iglesias und Agustín Ibarrola bezahlen, wenn man nicht vom höchsten kanarischen Gericht dazu verdonnert würde, an ein Architekturbüro 390.000 Euro zu bezahlen, für die Änderung eines Projektes, welches niemals gebaut wird. - Ob das nun schon der endgültige Skandal dieser Woche ist, ist weiß es nicht, auf jeden Fall stammt diese unerfreuliche Episode aus der Zeit des unbegrenzten Wachstums, als wir hier auf der Insel nicht nur den "Parque Cultural de Canarias" nach Los Llanos holen wollten, sondern auch noch ein "Auditorium Insular" nach Argual. - Gut, vom Parque Cultural steht wenigstens eine Ruine herum, man hat also etwas Greifbares, oder in dem Fall Abreißbares, aber in der Angelegenheit Auditorium hat man nur noch eine Freifläche, welche heute als Parkplatz für den Flohmarkt dient. - Welch` Karriere! - Aber es bleibt wohl noch was übrig, eine Rechnung über 390.000 Euro des Architekten, der behauptet, man hätte ihm mündlich aus dem Cabildo Insular den Auftrag gegeben, das ursprüngliche Projekt noch mal zu ändern. - Er hätte dieses geänderte Projekt auch abgegeben, sei aber niemals vom Cabildo Insular dafür bezahlt worden, so dass man sich schließlich auf gerichtlichem Weg gezwungen sah, dieses Honorar einzufordern. - Im Cabildo Insular allerdings erinnert sich niemand daran, diese Projektänderung in Auftrag gegeben zu haben. - Es gibt auch keinen schriftlichen Auftrag, wohl aber genügend Notizen über eine Änderung des Projektes, so dass das Gericht schon zu der Auffassung kam, die Einlassungen des Architekten seien begründet und wahr. - Es stellt sich dabei natürlich auch die Frage, wenn die Änderung 390.000 Euro kostet, was hat denn das ursprüngliche Projekt eigentlich gekostet, für einen Bau, den niemand braucht und von dem inzwischen auch keiner mehr was wissen will. - Zumindest nicht diejenigen, welche damals diese Denkmäler des Größenwahns gewollt haben. - Aber bitte, das ist absolut kein Alleinstellungsmerkmal dieser Insel, ganz und gar nicht, in der großen weiten Welt der Verschwendung und der Schildbürgerstreiche sind das vielleicht auch nur "peanuts", aber es sind halt unsere Nüsse.




Die Ruine des Parque Cultural de Canarias





Dienstag 01.03.2016 11:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 16 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 39 % - Luftdruck 1022 hPa

Fulanito de tal dice hoy: Amigo reconciliado, enemigo doblado

Ein versöhnter Freund ist doppelter Feind. - Hier wird vor falschen Hoffnungen gewarnt, wenn man sich gestritten hat, dann bleiben immer Narben zurück, welche das Freundschaftsverhältnis belasten. - So steht das da, ich stimme dem aber nicht zu.





La Guapa y la Vieja = Die Schöne ist die in Mitte oben, die Vieja ist die links unten
(Tres Hermanas, Februar 2016)
Bild von Dr. med. Herbert Schaar






Familie Ingrid & Mathias Siebold
Calle el Torreón 5/7
E-38750 El Paso
La Palma, Islas Canarias, Spanien
Tel & Fax von Deutschland: + 34 922 497216
email: m.siebold@la-palma-urlaub.de
Kanarische Ferienhäuser auf La Palma