La Palma Aktuell   Nachrichtenarchiv Mai 2015

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Sonntag 31.05.2015 18:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 23 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 38 % - Luftdruck 1019 hPa
Höchsttemperatur heute 23,8 Grad - niedrigste Temperatur 15,6 Grad

Fauler Sonntag
Warten auf Godot, und die Schildbürgerstreicher

Samuel Beckett könnte glücklich geworden sein hier bei uns auf der Insel, vielleicht hätten wir ihn auch zu Tode gelangweilt, denn wir spielen das nicht… Die kommende Woche wird interessant werden, zunächst politisch, aber eben dann auch, je nachdem, wie die Würfel fallen, gesellschaftlich. - Es geht um mehr, als nur Rechthaberei, oder persönliche Affinitäten, obwohl auch solche Dinge eine herausragende Rolle spielen, wie sich denn die politischen Kräfte auf der Insel sortieren. - Fast überall muss paktiert werden, gezielt oder gespuckt werden kleine Hinweise gestreut, die entsprechende Presse macht daraus eine geheime Exklusivreportage, und kleinste Gruppierungen führen nächtliche Mammutrunden an Gesprächen, als ginge es um mehr als diese kleine Insel. - Na ja, für die Leute, die auf ihre Wohnen, Leben und noch schlimmer, irgendwie ihr Auskommen bestreiten müssen könnte man auch sagen, es geht um ihr Leben, und mit kleinen Abstrichen in der kognitiven ist das auch so. - Diese Einrichtung Cabildo Insular ist viel wichtiger, als man zunächst glauben mag, haben wir doch in den letzten anderthalb Jahre erlebt, was es heißt, eine solche Einrichtung mal funktionieren zu sehen, die gleiche Einrichtung, welche uns fast zwei Jahrzehnte davor durch Unterlassung in deutliche Schwierigkeiten gebracht hat. - Das erste Mal, dass man sich einfach nur wünscht, es würde so weitergehen wie bisher. - Aber das ist in Gefahr, durch Gruppen und Interessen, welche kanarische Politik seit nunmehr 2 Jahrzehnten mitbestimmen und immer nur in die eigene Richtung gearbeitet haben. - Die größte Partei ist wiedermal die der Nichtwähler, was allerdings einer Fremdbesetzung gleich kommt in Warten auf Godot, in der kommenden Woche wird sich für uns alle zeigen, wer denn "cojones" (Eier bis Mut) hat, und sich dem Druck auf Gutsherrenart weiterhin aufrecht entgegenstellen kann. - Die Woche der Steigbügelhalter, die Woche der Intrigen, wobei dies bereits das Wochenende der Intriganten ist, der versteckten Messer und auch schmutziger Wäsche, da sich ja diese Schauspieler nicht das erste Mal mit dem Drehbuch treffen. - Manchmal fühle ich mich ziemlich ausgeliefert, und wir hoffen dennoch, dass es immer besser wird und da noch was kommt, aber irgendwie kommt es nicht, irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, hier wird andauernd ein nicht unbekanntes Theaterstück, unter Ausschluss der Öffentlichkeit wie auch der Vernunft, aufgeführt.

Wenn das Warten zu nervig wird, dann fahren wir meist in die Berge hoch und laufen vor Waldimir uns Estragon davon, wobei wir immer viel Oregano finden… Manchmal aber auch, da spielen wir Schildbürgerstreicher und äsen unsere Synapsen an vielen Tausend Quadratmetern Warteraum für die Godot-Fähre nach San Borondón, und dann bin ich mir wieder sicher, der Typ hat sich das alles hier ausgedacht. - Der neue Hafen von Puerto de Tazacorte ist weder als Fähr- noch als Frachthafen konzipiert, genau so wenig stimmt die, vom Siebold mal aufgebrachte Version des kollektiven Freizeitparks-West, wo die Jugend Radfahren lernen kann und die Tugend Radschlagen. - Dort hat man eine Bühne aufgestellt, ganz alleine für dieses Theaterstück, aber die ist derart gut gelungen, dass nicht mal Darsteller und Publikum mehr vonnöten sind, um Warten auf Godot aufzuführen. - "Es" führt sich selbst auf, an der Nase herum, immer der Nase nach und irgendwann steckt es auch die Nase dahinein, wo sie es besser hätte sein lassen. - Da schließt sich ein Kreis, das Gesamtkunstwerk erfindet sich laufend selbst, und hinter jeder Stele lauert das Warten. - Ich weiß nicht, ob es dafür eine Auflösung gibt, vielleicht steht ja hinter einem dieser gespannten Bögen jemand, der einen kennt, der mal davon gehört hat, dass einer ihn gesehen hätte. - San Borondón muss voll von solchen Typen sein, noch ein Grund mehr, warum ich da überhaupt nicht hin will. - Haben Sie zu viele Ideen, drückt Sie die Tätigkeitsdrüse, oder haben Sie gar einen Burnin? - Zweimal rauf und runter den neuen Hafen von Puerto de Tazacorte, Schildbürgerstreichen, und schon wird alles wieder glatt und Warten erneut der Mittelpunkt aller gnädigen Untätigkeit. - Nein, ich habe nichts genommen oder getrunken, was mir der Arzt nicht verschrieben hätte, oder war es eine Ärztin, oder wer war das da alles, in den weißen Kitteln…









Sonntag 31.05.2015 09:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 16 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 66 % - Luftdruck 1019 hPa

Gastbeitrag von Rainer Tietel

"Teilen statt besitzen" - gemeinschaftliches Urlaubs-Wohn-Projekt startet im November.


Seit fast drei Jahren verfolgt eine Gruppe von La Palma Fans aus Österreich und Deutschland die Idee, ein gemeinschaftliches Urlaubs-Wohn-Projekt auf der Isla Bonita zu realisieren und steht nun kurz vor dem Finale. Die Idee ist, eine kleine Ferienanlage als Gruppe zu erwerben und gemeinsam als sympathischer Freundeskreis zu nutzen und zu genießen. "Teilen statt besitzen" ist unser Motto.

Ich bin Rainer Tietel, besuche seit 25 Jahren immer wieder gerne die Kanaren und lebe inzwischen zeitweise auf La Palma. Bei einer "Visionswerkstatt" 2012, in El Paso, auf La Palma, wurde die Idee konkret: "Ein zweites Zuhause am Meer, ein Platz unter Freunden, ein Ort zum Wohlfühlen und "Sein-dürfen" wie man ist." Egal welche Hautfarbe, Alter oder Geschlecht, ob Religion oder keine, ob schwul, lesbisch, ob behindert oder nicht … Toleranz, Akzeptanz und Lebensfreude sind unsere Kriterien. Nach und nach fanden sich die richtigen Leute in unserem Team. Manche hatten selbst eine ähnliche Idee in sich getragen, andere fingen erst bei der Begegnung Feuer für das Projekt.

Jahrelang hatte ich Ausschau gehalten nach einer passenden Immobilie, habe mit Maklern und Eigentümern verhandelt. Jetzt ist die Wahl auf eine kleine Apartmentanlage zwischen Todoque und Puerto Naos gefallen, mit weitem Blick zum Atlantik, großem Pool und noch viel Potenzial für die Gartengestaltung. Im November 2015 ist es nun soweit und wir eröffnen als Verein unsere "Hacienda Buen Vivir".

Wir sind derzeit zwölf Mitglieder (siehe Foto) und werden uns in den nächsten Monaten auf eine Gruppengröße von etwa 15 bis 20 Personen erweitern. Weltoffene Menschen mit Lust auf Gemeinschaft sind willkommen. Im Folgenden skizzieren wir unsere gemeinsamen Wünsche und Ideen. Genau dies ist es, was unser Projekt ausmacht:

Wir möchten einen Teil unserer Zeit - etwa 3 bis 6 Monate pro Jahr - auf La Palma sein. Es ist unser Zweit- und Urlaubs-Wohnsitz (wir sind keine "Auswanderer").

" Uns gefällt die Idee, das Projekt gemeinsam und genossenschaftsähnlich zu finanzieren. Wir erwerben zusammen eine kleine Ferienanlage mit sechs Apartments und sind gemeinsam Eigentümer der gesamten Anlage (kein Privateigentum an einzelnen Wohneinheiten).

" Jedes Projektmitglied kann ein bestimmtes Apartment auswählen und es mit 2, 3 oder 4 anderen Projektmitgliedern individuell gestalten und zeitversetzt nutzen. Wer zu welcher Zeit das Apartment bewohnt, machen sich die NutzerInnen des gemeinsamen Apartments untereinander aus.

" Jeder ist bereit, "sein" Apartment anderen Mitgliedern zur Verfügung zu stellen, sofern er es aktuell nicht selbst bewohnt.

" Wir achten eigene Bedürfnisse, sind aber auch kompromissfähig und umsichtig, was die Belange der anderen Gruppenmitglieder betrifft. Wir versuchen alle Entscheidungen im Konsens zu treffen, was uns bis jetzt gut gelungen ist.

" Neben den Apartments haben wir attraktive Gemeinschaftseinrichtungen, wie Pool, Garten, Außenküche usw. zur gemeinschaftlichen Nutzung aller BewohnerInnen der Anlage.

" Unser nächstes Treffen findet am 29. und 30. August 2015 in Hamburg statt und wer sich am Projekt beteiligen möchte, ist herzlich dazu eingeladen. Weitere Informationen gibt es auf unserer Projekt-Homepage unter www.BuenVivir.casa

Mit "buen vivir" grüßt Rainer Tietel!






Samstag 30.05.2015 19:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 22 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 49 % - Luftdruck 1019 hPa
Höchsttemperatur heute 22,8 Grad - niedrigste Temperatur 16,5 Grad

In den Farbtopf gefallen
Manchmal Mut zur Farbe, manchmal einfach nur ein Unfall

Es gibt Inseln auf unserem Archipel, da darf man sein Haus nur in ganz gewissen Farben anstreichen. - Auf La Palma ist das nicht so, fast möchte man meinen, es gäbe sogar Gemeindeverordnungen, welche das übliche Spiel, Dach Rot, Haus Weiß verboten hätten. - Los ging das alles vor rund zwei Jahrzehnten, als in den Ferreterías andere Farben für Fassaden angeboten wurden, als nur das bislang monopolisierte Weiß. - Zunächst waren das kleine Tuben, so wie Zahnpasta, und da tauchte als revolutionäres Gut die Farbe "Amarilla Real" auf, und so sehen unsere Revolutionen eben aus, selbst die erste Fremdfarbe war "Königliches Gelb", als hätte man damals noch nichts anderes produziert. - Aber das ging gleich heftig los, zunächst hier ein Nachbar, dann dort einer, der endlich dem uniformen Weiß abgeschworen hatte, und je nach Mischungsverhältnis entstand aus diesen Tuben in dem Farbtopf dann ein angenehm cremiges Gelb, bis hin zu robustem Oker, und weil wir damals noch keine Erfahrung damit hatten, schrieb sich auch niemand auf, wie viele Tuben "Amarilla Real" er in seinen Farbtopf gekippt hatte, und so wurde jeder Topf neu angerührt und manches Haus zum gelben Fleckenteppich, weil das Zeug halt im Eimer immer anders aussieht, als auf der Wand. - Aber wer ein gelbes Haus hatte, der war bereits ein bisschen Avantgarde, stach hervor, allerdings nur so lange, bis alle gelbe Häuser hatten und der besondere Effekt sich eben aufgelöst hatte.

Die Inhaber der Ferreterías merkten auch bald, dass der Hersteller von diesen Tuben sogar andere Farben im Angebot hatte, und seit dem bricht ein Farbenmeer auf uns hernieder, welches einem manchmal zurück in die Mangelwirtschaft wünscht, denn in manchen Fällen gerät nun dieses "Multicolori" dann doch in die Nähe von optischer Kakophonie. - Das mit den Tuben hat inzwischen aufgehört, spezielle Läden für tausendundeine Farbe halten jeden Farbton bereit, welchen man sich zwischen den Azoren und den Kapverden nur so vorstellen kann. Man mischt nicht mehr selbst, sondern bestellt sich die, auf riesigen Musterblättern gezeigten Farben, in einer wohltemperierten Cafetería zu bereits hart an der Esoterik schabenden Musik, und geht man los, und macht aus seinem Haus einen Schrei der eigenen Persönlichkeit und ich hatte immer bereits den Verdacht, dass kaum einer so wirklich mit seiner Persönlichkeit umgehen kann. - Ich liebe es bunt, Multikulti sowieso, aber eben auch viele Farben, bloß sollten die so weit zusammenpassen, dass Umweltverschmutzung nicht auch noch die Hauswände betrifft, auch wenn wir selbst mit unserem Weiß/Blau/Rot an unserem Haus schon ziemlich weit gegangen sind. - Bunt ist toll und Klasse, und seit dem es auch bunte Fertigputze gibt, meist allerdings in komischen Pastell-Tönen, gibt es auch keine mehrstöckigen Gebäude mehr in den Städten und größeren Zentren der kleinen Gemeinden.

Nein, Weiß ist keine palmerische Grundfarbe mehr, sondern oft nur noch den Wolken vorenthalten, oder den Seelen unsere Lokalpolitiker, wenn man denn deren Aussagen wirklich glauben darf. - Vielleicht noch ein paar Jahre, dann könnte Weiß bereits wieder Avantgarde sein, das neue Selbstverständnis, oder der reine Weg der klaren Aussage. - Allerdings denke ich mal, dass wir auf solchen Blödsinn nicht stehen, sondern weiter Bunt bevorzugen, und auch wenn man manchmal schnell weiterblicken muss, um sich einen Augenkarzinom einzufangen, Bunt ist viel besser als nur Weiß. - In Santa Cruz sieht das ähnlich aus, auch wenn dort das Weiß als Ausweis für historische Gebäude natürlich unerlässlich ist, auch dort ist Bunt inzwischen überall angekommen und wird auch deutlich gepflegt. - Gerade jetzt, Wochen vor dem Einfall der Zentausenden, welche sich die Bajada und noch mehr die Rahmenveranstaltungen dazu ansehen wollen und Santa Cruz zumindest auf unserer Insel die einzige Stadt ist, welche den Bürgern befiehlt, ihr Haus schmuck zu machen für die Zeiten der Bajada. - Das gab es vor einer ganzen Weile auch schon mal in Los Llanos, für die Altstadt zumindest, aber da schenkte man den Eigentümer die Farbe, und das Ergebnis dort war auch eine sehr bunte Angelegenheit. - Farben sind fast immer ein Ausdruck von Fröhlichkeit, manchmal übertünchen wir damit allerdings auch ein paar Dinge, aber das sollte doch auch nicht schlimmer sein, als die Angewohnheit eines großen Teiles der Menschheit, der sich schminkt. - Ich finde das Klasse, und manchmal verrät das sogar ein bisschen über den, der da sein Haus so angemalt hat…




Hier Tazacorte noch in der "Weißphase", Bild von Veronika Büschgens.



Und ein Bild von Richard Wurdel, welcher so gut die Farben der Insel eingefangen hat.





Samstag 30.05.2015 09:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 17 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 64 % - Luftdruck 1017 hPa

Fulanito de tal dice hoy: Zumbado de los cascos
Summen im Helm. - Wenn einer nicht ganz auf der Höhe ist, kognitiv gemeint und das nachhaltig. - Brägenklöterig hieße das wohl im Norden, dammisch im Hirn im Süden und Blatterig gang allgemein…




High Kai!


Bild von Kai Stockrahm




Freitag 29.05.2015 18:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 22 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 47 % - Luftdruck 1017 hPa
Höchsttemperatur heute 22,5 Grad - niedrigste Temperatur 16,1 Grad

Begriffspiraten
Und andere Schmutzitäten aus dem Tagesmenü. Und alle nach El Paso morgen!

Die Nation der Kanarischen Inseln. - Ich muss sagen, kenne ich nicht, habe ich nie kennen gelernt. - Was ich gefunden haben, und in dem gehe ich hervorragend und vollständig auf, ein wunderbarer Schmelztiegel an Kulturen, Ideen und Fantasien, welche sich auf einem bewundernswert schönen Archipel niedergelassen haben, und das Kommen und Gehen weiterer Einflüsse in Frieden und Toleranz beobachten, und Vieles davon auch wieder in sich aufzunehmen. - Das wäre mein Beitrag zum "Día de Canarias", den man nun seit dem 30. Mai 1983 feiert, ein dreiviertel Jahr, nachdem in Spanien das Gesetz zur Autonomie der Kanarischen Inseln erlassen wurde. - Weit reichende Autonomie muss man sagen, das geht über das hinaus, was man als Länderhoheit in der Bundesrepublik kennt, also sollte es wenig Platz zum Meckern geben. - Gibt es trotzdem, man fühlt sich immer noch als Kolonie, allerdings scheint dieses Gefühl manchmal von diversen Kräften dazu benutzt zu werden, um eigene Interessen unter dem Deckmantel einer gewissen Opferrolle hervor zu heben. - Da wird dann ein fast bayrisches Trotzgebärde aufgeführt, eigentlich brauchen wir Spanien gar nicht, wobei das eine ziemlich dreiste Lüge wäre, denn hinter Spanien stehen auch noch die begehrten Töpfe der EU. - Das gekonnte Spiel als Erbe der Erstzuwanderer, wobei man ja immer die Frage stellen muss, ob die jetzige Bevölkerung nicht eher die Söhne und Töchter der Eroberer sind, und nicht die letzten Aufrechten der Gaunchen/Benahoaritas, aber die Frage steht uns sehr spät gekommenen eigentlich nicht zu. - Auf jeden Fall nennen sich die Inhaber der Opferrolle Nationalisten, obwohl sie eigentlich nur schwerlich welche sein können, denn die Nation, der sie angehören, ist ohne Zweifel Spanien. - Also sind es Regionalisten, und das trifft nun diese Leute schwer, wobei wir ja als Deutschgeborene den Ausdruck Nationalisten so wieder ganz anders verstehen wollen. - Nein, es sind keine Nationalisten im Sinne der deutschen Aufklärung und Anklage, das trifft einfach nicht zu, auch wenn uns die Verwandtschaft dieses Wortes genau nun täglich in der Politik um die Ohren fliegt. - Wir sind nicht statisch genug um objektiven weiteren Anforderungen rund um den Begriff Nation zu erreichen, und das ist mindestens gut so, denn diese Inseln und ihre Bewohner wachsen und verändern sich hervorragend über die Jahrzehnte und auch die Jahrhunderte, der dichte Mantel einer Nation wäre da sogar eher hinderlich. - Lassen Sie sich keinen Nationalisten für einen Regionalisten aufbinden, das ist nur ein sprachliches Missverständnis, welches an der negativen Belegung des Wortes im deutschen Verständnis liegt. - In dem Sinne ja sogar schön, wenn man hinter dem robusten Wort eine fröhliche Truppe an Regionalisten trifft, welche ihr erst 500 Jahre alten Traditionen so frech und wertvoll verkaufen wollen, wie es nur geht. Das war das Wort zum "Día de la comunidad autónoma de las Islas Canarias" und ich kann mich darauf verlassen, dass Google nicht annähernd in der Lage ist, das verständlich in die Sprache der Ureinwohner der Inseln zu übersetzen…

Auch die Politik muss ich erwähnen, ja eigentlich täglich jetzt, da wird schon wieder gedroht und mit endemischen Füßen aufgestampft, die Coalición Canaria, welche eben genau diese Begriffe aus dem ersten Teil der heutigen Nachricht immer so ein bisschen verwechselt, die hat zwar die Wahl generell verloren, aber niemals den Anspruch, dennoch die Kanaren zu regieren. - Man will wieder mit der PSC/PSOE, warum auch immer, vielleicht sind die einfacher zu manipulieren als die Knochen von der PP, wobei ich das gerne und praktisch anders sehe und sehen darf. - Aber die Coalición Canaria droht bereits wieder La Palma, und dieses Mal will man sogar pragmatische Pakte der PSC/ PSOE mit der PP auf kommunaler Ebene verhindern und droht so stimmgewaltig und national: Das Zustandekommen von Pakten PSOE/PP in den Gemeinden könnte einen Pakt zwischen PSOE und der CC im Gobierno de Canarias verhindern. - Also los, Sozialisten in El Paso, Breña Alta, Tijarafe, Santa Cruz de La Palma und auch im Cabildo Insular, paktiert was das Zeug und die Partido Popular aushalten, vielleicht halten die Nationalisten ja mal Wort, und ziehen sich in ihre endemische Wuthöhle zurück. - Wetten nicht!

So ein Feiertag kann aber auch richtig gute Dinge hervorbringen, in El Paso darf morgen der Wochenmarkt endlich mal Tageslicht schnuppern, und muss nicht weiter in schwer auffindbaren Katakomben, weit außerhalb der Sichtweite der durchaus vorhandenen Besucher, ein Kellerdasein führen. - Immer schon habe ich vorgeschlagen, man möchte doch solch visuell orientierte Angebote wie Obst, Gemüse, lokale Leckereien und Kunsthandwerk nicht wie einen Stuttgarter Bahnhof tieferlegen lassen, sondern diese Angebote auf ein Niveau mit den Menschen bringen. - Morgen passiert das, Danke Día de Canarias, gegenüber auf der Plaza Francisca Gazmira, dort wo der immer noch unbenutzte Kiosk schlummert, ist morgen Markt (9:00 - 14:00 Uhr) und Schwof, und es wäre Klasse, wenn viele von Ihnen präsent währen, um mal zu zeigen, was man denn machen kann mit Dingen wie Märkten und Darstellungen, wenn man diese nicht aufwendig und teuer extra unter die Erde legt. - Und es gibt auch noch einen besonderen Leckerbissen, die "Parranda Las Boinas" tritt auf, gute Laune Musik mit Garantie, ab 12:00 Uhr, und alleine die sind es bereits wert, morgen mal nach El Paso zu fahren und sich einen guten Tag zu machen.

Alos, morgen Feiertag, aber der Markt in El Paso hat offen, und auch der große Supermarkt, den ganzen Tag bis 21:00 Uhr.







Parranda Las Boinas





Freitag 29.05.2015 09:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 16 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 55 % - Luftdruck 1017 hPa

Gastbeitrag von La Palma WeinClub








Donnerstag 28.05.2015 18:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 21 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 45 % - Luftdruck 1017 hPa
Höchsttemperatur heute 21,3 Grad - niedrigste Temperatur 15,7 Grad

Tagesgespräche
Zwischen Politik und Bacchus Träumen

Der Sommer war ja schon da, möchte man sagen. - Die beiden ersten Maiwochen haben uns ja kräftig eingeheizt, danach kam das, was wir aus der Statistik kennen, im Frühjahr kann es auf den Kanaren, und eben besonders auf den dicht begrünten, kälter sein als in Mitteleuropa. - Da gibt es den, ich gebe zu, bereits öfter mal wiederholten Satz, auf La Palma fängt der Sommer am 40. Mai an, und ich erinnere mich sogar an Jahre, da haben wir das bis hinaus über den 50. Mai ausgedehnt. - Dieses Jahr dürfen wir aber bereits ab Ende dieses Monats mit sommerlichem Wetter rechnen, das Wind wird wohl ausreichend sein, die selbst produzierte Feuchtigkeit nicht zu Wolken werden zu lassen. - Komplett stabiles Azorenhoch, keine Hitzewelle in Sicht, und eben auch kein ewig langer Frühsommer, welcher sich mehr durch Wolken, als durch Sonnenschein auszeichnet. - Wie der Sommer über dann wird, ob heiß, ob normal und was überhaupt normal ist, das legen wir uns dann in den kommenden Wochen zurecht, denn längerfristige Aussagen sind einfach ein bisschen zu gewagt. Die kommenden beiden Wochen allerdings gibt es von der Wetterseite her nichts zu befürchten.

So ganz ohne Politik kann ich Sie die Tage nach der Wahl natürlich nicht gehen lassen, und dabei verspreche ich Ihnen, dass ich mich eh schon zurückhalte. - Drei Gemeinden der Insel gehen ein robustes Tempo an bei ihren Koalitionsverhandlungen´, und in allen drei Gemeinden soll es zu einer Koalition zwischen PSC/PSOE und der Partido Popular kommen. - Mit unterschiedlichen Gewichtungen zwar, aber in Breña Alta, El Paso und Tijarafe fürchtet man eine Wiederholung des Paktes PSC/PSOE und Coalición Canaria im Gobierno de Canarias, und in der Tat meint man zwischen den Zeilen genau das herauszulesen. - Darum hat man in den drei Gemeinden solche Eile, denn sollten sich die Gerüchte aus dem Gobierno verfestigen, so könnte die Geschichte mit der erneuten Forderung nach "Pactos en cascada", also Kaskadenbündnisse wieder auftreten, wonach also alle erforderlichen Pakte, sei es nun in den Cabildos, oder in den Gemeinden, nur so geformt werden dürfen, wie es auch im Gobierno de Canarias der Fall ist. - Mit diesem antidemokratischen Mist hat man in der vergangenen Legislaturperiode schon genügend Schaden angerichtet, nicht wirklich verständlich, warum man einfach nicht lernen will. - Und um dem eben zuvor zu kommen, machen diese drei Gemeinden ernst, und wollen auf jeden Fall ihre Pakte, die auch schon in der letzten Legislatur funktioniert haben, erneut in trockene Stadträte ummünzen. - Die Coalición Canaria schäumt bereits wieder, und in den drei genannten Gemeinden sind plötzlich die Rathäuser mit allen Würden- und Hürdenträgern bunt besetzt, aber keiner von denen hebt auch nur ein bisschen den Kopf, um bloß nicht von "Big Brother" beim Schnellpaktieren erwischt zu werden.

Einen Besseren gibt es nicht. - Wieder hat "Vega Norte" zugeschlagen, und zwar auf dem "22º Concours Mondial de Bruxelles". - Zwar hat diese Ausgabe des international äußert beliebten Weinfestivals in Jesolo stattgefunden, aber das ist bei dieser Messe wohl so, dass man sich öfter mal in andere Regionen begibt, um deren Produkte genauer unter die Lupe zu nehmen. - Vega Norte Albillo Criollo 2014 heißt der Silbermedaillengewinner und es ist bereits die 12. Auszeichnung für diesen hervorragenden Tropfen auf internationalen Wettbewerben in diesem Jahr. - Sauber und transparent, mit bissigem grünlichen Aroma, einem Duft nach reifen Früchten, Wildpfirsich, Aprikose, Melone, über einer Basis aus Blumen und Feldkräutern, Fenchel und Anis. - Abgerundet im Mund, ausgewogen, genüsslich, intensiv und langanhaltend. - Ein ausgeglichener Wein mit delikater Säure und langem Nachgeschmack. - Eigentlich übersetze ich so etwas nicht gerne, denn für mich reicht, "der passt wirklich" aber die wollen sich so ausdrücken, und da machen wir freundlicherweise mit. - Überhaupt, diese moderne Bodega dort im Norden der Insel bei Tijarafe, die gehen einen guten Weg und haben deutlich mit dazu beigetragen, aus den, früher nicht wirklich konkurrenzfähigen Weinen der Insel, hervorragende Tropfen zu zaubern. - Chapeau, die Weißweine dieser Insel liegen auf einem internationalen Niveau, welches durchaus als Champions League bezeichnet werden können. - Bei den Rotweinen basteln wir noch ein bisschen, aber oft sind es doch gerade die Reserven, die einen auszeichnen…

Feiertagswarnung noch für Samstag den 30. Mai. - Día de las Canarias, so manch Laden wir dennoch offen sein, aber die "Kanarität" will schon ihren Tag im Jahr haben.






Donnerstag 28.05.2015 09:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 16 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 55 % - Luftdruck 1016 hPa

Gastbeitrag von Rose Marie Dähncke

Die Nummer wartet vor der Tür

1985

"Mamaaa, ich bin total gelähmt" rief meine Tochter mir wehklagend vom Bett aus zu. Sie konnte sich überhaupt nicht rühren und lag stocksteif und hilflos da. "Am besten gehst Du gleich zu meinem Arzt-cabecera (was ich gerne als Kopf-Arzt übersetzen würde, denn cabeza heißt Kopf, was aber so etwas wie Hausarzt bedeutet, obwohl dieser Arzt nicht ins Haus kommt und ein anderer auch nicht). "Ich brauche eine Krankenbestätigung für meinen Chef, und natürlich müsste ich auch irgendwie behandelt werden."

Ein mitleidsvoller Blick noch, und ich fuhr los. Die Arztpraxis habe ich dann nie gesehen und auch nie betreten, denn man fing mich rechtzeitig draußen ab.

Vor dem besagten Haus sah ich einen Mann stehen. Eine Art Garagentor war weit geöffnet, und in dem Raum dahinter saßen an beiden Wänden entlang auf Bretterbänken Leute. Am Ende des Raumes befand sich hinter einer Glasscheibe eine Person, weiß gekleidet mit Ärztemantel. Als der vor dem Haus stehende Mann mich nun eintreten sah, kam er auf mich zu und sagte: "Sie sind die Nummer 47." Aha, dachte ich, und dankte ihm. Bevor ich nun daran denken konnte, mich in den Warteraum zu begeben, hielt er mich vorwurfsvoll zurück: "Sie können da nicht einfach reingehen, sie müssen doch hier draußen stehenbleiben und dem Nächsten sagen, dass er Nummer 48 ist." Aha, dachte ich wieder, man lernt doch ständig etwas dazu.

Ich tat meine Pflicht - ganz wie eine alte Eingeborene und Nummer 47 - wurde dann aber, zum Glück und ohne zu warten, von der Arzthelferin angesprochen. Durch Haut- und Haarfarbe und ungeschicktes Benehmen hatte sie mich sofort als unbedarfte Ausländerin erkannt und half mir, den Schein schnell zu bekommen. "Und was fehlt Ihrer Tochter?" Ja, das hätte ich auch gerne gewusst. Ich erklärte ihr die Beschwerden. "Na, dann behandeln wir mal auf Hexenschuss." Mit einem Rezept für 6 Injektionen schickte sie mich zur Apotheke. Dort fragte ich, was nun? Ich solle mir einen Praktikanten suchen, der gewillt ist, die Spritze im Hause zu geben, normalerweise kommen die Kranken zu ihm.

Der erste, den ich aufsuchte, war schon tot. Letztes Mal, als ich persönlich ihn brauchte, lebte er noch. Nun standen wir direkt vor Weihnachten, was die Sache sehr erschwerte, denn außer diesem Fest werden dann ja noch Sylvester und Neujahr gefeiert, und als Höhepunkt der 6. Januar, der Bescherungstag für Groß und Klein. Es wunderte mich deshalb gar nicht, als ich beim nächsten Praktikanten ein Schild an der Tür fand "bis 7. Januar krank". Beim zweiten stand "bis 7. Januar geschlossen", und mehr hatten wir nicht. So ging ich zurück zur Apotheke. Man war dort sehr nett und geduldig: "Wissen Sie, entweder Sie machen es selbst, oder Sie fragen irgend jemand von den alten Leuten auf der Straße, die können alle Spritzen geben."

Wie denn, was denn, sollte ich nun jedes Mal jemand suchen, ihn zu der Kranken fahren und wieder zurück, und was gab ich ihm dafür? Das konnte doch unmöglich das normale System sein? Rasch stellte ich mir die alten Leute vor, wie sie eben noch die Ziege gemolken haben (jeder hat hier eine) und nun schmuddelig, barfuß in abgetragenen Schuhen daher schlurften, mit Krampfadern oder Alterszittern. Nein, keiner von denen sollte in meine Tochter pieken, dann wollte ich es lieber selbst machen. Entschlossen bat ich die nette junge Apothekerin, mir zu zeigen, wie man das macht. Sie ging mit mir ins Hinterzimmer, wie ich glaubte, um ihr Popöchen freizumachen, aber nein, sie hob nur die Bluse an und zeigte mir rückwärtig auf ihren engsitzenden Jeans den Einstichpunkt direkt über der aufgesetzten Tasche. Nun wusste ich es ganz genau, aber ich hatte vergessen zu fragen, wie tief ich reinstechen musste. Dazu kam, dass meine Tochter ganz anders geformt war, so dass mir auch der richtige Punkt immer schleierhafter wurde.

Irgendwie musste ich ja nun anfangen. Mit Intelligenz und Logik habe ich dann das Käppchen von der Ampulle gekriegt und die Injektionsspritze gefüllt, habe die Luft rausgelassen, wie ich es im Fernsehen mal gesehen hatte, und rein in das feine, weiche, mollige Fleisch von meinem Kind. Es gab einen blutunterlaufenen blauen Hof, aber sie sagte: "Du, ich habe überhaupt nichts gemerkt." Nun, ich schon, mir ging es durch und durch und hat mir richtig weh getan.

H e u t e ist das alles ganz anders, da gibt es neue, moderne Gesundheitszentren in den Ortschaften, und man hat auch "freie Arztwahl", was immer das heißen mag, denn zu einem anderen als zu seinem Kopf-Arzt darf man doch nicht gehen. Mein persönlicher ist sehr nett und sagt "Du" zu mir, und ich duze ihn auch, weil er wohl 30 Jahre jünger ist als ich, und frage ihn auch, was seine Gesundheit macht. Vielleicht braucht auch ein Arzt ein wenig mitfühlenden Zuspruch.

Aber es ist noch gar nicht so lange her, dass wir uns sagten: wenn schon Hexenschuss, dann nicht gerade zu Weihnachten.





Nein, so weit sind wir noch nicht, uns das mit der Nummer so einfach zu machen





Mittwoch 27.05.2015 18:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 18 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 54 % - Luftdruck 1017 hPa
Höchsttemperatur heute 18,4 Grad - niedrigste Temperatur 14,7 Grad

Da bläst sie, die Wahl…
Langweilige Chronik mit faustdicken Überraschungen

Ja, ich bin wieder da, und vielen Dank für diese enorme Anzahl an Besserungswünschen! - Über Geld und Krankheiten spricht man nicht, beides hat man, wobei ich zugeben muss, jetzt ein bisschen geflunkert zu haben. - Absolut überraschend musste ich erneut ins Krankenhaus, und wieder kann ich nur voll des Lobes über diese Inseleinrichtung sprechen. - Wenn es hakt, wie überall wenn es in Spanien hakt, dann ganz oben und in der Verwaltung, und warum man diese hervorragenden Leute nicht einfach in Ruhe arbeiten lässt, das fragen wir uns schon lange. - Lassen wir das hinter uns und beschäftigen uns mit der gegebenen Aktualität, die Kommunalwahlen.

Ich beschränke mich auch ganz auf die Kanaren, über die bunte, neue, aufregende und zum Teil erfrischende Parteiwelt auf dem Festland bleibt noch einen anderes mal Zeit. Aber nur so viel, der Spiegel irrt ganz selten, aber von einem Linksruck in Spanien zu sprechen, das stimmt einfach nicht, maximal ein Rückchen, und wer nicht aufhören kann, Spanien und Griechenland in einen Topf zu werfen, der sollte sich besser erkundigen. - Hier haben die Umfragen erneut bewiesen, dass sie immer besser werden. - Die Überraschungen waren dünn gesät, und leider gehört El Paso auch zu denen, denn dass die PSC/PSOE dort von der meistgewählten, zur am wenigsten gewählten Partei abgerutscht ist, das hatten wir dann doch nicht erwartet. - Oder doch? - Nein, ich nicht, aber die Selbstkritik findet leichten Ansatz und ich werde die Truppe dort aus enger Freundschaft nun nicht anklagen, sondern die werden einen guten Weg daraus finden. - Es ist ja auch noch nicht gesagt, dass man dennoch zusammen mit der PP wieder eine Mehrheit bildet, das ginge, aber das wäre eine zähe Angelegenheit. - Schlimmer kommt mir da Tazacorte vor, wo unsere smarte Carmen Acosta eine derbe Abreibung erhalten hat, denn jetzt ist wieder die UB, der lokale Ableger der CC, die Unión Bagañete am Drücker, und zwar in absoluter Mehrheit, weil die PP dort auch derbe abgewatscht wurde. - Es ist für alle anderen auf der Insel völlig unverständlich, dass man dort diejenigen wiederhaben wollte, welche für Skandale, Schulden und einen noch für Jahrzehnte reichenden gerichtlichen Nachlass gesorgt haben. - Wir zucken mit den Schultern, man muss wohl aus Tazacorte sein, um das zu verstehen, und sind natürlich sehr gespannt, wie das weitergeht. - In Los Llanos hat sich Historisches vollzogen, aber nicht als Überraschung. Man hatte im Vorfeld bereits angenommen, dass Noelia García, die nach der Wahl 2011 bereits mit Hilfe der PSC/PSOE Bürgermeisterin wurde, nun die Stimmenmehrheit erreicht hat und so zum ersten Mal dafür gesorgt, dass die CC in Los Llanos nicht mehr als erste Kraft dasteht. - Allerdings kann sie nicht alleine regieren, wenn sie denn überhaupt will, denn sie braucht entweder die völlig entkräftete Rumpf PSC/PSOE mit Ámparo Martín, die nur ganze zwei Stadtratsposten schaffen konnte, oder den neuen Star der politischen Szene in Los Llanos, Felipe Ramos, dem man ebenso Historisches nachsagen kann, nämlich als IU (Izquierda Unida) also Linke, genau so viele Sitze erkämpft zu haben, wie seine linkslaschen Sozialisten. Und das in Los Llanos, dem Bauchnabel der konservativen Welt. - Daraus ergeben sich Paktmöglichkeiten, welche ungeahnte Ziele anbieten, und vielleicht werden in diesen erzkonservativen Bündnisse erbracht, von denen man nie zu hoffen gewagt hatte.

Santa Cruz, keine wirkliche Überraschung, dort wird die PSC/PSOE deutlich stärkste Partei, und alles sieht nach einer Wiederholung der Koalition mit der PP aus, aber lassen Sie uns das nicht zu früh feiern. Die eigentliche Verliererin, Guadalupe Taño, Ex-Inselpräsidentin hat für die CC ein dort dermaßen schlechtes Ergebnis eingefahren, dass die sicher alles in den Verhandlungen geben wird, um nicht ganz weg vom Fenster, oder sagen wir besser Balkon, zu sein. - In Puntagorda Vicente Rodríguez, in San Andrés y Sauces Francisco de Paz, beide PSC/PSOE und ohne Skandale und jegliches Aufsehens erneut mit unangefochtener absoluter Mehrheit bestätig, leider kann man die Jungs aber nicht klonen und für Puntagorda und San Andrés darf ich hoffen, dass die Parteispitze der Kanaren nicht ihre klebrigen Finger nach solchen lokalpolitischen Koryphäen ausstreckt.

Wichtig natürlich das Cabildo Insular, auch hier stimmten die Vorhersagen, Anselmo Pestana, der rausgeschmissene Parteichef der PSC/PSOE und seine "Rebellen" landen deutlich auf dem ersten Platz und können sich einer weiteren Regierungszeit sicher sein. - Allerdings ist es noch nicht klar mit wem, denn wir erinnern uns dunkel bis ungerne an die Strafmaßnahmen, welche die eigene Partei den palmerischen Mitgliedern auferlegt hatte, nachdem man mit der PP koaliert hatte. - Die pikante Note dabei, alleine das Cabildo Insular de La Palma hat eine Mehrheit der PSC/PSOE, keine andere Insel, und gerade diese Truppe hatte man aus der Partei geschmissen. - Eigentlich denke ich, da müsste man mal zurückwerfen… Ich interpretiere dieses Wahlergebnis so, man wollte eine rebellische PSC/POSE unterstützen, gegen den Kadavergehorsam, aber auch gleichzeitig die Fortführung des augenblicklichen Paktes mit der Partido Popular, welches sich ja als sehr effizientes Bündnis erwiesen hat. - Müssen wir offen lassen, aber ich bin da zuversichtlich. - Auch Podemos hat einen Sitz im Cabildo Insular ergattern können, erfreulich, nach dem sich dort zwei rivalisierende Gruppen gegenseitig bekämpft hatten. - Im Gegensatz zu den großen Inseln und vielen großen Städten auf dem Festland bleibt aber so Podemos auf La Palma unbedeutend. - Blicken wir noch auf das Gobierno de Canarias, dort hat die blitzgescheite wie strahlend-schöne Patricia Hernández es geschafft, die PSC/PSOE zur meistgewählten Partei zu machen, vor der PP, die wiederum knapp vor der CC kommt. - Allerdings muss man beim Gobierno de Canarias aufpassen, dort kann man nicht einfach die Prozentzahl der gewählten Stimmen in Sitze umrechnen, das wäre für unser Befindlichkeiten zu einfach. - Es gibt einen Rechenschlüssel, welcher nicht nur die einfache Stimmenzahl berücksichtig, sondern auch noch die Größe und Bevölkerungszahl der einzelnen Insel. - Die kleinen Insel schicken einen garantierte Mindestzahl von Abgeordneten, deren fünf, würde man das dann gerecht hochrechnen, dann müsste das Gobierno de Canarias mehrere hundert Abgeordnete haben. - Also schafft man einen rechnerischen Ausgleich, welcher die größeren Insel wiederum zu mehr Gerechtigkeit verhelfen soll. - Da La Gomera alleine 5 Abgeordnete schickt, aber keinen einzigen von der CC, aber auf Tenerife, der größten Kanareninsel, die CC die Mehrheit hat, erhält Fernando Clavijo, Spitzenkandidat der CC fürs Gobierno de Canarias so viele Sitze hinzu, dass er nun zwar nicht die meistgewählte Partei vertritt, aber dennoch die meisten Sitze im Gobierno de Canarias auf sich vereinen kann. - Der würde gerne wieder mit den Sozialisten weitermachen, allerdings sind da die Würfel noch überhaupt nicht gefallen. - Nachträglich die Zahlen auf der Tabelle, die wir alle vier Jahre erweitern dürfen.

Cabildo Insular de La Palma


Cabildo Insular de La Palma Räte 03 Räte 07 Räte 11 Räte 15   +/- Stimmen 03 Stimmen 07 Stimmen 11 Stimmen 15   +/-
CC 11 11 9 8 -1 22.432 21.816 17.759 12.210 -5.549
PP 5 4 6 5 -1 7.773 7.773 12.645 9.563 -3.082
PSOE 5 6 6 8 +2 10.188 12.706 10.967 13.040 +2.073
Podemos - - - 1 +1 - - - 2.103 +2.103



Gobierno de Canarias

Gobierno de Canarias Räte 03 Räte 07 Räte 11 Räte 15   +/- Stimmen 03 Stimmen 07 Stimmen 11 Stimmen 15      +/-
PP 17 15 21 12 - 9 283.186 217.706 288.807 169.065 -119.121
CC 23 19 21 18 -3 304.413 209.700 225.757 165.446 -60.291
PSOE 17 26 15 15 0 235.234 309.404 190.310 180.669 -9.641
Podemos - - - 7 + 7 - - - 132.152 +132.152
NCa - - 3 5 +2 - - 82.148 93.152 +10.977
ASG (Gomera) - - - 3 + 3 - - - 5.089 +5.089



Die einzelnen Gemeinden der Insel La Palma

El Paso Räte 03 Räte 07 Räte 11 Räte 15   +/- Stimmen 03 Stimmen 07 Stimmen 11 Stimmen 15   +/-
PSOE 4 6 5 3   - 2 1.149 1.564 1.389 921   - 468
CC 6 5 4 6   + 2 1.645 1.503 1.266 1.604   + 338
PP 3 1 3 4   + 1 1.056 362 884 1.013   + 129



Los Llanos Räte 03 Räte 07 Räte 11 Räte 15   +/- Stimmen 03 Stimmen 07 Stimmen 11 Stimmen 15   +/-
CC 11 11 10 7 - 3 4.736 5.245 4.470 2.900   - 1.570
PP 7 3 8 10   + 2 2.915 1.455 3.647 3.940   + 293
PSOE 2 3 3 2    0 1.072 1.429 1.698 1.107  - 591
IU 0 0 0 2   0   0   0 232 783  + 551


Santa Cruz Räte 03 Räte 07 Räte 11 Räte 15   +/- Stimmen 03 Stimmen 07 Stimmen 11 Stimmen 15   +/-
PP 6 5 6 5   - 1 3.616 2.498 2.863 1.821   - 1.042
CC 5 6 6 3  - 3 2.751 3.044 2.745 1.372   - 1.372
PSOE 6 6 5 6   + 1 3.183 2.754 2.317 2.443   + 126
Ciudadanos 0 0 0 1   0   0   0   0 634  + 634
IU 0 0 0 1   0   0   0 373 634  + 261
NC 0 0 0 1   0   0   0   0 596  + 596


Breña Alta Räte 03 Räte 07 Räte 11 Räte 15   +/- Stimmen 03 Stimmen 07 Stimmen 11 Stimmen 15   +/-
PSOE 8 7 6 5  - 1 2.089 1.982 1.896 1.413  - 483
CC 3 4 5 6   + 1 957 1.167 1.479 1.599   + 120
PP 2 1 2 2   + 0 565 500 558 634   + 76


Breña Baja Räte 03 Räte 07 Räte 11 Räte 15   +/- Stimmen 03 Stimmen 07 Stimmen 11 Stimmen 15   +/-
CC 8 7 6 3   - 3 1.507 1.490 1.274 603   - 671
PP 2 2 5 8   + 3 352 434 943 1.544   + 601
PSOE 1 2 2 2   0 347 496 395 499  + 1041


Los Sauces Räte 03 Räte 07 Räte 11 Räte 15   +/- Stimmen 03 Stimmen 07 Stimmen 11 Stimmen 15   +/-
PSOE 5 5 6 8   + 2 1.112 1.127 1.488 1.625   + 137
CC 7 7 4 2   - 2 1.746 1.672 1.133 516   - 617
PP 1 1 1 1   0 375 230 364 375   + 11


Mazo Räte 03 Räte 07 Räte 11 Räte 15   +/- Stimmen 03 Stimmen 07 Stimmen 11 Stimmen 15   +/-
CC 6 6 6 7   + 1 1.449 1.469 1.338 1.606   + 268
PSOE 4 4 3 3   0 920 966 706 700   - 6
PP 1 1 2 1   - 1 229 317 640 349   - 291


Tijarafe Räte 03 Räte 07 Räte 11 Räte 15   +/- Stimmen 03 Stimmen 07 Stimmen 11 Stimmen 15   +/-
CC 6 6 5 5   0 770 821 693 623   - 70
PP 3 2 3 3   0 412 356 430 367   - 63
PSOE 2 3 3 3    0 294 405 372 377   + 6


Tazacorte Räte 03 Räte 07 Räte 11 Räte 15   +/- Stimmen 03 Stimmen 07 Stimmen 11 Stimmen 15   +/-
CC - UB 8 7 6 6   - 1 1.527 1.348 1.148 1.314   + 166
PSOE 4 4 5 3   - 2 939 775 1.012 825   - 187
PP 1 0 2 1   - 1 224 172 468 407   - 61
IU - - - 1 + 1 - - 58 213  + 155


Fuencaliente Räte 03 Räte 07 Räte 11 Räte 15   +/- Stimmen 03 Stimmen 07 Stimmen 11 Stimmen 15   +/-
CC 3 4 5 4   - 1 384 563 595 457   - 138
UPF 5 3 3 3   0 683 404 359 298   - 61
PSOE - 1 1 1 - - 222 186 150   - 36
PP 1 1 0 0   0 210 115 54 79   - 67
Si se Puede - - - 1 + 1 - - - 144 + 144


Garafía Räte 03 Räte 07 Räte 11 Räte 15   +/- Stimmen 03 Stimmen 07 Stimmen 11 Stimmen 15   +/-
UVG-CC 2 (UVG) 3 (UVG) 4 (UVG) 3   - 1 225(UVG) 339(UVG) 396 (UVG) 211   -185
PSOE 5 4 3 4   + 1 514 359 276 320   + 44
NC - - - 2   + 2 - - - 203   + 203
PP 4 0 0 0   0 417 80 42 61   + 19


Puntagorda Räte 03 Räte 07 Räte 11 Räte 15   +/- Stimmen 03 Stimmen 07 Stimmen 11 Stimmen 15   +/-
PSOE 6 7 8 10   + 2 553 642 664 767   + 103
CC 3 2 3 0   - 1 318 240 255 0   - 255
PP - - - 1   + 1 - - 120   + 120


Puntallana Räte 03 Räte 07 Räte 11 Räte 15   +/- Stimmen 03 Stimmen 07 Stimmen 11 Stimmen 15   +/-
PSOE 3 4 5 6   + 1 442 636 676 749   + 73
CC 6 5 5 4   - 1 758 780 649 604   - 45
PP 2 2 1 1   0 347 271 228 162   - 66


Barlovento Räte 03 Räte 07 Räte 11 Räte 15   +/- Stimmen 03 Stimmen 07 Stimmen 11 Stimmen 15   +/-
PSOE 2 2 4 3   - 1 317 286 503 365   - 138
CC 4 8 4 2   - 2 540 1.052 474 255  - 219
PP 1 0 3 6   + 3 155 61 412 609  + 197




Mittwoch 20.05.2015 18:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 22 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 28 % - Luftdruck 1021 hPa
Höchsttemperatur heute 22,7 Grad - niedrigste Temperatur 16,1 Grad

Blühende Landschaften
Natternköpfe und die Unaussprechlichen

Nein, ausnahmsweise geht es mal nicht um Schiesser Tausendsassa lang und grau und mit Eingriff, bei dem Wetter sowieso nicht, sondern um wahrhaft blühende Landschaften und vorbildlichen Schutz der heimischen Flora ganz weit oben auf der Insel. - Bei der Unaussprechlichen in dem Fall handelt es sich um die Bencomia exstipulata, einer nur auf La Palma und Tenerife wachsenden Pflanze, die Standorte von über 2.000 Höhenmeter bevorzugt und von der man vor an die 10 Jahren noch gefürchtet hatte, sie könnte aussterben. - Im spanischen "Wiki" spricht man von lediglich 50 Exemplaren die noch auf den Teide-Höhen wachsen würden und wir können als Augenzeugen davon berichten, dass wir alleine heute hunderte dieser Pflanzen sehen konnten, denn die Wiederaufforstung mit diesen Pflanzen hatte zumindest bei uns auf La Palma wunderbaren Erfolg. - Hauptfeinde dieser kleinen Büsche sind Ziegen, Kaninchen und Waldbrände, und auf La Palma hat man rund um den Roque mehrere Abschnitte robust eingezäunt, um eben das Eindringen solcher Fressfeinde zu verhindern. - Klugerweise hat man das in oder neben Brandschneisen gemacht, dort laufen im Norden der Insel auch Druckwasserleitungen, also könnte man im Falle eines Feuers dort erfolgreich das Umfeld der Pflanzen schützen. - Das hat man auch bereits in den letzten Jahren gemacht, es gab da sogar Unmut einiger Anwohner die meinten, die Angestellten des Nationalparks würden sich besser um die kleinen Pflänzchen kümmern, als um die Häuser der Bewohner. - Weiß ich nicht, aber es ist denen prächtig gelungen, diese Pflanzen zu erhalten und inzwischen wachsen die nicht mehr nur in den abgezäunten Gebieten, sondern auch außerhalb derer, und man findet diese unsere Bencomia dort in großen Mengen, welche ein Aussterben dieser Pflanze eher unwahrscheinlich macht. - Ein großer Erfolg, der irgendwie bescheiden aufgenommen wird, jetzt in den Tagen des Wahlkampfes beschmeißen sich die Kandidaten der verschiedenen Parteien mit scheinbaren Heldentaten welche sie erreicht hätten, aber diesen Erfolg hängt sich niemand ans Revers, vielleicht ist es deswegen auch nochmal viel sympathischer.

Man hat mich nicht wirklich zu einem Ausflug dorthin zwingen müssen, nur ganz leicht anschubsen, und die Aussicht, nicht selbst fahren zu müssen, die lockte natürlich noch viel mehr. - Auch blühen im Moment die Natternköpfe dort oben auf dem Dach der Insel und die Ginster, und das sollte sich im Moment wirklich niemand entgehen lassen. - Die sind auch viel eindrucksvoller als die unscheinbare Bencomia, und das Farbspiel dort oben war wirklich beeindruckend. - Auch hier dürfen wir sagen, an manchen Standorten wachsen inzwischen derart viele von diesen rosafarbenen Natternköpfen (Echium wildpretii Unterart trichosiphon)dass manche Landstriche fast ein bisschen befremdlich wirken, angesichts der beeindruckenden Form dieser wunderbaren Pflanzen. - Auch hier haben die Schutzmaßnahmen im wahrsten Sinne des Wortes Blüten getragen, auch Schulklassen hat man über die Jahre immer wieder dort hingefahren um mit denen zusammen zu pflanzen und zu schützen, und das zahlt sich jetzt deutlich aus. - Auch wachsen bereits so viele Jungpflanzen nach, immer vorausgesetzt man schafft es, diese Zonen vom Feuer zu schützen, dass man in den kommenden Jahren mit noch mehr Natternkopffeldern dort rechnen kann. - Der rosafarbene Natternkopf ist sicherlich der auffälligere, aber auch der zartere Tajinaste azul, oder Enzianartige Natternkopf, Echium gentianoides zeigt sich viel häufiger, als noch in den vergangenen Jahren. - Beides sind La Palma Endemiten, kommen also nur hier auf der Insel vor, und das wie. - Bei den Natternköpfen besteht allerdings auch immer die Gefahr der Hybridisierung oder Bastardisierung, wobei sich diverse Arten oder Unterarten mit anderen kreuzen, und unter Umständen dadurch Arten verloren gehen können. - Die Biologen hier auf den Inseln warnen so auch ausdrücklich davor, die verschiedenen Natternkopfarten aus ihren angestammten Regionen zu nehmen und anderswo anzupflanzen. - Grandioses Naturspektakel bietet diese Insel immer wieder, und auf jeden Fall lohnen sich diese Ausflüge und mitten drin raunten wir uns allesamt immer mal wieder zu, eigentlich müsste man hier Urlaub machen, so toll ist das hier…

Auch endemisch war das späte Mittagessen, unsere Freunde kommen viel mehr rum als wir und so konnten die uns einen hervorragenden Tipp verraten, nämlich das Restaurant "Los Braseros" oberhalb der Hauptstadt Santa Cruz. - "Die Brater" heißt das so weit und deutet auch schon ganz klar, in welche Richtung sich die Küche neigt, und man richtet sich eindeutig an die Karnivoren unter uns. - Vielen sagt das was, wenn ich meine, so gut wie Kiko in La Laguna, aber man sitzt schöner, sorry Kiko, aber den Ausblick und draußen auf der Terrasse, das geht bei dir einfach nicht. - Da gibt es einen großen Gastraum, aber auch Tische draußen auf Rasen, und kleine abgemauerte Separees, in denen man auch ungestört genießen kann. - Das gegrillte Fleisch wird auf einem Tischgrill fertig serviert, der dann aber am Tisch noch weiterqualmt, das muss man abkönnen, oder die Windrichtung vorher einschätzen. - Geschmacklich der absolute Hammer, so wie das sein muss und man hier erwartet, und die haben auch ständig den derben Gemüseeintopf "Puchero Canario" auf der Karte, auch das ist ein Muss für Interessierte unserer Küche. - Klasse hausgemachter Mojo, dazu aber auch feine Soßen mit Feigen und süßlicher Paprikanote, und der Blick geht über die Hügel von Mirca auf die Hauptstadt. - Kann man wirklich nur empfehlen, Dienstag ist Ruhetag, ansonsten findet man das einfach. - Von Las Nieves aus Richtung Mirca, dann die Straße hinauf zum Roque nehmen, ein paar hundert Meter weiter links findet man dieses Restaurant dann auch schon.




Bencomia exstipulata Jungpflanze




Bencomia exstipulata ältere Pflanze mit Fruchtständen




Rosafarbener Natternkopf nahe dem Rouqe de los Muchachos













Endemische Küche, Los Braseros bei Mirca




Puchero im Los Braseros





Mittwoch 20.05.2015 09:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 16 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 64 % - Luftdruck 1019 hPa

Gastbeitrag von Gisela van Dijk

TANGO ARGENTINO LA PALMA

Tango, der Tanz ohne Altersbegrenzung, der jung und fit hält und gute Laune macht!

Es gibt wieder UNTERRICHT für Anfänger am Samstag, 23. Mai. Und diejenigen, die sich verbessern wollen, haben am 23. und 24. Mai hierzu die Möglichkeit.
Gruppen-Unterricht: 10 € pro Person (90 Min.)
Einzel-Unterricht (nach vorheriger Anmeldung): 30 € pro Paar oder Einzelperson (60 Min.)

Am 23. Mai findet auch wieder eine MILONGA (Tangotanzabend) statt für jedes Tanzniveau, von Anfängern, die die ersten "Gehversuche" hinter sich haben bis zu erfahrenen und routinierten TänzerInnen. Nur eines ist wichtig: Geniessen wir die Bewegung im Takt der Musik, und lassen wir uns von ihr beflügeln. Unkostenbeitrag: 3 €

Einzelheiten bitte dem nachstehenden Plakat entnehmen!
Bitte beachten : Unterricht im Hotel Valle Aridane und Milonga im Casino!

Etwaige Fragen beantworte ich gerne: giselalapalma@yahoo.es oder Tel. 629 024 169







Dienstag 19.05.2015 17:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 22 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 38 % - Luftdruck 1019 hPa
Höchsttemperatur heute 23,7 Grad - niedrigste Temperatur 17,5 Grad

Más o menos cinco míl
Manolo, der Rechenkünstler aus Puerto Naos

Mehr oder weniger 5.000 Pesetas, so viel kostete ein großes Abendessen im "Quiosco Manolo" in Puerto de Naos. - An die 65 D-Mark waren das nach letztem Umrechnungskurs, wie viel das in Euro sind, das muss ich Ihnen nicht vorrechnen. - Es gab damals bereits Scheine von dem Wert, allerdings waren in unseren Kreisen die "lechugas", also die grünen Tausender meist die Krönung der Tagesausbeute, aber ab und zu hat man so einen Braunen auch bereits gesehen. - Ich erinnere mich noch daran, als ich mit meinem Vater zusammen mit dem Makler und dem alten Hausbesitzer zum Notar gingen, und unsere jetziges Grundstück mit dem alten Haus in 1.000 Pesetas-Scheinen bezahlt haben. - Zwei Herren zählten andauernd das Geld, während der Notar für uns damals unverständliches murmelte und uns durchdringend ansah. - Der Makler hatte uns vorher bereits geimpft, wir sollten ab und zu nicken und ein Sí sagen, das würde genügen, dann ginge das schon alles gut. - Es ging alles gut, das war im Jahr 1978, heute könnten wir uns unser Grundstück wohl nicht mehr leisten, daraus könnte man schließen, dass es kein Fehler war, das damals zu kaufen. - Aber ich wollte von den Ausflügen nach Puerto Naos erzählen, und dem dortigen Kiosk von Manolo und seinen Söhnen, und wie ich dort es ab und an mal geschafft habe, mich ganz billig durchzufuttern. Mein Vater war ja nur zum Kauf des Hauses gekommen, ich wurstelte mich mehr schlecht als recht durch, viele kleine Jobs, die mir ein bisschen einbrachten, aber eben gerade so viel, dass man davon über die Runden kommen konnte, aber nicht mehr.

Aber es war natürlich eine wunderbare Geschichte zum Strand zu fahren, nach Puerto Naos, besonders wenn nichts anlag, mit Arbeit und anderen lästigen Dingen, und es lag oft nichts an. - Der Badeort bestand damals noch fast komplett aus Holz- und Papphütten, bei ganz heftigen Wettern lagen die meisten davon dann auch danieder, aber es war halt auch kein großer Aufwand, diese dann wieder aufzurichten. - Ein paar reiche Leute aus Los Llanos hatten aber bereits auch schon Zementhäuser dort stehen und es gab auch bereits eine Promenade, auch wenn die nur zu der Ruine im südlichen Teil führte, welches das erste Hotel dort auf der Westseite werden sollte. - Dort wo die Ruine stand, steht heute das Hotel Sol, nachdem man das Gerippe wieder abgerissen hatte, und alles neu erbaut hatte. - Wir jungen Leute verbrachten den Nachmittag am Strand, schwammen raus zu den Booten die da lagen und legten uns oft auch verbotenerweise da rein, aber meist kam kein wütender Besitzer angelaufen, nachdem wir dann wieder zurück zum Strand kamen. - Es war überhaupt deutlich lockerer zu der Zeit, vielleicht weil alle so wenig hatten und damit irgendwie auch der Neid sinn- und haltlos war. - Neid verschwindet irgendwie auch mangels Masse, oder wie man großer Freund Bob Dylan immer sagt: When you ain't got nothing, you got nothing to lose… Rauf und runter ging es meist per Anhalter, es war noch nicht die Zeit der Mopeds und Autos, und die Busse fuhren in einem Rhythmus, den ich niemals so richtig begriffen hatte. - Aber wir kamen immer runter und auch wieder hoch, zu Fuß war das nicht machbar, zumindest nicht für uns.

Die Höhepunkte aber waren, ein Abendessen im Kiosk von Manolo, dem grünen Holzbau dort, wo heute die Busse halten, aber mit meiner schmalen Börse konnte ich mir das ganz selten erlauben. - Aber es tauchten halt immer wieder Gäste dort auf, mal Ausländer, mal Großkopferte aus der Hauptstadt oder Los Llanos, die dann auch uns gierig blickende Jugendliche einluden, sich mit an den Tisch zu setzen, und ich Blondschopf war besonders interessant für die, eine Exotik, die mir meist schneller einen Platz an der Tafel eingebracht hat als anderen Jungs, die auch solch eine Gelegenheit suchten. - Man kannte sich natürlich auch schon, besonders die Ausländer, meist Deutsche, die waren auch sehr spendierfreudig und denen machte es oft nichts aus, uns auch was von dem reichlich aufgefahrenen Fisch abzugeben. - Und wenn man ein bisschen länger ausgehalten hat, dann konnte man mit denen auch meist wieder hochfahren ins Tal, das war oft eine sehr gut funktionierende Geschichte.

Bei Manolo wurde dann auch richtig zugelangt, meine einzige Gegenleistung für die Abendessen waren Übersetzungsdienste und Tipps, und falsch machen konnte man sowieso überhaupt nichts bei der Bestellung, man konnte ordern was man wollte, Manolo brachte immer das auf den Tisch, was er loswerden wollte. - Nicht, weil es alt war, sondern weil er meist nichts anderes hatte und da waren er und sein Sohn Carlos die großen Zeremonienmeister. - Immer hatte der angepriesene Fisch vor anderthalb Stunden noch gelebt, Manolo konnte einem sogar den Kampf des Fischers vormachen, wie er den großen Brocken herausgeholt hatte und weil es damals auch noch den großen roten Thunfisch hier vor der Insel in erfreulichem Ausmaß gab, dachten man eigentlich bei jeder zweiten Vorstellung, gleich kommt Spencer Tracy um die Ecke, setzt sich zu uns und erzählt die Geschichte erneut. - Die Bierflaschen waren immer nass, und rochen nach Fisch, denn die wurden in dem gleichen Eis gekühlt, auf welchem der Fisch lag, aber das machte überhaupt nichts, kalt ist immer wichtiger als sauber, auch wenn das heute vielleicht nicht mehr so gelten mag. - Irgendwann wurde die Tafel dann auch aufgehoben, es ging zurück in die Orte, oder das Bier war alle, oder nur noch Warmes da, also höchste Zeit zu gehen, warmes Bier aus Flaschen, die nach Fisch riechen, das will man dann auch nicht dauernd haben. - Anfänglich schrieben Carlos und Manolo noch mit, was denn da auf den Tisch getragen und gestellt wurde, aber irgendwann gaben die auf, der Zettel war weg, oder aufgeweicht im Eis unter dem Fisch, oder man hatte einfach keine Lust zu rechnen, weil Taschenrechner damals noch eine Angelegenheit für Leute mit Hemdsärmel waren, und solche trugen maximal die feinen Leute aus der Hauptstadt. - Manolo stellte sich dann also vor den Tisch und sprach die berühmten Worte: "Más o menos cinco míl", also mehr oder weniger Fünftausend, und ich kann mich nicht wirklich daran erinnern, mal Widerworte oder gar eine Reklamation deswegen gehört zu haben. - Irgendwie passte das immer, für mich sowieso, denn meine Biere die waren in der Summe auch untergekommen. - Ein, zwei, vielleicht dreimal im Monat hat es geklappt, dass wir uns auf die Art und Weise durchfuttern und trinken konnten, und in der Nachschau, mit ganz viel Zwielicht der Nostalgiedrüsen betrachtet war das natürlich eine wunderbare Zeit. - Das andere kann man nach so vielen Jahren einfach unbeleuchtet lassen, außerdem will es ja eh keiner hören, dass man sonst ja kaum was hatte…

Die nachfolgenden Bilder stammen von Veronika Büschgens, Rüdiger Henze, Simone Eigen und aus dem eigenen Archiv.
















Das ist der berühmte Kiosk







Manolo, Frau und Tochter




Manolo, Simone und Ámparo




Noch früher, ohne die Ruine hinten auf dem Felsen, so kenne nicht mal ich Puerto Naos



Dienstag 19.05.2015 09:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 18 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 61 % - Luftdruck 1018 hPa

Gastbeitrag der PSOE Tazacorte




Liebe Gemeinde,

es nähert sich die Zeit, in der wir gemeinsam über die Zukunft unserer Stadt und anstehende Projekte entscheiden müssen.

Aus diesem Grund möchte ich erneut als Bürgermeisterin kandidieren, um weiterhin mit Ihnen noch unfertige Pläne zu realisieren. Wie Sie vielleicht wissen, mussten viele Vorhaben Aufgrund der unerwartet aufgetauchten Schulden in Höhe von 5 Millionen Euro und juristischer Schwierigkeiten auf Eis gelegt werden. Die fehlende Liquidität erschwerte es die über 10 Jahre alten Schulden zu begleichen, aber trotz allem wurden zahlreiche Projekte verwirklicht und ins Laufen gebracht.

Trotz all dieser Hindernisse haben wir es geschafft, Schritte nach vorne zu tun. Glauben Sie mir, es war nicht einfach, aber die Hoffnung, die Lust an der Arbeit und das Vertrauen haben es möglich gemacht, mit dieser schweren Situation fertig zu werden. Es waren 4 Jahre harte Arbeit, von denen 2 ein rein wirtschaftlicher Kampf um die Wiederherstellung der Liquidität und das Vertrauen der Investoren, Anbieter und Besucher waren.

Natürlich vergesse ich auch nicht, mich bei Ihnen zu bedanken, dafür dass Sie Hand in Hand mit aller Kraft und Verständnis für unsere Gemeinde gearbeitet haben. Das macht mich stolz, Ihre Nachbarin und Bürgermeisterin zu sein. Dank dieser kraftvollen Anstrengungen haben wir es geschafft, viele Projekte in zwei Jahren ohne ausreichende Ressourcen zu realisieren. WIR SCHAFFEN DAS, WEIL SOZIALIST SEIN, MACHEN BEDEUTET!!!

Zusammen können wir Tazacorte verändern und Tag für Tag an der Verbesserung arbeiten, aus alten Fehlern lernen, um diese in Zukunft zu vermeiden.
Nun ist es Zeit, dass wir alle zusammen eine bessere Zukunft für unsere Kinder in Tazacorte erschaffen, nahe am blauen Meer, dem Grün der Bananen und seinen wunderbaren Bewohnern.
Jetzt, mehr denn je verdient es Tazacorte, dass Sie uns vertrauen und uns die Chance geben, weiter zu arbeiten, um unsere Stadt auch in Zukunft positiv verändern zu können.

Ich wünsche Ihnen vom ganzen Herzen alles Gute und hoffe, mit Ihrer Stimme zählen zu können.

Auf ein baldiges Wiedersehen.
Freundliche Grüße

Carmen Acosta




Montag 18.05.2015 18:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 21 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 44 % - Luftdruck 1018 hPa
Höchsttemperatur heute 22,7 Grad - niedrigste Temperatur 18,1 Grad

Was so anliegt
Wetter, Straßenbau und Arbeitslosenzahlen

Das Azorenhoch ist wieder an seinem Platz und fächert uns erneut frische und feuchte Luftmassen aus dem Nordatlantik zu. - Das ist unser Wetter, manchmal im Frühjahr sogar unerfreulich frisch, daher gibt es hier auf den Spruch, der Sommer fängt am 40. Mai an. - Nach den heißen Tagen dieses Monats kommt nun die Abkühlung gerade Recht und auch freuen wir uns darüber, dass es kein Feuer gegeben hat an den gefährlichen Tagen. - Jetzt sinkt die Gefahr in den Wäldern wieder für die schnelle Ausbreitung von Bränden, aber wir sollten generell auf Sommermodus umschalten und weiter vorsichtig bleiben. - Die Großwetterlage scheint nun sehr stabil, für den Rest des Monats bleibt das Wetter so, nur entscheidet die Windgeschwindigkeit darüber, ob wir im Westen hier Sonne haben, oder unter einer Wolkendecke den Spruch mit dem 40. Mai wieder auspacken. - Kein Wind, keine Sonne, das ist die Regel bei Nordostpassat für das Aridanetal, aber die kommenden Tage sollte der Wind kräftig genug sein, um die selbst produzierten Wolken zur Auflösung in die Höhen zu verfrachten.

Ab morgen wird wieder asphaltiert, und zwar die LP 3 oberhalb El Paso. - Die Ortsdurchfahrt El Paso ist ja bereits im Winter neu gemacht worden, nun kommt das Stück ab der alten Zigarettenfabrik dran, Richtung Tunnel, auch das dreispurige Stück an der Tankstelle vorbei, bis zum Kreisverkehr. - In der Tat ist dort die Fahrbahndecke bereits äußerst angegriffen und es tut Not, dort endlich eine neue Decke aufzuziehen. - Zunächst geht man davon aus, dass die Arbeiten zwei Tage dauern werden und wir haben ja bei der Asphaltierung der Durchfahrt durch den Ort erlebt, dass die wirklich schnell und vor allem lange arbeiten. - Interessant ist weiterhin der Umstand, dass der Asphalt für diese Arbeiten aus dem einzigen produzierenden Werk der Insel aus Fuencaliente stammt, allerdings dieses Asphaltwerk auch bereits von einer Schließung bedroht ist, da nur eine alte, lokale Genehmigung vorhanden ist, diese aber nach der Meinung der Consejería de Industria des Gobierno de Canarias nicht ausreicht. - Im Dezember des vergangenen Jahres hatte es auch bereits eine Stromsperre gegeben, die allerdings ein paar Tage später wieder aufgehoben wurde, da Papiere für den Weiterbetrieb der Anlage wohl eingereicht worden sind. - Es ist nicht wirklich durchsichtig, was dort abläuft, allerdings braucht die Insel ja auch mindestens ein Asphaltwerk, und so lange man keinen alternativen Standort für solch eine ungeliebte Anlage findet, setzt man alles daran, den jetzigen Standort weiter betreiben zu können.

Ich bin Ihnen auch noch die Arbeitslosenstatistik des April schuldig, dafür war bislang keine Zeit, auch wenn das jetzt sehr spät kommt. - Also, wieder sinkt die Zahl der Arbeitslosen in Spanien erfreulich kräftig, und zwar so deutlich, dass es die besten Zahlen in einem April seit der Aufzeichnung der Statistik der Arbeitslosen ist. - Erfreulich allerdings nur die Zahl der weniger gewordenen Menschen, die Arbeit suchen, insgesamt ist die Zahl der Arbeitslosen aber immer noch grausam hoch. - So werden für den April 2015 4.333.016 Menschen in Spanien als arbeitslos gemeldet, und nur mal zum plumpen Vergleich, in Spanien leben grob geschätzt nur halb so viele Menschen wie in Deutschland. - Das ist knackig, allerdings steht auf der anderen Seite nun der seit Oktober 2013 ununterbrochene Rückgang der Zahl der Arbeitslosen von zuletzt Zahlen über 7% jährlich. - Und die Geschwindigkeit des Rückgangs nimmt sogar noch zu, von 6,11% im April des vergangenen Jahres auf nunmehr 7,5% in diesem Jahr. - So waren im April des vergangenen Jahres noch 4.684.301 Menschen ohne Arbeit und im April 2013 sogar noch 4.890.928. - Das sind also 557.912 Menschen weniger ohne Arbeit als noch vor zwei Jahren und das macht zumindest Mut, dass sich dieser harte Sparkurs in Spanien doch irgendwie auch auf dem Arbeitsmarkt irgendwann erträglich gestaltet. - Dazu muss es aber genau so weitergehen in den kommenden Monaten und sogar Jahren, denn auf die Dauer bringt ein solch hohe Arbeitslosigkeit enorme Schwierigkeiten für die Gesellschaft mit sich. - Auch ist die Zahl der Arbeitslosen eine Frage des Überlebens der jetzigen Regierung Mariano Rajoy, der hat nur noch bis zum November Zeit, die Zahl der Arbeitslosen deutlich unter die 4 Millionen Marke zu senken. - Da dürfen wir ja auch nur hoffen, dass denen nicht einfällt, an diesen Statistiken herumzufummeln. - Aber wer denkt denn so was, das macht doch keiner… Die Zahlen stammen wie immer von der "SEPE" dem Servicio Público de Empleo Estatal und wer die nachfolgenden Grafiken eingehender studieren will, der kann das auf gut 67 Steiten als PDF hier machen.










Stark kritisiert wird vor allem von den Gewerkschaften, dass nur etwa 10% der geschaffenen Arbeitsverträge "indefinido" also unbefristet sind.





Montag 18.05.2015 09:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 19 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 52 % - Luftdruck 1017 hPa

Gastbeitrag von der PSOE El Paso





PSOE EL PASO
VERBINDLICHKEITEN STATT VERSPRECHEN
Auszüge aus dem Programm für die kommende Legislaturperiode in den unterschiedlichen Bereichen.

GESELLSCHAFTLICHER WOHLSTAND
- Realisation von Tagesstätten für Senioren.
- Erweiterung des Teams der häuslichen Betreuung von Senioren und Behinderten.
- Anpassung aller öffentlicher Gebäude und Gehwege für Behinderte.
- Hilfsplan zur Verbesserung der Begehbarkeit von Gebäuden mit erheblichen Mängeln.
- Vereinfachung und Beschleunigung des Verfahrens zur Notfallhilfe.

TOURISMUS
- Hervorheben der besonderen Ressourcen.
- Förderung und Unterstützung des "kulturellen Tourismus".
- Ausbildung und Bereitstellung von Touristenführern.
- Errichtung eines Museums für Ethnographie und eines Zentrums für Stadtgeschichte
- Unterstützung des ländlichen Tourismus.
- Realisation eines durch die Gemeinde unterstützten Hotels im Zentrum El Pasos.
- Anlegen eines ausgeschilderten Stadtrundwegs.

VERWALTUNG
- Realisation eines Teams für soziale Beratung.
- Möglichkeit zur Ratenzahlung der Gemeindesteuern.
- Effektive Zusammenarbeit mit anderen Stadtverwaltungen.
- Regelmäßige Informationsversammlungen mit der Bürgermeisterin und den Stadträten.

BÜRGERBETEILIGUNG
- Einrichtung einer Abteilung für Beschwerden und Vorschläge seitens der Bewohner.

STÄDTISCHE ENTWICKLUNG/INFRASTRUKTUR
- Attraktive Umgestaltung der öffentlichen Plätze, Parks und Gärten.
- Unterstützung und Förderung von Kleinbetrieben.
- Ausarbeiten einer Infrastruktur zum Plan "Smart City".

UMWELT
- Schutz und Pflege des Nationalparks ´Taburiente´ und der umliegenden Gebiete.
- Verpflichtung zur Fürsorge und Vermittlung von ausgesetzten Tieren.
- Sterilisationskampagne für Hunde und Katzen.

BILDUNG
- Einrichtung einer Volkhochschule mit u.a. dem Angebot von Spanischkursen für residente Ausländer.
- Förderung von sozialen und multikulturellen Initiativen.
- Ausbau und Verbesserung der städtischen Bibliothek.
- Förderung von Integration und Gleichheit auf dem Arbeitsmarkt.

KUNST UND KULTUR
- Anpassung und Ausbau des städtischen Kulturzentrums.
- Förderung soziokultureller Aktivitäten, wie traditionelles Handwerk, Theater, Folklore und Musik
- Förderung alternativer kultureller Aktivitäten.

LANDWIRTSCHAFT UND VIEHZUCHT
- Förderung des ökologischen Anbaus von Obst und Gemüse.
- Kompostierung organischer Abfälle.
- Bereitstellung von Grund zum Anbau von Obst und Gemüse.

FINANZIELLE SITUATION DER STADTVERWALTUNG

Die PSOE übernahm 2011 eine stark verschuldete Stadtverwaltung mit einem Schuldenstand von knapp 2.768.000 Euro. In den vergangenen Legislaturperiode haben wir diese Schulden nicht nur tilgen können, sondern einen positiven Finanzhaushalt von 2.442.297 Euro aufgebaut.
Der Jahreshaushalt der Gemeinde beträgt jetzt 5.763.007 Euro, das bedeutet eine Erhöhung von ca. 485.000 Euro.

WICHTIGE PUNKTE UNSERER VERWALTUNG
(ein Auszug)

- Einrichtung eines permanenten Bauernmarktes.
- Impuls und Unterstützung der Kleinbetriebe.
- Restauration und infrastrukturelle Anpassung der öffentlichen Verkehrswege
   (z.B. Zentrum, Tajuya, Paso de Abajo, Camino Viejo, Barrial, La Rosa, Las Manchas).
- Verbesserung der Straßenbeleuchtung und der überirdischen Bekabelung u.a. im alten Zentrum
   und in den Bezirken Barrial, Avenida Venezuela, Calle La Era, Las Manchas.
- Ausbau des städtischen Wasserversorgungsnetzes.
- Beschilderung und Ausbau der Wanderwege und Sehenswürdigkeiten.
- Vereinfachter Zugang zu behördlichen Instanzen, u.a. durch digitale Verwaltung.
- Fertigstellung und Einrichtung des Interpretationszentrums ´La Fajana´.
- Attraktive Umgestaltung des Stadtzentrums.
- Förderung uns Unterstützung des touristischen Sektors.
- Förderung und Ausbau der sozialen Arbeitsstellen (170 Personen).





1: Concepción Ramírez Galván (Conchi)
2: Andrés Carmona Calero
3: María del Carmen Acosta Medereos
4: Francisco Rodríguez Casimiro
5: Esther Nasco Pérez
6: Kevin Molina Pérez
7: Sabine Wehner
8: Hector Pérez Pérez
9: Margarita Reguera Bonilla
10:Alberto Taño Capote
11:Elena Pérez Capote
12:Aitor Molina García
13:Patricia Brito Rodríguez
14:Vicente Brito Pérez
15:María Machín Álvarez



Sonntag 17.05.2015 17:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 26 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 20 % - Luftdruck 1018 hPa
Höchsttemperatur heute 26,4 Grad - niedrigste Temperatur 19,8 Grad

Wählen, wie geht das eigentlich?
Wir sind zu blöd, um Kreuze zu machen

Am kommenden Sonntag, dem 24. Mai ist es so weit, dann finden in ganz Spanien Regional- und Kommunalwahlen statt. - Hier auf den Inseln wird auf drei Ebenen gewählt, die Zusammensetzung des Gobierno de Canarias, also etwa der Landtag, dann die Cabildos Insulares, vergleichen wir es einfach mal mit den Kreistagen, und schließlich die Gemeinderäte und Bürgermeister von 88 kanarischen Gemeinden. - Die Zusammensetzung letzterer Korporationen dürfen auch die hier fest lebenden ausländischen Mitbürger aus Ländern der Europäischen Union mitbestimmen. - Cabildos Insulares und Gobierno de Canarias bleiben da außen vor, so sehen es die Wahlgesetze. - Es gibt einige Unterschiede bei den Wahlen hier in Spanien, oder auf den Kanarischen Inseln zu dem, was Sie aus den mitteleuropäischen Ländern vielleicht kennen. - Zunächst muss man aber wissen und prüfen, ob man denn überhaupt wahlberechtigt ist. - Dazu ist es notwendig, Bürger einer Gemeinde zu sein, also das "empadronamiento" zu besitzen und bei dem Vorgang auch klar gemacht zu haben, dass man wählen will. - Das geschieht nicht automatisch, sondern muss auf dem Formblatt bei der Anmeldung angekreuzt werden. - Erst dann kommt man in den "Censo electoral", also in die Wählerliste. - Wer da drin steht, der ist wahlberechtigt, wer nicht in dieser Liste aufgeführt ist, der ist es nicht. - Man erhält dann ein paar Wochen vor der Wahl einen kleinen weißen Faltbrief, die "Trajeta censal", Absender ist die "Oficina del censo electoral" und das ist dann ihre Wahlbescheinigung. - Nicht wegwerfen, das ist keine Werbung, sondern Ihr Schlüssel dazu, dass Sie am 24. Mai auch mitbestimmen dürfen und können, wohin die politische Fahrt die nächsten vier Jahre geht. - Wer diese Karte nicht erhalten hat, aber der Meinung ist, im "Censo electoral" zu stehen, der muss die auf die zuständige Gemeinde gehen, dort Einsicht in den "Censo electoral" verlangen, und wenn sein Name tatsächlich darin geführt wird, man aber, aus welchem Grund auch immer, keine Wahlbenachrichtigung erhalten hat, dann kann man auch ohne Wahlkarte wählen gehen, in den Wahllokalen haben die ja den "Censo" vorliegen. - Wer es versäumt hat, sich rechtzeitig in den "Censo electoral" eintragen zu lassen, der kann in diesem Jahr nicht wählen, die Frist für einen Neuantrag ist bereits im Dezember des vergangenen Jahres abgelaufen.

Der große Unterschied zu Wahlen in Mitteleuropa besteht darin, dass man hier bei der Wahl keine Kreuzchen macht, sondern einen Wahlbrief in die Urne steckt, in welchem eine bereits vorgedruckte Liste enthalten ist, von der Partei oder Gruppierung, die Sie wählen wollen. - Man kann keine Einzelpersonen wählen, sondern immer nur "Listen", die in der Regel von den bekannten Parteien aufgestellt werden. - Je nach Einwohnerzahl müssen diese Listen 11 bis 25 Namen enthalten, das sind dann die Bürger, welche für diese Partei in der Gemeinde antreten. - Dabei gibt es eine Hierarchie in der Liste, diese ist zwar nicht nummeriert, aber wer ganz oben auf der Liste steht, der ist auch der oder die Kandidatin für das entscheidende Amt, das des Bürgermeisters. - In den letzten Tagen nun hat man in der ganzen Gemeinde diese bereits vorgefertigten Wahlbriefe verteilt, in einer groß angelegten Papierverschwendungsaktion bombastischen Ausmaßes, aber das ist so Tradition hier und wenn man das ändern wollte, dann müssen sich alle Parteien einig sein, und da liegt dann auch das Problem. - Sie haben nun viele Umschläge der einzelnen Parteien bei sich liegen, und müssen nun sortieren. - Zunächst mal nach Farben, für uns europäische Ausländer gilt nur der weiße Briefumschlag, den grünen Umschlag für das Cabildo und den aprikosenfarbigen für das Gobierno de Canarias können wir direkt in den Altpapiercontainer entsorgen. - Dann müssen wir uns bei den übrig gebliebenen Umschlägen auch sicher sein, dass man nun den Umschlag heraussucht, in dem ein Wahlzettel, eine "papeleta" enthalten ist mit der Liste, die man auch wählen will. - Auch keinen Fall dürfen in dem Umschlag mehrere Listen enthalten sein, keine Notizen auf den Zettel schreiben, nichts ankreuzen, das alles würde den Wahlschein ungültig machen. - Wenn man sich also nun sicher ist, die richtige Wahl getroffen zu haben, dann geht man am kommenden Sonntag mit seinem Reisepass, in dem das grüne Papier von der Ausländerpolizei steckt und dem Wahlschein "Tarjeta censal" und dem weißen Umschlag in sein Wahllokal. - Welches das ist, das steht in der "Tarjeta censal". - Bis 20:00 Uhr am kommenden Sonntag kann man dann dort in den Wahllokalen seine Stimme abgeben. - Das geht ganz einfach, man nähert sich einfach den dort sitzenden Personen an, gibt seinen Ausweis ab, dann tragen die Ihren Namen aus der Wahlliste aus, und Sie stecken dann Ihren weißen Umschlag in die dafür vorgesehene Urne. - Man tritt übrigens immer nur einzeln in den Wahlraum ein, gewartet wird vor der Tür, und wenn der nächste dran ist, das wird einem schon signalisiert. - Das war es dann auch schon, und ob Sie richtig gewählt haben, und die anderen auch, das weiß man dann spätestens am kommenden Morgen. - Sollten Sie keine Umschläge mit den Wahllisten der Partei erhalten haben, die Sie eigentlich wählen wollten, dann ist das auch kein Problem, in den Wahllokalen gibt es auch noch eine Kabine, in welchen die Zettel mit den Listenvorschlägen aller an der Wahl teilnehmenden Parteien ausliegen.






Sonntag 17.05.2015 09:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 21 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 16 % - Luftdruck 1017 hPa

Gastbeitrag von Susanne Aernecke

Tochter des Drachenbaums
Roman, 530 Seiten

Die Autorin und Filmemacherin Susanne Aernecke lebt seit vielen Jahren auf La Palma, und zwar im Norden, wo die meisten Drachenbäume stehen. Inspiriert von diesen urtümlichen Gewächsen hat sie einen Roman geschrieben, der einerseits in der Zeit spielt als die Insel Benahore noch von den Ureinwohnern bevölkert war und andererseits heute.
Im Mittelpunkt stehen zwei Frauen, beide Heilerinnen: Iriomé, eine junge Harimiguada (Medizinfrau) die während der spanischen Eroberung der Kanaren lebte und Romy, Biochemikerin bei einem Pharmalabor. Ihrer beider Schicksal ist durch einen magischen Pilz miteinander verbunden, der in der Caldera wächst und das Reisen durch Zeit und Raum ermöglicht, aber auch jegliche Krankheiten zu heilen vermag. Amakuna!
Iriomé wird als Sklavin eines jungen Eroberers aufs spanische Festland verschleppt. Sie hat den Pilz bei sich und hilft damit vielen Menschen. Die zu jener Zeit in Spanien wütende Inquisition und die Kirche, die nur Gott als Herr über Leben und Tod sieht, hat sie sogleich im Visier.
Auch Romy, die während eines Urlaubs auf La Palma den Pilz entdeckt und, zurück in Deutschland eine Versuchsreihe startet, hat, um ihn der Menschheit zur Verfügung zu stellen, wird von nun an verfolgt. Und zwar von der Pharmaindustrie, die kein Interesse an so einem universellen Heilmittel hat und vor nichts zurückschreckt um Amakuna in ihre Hände zu bekommen. Auch nicht vor Mord.
Iriomé, der, der Scheiterhaufen droht, wird von dem jungen Eroberer, der ihr einst die ewige Liebe schwor, verraten.
Romy hat sich unter den Schutz eines charismatischen Konzernchefs gestellt, der ihr sogar einen Vertrag anbietet. Doch kann sie ihm trauen? Geht es nicht auch ihm, wie einst den Konquistadoren nur um Macht und Reichtum? Aus Angst, wie einst Iriomé verraten zu werden flieht sie zurück nach La Palma und bringt sich und ihre Mitwisser in höchste Gefahr.

In Vergangenheit und Gegenwart entfaltet der Roman das Schicksal zweier Frauen, deren Seelen durch Amakuna miteinander verbunden sind. Beide werden von den Mächtigen ihrer Zeit verfolgt und müssen ihr Geheimnis gegen den Mann schützen, der die Liebe ihres Lebens ist. Eine atemberaubende Mischung aus historischem Roman , Thriller und romantischer Liebesgeschichte...

Die Tochter des Drachenbaums ist der Auftakt der dreibändigen Amakuna-Saga.
Mehr Info auf www.amakuna-saga.de

Buchpremiere mit musikalischer und visueller Begleitung

Tochter des Drachenbaums Roman von Susanne Aernecke


Samstag, dem 6.6.2015 um 20.00h in Las Piedras de Taburiente
(gegenüber Centro de Visitantes/El Paso)

Lesung: Susanne Aernecke
Musik und Lyrik: Luis Morera
Diashow von La Palma von Frank Dörr

incl. verschiedene Tapas (auch vegan) und ein Getränk

Verlosung von 10 signierten Büchern der Erstausgabe
Eintritt: 15 Euro im Vorverkauf in Las Piedras
(Abendkasse: 18 Euro)
Tel: 922485056 - 679 423 793 - 616 953 125








Samstag 16.05.2015 17:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 28 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 10 % - Luftdruck 1019 hPa
Höchsttemperatur heute 30,9 Grad - niedrigste Temperatur 25,8 Grad

Mit Schwung in den Sommer
Bessere Erreichbarkeit La Palmas im Sommer

Der Sommer 2014 war hoffentlich der absolute Tiefpunkt in Sachen Erreichbarkeit für La Palma, denn alle im Tourismus denken mit einem unangenehmen Gefühl daran zurück. - Da ist auf einer Seite das, was man klebrig-ängstlich die Krise nennt und den nationalen Tourismus seit dem Jahr 2008 eigentlich komplett ausradiert hat. - Auf der internationalen Seite hat der ruinöse Wettbewerb dazu geführt, dass die Fluggesellschaften immer höhere Auslastungszahlen für einen wirtschaftlichen Betrieb brauchen, und damit solche unsicheren Ziele, wie es La Palma nun mal ist, viel weniger bedient haben. - Auch ist es uns nur schlecht gelungen, Reiseveranstalter zu begeistern, und die sind eben nötig, damit die Fluggesellschaften eine gewissen Sicherheit bei der Auslastung haben. - Wie bei der allgemeinen Krise in Spanien scheint nun auch das tiefe touristische Loch auf der Insel sich zu schließen, stolz kündigt man Zuwächse bei den Plätzen in den Flugzeugen von über 50% an, was wohl auch hinkommt, aber nicht wirklich so verwunderlich ist, denn wir starten ja von einem Niveau, welches einfach lächerlich gering war im vergangenen Jahr. - Die Zuwächse betreffen sowohl den internationalen Anteil, wie auch die Verbindungen aufs Festland, wobei besonders nun die zweimal wöchentlich bediente Strecke nach Barcelona herausragt. - Das kannte man bislang von den Sommermonaten, aber noch nicht im Mai und ich kann nur hoffen, dass diese Strecke auch ausreichend gebucht wird, um sie beibehalten zu können. - International kommt Deutschland wieder aus den Tennissocken, aber das war auch nötig, denn hier ging auch in den letzten Jahren die Zahl der Gäste deutlicher zurück. als die aus anderen europäischen Ländern. - Und bei allen Bemühungen und Anstrengungen die wir hier auf der Insel unternehmen, um uns attraktiver zu machen, es scheint einfach nur an der besseren Erreichbarkeit zu liegen, dass wir wieder mehr Gäste auf der Insel begrüßen können.

Mehr Flieger, mehr Gäste, so einfach sieht das im Moment aus, aber das sollte uns dennoch nicht faul werden lassen in den Bemühungen, besseren Service und neue Attraktionen anzubieten. - Natürlich immer unter der Prämisse, dass La Palma keine massentaugliches "Produkt" sein kann und wir geschickt Nischen belegen müssen, allerdings in der Gesetzmäßigkeit der Reisebranche, auf der Auslastungszahlen die Möglichkeiten bestimmen, und nicht Träumereien auf dem Elfenbeinturm. - Wie viel nun die Arbeit des neuen Tourismusrats daran ist, das kann ich nicht benennen, es war zu erwarten, dass es wieder aufwärts gehen muss, weil es schlechter eigentlich nicht mehr werden konnte, aber so ganz von alleine ist das auch nicht geschehen und Raúl Camacho hat sich mehrfach als äußerst geschickter Verhandlungspartner für die Insel bewiesen und es wäre sehr wünschenswert, wenn der Mann in einer Woche in seinem Amt im Cabildo Insular bestätigt würde, um die kommenden vier Jahre weiter an der Konsolidierung des Marktes arbeiten zu können. - Das wird allerdings nicht einfach sein, dort müssen Pakte geschlossen werden, am Wahlabend selbst wird das dann noch nicht feststehen. - Ich weiß, das hört sich komisch an, wenn ich für einen Politiker der Partido Popular werbe, aber das ist der beste Mann in Sachen Tourismus den wir haben, und darüber hinaus hat Raúl Camacho mit den fragwürdigen Machenschaften um die Parteispitze in Madrid und anderen Autonomen Regionen sicher nichts zu tun. - Diesen Sommer kommen 10 Charterflieger aus Europa zu uns, also fast doppelt so viele wie im vergangenen Jahr, aber ich habe noch einen Flugplan aus dem Jahr 1996 gefunden, da waren es im Sommer fast noch mal doppelt so viele. - Aber heute ist Samstag, das Glas halbvoll, das Wetter wunderbar, also bleiben wir bei der positiven Veränderung gegenüber dem vergangenen Jahr. - Wobei jetzt sicher beim Betrachten des Flugplans aus dem Jahr 1996 so einige aus der touristischen Branche feuchte Augen oder sonst was bekommen werden…




Früher, als alles anders...





Samstag 16.05.2015 09:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 26 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 8 % - Luftdruck 1019 hPa





Gastbeitrag der PSOE Tijarafe

Am 24. Mai finden in Spanien autonome und kommunale Wahlen statt. In unserer Gemeinde strebt Jenny García Cáceres, die zur Zeit im Amt für Sozialdienstleistungen tätig ist, an, die kommende Bürgermeisterin von Tijarafe zu werden.
Wir möchten eine Regierung bilden, die alle Einwohner gleichberechtigt einbezieht und die allen Einwohner zuhört. Wir freuen uns über die Anwesenheit unserer ausländischen Mitbürger, die unseren Ort pluralistischer macht.
Im Folgenden präsentieren wir ihnen einige der Errungenschaften unserer Regierung in den letzten 4 Jahren und auch einige Maßnahmen, die wir für die kommenden 4 Jahre vorantreiben möchten:

Was wir gemacht haben. Wahlperiode 2011-2015.
Tijarafe ist schuldenfrei!



- Als wir im Jahr 2011 an die Regierung kamen, war Tijarafe hoch verschuldet. Die Schulden bei Banken und der öffentlichen Verwaltung beliefen sich auf 1.193.464 Euro. Die neue Regierung musste die Schuldentilgung in den Vordergrund stellen, um die Gemeinde wieder handlungsfähig zu machen. Im zweiten Halbjahr 2014 gelang es, die letzten verbliebenen Schulden in Höhe von 438.521 Euro zu tilgen.
Wir sind stolz, heute eine der wenigen schuldenfreien Gemeinden der Kanarischen Inseln zu sein. - Wir haben eine Grundsteuersenkung (IBI) beschlossen, die 2016 in Kraft treten wird.
- Die vom Rathaus angebotenen Dienstleistungen konnten trotz der enormen finanziellen Beschränkungen aufgrund der Wirtschaftskrise allesamt beibehalten und in Teilen sogar noch verbessert werden.

Was wir machen werden. Wahlperiode 2015-2019.
Wir bringen Tijarafe voran!



- Bis zum heutigen Tage sind die Kosten für das Bauen von Wohnungen und Einrichtungen für Landwirtschaft oder Viehzucht zu hoch. Wir sind der Meinung, dass es dringend notwendig ist, die bürokratischen Hürden und damit verbundene Kosten im Rahmen von neuen Bauprojekten zu senken. Da eine Veränderung des allgemeinen Bebauungsplans eine ganze Wahlperiode dauern würde, schlagen wir in Anbetracht der Dringlichkeit vor, den Bebauungsplan teilweise zu ändern, um so die Errichtung neuer Gebäude zu erleichtern. Diese Maßnahmen werden den landschaftlichen Wert und die Umweltaspekte unserer Gemeinde streng berücksichtigen.
- Wir werden einen Beratungsdienst für die Gründung von kleineren bis mittleren Unternehmen (PYMES) einrichten, um den Sprung in die Selbständigkeit zu erleichtern. Die Beratung umfasst Unternehmungsplanung, bürokratische Verfahren für die Selbstständigkeit, Steuergesetzgebung, usw...
- Außerdem sollen Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden, die von den Einwohner für kulturelle und gewerbliche Zwecke zeitlich befristet genutzt werden können (Co-working).
- Es soll ein Beratungsdienst für den ökologischen Landbau und deren Schutz eingerichtet werden.
- Die Gemeindesteuern für Einrichtungen des Tourismus in ländlichen Gebieten sollen gesenkt werden.
- Wir verpflichten uns zur Aufrechterhaltung und Verbesserung der vom Rathaus angebotenen Dienstleistungen.
- Dank der schuldenfreien Gemeindekasse des Rathauses können wir eine größere Summe in die Schaffung neuer Infrastrukturen und in die Verbesserungen der gegenwärtigen investieren.
- Während der letzten Jahre haben wir uns sehr für die Fertigstellung des Seniorenheims von Tijarafe eingesetzt. Die notwendigen Gelder sind nun zugesagt worden und in der kommenden Wahlperiode werden wir das Seniorenheim fertig stellen können.







Freitag 15.05.2015 18:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 30 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 11 % - Luftdruck 1017 hPa
Höchsttemperatur heute 31,6 Grad - niedrigste Temperatur 26,1 Grad

Heilig´s Projektle
104 Thermalphantasien

Das Wetter zeigt sich heute bereits gnädiger, ein bisschen zumindest, aber nachts kam wieder der störende Wind auf. - Die Katzen liegen immer noch unbrauchbar herum, Paul zuckt nicht mal, wenn eine Eidechse direkt vor ihm über die Terrasse rast, jagen bei dem Wetter, ihr habt sie doch nicht mehr alle, und Mia liegt wieder im Waschbecken. - Am alten Tunnel war es auch schon nicht mehr so heiß, man meint schon wieder den ersten Passat zu spüren, also sollte es morgen, spätestens übermorgen wieder mit normalen Temperaturen weitergehen. - Aber nicht nachlassen, die Waldbrandgefahr bleibt weiterhin extrem hoch, also aufpassen.

Uns beschäftigen ja immer noch die Aktionen rund um die Thermalquelle im Süden der Insel, und wann und wie wir es endlich hinbekommen, aus diesem kurativen Wassern einen Mehrwert für die Insel zu erwirtschaften. - Ein Thermalbad soll es sein, so die allgemeine Hoffnung, allerdings stehen dem ein paar deutliche bürokratische Wände im Weg, denn das Gelände dort, das unterliegt dem Einfluss der Küstenbehörde und steht auch unter Landschaftsschutz. - Wenn man dort also etwas machen will, dann kann das nur über den Weg der öffentlichen Nutzung laufen und auch über die Maßgabe, dass es rückbaufähig sein muss, sonst kann man das gleich vergessen. - Das war also auch Forderung an die Architekturbüros, welche an dem internationale Wettbewerb teilgenommen haben, und schließlich 104, es hieß aber auch schon 106 Projekte eingesandt haben. - Drei davon haben Preise gewonnen, ein paar weitere ehrenhafte Nennungen, die anderen hundert aber werden wohl ein stattliches Archiv abgeben, von nicht mehr genutzten Phantasien in der jungen Lavalandschaft im Süden der Insel La Palma. - Die Inselregierung hat uns ja erhört, und geht sehr transparent mit den Projekten um, man kann sich im Netz die Projekte der drei Sieger und der drei Ehrenplätze herunterladen, aber auch die anderen hundert Arbeiten sind zu bewundern und zu betrachten. - Dazu hat man sich prominent das Inselmuseum ausgesucht, das "Museo Insular", welches im alten Kloster San Francisco untergebracht ist, also im Convento. - Nah an der Plaza Alamenda, am Schiff, dort eine kleine Gasse hoch, schon steht man vor dem imposanten Bau. - Gerade ist auch wieder Museumswoche, wir mussten keinen Eintritt bezahlen, aber selbst das hätte sich auf jeden Fall gelohnt. - Ausgestellt sind die Projekte in Patio de los Naranjos, also im "Orangenpation" und der heißt so, weil dort illustre Persönlichkeiten, wie König Karl Gustav von Schweden, Margarete von Dänemark, die Beatrix aus den Niederlanden, das spanischen Königspaar, als das noch Juan Carlos und Sofia waren, jeweils ein Orangenbäumchen gepflanzt haben. - Und weil Deutschland weder Kaiser noch König hat inzwischen, kam Richard von Weizsäcker und tat das diesen Menschen mit dem krankhaften Blutbild, (blau) nach. Die prominenten Orangenbäume sind erst vor Kurzem geschnitten worden, deswegen sehen die ein bisschen dünne aus, aber der Patio ist wirklich eine äußerst gelungene Angelegenheit und es macht Spaß, sich dort aufzuhalten.

Dort hat man nun diese Projekte aufgehängt um sie dem Publikum zugänglich zu machen und ich muss wirklich zugeben, viele dieser Projekte sind wirklich äußerst interessant. - Die meisten versuchen, so wie das Gewinnerprojekt auch, das Bad und die weiteren Anlange so weit wie möglich im Untergrund verschwinden zu lassen, war sicher ja auch eine Vorgabe, dass man im Außenbereich so wenig Einfluss wie möglich auf die Umgebung ausüben soll. - Da sind Projekte dabei, von denen konnte ich mich kaum losreißen, manche gewagt und progressiv, andere schüchtern oder minimalistisch, und ich muss zugeben, ich wäre nicht so gerne Jury gewesen, denn mir bleiben locker 15 Favoriten in Erinnerung. - Aber auch mit dem eigentlichen Gewinner können wir gut leben, auch da verschwinden alle Betriebsgebäude unter der Lava, und man kann außen nur mehrere Badebecken erkennen, welche dann eben auch die öffentliche Nutzung beweisen sollen. - Die Frage aber bleibt offen, wer soll denn nun dieses Bad bauen, denn auch das Gewinnerprojekt setzt mehr als 5 Millionen Euro voraus, und eigentlich will man doch auf den privaten Sektor setzen, aber lässt sich ein Investor vorschreiben, was er denn dort wie zu bauen hat? - Da sind viele Fragezeichen noch nicht annähernd geklärt, und auch pocht ja eine gewichtig besetzte Gruppe an Gewerbetreibenden der Insel immer wieder auf den Vorschlag, man solle doch das Wasser aus der Heiligen Quelle nehmen, und auf die bereits vorhandenen Hotels der Insel verteilen. - Sicher, dann bräuchte man keine Badeanstalt dort, aber man wäre weg von der Quelle und wie man denn dieses Thermalwasser woanders hinschafft, und wie man das dann dort warm hält und auch reinigt, das sind Fragen, die sonst niemand stellt. - Eine interessante Reise durch viel Phantasie, Santa Cruz ist immer einen Ausflug wert, ganz klar, aber das Museum sollten Sie unbedingt auch besuchen und diese Projekte studieren, bis zum 25. Mai sind dir dort noch ausgestellt. - Ganz großes Kino zum Teil, allerdings bei manchen Projekten denkt man auch, gut, dass uns das erspart bleibt, weltlicher Bimbam um eine Heilige Quelle, und wir sind alle ganz gespannt, wie das weitergeht.




Der Orangenpatio im Inselmuseum



















Ich habe mich auch schon immer gefragt, wer denn eigentlich so alles dort badengehen soll...





Freitag 15.05.2015 09:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 26 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 8 % - Luftdruck 1017 hPa

Gastbeitrag von Antje Gieser





Juni und Juli stehen dieses Jahr auf La Palma ganz im Zeichen der Bajada. Aus diesem Grunde hat uns Conny, die rührige Organisatorin aller Rastros empfohlen im Mai noch einmal einen Stand zu belegen. Deshalb laden wir euch ein, uns am Sonntag, 17. Mai, 8 bis 14 Uhr auf dem Flohmarkt in Santa Cruz zu besuchen. Kitsch und Krempel, Nützliches und einfach nur Schönes warten auf euch. Ihr wisst, dass der Erlös über unseren Verein an in Not geratene Palmeros geht. Diese Hilfe ist immer noch bitter nötig, denn das Ende der Krise ist noch nicht abzusehen. Wir freuen uns auf euren Besuch- und keine Bange, die Flöhe bleiben beim Hund.......







Donnerstag 14.05.2015 17:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 31 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 9 % - Luftdruck 1017 hPa
Höchsttemperatur heute 35,4 Grad - niedrigste Temperatur 25,4 Grad

Heißes und zusammenhangloses Zeug
Schweißperlen und andere Kleinigkeiten

Die Katzen können Hitze überhaupt nicht gut ab, die empfinden Temperaturen über 30 Grad als persönliche Beleidigung, genau so wie ich das mache, wenn die Werte tagsüber nicht die 20 Grad Marke erreichen. - Mir macht Hitze wenig aus, kritisch wird das immer erst, wenn die Temperaturen im Schatten die Körpertemperaturen übersteigen, aber bis dahin haben wir noch ein paar Grad und ich nehme nicht an, dass wir die 37 Grad Marke knacken auf unserer Höhe. - Oben in den Bergen kann es schon so heiß werden, wir hatten hier bei uns vor Jahren mal 44,4 Grad, verlässlich gemessen gab es zwischen der Montaña Enrique und dem Lavafeld des Nambroque mal 48 Grad, noch höhere Temperaturen sind mir nicht untergekommen. - Warum es oben heißer ist als unten ist einfach erklärt, je weiter man runter kommt, um so mehr spürt man die ausgleichende Wirkung der Wassermassen des Atlantiks, der Winter wie Sommer um die 20 Grad hier hat. - Zwei Tage sicher bleibt es noch bei diesen Temperaturen und dann geht es langsam bergab, und bis Ende des Monats soll es sogar wieder kühler werden als das 30-Jahres Mittel, ermittelt vom Global Forecast System.

Was uns jetzt Sorgen macht, das ist die extrem hohe Waldbrandgefahr, denn wir haben auch wieder kräftige Windböen mittendrin und ich darf, wie jeden Sommer an die berühmte Regel 30 - 30 - 30 erinnern. - Steigen die Temperaturen im Schatten über 30 Grad, sinkt die Luftfeuchte unter 30% und ist die Windgeschwindigkeit über 30 Km/h, dann steigt die Waldbrandgefahr extrem an. - Und noch sind die beiden Hubschrauber der BRIF (Brigada de Refuerzo de Incendios Forestales) vom Innenministerium nicht da, und dann werden wir immer nervös. - Die Inselregierung hat nun auch auf den Naherholungsgebieten wie dem Refugio El Pilar das offene Feuer verboten und jeder von uns sollte auch dazu beitragen, dass jetzt aus einem kleinen Feuer keine Katastrophe werden kann. - Und immer wieder fällt mir bei dem Wetter ein, was für ein Glück wir alle hatten, dass nicht heute die Transvulcania ist, bei solchem Wetter hätte das wirklich ganz eng werden können für viele Läufer.

Heiß ist jetzt auch der Wahlkampf, am 24. Mai sind alle wahlberechtigten Spanier aufgerufen, die Gemeinden und die Landesregierungen, hier nennt man das die Autonomen Regionen zu wählen, und auf den Balearen und den Kanaren zusätzlich auch noch die Cabildos Insulares. - Die Presse ist voll von Meldungen über die Kandidaten und einer verspricht mehr als der andere und besonders was da wieder für Dinge auf die Tagesordnung kommen, nur weil dauergrinsende und geschminkte Gesichter irgendetwas Populäres verkünden müssen. - WiFi umsonst, dabei gibt es an vielen Stellen der Insel nicht mal Festnetzanschlüsse, ein anderer will auf dem Llano de Argual einen Botanischen Garten machen, dabei findet dort seit Jahrzehnten bereits doch der sonntägliche Flohmarkt statt und wieder eine andere Kandidatin verspricht, 30% des Wahlkampfetats für soziale Zwecke zu spenden, sagt aber nicht, wie viel das wirklich ist. - Und irgendwie sagt keiner mehr was von der angestrebten Tierauffangstation in Tijarafe, dabei glaube ich sicher, damit könnte man eher Stimmen fangen als mit WiFi für jeden, wo doch eh alle hier eine Datenflatrate fürs Handy haben und ich mit meinem Smartphone schneller im Netz unterwegs bin, als über den Festnetzanschluss. - Noch aber fahren keine Lautsprecherwagen herum, noch gibt es keine automatischen Anrufe irgendwelcher Kandidaten, das hebt man sich noch auf, die Stimmung kann noch gesteigert werden.




Mia flieht vor der Hitze, ob ich einfach mal den Wasserhahn aufmache???





Donnerstag 14.05.2015 09:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 26 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 9 % - Luftdruck 1016 hPa


Fulanito de tal dice hoy: Zorreando el parque
Wie ein Fuchs den Park durchstreifen. - Einen Hinterhalt legen, ein krummes Ding vorhaben, jemandem auflauern.




Bild von Kai Stockrahm





Mittwoch 13.05.2015 18:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 29 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 31 % - Luftdruck 1015 hPa
Höchsttemperatur heute 30,3 Grad - niedrigste Temperatur 20,4 Grad

Außenseiter, Spitzenreiter
Fnatics fahren nach Arkansas und William reist nach Río de Janeiro

Zum Legospielen und Kochen. - So könnte man das respektlos sagen, aber wir sind doch keines Wegs respektlos und schon gar nicht gegenüber diesen jungen Menschen, welche es durch ihre besonderen Fähigkeiten geschafft haben, jeweils in ihrem Metier Spanien international zu vertreten. - Das bauchpinselt uns immer, wenn wir mit solchen Superlativen aufwarten können, fast könnte man meinen, wir betonen immer so unsere Besten, weil wir doch ein kleines Stück Minderwertigkeitskomplex haben, aber das stellt sich meistens als kleines Komplexy dar, ansonsten kommen wir schon ganz gut klar mit uns. - Die Gruppe "Fnatics" besteht aus 13 Schülern des Oberstufenzentrums IES Luis Cobiella Cuevas der Hauptstadt, und die haben sich über Ausscheidungen im ganzen Land zunächst als Vertreter für die Kanaren, und später auch auf nationalem Sektor als Sieger der First Lego League (FLL España) bewiesen. - Dabei geht es um lernfähige Roboter, gebaut aus Lego-Steinen mit Motoren und Computern, und als spanischer Vertreter nimmt man jetzt an den FLL Razorback Invitational statt, welches gerade jetzt in Fayetteville, Arkansas stattfinden. - 24 Missionen muss der Roboter "Skiebot" erfüllen und dafür drücken wir alle heftig die Daumen und auch wenn es nicht für einen der vorderen Plätze reichen sollte, kann man doch sicher sagen, für die 13 Schüler und Begleiter wird das sicherlich ein unvergessliches Erlebnis sein. - Interessant war auch die Finanzierung der Reise, denn man musste an die 25.000 Euro zusammenbekommen, denn wie man nach Arkansas kommt, das hat Lego irgendwie nicht bezahlt, und da hat man sich des Crowdfundings bedient, und es tatsächlich, auch mit bescheidener Unterstützung unserer Leser geschafft, das Geld zusammen zu bekommen. - Wir müssen zugeben, einige Institutionen haben auch mitgeholfen, so ganz aus privater Hand hätte das wohl nicht geklappt, aber zusammen hat es funktioniert, und am Wochenende kommen die dann wieder zurück, und dann werden die sicher auch berichten, wie das war, dort in Fayetteville.

Der andere Spitzenreiter heißt William Vivente Lorenzo Pérez, und der fährt nach Rio, um Spanien beim den "World Skills 2015" zu vertreten und zwar in der Kategorie Kochen. - Die Oberstufenzentren der Insel haben neben den normalen Klassen auch immer Kurse, welche man am einfachsten als Berufsschule bezeichnen könnte, allerdings gibt es bei uns ja keine duale Ausbildung, sondern die manchen alles dort auf der Schule, haben aber ihr eigenes Restaurant. (Donnerstag und Freitag kann man da auch speisen, unbedingt reservieren 922 412 898) - Es handelt sich dabei um eine der größten Schulen der Insel, der IES Virgen de las Nieves, gleich hinter der Hauptstadt in Richtung Norden, und die haben einen besonders guten Ruf was ihre Berufsausbildung in Sachen Gastronomie ausmacht, man kann dort nicht nur den Kochberuf erlernen, sondern auch die anderen Tätigkeiten in Sachen Gastronomie. - Aber gerade die Köche sind immer wieder durch hervorragende Leistungen aufgefallen, und in diesem Jahr wird eben William Spanien vertreten, nachdem der sich auch in zunächst regionalen, später nationalen Ausscheidungen gegen eine sehr große Konkurrenz durchgesetzt hat. - Besonders hervorgehoben wird auch, dass nur wenige kanarische Schüler überhaupt eine Medaille bei den landesweiten Ausscheidungen der "XXXII Spain Skills" erhalten haben und nur der Bewerber aus La Palma eine Goldene, welche dazu berechtigt, am internationalen Wettbewerb teilzunehmen. - Im August wird das so weit sein, und ich hoffe doch mal, dass William nicht auch dafür sorgen muss, dass er genug Geld zusammenbekommt, um die Reise bezahlen zu können. - Immer wieder hören wir mal, auf La Palma sei das Niveau der Gastronomie nicht besonders hoch, nicht nur was die Küche angeht, sondern auch und besonders der Service wird oft gerügt, allerdings kann ich das nicht wirklich bestätigen und an der Ausbildung kann das auch nicht liegen, denn die wird dort im ES Virgen de las Nieves bestens betrieben. - Es liegt wohl eher daran, dass das allgemeine Preisniveau in den Restaurants nicht besonders hoch ist und sich die Wirte meist keine ausgebildeten Leute leisten, sondern angelernte Kräfte, welche meist schlecht entlohnt werden. - Die meisten gut ausgebildeten Leute, die gehen auf die anderen Kanareninseln, oder aufs Festland oder noch weiter, selten sind wir hier auf unserem Inselchen in der Lage, für Profis interessante Jobs anbieten zu können. - So wird es auch interessant sein, ob denn William auf der Insel bleibt, oder ob man ihn auch fortlocken wird. - Wir drücken auf jeden Fall die Daumen, wenn die wieder frei sind, wegen der Geschichte in Arkansas und haben noch eine kleine Anekdote mit dem Namen des Wettbewerbs. - Im vergangenen Jahr gab es auch eine Pressenotiz zu dem Wettbewerb "Spain Skills" allerdings schrieb dort ein Kollege, "Spains kills" und das lässt darauf schließen, dass unser Kochunterricht besser ist, als unsere Englischklassen.




Zum Wetter noch, leichter bis mittlerer Calima auf La Palma




Kräftiger Calima in Las Palmas de Gran Canaria





Mittwoch 13.05.2015 09:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 21 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 29 % - Luftdruck 1017 hPa

Gastbeitrag von Alena Kummerow






Dienstag 12.05.2015 17:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 26 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 31 % - Luftdruck 1015 hPa
Höchsttemperatur heute 26,8 Grad - niedrigste Temperatur 20,4 Grad

Wenn alte Männer Farbe übrig haben
Die Steine des Anstoßes

Es läuft auf die Frage raus, können wir uns Kunst (schon) wieder leisten? - Lassen wir mal die Frage, was denn Kunst eigentlich ist, außen vor, denn das kann man sowieso nicht beantworten und es geht in diesem Fall auch überhaupt nicht darum, und da ich mich sowieso für einen Kunstbanausen halte, fasse ich das Thema vor der Seite auch gar nicht an. - Aber Kunst ist ein berechtigter Teil unseres Daseins, nicht die Zahl der Autobahnkilometer steht für erreichten Fortschritt einer Gesellschaft, sondern die Zahl der Lehrer, Ärzte und Künstler pro Einwohner. - Aber eben immer erst, wenn das Fressen stimmt, und falls Sie die letzten Jahre aufmerksam gelesen haben, ist Ihnen sicherlich nicht entgangen, dass wir seit dem Jahr 2008 durch ein tiefes Tal der Krise schreiten und die mit Troikas Meinung und Deckelung auch nur damit zu überwinden wagen, dass wir sparen wie die Spanier. - (Den Vergleich kennt man noch nicht, kann man sich aber merken) - Sicher ist es nicht sinnvoll in Kunstwerke zu investieren, wenn ein großer Teil der Bevölkerung darbt, das versteht sich von selbst, soziale Dienste kommen immer vor dem Kunstbetrieb, allerdings ist mir nicht so ganz klar, wann denn dieses Todschlagargument seinen Sinn verliert. - Viel zu oft haben wir in den letzten Jahren gehört, dieses oder jenes Projekt ergibt keine Sinn, man solle doch lieber das Geld in die Versorgung von armen Familien stecken und nun will ich mal sehen, wer es wagt, etwas gegen dieses Argument zu setzen. - Wir geraten da schon in die Gefahr, dass niemand mehr progressive Schritte wagt, denn wenn es voran gehen soll, in Richtung Fortschritt, oder ersatzweise, weil unsere Volkswirtschaft halt so gepolt ist, auch Richtung Wachstum, dann müssen wir nicht nur Sozialfälle füttern, sondern dafür sorgen, dass es keine Sozialfälle mehr in dieser Anzahl zu betreuen gibt. - Ob das Argument so einfach auch in Richtung Kunstbetrieb weiter getragen werden kann, das scheint mir noch nicht so wirklich belastbar, und so kommt es wohl auch, dass unsere Gesellschaft ein Kunstprojekt im Barranco de la Luz in der Gemeinde Garafía empört und kollektiv ablehnt.

Allerdings glaube ich, dass man dieses Projekt, bestehend aus fünf aufgeschichteten Steinpyramiden, welche bemalt werden, erst den "gesunden Volkszorn" - sollte es so etwas auch außerhalb der Politik geben, getroffen hat, nachdem man öffentlich gemacht hat, dass dieses Projekt den Inselhaushalt mit entweder 160.000 oder 180.000 Euro belasten soll. - Beide Zahlen werden gleich oft genannt, allerdings ist dieses Geld nicht alleine für diese fünf Steinpyramiden gedacht, sondern im ursprünglichen Projekt spricht man von einem Museum der Zeitgenössischen Kunst im Naturraum der Gemeinde Garafía. - Das hört sich doch eigentlich gut an, und wenn wir Feste feiern, und man irgendwie dabei die Endemie mit einbinden kann, dann ist es völlig egal, wie hoch die Kosten für die Gemeinden sind oder die Inselregierung, wenn die Zwerge tanzen wollen, dann zählt auch plötzlich das Todschlagargument, man solle das Geld doch besser dazu verwenden, den armen Familien zu helfen, nachhaltig nicht mehr. - Allerdings findet sich in diesem Projekt kein Stück Endemie, oder behelfsweise Tradition, außer vielleicht, dass ein Steinhaufen die kanarischen Farben tragen soll, und da die Ureinwohner auch keine Steinhaufen bemalt haben, sondern Kreise in den Stein gehauen haben, gibt es kein Argument, welches für dieses Projekt mehr zu sprechen scheint.

Im Gegenteil, es werden Argumente vorgetragen die da lauten, die Natur alleine ist schon schön, da hat Farbe nicht zu suchen, und viele Kritiker des Projektes wissen eigentlich auch gar nicht, aus was dieses Projekt überhaupt besteht, so dass auch das Gerücht umgegangen ist, da wolle ein Künstler vom Festland einen Barranco in Garafía anmalen. - Ich muss gestehen, mir fällt nicht die Kinnlade herunter, beim Betrachten des Modells dieses Werks, aber ich sagte doch schon, ich verstehe nichts von Kunst, sondern kann maximal sagen, das gefällt mir, das gefällt mir nicht. - Und es gefällt mir nicht wirklich, ich verstehe es auch nicht. - Auf der anderen Seite macht das Projekt auch nichts kaputt, im Gegensatz zu dem, was viele Kritiker sagen, passiert dem Barranco dort und auch der Landschaft in Garafía überhaupt nichts, nur ein paar Steine werden angemalt, anstatt diese in den Atlantik zu werfen, damit man Molen bauen kann, oder diese als Untergrund für den Straßenbau nimmt. - Kunst kann auch zur falschen Zeit kommen, so wie alles andere auch, und mir tut dabei der Künstler leid, Agustín Ibarrola, (Deutsches Wiki) (seine Webseite) eine äußerst interessante Figur, welche der Insel La Palma eigentlich nur etwas Gutes tun wollte und sich nicht wirklich verstanden fühlt. - Zur Seite steht ihm momentan nur noch eine kleine Schar einheimischer Künstler, welche ihm auch bei der Durchführung des Projektes helfen sollen, selbst die Verantwortlichen aus dem Cabildo Insular wagen es im Moment nicht, dieses Thema zu berühren, kommt doch auch für sie diese heftige Protestwelle gegen dieses Kunstprojekt zwei Wochen vor der Wahl so gar nicht passend. - Schäbig allerdings ist, dass nun die Coalición Canaria dort in Garafía aufsteht, und sich auch gegen das Projekt ausspricht, als man mitbekommen hat, wie Volkes Seele zürnt, weil man einen alten Basken dafür bezahlt, dass er Steine bemalt und in den Barranco stellen will. - Über "Change.org" kann man über das Netz auch seine Ablehnung gegen dieses Projekt öffentlich machen, allerdings kann ich das so nicht unterschreiben, denn als Überschrift steht dort: "Bedeckt nicht einen natürlichen Raum mit Farbe", denn bei allem Verständnis für die Ablehnung dieses Projektes, so stimmt das auch nicht. - Es geht ums Geld, und ob wir schon so weit sind, und uns einen weiteren Horizont gönnen wollen und auch können, und wir uns Kunst als Bereicherung unseres Daseins bereits wieder leisten wollen. - Ich denke mal, es ist der falsche Zeitpunkt, Fressen kommt immer vor der Moral und lange vor der Kunst, und noch sind wir nicht so weit, dass wir es wagen, Geld in anscheinend brotlose Kunst zu investieren und das auch vor Dritten vertreten.




Momentane Ausstellung zu Agustín Ibarrola in der Casa Salazar, Fußgängerzone der Hauptstadt




Und hier ein Modell der Steine des Anstoßes...





Dienstag 12.05.2015 08:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 20 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 17 % - Luftdruck 1016 hPa

Gastbeitrag von Rose Marie Dähncke

Sanitärer Irrtum

Die sanitären Anlagen in unserem erdgeschössigen Badezimmer entwickelten ein fortschreitendes Phänomen: Das Duschwasser stieg im Handwaschbecken hoch, das Handwasser gurgelte versteckt irgendwo, und manchmal befand sich auch der Kloinhalt nicht gerade dort, wo er hingehört. Wir ließen einen Fachmann kommen. Hier ist jeder ein Fachmann, und viel klüger als der Fachmann, der die Anlage einst gebaut hat. Er stellte fest, dass es so nichts taugt und am besten alles aufgerissen und eine neue Ableitung geschaffen würde. Wir mussten wohl oder übel diesem größeren Projekt zustimmen. Nach einem Tag Arbeit des Fachmannes mit Gehilfen wusste ich bereits, wie unser Haus von unten aussieht. Es gab kein Fundament, die Rohre befanden sich etwa zehn Zentimeter unter dem kiesigen Erdboden. Der Fachmann dachte sich ein neues System der einzelnen Abwasserverbindungen aus und empfahl, das Sammelrohr durch die Außenmauer nach draußen und um das Haus herum zur Sickergrube zu führen. Wir waren mit allem einverstanden.

Das Unternehmen erwies sich dann als gar nicht so aufwendig, denn hier gibt es keinen Frost, so dass man nur wenig Boden ausschachten muss, um das Rohr darin einzubetten. Man sollte sich jedoch merken, wo solche Rohre liegen, damit dort nicht ein Baum gepflanzt oder tief gegraben wird. Der Vorbesitzer hatte uns leider keine Zeichnung hinterlassen. Unser Fachmann hatte also Glück, gleich auf ein vorbeikommendes Rohr zu treffen, das ihm sehr gelegen kam, um die Ableitung in die Sickergrube abzukürzen. Die Gräben wurden zugeschüttet, der Fachmann bezahlt, der Fußboden im Bad war hübscher als früher, das System funktionierte.

Unser Hanggelände ist in Terrassen angelegt, auf der untersten befindet sich der Ententeich, bei dem ein offener, zementierter schmaler Zuflusskanal ankommt, in welchem ich noch nie Wasser gesehen hatte. Aber drei Tage nach der Rohrverlegung sah ich dort neben Feuchtigkeit noch etwas anderes, das mir augenblicklich auffiel und zu denken gab. Es waren Weizenkörner! Und wir machten gerade eine Weizenkur! Der folgende Gedankenrückweg war gar nicht so schwierig: schlecht gekaut, unverdaut, Klo und kein Weg zur Sickergrube. Es bestand jetzt eine Direktverbindung zwischen Ententeich und Toilette. Wir gingen der Sache sofort und eingehend nach. Gut, dass wir zwei waren. Einer ließ im Hause nacheinander alle sechs Wasserhähne und dann die drei Spülungen laufen, der andere gab von unten das Zeichen für "kommt" oder "kommt nicht". Letztlich zeigte sich, dass nur die Abwasser der neuen Verlegung unten ankamen.

Aber wie konnte das sein? Auch das Rohr, auf das der Fachmann gestoßen war, musste doch seine Bewandtnis haben. Es musste auch ohne unsere Klospülung manchmal Wasser führen, sonst wäre es doch nicht zweckmäßig durch eine Rinne zum Ententeich verlängert. Sabine kam dann die Erleuchtung: "Mama, das ist die Regenrinne!" Und in der Tat trafen wir bei der Rückverfolgung der möglichen unterirdischen Rohrverlegungen über zwei Terrassen hinauf in die Richtung des Dachwasserabflusses. Die letzte Bestätigung gab uns der nächste Regen.

Es kam erneut ein Fachmann. Er sagte, so taugt es natürlich nichts, hub erneut Gräben aus, schaffte Gefälle und verlegte ein Rohr, das tatsächlich die Sickergrube traf.

Wir hatten bei allem noch großes Glück gehabt. Hier verlegt man nämlich auch Elektrokabel in Plastikröhren direkt unter der Erdoberfläche, wovon eine am Haus vorbei zu einem weiter unten gelegenen Häuschen mit Werkstatt führt. Stellen Sie sich vor, der Fachmann hätte das Klo-Abwasser an die Werkstattbeleuchtung angeschlossen.







Montag 11.05.2015 17:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 27 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 16 % - Luftdruck 1017 hPa
Höchsttemperatur heute 30,2 Grad - niedrigste Temperatur 19,0 Grad

Heiß, heiß, heiß und kurz, kurz, kurz
Transvulcania, Fuente Santa und Biker- und Wanderinsel

Jetzt hat es mal geklappt mit der angekündigten Hitze, über 31 Grad, und kaum noch messbare Luftfeuchtigkeit. - Noch lässt sich aber zumindest hier auf den westlichen Inseln kein Calima sehen und spüren, und die Vorhersagen sind da auch skeptisch, ob wir zu der Hitze auch noch Sand bekommen, wie das auf den östlichen Inseln bereits der Fall ist. - Noch ist kein Wind, aber der soll spätestens übermorgen kommen, und dann beginnt die Zeit der höchsten Waldbrandgefahr, und so ganz gerüstet sind wir noch nicht, denn die beiden Hubschrauber des Innenministeriums sind noch nicht da, die sollen erst Anfang Juni kommen. - Also alle ganz vorsichtig die kommenden Tage, Grillsaison ist zu Ende, und wer Kippen aus dem Auto wirft, der gehört hinterhergeworfen.

Weiter wird heftig das Fehlen einer Versorgungsstation bei der Transvulcania diskutiert, aber der zuständige Rat für Sport im Cabildo Insular sieht bei sich keine Schuld. - Allerdings räumt er auch klar ein, dass er für Verbesserungsvorschläge offen ist und diese gerne annimmt, und wenn es ein Fehler war, diese Versorgungsstation am Pico de la Nieve zu entfernen, dann bittet er dafür um Entschuldigung. - Geht doch, damit könnte die Sache eigentlich erledigt sein, und im kommenden Jahr wird man dort auch wieder versorgen. - Aber er wehrt sich gegen die Vorwürfe, es sei chaotisch verlaufen denn alle hätten es gewusst, dass es die Änderungen bei der Aufstellung der Versorgungsstationen gibt, und jeder Läufer sei an den Schildern am Reventón vorbeigekommen auf denen es heißt, nächste Versorgungsstation in 12,4 Kilometer. - Das stimmt auch so, und die Läufer, die ich sprechen konnte, die bestätigen das auch so und die haben auch kein Problem damit gehabt, meinen aber auch, dass es auf der anstrengendsten Stelle des Rennens mit über 12 Kilometern schon sehr weit sei, die nächste Station zu erreichen. - Also keine Schuld, aber die Verantwortung es besser zu machen und nun heißt es auch mehrfach, vom Reventón bis zum Pico de la Cruz, also der nächsten Versorgungsstation, seien es mehr als 12,4 Kilometer, aber das können meine Quellen nicht bestätigen. - Bis zu 17 Kilometer werden da in manchen Kommentaren angegeben, allerdings kommt man dann hinten mit der Streckenlänge nicht mehr hin, weder beim Marathon, der in Puerto de Tazacorte endete, noch mit dem Ultramarathon. - Dabei muss ich allerdings auch wieder bemerken, dass wir bei Messen der Strecken immer Schwierigkeiten hatten, denn bei der vorletzten Ausgabe des Rennens hieß es noch, die Strecke sei 83,3 Kilometer lang, dann wurde das korrigiert, und nun nennt man uns 73,3 Kilometer für den Ultramarathon. - Von Seiten vieler Läufer, welche eben auch die technische Möglichkeit mitbringen, die Strecke zu messen, wird die um 10 Kilometer kürzere Strecke als real angesehen. - Witzig scheint da, dass in der englischen Ausgabe des Streckenplans immer noch die Version der 83 Kilometer auftaucht. - Ich fürchte mal, es wird noch weiter Polemik darum geben, aber der zuständige Rat hat zugegeben, das besser machen zu können, also könnte die Diskussion zur Ruhe kommen und ich will gar nicht wissen, was losgewesen wäre, wenn die Hitze von heute bereits am Samstag die Läufer erwischt hätte. - Denn die Hitze ist in der Höhe noch stärker als bei uns, auf unserer Höhe mildert der Einfluss des Atlantiks noch die Temperaturen, aber da oben in den Bergen spürt man davon dann nichts mehr.

Heiß ist es draußen, heiß ist auch die Quelle im Süden der Insel, Fuente Santa genannt, und die will man ja zu einer Thermalquelle ausbauen, damit sich diese Insel endlich "Bad La Palma" nennen kann. - Keine Frage, eine gute Idee, nur wie man das macht, darüber sind wir uns hier nicht richtig einig. - Auf jeden Fall hat man einen internationalen Ideenwettbewerb angestoßen, und auch über einhundert Projekte zugesandt bekommen, von denen sechs prämiert wurden und der Gewinner sogar knappe 40.000 Euro hat einstreichen können. - Piedra de Fuego ist das ausgesuchte Projekt, und das hat die Inselregierung nun auch mit anderen Vorschlägen endlich ins Netz gestellt, damit das Fulanito de tal und andere auch bewundern können. - Darüber hinaus stellt man ab morgen bis zum 25. Mai in der Zeit zwischen 10:00 - 20:00 Uhr die anderen Einsendungen auch aus, und zwar im Convento San Francisco in unserer Hauptstadt, und zwar im Orangen-Patio. - Der heißt so, weil dort zu Ehren vieler berühmter Leute Organgenbäume gepflanzt wurden, es lohnt sich also nicht nur wegen der Pläne für das Thermalbad. - Die neue Inselregierung hält also Wort, man ist transparenter geworden und ich freue mich auch besonders, die vielen Pläne in den kommenden Tage mal sehen zu können.

Bleiben wir noch ein bisschen beim Cabildo Insular. - Die Rätin für Umwelt, Nieve Arroyo hat sich mit der Vizepräsidentin des spanischen Moutainbike-Vereins getroffen, es geht um die Schaffung geeigneter Radwege und Pisten, damit man der steigenden Nachfrage gerecht werden kann. - La Palma bietet sich natürlich wegen seiner üppigen Natur, aber auch wegen seiner abrupten Orographie hervorragend als Revier für Biker an, aber zum Teil gibt es Überschneidungen der Interessen zwischen Wanderern und Bikern. - Dort, wo man gemeinsam die Wege und Pisten nutzt, muss man gegenseitige Rücksicht nehmen, aber schnelle Fahrten bergab sind einfach nicht wirklich kompatibel mit dem Wunsch und auch dem Recht der Wanderer auf ihr Vergnügen und Sicherheit. - Man sucht also weitere Lösungen und dabei soll nicht nur diese Vizepräsidentin des Vereins helfen, sondern Nieves Arroyo ruft auch den Sektor der Gewerbetreibenden in Sachen Bike-Tourismus auf, mit ihr gemeinsam Lösungen zu finden. - Also, wer da gute Ideen hat und wer damit täglich arbeitet sollte das doch wissen, der kann sich ans Cabildo wenden, damit man die Notwendigkeiten des Sektors auch besser einschätzen und mit einbringen kann.




Ausschnitt eines Stadtplanes des CIT-Tedote, auf dem das Convento San Francisco zu finden ist.




Hier eine Ansicht des Projektes "Piedra de Fuego" welches für das Thermalbad "Fuente Santa" dienen soll





Montag 11.05.2015 08:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 19 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 14 % - Luftdruck 1015 hPa

Gastbeitrag von Universidad La Laguna

Angefeuert durch den großen Erfolg aus dem letzten Jahr, bietet auch diesen Juni die Universität La Laguna (Tenerife) erneut einen Kurs auf La Palma für Ausländer, die ihre Spanischkenntnisse erweitern wollen.

Beatriz Hernández Bravo ist erneut die Lehrerin und die Kurse werden im Zentrum für Erwachsenenbildung "Guayafanta" in Los Llanos gegeben. - Hier gibt es einen Plan, wo sich diese Einrichtung befindet.

Drei Kurse werden vom 10. - 30. Juni geboten:

Grundstufe, Montag und Mittwoch von 15:00 - 19:00 Uhr
Mittelstufe, Montag und Mittwoch von 09:30 - 13:30 Uhr
Fortgeschrittene, Dienstag und Donnerstag 09:30 - 13:30 Uhr

Anmeldungen oder weitere Fragen an: Beatriz Hernández Bravo, 922 319 200 oder secretaria@fg.ull.es







Sonntag 10.05.2015 18:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 24 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 36 % - Luftdruck 1016 hPa
Höchsttemperatur heute 25,1 Grad - niedrigste Temperatur 16,1 Grad

Wieder Transvulcania 2015
Aber nun ist die Polemik serviert

Davor haben wir uns immer gefürchtet, eine Sicherheitsdiskussion, welche ganz bestimmt von politischen Interessen gesteuert werden wird. - Dieses wunderbare Laufspektakel, die ganze Insel steht ein paar Tage Kopf, und ist der Nabel der Extremläuferwelt, und dann kommen die negativen Meldungen, dass viele Läufer zwischen der Versorgungsstation Reventón und der am Pico de la Cruz aufgeben mussten, weil sie dehydriert waren. - Hier der Artikel in www.eltime.es unter dem auch die Webadresse eines Blogs erscheint, welcher sogar die Worte von einer möglichen Tragödie nutzt. - Von Glück können wir sprechen, dass niemand langfristig Schaden genommen hat, aber der Hubschrauber der Guardia Civil musste mehrere Läufer abtransportieren und auch Wasser hinauf zur Punta de los Roques fliegen, denn zwischen diesem Punkt und dem Pico de la Nieve gab es noch bis letztes Jahr eine weitere Versorgungsstation. - Gerade Läufer, die nicht das erste Mal diesen Ultramarathon laufen haben sich darauf verlassen, auch dort wieder Wasser aufnehmen zu können, aber die Versorgungsstation wurde eliminiert, so dass man nun zwischen dem Kilometer 31,4 (Reventón) und dem Kilometer 43,8 (Pico de la Cruz) ohne Verpflegung auskommen musste. - Sicher, das wurde auch mitgeteilt, in einer Presseerklärung, und auch auf der Webseite kann man das nachlesen, dass zwischen diesen beiden Punkten keine Verpflegung, und eben vor allem Wasser verteilt wird. - Allerdings scheint diese Änderung nicht vernünftig gewesen zu sein, denn gerade auf dieser Strecke gibt es fast ausschließlich Steigungen und so gut wie keinen Schatten, so dass die Läufer dort am meisten Wasser benötigen. - Man wird also zugeben müssen, dass es ein Fehler war, die eine Verpflegungsstation einzusparen, wobei es fraglich erscheint, ob man das aus Kostengründen gemacht hat, denn eigentlich ist genügend Geld für die Organisation dieses Rennens vorhanden. - Fast tragisch dabei mutet es an, dass der Verantwortliche Inselrat Mariano Hernández Zapata in der Presseerklärung die Änderungen in der Organisation des Laufes, unter anderen bei den Verpflegungsstationen mit den Worten angekündigt hatte: "Wir wollen eine anspruchsvollere, aber auch sicherere Veranstaltung".

Das scheint nun nach hinten los zu gehen, denn das Abschaffen einer Verpflegungsstation kann eigentlich nicht als Verbesserung angekündigt werden, auch wenn nun am Kilometer 31,4 nicht nur Flüssigkeiten verabreicht wurden, sondern auch feste Nahrung. - Es wird nun Aufarbeitung notwendig sein, denn auch wenn man diese Diskussion nicht will, sie wird kommen, auch weil wir gerade im Wahlkampf stecken und die Transvulcania bereits mehrfach zum politischen Spielball zu werden drohte. - Dabei muss man erinnern, dass dieses Rennen in einer Zeit in die Welt gerufen wurde, erste Ausgabe im Jahr 2009, als die Coalición Canaria am Drücker war und der damalige Rat für Umwelt Julio Cabrera sich sehr dafür einsetzte, dieses Rennen langfristig auf der Insel zu etablieren. - Die damalige Opposition wandte sich auch nicht direkt gegen das Rennen, aber zweifelte die Ausgabenpolitik Julio Cabreras deutlich an, und nach einem Misstrauensvotum im Dezember 2013 übernahm eine Koalition, bestehend aus Partido Popular und PSC/PSOE den Inselvorsitz, und damit auch die Organisationsverantwortung der Transvulcania. - Und man wollte alles besser, und vor allem auch transparenter und kostengünstiger machen, und genau das könnte nun zum Aufhänger werden im Wahlkampf, denn auch wenn diese Änderung der Verpflegungsstationen angekündigt war, und für jeden einsehbar, war sie doch unvernünftig und das wird man einsehen, und ändern müssen. - Nun wird die Frage sein, wie mutig, aufrichtig und transparent man mit dieser Kritik umgeht, denn in den Zeiten der schnellen Medien und vor allem auch in einem Wahlkampf, sind auch negative Schlagzeilen nicht mehr zu verstecken. - Wir erwarten also eine Stellungnahme der Verantwortlichen, und wenn die pfiffig sind, dann fällt die auch genügend selbstkritisch aus, damit man einen Irrtum beklagen kann, aber nicht versuchte Täuschung oder gar Ignoranz gegenüber aufgetretenen gesundheitlichen Problemen bei mehreren Teilnehmern des Laufes. - Allerdings bleibt zu befürchten, dass die Wahlkampfsituation aus der Geschichte eine Drama machen wird, aber das ist schlecht, denn dabei kann letztendlich nur dieses Rennen und damit die gesamte Insel verlieren. - Das Problem ist eigentlich festgestellt und man kann das abstellen, ohne Probleme im nächsten Jahr. - Die Einsicht eines Fehlers ist ehrenvoll, allerdings fürchte ich, dass im Wahlkampf wenig Ehre zu verteilen ist, und das könnte einen negativen Schatten über dieses wunderbare Sportereignis werfen, einen Schatten, den niemand verdient hat, und der besonders der extremen Leistung der Teilnehmer in keiner Weise gerecht wird. - Ja, man könnte auch versuchen, die Probleme zu verschweigen, aber das war gestern, und das war niemals gut und wäre auch sehr ungerecht gegenüber den Läufern, welche aufgrund von Flüssigkeitsmangel an dem Streckenabschnitt gelitten haben, oder gar aufgeben mussten.




Aus der Webseite der Transvulcania, hier sind die Verpflegungsstellen für den Ultramarathon aufgelistet.





Sonntag 10.05.2015 09:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 16 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 52 % - Luftdruck 1017 hPa

Gastbeitrag von Helga Helmke

Liebe Gäste,

ich möchte Euch auf ein gemischtes musikalisches Event am Freitag, den 15. Mai 2015 um 20:00 Uhr in Las Piedras de Taburiente aufmerksam machen. Beim Kauf der Karten gibt es die Möglichkeit, Essen für den Abend zu bestellen (auch vegan). Bitte reservieren Sie hierfür bis zum 12. Mai 2015 einen Tisch im Event-Raum.

Musikalische Grüße,
Helga Helmke







Samstag 09.05.2015 18:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 24 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 34 % - Luftdruck 1018 hPa
Höchsttemperatur heute 25,1 Grad - niedrigste Temperatur 16,4 Grad

Transvulcania 2015
Keine Gegner für Emelie und Luis Alberto

Nein, erfunden hat er es nicht, aber möglich gemacht. - Bei aller Kritik, die wir, und zum Teil sicher gerechtfertigt, am ehemaligen Rat, zunächst für Umwelt und später dann für Tourismus im Cabildo Insular ausgeschüttet haben, dafür, dass er dieses internationale Spektakel hier auf La Palma durchgesetzt hat, dafür müsste man ihm ein Denkmal setzen. - Ein kleines zumindest, und wir sprechen von Julio Cabrera, bis Dezember 2013 für die Coalición Canaria im Inselparlament, aber nun nicht mehr politisch tätig. - Die Transvulcania alleine reicht eben nicht, um La Palma wieder in die Erfolgsspur auf touristischer Seite zu bringen, aber sie hilft, und das ungemein. - Und die Transvulcania, heute in ihrer siebten Ausgabe, die hat auch die Insel verändert, aus vielen Couch-Palmeros begeisterte Läufer gemacht und Interesse geweckt für, nicht nur für diesen Sport. - Bei allen Rekorden und internationaler Beteiligung darf man nämlich nicht vergessen, dass das Gros der Teilnehmer, und das sind über 2.200 Läufer, keine Profis sind, sondern Amateure, welche jahrelang darauf hin trainiert haben, dieses Rennen dann einmal erfolgreich abschließen zu können. - Viele von denen kommen erst spät nachts an, macht aber nichts, das gesteckte Ziel erreichen ist die Kunst und die Aufgabe und macht eben alle Teilnehmer zu Helden, weil es auch ungeheuren Mut kostet, sich der Aufgabe zu stellen. - Und es kostet auch Mut, wenn man rechtzeitig aufgibt und vor dem Kollaps einsieht, dass man das heute nicht schaffen kann, auch das ist Teil der ganzen Geschichte und darf nicht unterbewertet werden. - Die Transvulcania lässt die Insel für ein paar Tage in einem kollektiven Rausch verfallen, und meist Dank der neuen Medien steht unsere Insel dann auch im Mittelpunkt der Laufwelt, weil diese Extremsportler längst keine unbekannten Freaks mehr sind, sondern viel bewunderte Idole. - Was fehlt ist leider immer noch die Präsenz in internationalen Fernsehkanälen, das mag vielleicht auch daran liegen, dass man immer noch nicht den richtigen Sponsor gefunden hat, der so etwas auf die Beine stellen kann. - Denn es ist schon unverständlich, dass man internationale Städtemarathons live sendet, wo eine Gruppe austrainierter Läufer aus Afrika hinter einem LKW herlaufen auf dem Kameras montiert sind, stundenlang, aber man keine Bilder der Transvulcania zu sehen bekommt, welche natürlich ungleich spektakulärere Bilder und Landschaften zu liefern hat.

Glück hat man gehabt beim heutigen Rennen, dass die Temperaturen noch nicht so hoch sind, wie man das zunächst erwartet hat, aber das zieht sich durch diesen Frühling, alle Wetter kommen später, als man vorhergesagt hat, die Hitze kommt erst Anfang nächster Woche. - Aber immer ist blauer Himmel bei der Transvulcania, auch heute wieder, und wenn man in der Sonne laufen muss, dann ist es trotzdem furchtbar heiß. - Es sind immer noch viele Läufer unterwegs, aber im Profilager sind die Dinge längst entschieden und es gab Favoritensiege, wobei die einzige Überraschung der Abstand ist, mit dem Luis Alberto Hernando aus Burgos in diesem Jahr gewonnen hat. - In Abwesenheit von Kilian Jornet und Sage Canaday gewann Luis Alberto in neuer Rekordzeit von 06:52:39 und entreißt damit Kilian Jornet den bislang gehaltenen Rekord aus dem Jahr 2013, als dieser nach 06:55:48 ins Ziel kam. - Luis Alberto war auch der Sieger des vergangenen Jahres, und Drittplatzierter in 2013, der kennt die Strecke also ganz genau und er hat sich das wunderbar eingeteilt. - Zweiter wurde Dani García aus Malaga in 07:21:28, und damit fast eine halbe Stunde später im Ziel als Luis Alberto, was die eigentliche Überraschung war, wie dominant der Sieger in diesem Jahr aufgetreten war, denn solch große Abstände gab es bei den Männern bislang noch nicht. - Dritter wurde der junge Läufer Blake Hose aus Geelong in Australien, in 07:25:23 und erst auf dem vierten Platz landete der große Mitfavorit Dakota Jones aus Wyoming, auch bereits Sieger geworden, im Jahr 2012.

Bei den Frauen gewann auch die Favoritin, denn keine Gegnerin konnte Emelie Forsberg aus Schweden halten, welche in der Zeit von 08:32:59 zwar keinen neuen Rekord aufstellen konnte, aber dennoch die Zweitplatzierte auch fast genau eine halbe Stunde distanzierte. - Anna Frost aus Neuseeland hält immer noch den Rekord in einer Zeit von 08:10:40 aus dem vergangenen Jahr, aber sie konnte nicht starten, da sie eine Verletzung doch noch nicht ausreichend auskuriert hatte. - So kam es wieder nicht zum Duell der beiden absoluten Stars der Szene, nachdem Emelie Forsberg im vergangenen Jahr kurz nach dem Start in Fuencaliente zu Sturz kam, und nicht mehr weiterlaufen konnte. - Bemerkenswert dabei, Emelie Forsberg entschloss sich erst vor drei Wochen hier zu starten, denn eigentlich war sie immer noch mit Skifahren beschäftigt, und fürchtete sich vor der brüsken Umstellung auf die Hitze. - Zweite wurde in diesem Jahr Anna Comet Pascua aus Katalonien in einer Zeit von 09:02:57 und Dritte wurde die Französin Myriam Guillot in einer Zeit von 09:15:06. - Los Llanos, seit jeher Zielort dieses gewaltigen Rennes platze aus allen Nähten, ein gewaltiges Volksfest lässt man dort heute passieren, später am Tag, während immer noch weitere Läufer eintreffen, gibt es auch noch ein Konzert von Mikel Erentxun, einem sehr bekannten spanischen Liedermacher, welcher dicke im Geschäft ist und man merkt auch an der Präsenz von allen Politikgrößen dort in Los Llanos, dass gleichzeitig Wahlkampf ist, und man sich nicht lumpen lassen will. - Eigentlich wäre das überhaupt nicht nötig, neben diesem Event Transvulcania auch noch ein solches Konzert zu veranstalten, aber manchmal verlieren wir ein bisschen das Maß der Dinge, wenn es uns besonders gut geht, oder eben Wahlen anstehen.

Neben dem 73,3 Kilometer langen Ultramarathon gibt es auch noch den Marathon und den Halbmarathon, und hier gewannen folgende Teilnehmer:

Marathon Männer:
1. Danilson Silva in 04:05:01
2. Ion Sola in 04:17:44
3. Martin Gaffuri in 04:20:02

Marathon Frauen:
1. Arantxa Ramírez in 06:05:56
2. Marion Chauviré in 06:10:41
3. Sara Guerin in 06:23:57

Halbmarathon Männer:
1. Dailos García in 02:22:05
2. Rob Krar in 02:26:15
3. Diego Camacho in 2:27:46

Halbmarathon Frauen:
1. Azara García in 02:47:16
2. Leire Fernández in 03:08:06
3. Sophie Andrey in 03:09:09




Luis Alberto Hernando beim Einlauf in Los Llanos





Samstag 09.05.2015 08:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 16 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 68 % - Luftdruck 1019 hPa

Die Liveberichterstattung der Transvulcania ist über deren Webseite nicht wirklich immer "live" im Moment. - Alternativ empfehlen wir die Webseite von www.irunfar.com,dort kann man im Liveticker verfolgen, wer denn gerade die Nase vorne hat. - Kennen Sie Zach Miller? - Der führt am Refugio El Pilar…






Freitag 08.05.2015 18:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 22 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 41 % - Luftdruck 1021 hPa
Höchsttemperatur heute 23,4 Grad - niedrigste Temperatur 15,3 Grad

Vertikaler Kilometer
Die Richtung stimmt, immer bergauf…

Es ist wohl die ganze große Frage, welche unsere Generation stellt, aber die nachfolgende wohl erst klären kann, wie kommt man aus der Wachstumsfalle raus und verwechselt endlich nicht mehr Wachstum mit Fortschritt. - Daran haben bereits viel klügere Köpfe gearbeitet, der Club of Rome seit nunmehr weit über 50 Jahren, aber so richtig scheint uns noch keine Lösung praktikabel zu sein. - Das ist nämlich auch noch das Problem, theoretisch weiß man, wie es geht, aber praktisch lassen sich viele Dinge einfach noch nicht durchsetzen, oder wir sind immer noch alle viel zu feige.

Immer bergauf, nur dann kommt man an, das stimmt nämlich nicht, außer, wir befinden uns auf einem internationalen Event auf La Palma, welcher vielleicht sogar größere Auswirkungen auf Marke und Erscheinungsbild La Palmas hat, als die Bajada de la Virgen de Las Nieves. - Für diese kecke Bemerkung bekomme ich sicher wieder Ärger aus der Traditionalistenfront, welche ziemlich robust ist hier auf der Insel, aber nach vier Tagen Tenerife sind mir wieder breite Schultern gewachsen, also sollte ich das abreiten können. - Gestern durften wir den ersten Teil der mehrstufigen Transvulcania-Rakete erleben, man zelebrierte den "Kilómetro vertical", also den vertikalen Kilometer, welcher nun im zweiten Jahr hintereinander Auftakt für ein spektakuläres Wochenendvolksfest ist. - Es geht dabei einen Höhenkilometer hinauf, von Puerto de Tazacorte zum Torre El Time, und das gestreckt auf 6,6 Kilometer und wenn ich besser in Mathematik aufgepasst hätte, dann könnte ich Ihnen jetzt die durchschnittliche Steigung nennen. - Also ganz schön steil ist das, es geht zunächst halt die Time-Wand hinauf, aber im Lager der Extremsportler gibt es dafür auch ganz spezielle Läufer, welche sich besonders auf solche Dinge spezialisiert haben. Einhundert Läufer hatte man uns versprochen, ganz so viele sind es nicht geworden, weil ein paar abgesagt haben, andere Lücken zwischen den Nummern auf den Trikots aber nicht wirklich zu erklären waren, aber ich war dann auch froh, denn es dauerte eh fast zwei Stunden, bis alle Läufer vom Strand aus auf den Weg hinauf geschickt wurden.

Der Einpeitscher am Mikrofon muss gut sein. - Das habe ich mir sagen lassen, ich verstehe von so etwas nichts, denn was der da brüllt, das ist nicht unbedingt immer verständlich und hat eher so den Charakter eines ländlichen Autoscooter-Betriebs oder einer, noch ländlicher gelegenen Diskothek auf einem Supermarktparkplatz, aber das macht man heute so, man brüllt die Leute zum Start, und das sogar in Sprachen, die man nun wirklich nicht beherrscht. - Ich meine übrigens den Mann am Mikro damit… - Macht nichts, das ist mein Handicap, meine Mobiltelefonkappe, um Google mal rückwärts zu zitieren, ich komme halt aus der Generation von Sportbegeisterten auf dem Sofa, welche Tour de France nur deshalb gesehen haben, weil Werner Zimmer Land, Leute und Schlösser so gut erklärt hat und das alles in einem Tonfall, der einem eben nicht wie ein akustisches Sturmgewehr vorkam. - Man konnte also auch den Eindruck gewinnen, dass die Läufer nur deshalb so schnell losrannten, damit man aus nicht weiter angebrüllt wird, aber das war denen erst viel später möglich, denn ganz viele Zuschauer säumten den Weg hinauf zum El Time, und die feuerten eben dann auch die Teilnehmer an. - Und das vom ersten bis zum letzten Läufer, die Zuschauer sind hier extrem fair, und der Mann am Mikrofon musste dann auch um besondere Aufmerksamkeit buhlen, als er Läuferinnen aus La Palma ankündigte.

Ich musste ziemlich um meinen Standort kämpfen, um gute Aussicht zu haben, jeder wollte seine Kamera, die zu 96% heute eigentlich Telefone sind, mit der Zusatzmöglichkeit, auch noch telefonieren zu können, aber ich habe mich durchgesetzt, mein persönlicher kleiner Kilometer, aber eher auf emphatisch-horizontaler Ebene. - Über die meisten Stars der Transvulcania sprach man nur, beziehungsweise brüllte man, aber Anna Frost und Emelie Forsberg traten wirklich auf, und Emelie wurde sogar Dritte bei den Frauen, und das gegen die Elite der "Vertical" Läuferinnen, welche morgen wohl nicht auch noch den Ultramarathon laufen werden. - Alle Achtung, und die Sieger kamen dann aus den Reihen der Spezialisten dieser Kunstrichtung des Trail, Jessed Hernández gewann in der Zeit von 50:38 vor Manuel Merillas und James Ouchterlony, einem Schotten, der hier auf La Palma lebt, und sonst alle Fahrradrennen hier auf der Insel immer gewinnt. - Bei den Frauen siegte Alice Gaggi in 59:48 vor Azara García und eben Emelie Forsberg, und die wiederum vor Anna Frost. Die Zeiten aller Läufer können Sie HIER einsehen. - Die eigentlichen Gewinner allerdings sind die Zuschauer und die ganze Insel, denn auch bereits während dieses, eigentlichen Rahmenprogramms, verbreitet sich der Name der Insel über die digitalen Medien überall auf der Welt, mit schönsten Bildern und wunderbaren Texten, wie Klasse und schön das doch hier sei. - Wir werden es nicht in absoluten Zahlen ermitteln können, wie viel denn dieses internationale Sportereignis am Wochenende für wirtschaftlichen Aufschwung auf der Insel generieren wird, und noch weniger die Synergieeffekte, welche da eben auch sind, dass weitere Rennen in unteren Kategorien abgehalten werden und La Palma auch außerhalb der eigentlichen Saison für Extremsportler immer interessanter wird als Trainingsgebiet. - Morgen dann die Läufe des Halbmarathon, des Marathon und des Königslaufes, des Ultramarathon, welcher über 73 Kilometer geht, von Fuencaliente aus über alle Berge hinab nach Puerto de Tazacorte, und dann wieder hoch nach Los Llanos, wo dann ab dem späten Vormittag ein bis spät in die Nacht stattfindendes Volksfest die Läufer und Helden begrüßt. - Wenn es uns besser gelingt, die Politik aus diesem Event heraus zu halten, dann ist dieses Rennen, die Transvulcania gut in der Lage, in der Szene der Extremläufer auf lange Zeit hin ein Klassiker zu werden, und mit diesem Namen verbindet man dann eben auch immer La Palma und daraus wird bessere und nachhaltigere Werbung, als alles was man mit viel Geld sonst in Hochglanz drucken kann. - Ein Tipp noch, wer morgen auf das Refugio El Pilar will, der muss von Osten her anfahren, oder stellt sein Auto am Besucherzentrum des Nationalparks ab, von dort bringen einen dann Shuttlebusse nach oben.




Der spätere Sieger des vertikalen Kilometer, Jessed Hernández




Die schnellste Frau, Alica Gaggi




Die Neuseeländerin Anna Frost, Siegerin des letztjährigen Ultramarathon




Emelie Frosberg, die sympathische Schwedin und Siegerin der Transvulcania 2013





Freitag 08.05.2015 09:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 16 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 18 % - Luftdruck 1020 hPa

Fulanito de tal dice hoy: Zapatear como un crío
Wie ein Kind mit dem Fuß aufstampfen. - Außer sich sein, unkontrolliert vor Wut.






Montag 04.05.2015 08:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 17 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 59 % - Luftdruck 1019 hPa

Ich bin bis Donnerstag, 7.5. auf Tenerife, es gibt also keine Nachrichten und auch keine Gastbeiträge bis dahin. - Wer will, der kann mir ja auf Twitter folgen, man muss sich auch nicht anmelden dazu, einfach hier klicken. - Bis dann!




Vorsicht, die wilden Väter sind unterwegs. - Google und Reimund und Trixi sei Dank!





Sonntag 03.05.2015 18:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 22 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 42 % - Luftdruck 1014 hPa
Höchsttemperatur heute 23,1 Grad - niedrigste Temperatur 17,1 Grad

Sonntagsfahrer
Zusammengewürfelte Sächlichkeiten

Heute war es nicht mehr so warm, wie an den vergangenen Tage, aber plötzlich schwül. - Es kommt ein bisschen mehr Feuchtigkeit vom Norden her, aber dennoch, weiter eigentlich überhaupt kein Wetter, die Tiefs sind zwar näher gerückt, weil das Azorenhoch auf Verstecken macht, aber es kommt kein Regen heran. - Das bleibt auch in den kommenden Tagen noch so, und es wird ab Mitte der Woche dann wieder deutlich wärmer. - Gut, die erste virtuelle Hitzewelle haben wir ja praktisch bereits ausgeritten, nicht wirklich ausgeschwitzt, mal sehen, ob die zweite Versprechung nun hält, denn ohne das alles bestimmende Hoch auf dem Nordatlantik ist vieles möglich, selbst ein bisschen Regen wäre drin, aber dass richtig was runterkommt, scheint sehr unwahrscheinlich.

In El Paso ist man traurig, da man die Zwischenrunde zum Erreichen der Relegation nicht als Tabellenerster abgeschlossen hat, und so keine Möglichkeit in diesem Jahr haben wird, eine Klasse höher zu spielen. - Wir sprechen vom Fußball, das dachten Sie sich wohl schon, ist aber eben ungewöhnlich, da ich sonst nicht vom Fußball berichte. - Atlético Paso ist nur Zweiter geworden in der "Liguilla", dem "Ligachen", und Los Llanos auf dem ersten Platz, und die können nun in "Play-Off-Spielen" gegen Mannschaften aus Tenerife und Gran Canaria hoffen, dass man dann in die vierte spanische Liga aufsteigen könnte. - Dabei hatte Atlético Paso, nicht Atlético El Paso, die reguläre Spielzeit die Liga nahezu dominiert, aber eben das erste Spiel der Klassifikation zuhause vergeigt. - Danach spielte man auch noch zweimal unentschieden, hätte aber dennoch als Erster die Zwischenrunde abschließen können, wenn gestern Los Llanos zuhause gegen La Tanqueta (La Laguna) verloren hätte und man gleichzeitig sein Heimspiel gegen die Breñas gewinnen würde. - Das mit dem Heimspiel funktionierte, man gewann, aber Los Llanos auch und nun sind die Erster der Liga und niemandem gönnt man es weniger, als der Nachbargemeinde. - Es gibt übrigens einen internationalen Fanclub des Vereins, von mir immer flapsig die Silverhools genannt…

Ein ganz interessantes Projekt läuft in der Hauptstadt Santa Cruz, der wir heute erneut zum 522. Geburtstag gratulieren wollen. - Kluge Köpfe wünschen sich für die Hauptstadt eine gewichtigere touristische Zukunft und wollen dabei nicht nur den konservativen Weg über normale Hotels einschlagen. - "Hoteles con Encanto" - Hotels mit Charme will man locken und anbieten und dazu hat die Stadt nun 170 Immobilien aufgelistet, welche von der Lage, aber auch von der historischen Vergangenheit her geeignet sein müssten, für solche eine Art von Gästeunterbringung dienen zu können. - Man will bald diese Liste sogar ins Netz stellen, um möglichen Investoren den Zugang zu diesen Daten zu ermöglichen. - Die Idee, alte, meist ungenutzte Gebäude mit "Charme" als Klein- oder gar Kleinsthotels anzubieten, die geistert ja bereits schon lange durch die Köpfe vieler "Bewahrer", und natürlich könnte man so den Besuchern nicht einfach nur ein Bett in einer schönen, aber geschichtsleeren Umgebung anbieten, sondern eben auch den Flair und den Charme unserer Städte oder Dörfer. - Ein paar solcher Einrichtungen gibt es ja auch bereits, da darf man, unter anderen, auch immer das Hotel San Telmo in der Hauptstadt nennen. - Problematisch dabei ist allerdings, dass bei den meisten ausgesuchten Immobilien es sich um Privateigentum handelt, oft sicher mit Erbschaftsgeschichten verbunden, welche einen Verkauf problematisch machen, und darüber hinaus ist die Renovierung solcher alter Häuser zur touristischen Nutzung deutlich teurer, als der Neubau einer konservativen Hotelanlage. - Auch sprechen wir ja immer wieder über die Vermarktung der Inselbetten und der Notwendigkeit, dass Reiseveranstalter bereits vor der Saison möglichst viele Plätze in den Flugzeugen buchen, damit die Fluggesellschaften an Sicherheit gewinnen und mehr Maschinen nach La Palma anbieten. - Diese Reiseveranstalter, die werden aber wohl nicht in der Lage sein, diese Kleinunternehmen zu bewerben und zu vermarkten, denn die müssen möglichst viele Betten belegen. - Oder träumt man von einem großen Investor, welcher gleich, sagen wir mal 30 solcher Charmebolzenhotels betreiben will und dafür die Reiseveranstalter gewinnt? - Aber die Richtung stimmt und dazu passt auch die Meldung, dass der Leuchtturm von Barlovento zu einem kleinen Hotel mit ein paar Zimmern ausgebaut werden soll. - Die Bausubstanz soll außen erhalten bleiben, innen alles in höchster Qualität für lediglich ein paar Gäste ausgebaut, das klingt auch nach Charme, wenn man es denn richtig macht.



Sonntag 03.05.2015 09:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 17 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 14 % - Luftdruck 1015 hPa

Fulanito de tal dice hoy: Zanjar la cuestión
Die Frage eingraben. - Einen Streit oder eine Diskussion beenden, weil es einfach zu viele Meinungen und Ansichten gibt.





Bild von Kai Stockrahm





Samstag 02.05.2015 18:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 24 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 15 % - Luftdruck 1014 hPa
Höchsttemperatur heute 25,2 Grad - niedrigste Temperatur 17,0 Grad

Rolling Home,
sechsundneunzig, siebenundneunzig, achtundneunzig…

Gewisse Autos sieht man eigentlich immer nur von hinten. - Das können Kolonnenschleicher sein, oder eben Ferrari oder BMW und Konsorten. - So manch ein Autofahrer hat sich gestern bei der Fahrt hinauf in den Nordwesten der Insel auch gedacht, das ist doch gar nicht so schlimm mit der Baustelle, viel schlimmer ist, wenn man knapp einhundert Wohnmobile vor sich hat. - Halten Sie inne, wir befinden uns nicht auf einer deutschen Autobahn, nahe der holländischen Grenze, um auch bloß keine Schublade unaufgerissen zu lassen, sondern hier bei uns auf der kleinen Insel La Palma. - Aber knapp einhundert Wohnmobile waren trotzdem im Konvoi unterwegs, das auch schon seit Donnerstag, und wir hatten das Glück, die Karawane bereits auf der anderen Wand der Caldera zu betrachten, als sich diese rollenden Wohnzimmer zum Time hinauf gequält haben. - Wobei mal ganz unter uns, die meisten der modernen Fahrzeuge haben mehrfach so viel PS wie mein Pickup, und würden mir selbst bergauf noch davonfahren können, aber solch eine Kolonne, die bewegt sich immer sehr langsam. - Hier findet gerade die "II Vuelta a la Isla de la Palma en Caravanas y Autocaravanas" statt, und die dauert noch bis morgen an, dann fährt der Großteil dieser Fahrzeuge wieder auf deren Heimatinseln, denn nur ein kleiner Teil der Wohnmobile, der stammt aus La Palma. - Organisator des Ereignis ist die "ESAD", so erfahren wir das und das soll als Abkürzung für "Asociación Cultural Recreativa Caravanistas de La Palma" stehen, und ich habe bereits seit fünf Minuten die rechte Hand am Kopf und kratze mich dort, weil "ESAD" und das, für was es stehen soll so gar nicht zusammenpasst, und Kulturverein und Wohnmobil vielleicht auch ein bisschen nach Kulturbeutel mit Fragezeichen klingt.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich habe überhaupt nichts gegen Wohnmobile und den Wunsch, mit einer Unterkunft unabhängig und freiheitlich die Welt zu entdecken, im Gegenteil, so bisschen fährt da immer auch ein kleiner Neidbatzen mit, den ich meist aber schnell runterschlucken kann. - Die eigentliche Frage lautet, ist La Palma ein geeignetes Ziel für solche Wohnmobile und ein bisschen egoistisch, aus Sicht des touristischen Gewerbes, lohnt es sich für La Palma, diese Art von Reisenden zu bewerben. - Anders als die offiziellen Stellen darf ich ja auch kritische Fragen stellen und wir haben auch bei der ersten Auflage dieses Wohnmobiltreffens auf der Insel bereits ganz unterschiedliche Meinungen gehört. - Die einen meinen, das ist überhaupt nichts für uns, im Gegenteil, die kaufen auf einer anderen Insel im billigen Supermarkt ein, fahren dann ein paar Tage über die Insel, verstopfen unsere Straßen und lassen kein Geld bei uns, sondern lediglich ihren Abfall. - Die andere Seite meint, die sind hier gut willkommen, denn die kaufen hier ein, gehen hier auch Essen und bringen auf diese Art und Weise so auch Geld auf die Insel. - Irgendwo dazwischen wird das wohl liegen, allerdings kommt es schon deutlich auf die Aufenthaltszeit an, wie lange denn diese Wagen samt Insassen bei uns bleiben, ob die anfangen, spürbar bei uns zu konsumieren. - Der Sektor der Hotels oder Ferienhäuser hat natürlich nichts von diesen Leuten, aber das ist auch egal, die würden sowieso nicht in solchen Einrichtungen wohnen, also ist diese Frage unnötig, bis bescheuert. - Das ist so ähnlich, als würden, wie leider immer noch ab und zu geschieht, sich Ferienhausvermieter und Hoteliers im Clinch liegen, um die Gäste, denn man spricht ein völlig anderes Publikum an, also ist das kein Argument. - Ein Stolperstein aber ist, dass es eigentlich nur einen einzigen Platz auf der Insel gibt, wo diese Wohnmobile legal stehen dürfen, und wo es auch einen Möglichkeit gibt, die Abwässer korrekt zu entsorgen, und das ist ausgerechnet der Campingplatz bei der La Laguna de Barlovento, und das liegt ungefähr so zentral für die Caravanisten, wie Sewastopol als Ausgangsstation für einen Wanderurlaub im mittleren Bayrischen Wald. - Ich weiß gar nicht, ob diese, knapp einhundert Wohnmobile diesen Platz überhaupt angefahren haben, aber es muss eine planerische Meisterleistung gewesen sein, immer wieder Stellflächen für diese vielen Wagen zu finden, denn sie wissen ja, La Palma ist steil und überall stehen entweder Bananen, Kiefern, Schluchten, Berge oder Häuser herum. - Aber die sind immer fündig geworden, und auch dank der vielen Millionen der EU ist nun auch der Puerto de Tazacorte mit auf dem Pausenplan für die Wohnmobile, denn man hat extra einen neuen Hafen gebaut für die… - Ach, ein kleines Malheur ist und da allerdings passiert, die Fähren, mit denen die Wohnmobile auf die Insel kamen, und am Freitag dann auch nach Puerto de Tazacorte, die haben sich wahrscheinlich verfahren, und legten in Santa Cruz de La Palma an. - Oder war es ein fliegender Holländer, der uns die knapp einhundert Wohnmobile in den Hafen gezaubert hat? - Immer Willkommen, keine Frage, aber in Massen, das ist nur ein Spaß für die Leute, die in den fahrenden, aber meist stehenden Kisten sind, für alle anderen ist das ein Bild wert, und eine Überlegung, aber nicht wirklich prickelnd. - Aber immerhin, so ist es uns gelungen, die ersten Ölflecken auf die große Standfläche dort im Hafen zu bekommen, denn die vielen Fahrradfahrer, Spaziergänger und Rollschulläufer, die sich dort sonst tummeln, die haben das bislang einfach nicht hinbekommen. - Die ersten beiden Bilder stammen von Federico Ulrich, dem Hafenbauftragten, bei dem wir uns immer gerne, nicht nur für diese Bilder aus Puerto de Tazacorte bedanken.










Der restliche Verkehr wurde angehalten, bis alle Wohnmobile auf der Passstraße waren





Samstag 02.05.2015 09:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 17 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 16 % - Luftdruck 1017 hPa

Gastbeitrag von SOS La Palma





"Wir verkaufen unser Oma ihr klein Häuschen..." Kennt noch jemand dieses Lied? O.k. um Omas Häuschen geht es gerade nicht am Sonntag, den 3. Mai. Doch sonst ist fast alles zu haben auf dem Stand von SOS am Flohmarkt beim Hafen in Santa Cruz. Von 8 bis 14 Uhr bieten wir Kruscht und Krempel, Kleider, Bücher und einiges mehr. Alles Dinge, die zum Wegwerfen zu schade sind, die als Geschenk bei uns auf dem Stand landeten um für wenig Geld die Besitzer zu wechseln, dem neuen Besitzer Freude zu machen und gleichzeitig über unseren Verein "SOS - Hilfe für die Palmeros" die dringenste Not auf der Insel zu lindern. Natürlich sind auch Spenden immer willkommen.

Also, Sonntag, 3. Mai, 8 bis 14 Uhr, Flohmarkt Santa Cruz






Freitag 01.05.2015 17:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 25 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 13 % - Luftdruck 1016 hPa
Höchsttemperatur heute 25,8 Grad - niedrigste Temperatur 16,5 Grad

Die laute Maibrücke
Alles hat seine Tage, die Mütter, die Arbeit, die Kreuze…

Der heutige Feiertag ist schnell erklärt und einfach, kennt ja jeder, Tag der Arbeit, wobei das bei uns Tag des Arbeiters heißt, was übrigens ein ganz kleines bisschen mehr Sinn macht. - Das Ergebnis ist das gleiche, faule Haut für den Großteil der Bevölkerung, in großen Städten ein paar Märsche und Protestläufe, und die Walpurgisnacht kennt man hier überhaupt nicht, außer vielleicht ein paar importierte Hexen mit Migrationshintergrundsbesen, aber das verläuft sich auf unserer Insel ganz Hex Hex. - Muttertag ist eine wichtige Angelegenheit, und bei uns ist das immer der erste Sonntag im Mai, ganz pragmatisch, das kann sich jeder merken, auch die längst entschwundene Brut. - Darüber hinaus sorgt natürlich auch einschlägige Industrie und Handel dafür, dass niemand diesen Tag vergessen kann, und wer das dennoch macht, den sollte man gleich vergessen. - Dieses Jahr ist nun der erste Sonntag im Mai der dritte Tag des Monats, und am dritten Mai feiert man auch den Kreuztag, den "Día de la Cruz" und das ist dann schon ein ziemlich wichtiger Feiertag, zumindest dort, wo die Kreuze nicht nur das Symbol für den gemeinsamen Glauben sind, sondern Teil der lokalen Traditionen geworden ist, oder auch Teil des Namens, wie eben unsere Hauptstadt Santa Cruz de La Palma. - Diese Stadt feiert am Sonntag auch ihren 522. Geburtstag, wenn ich richtig mitgerechnet habe, die alte Lady mit dem vielen Charme und noch mehr Hoffnung, dass dieser Charme auch in der Zukunft noch von Wert bleibt.

Ganz besonders heftig aber feiert man den, oder auch die Kreuztage in den Breñas, und da geht das bereits am 2. Mai los, weil man eben nicht nur die Kreuze feiert, sondern auch bereits das Schmücken der Kreuze. - Das ist ein ganz besonderes Kapitel, man könnte den bereits abgedroschenen Satz, es ist ein Kreuz mit den Kreuzen bringen, denn manchmal könnte man auf den Gedanken kommen, das sei ein Wettbewerb, wer denn nun das schönste Kreuz geschmückt hat. - Auch hier auf der Westseite werden die Kreuzstationen nun für den kommenden Sonntag geschmückt, und dann auch vom Pfarrer in den kommenden Tagen mit einer Prozession so zu sagen abgenommen, aber das steht in keinem Vergleich dazu, wie man das auf der Ostseite in den Gemeinden betreibt. - Die Mayordomos, sagen wir hier in dem Fall mal Verwalter bis hin zu Zeremonienmeister, die sind zuständig für die Kreuzstationen und manche beginnen mit der Arbeit bereits Monate vorher. - Aufwendige Konstruktionen werden manchmal angelegt, meist aber mit viel buntem Stoff und Blumen die Kreuze auf Vordermann gebracht, und aus der Geschichte wissen wir auch, dass das eine oder andere Kreuz auch mit Gold und Juwelen geschmückt war, und dabei die "Mayordomos" dann eben auch noch zu Beschützern dieser Kostbarkeiten wurden. - Die Nachbarschaften helfen mit, und das Schmücken selbst wird dann bereits zur Fiesta, so wie das auch im Fall der Blüteneppiche in Mazo und El Paso der Fall ist. - Der 3. Mai selbst ist dann der Tag an dem man die Prozession von Kreuz zu Kreuz begeht, daher auch Kreuzweg, so einfach könnte man das erscheinen lassen, aber alleine in Breña Alta werden es an die 31 Kreuze sein die da besucht sein wollen und bestaunt, also werden da schon besondere Fähigkeiten wieder mal von den Hochleistungskatholiken erwartet.

Ganz und gar nicht geliebt werden die Kreuzfeste, und auch andere religiöse und auch weltliche Feste, von Hunden, Katzen, anderen Tiere oder deren Begleiter, denn der Glaube kommt bei uns meist laut daher, nämlich mit Böllern. - Nein, schon lange nicht mehr so viele wie noch früher, als alles anders war, und nur manches besser, aber vieles lauter. - Es hat sich eben auch herumgesprochen, dass diese Böller Feuer entfachen können, denn die kommen ja auch wieder zurück auf die Erde und trotz der Versicherung von den Verkäufern dieser Feuerwerksartikel, die würden mit "Fuego frío" arbeiten, also mit kaltem Feuer, (was immer das auch bedeuten mag) bringt ja man ja den großen Brand im Jahr 2009 in Mazo und Fuencaliente auch immer noch mit einer nahen Fiesta zusammen, auf der auch Feuerwerkskörper zur dezibelen Unterhaltung abgefeuert wurden. - Manchmal könnte man denken, zur debilen Unterhaltung, aber diese Böller gehören eben einfach dazu, und das muss auch wieder was mit früher zu tun haben, wo man eben ohne Mobiltelefon auch die letzten Bauern aus ihren Tälern geböllert haben will, damit die sich auch der Prozession anschließen können. - Das ist noch eine der Erklärungen, welche wenigstens ein bisschen Sinn abgeben, die reine Freude am lauten Krach, das Vertreiben von bösen Geistern, oder dass der Heilige Geist selbst im Himmel noch hören sollte, wie fromm man denn hier unten zu Werke geht, das sind mir alles Argumente, welche mir den Umgang mit meinem, in der Wiege verliehenen Glauben, dann doch wieder hinderlicher machen. - Morgen, oder noch besser am Sonntag nach Breña Alta fahren, das kann sich gut lohnen, die haben ja sogar ein eigenes Museum für die Kreuze, was für ein frommes Völkchen. - Weil ja in diesem Jahr der Sonntag den 3. Mai als freien Tag unbrauchbar macht, haben die Leute in Santa Cruz, den Breñas und ich glaube sogar auch in Mazo den Montag. 4. Mai dann auch noch frei. - Nicht aber in den anderen Gemeinden der Insel, wir tragen zwar auch unsere Kreuze, aber eben nicht so schwer und anmutig zugleich, wie die das dort im Osten so ostentativ machen…






Freitag 01.05.2015 09:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 16 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 14 % - Luftdruck 1017 hPa

Gastbeitrag vom Kulturbeauftragten

Kanarischrussische Klassik

Im neunten Konzert der von den Musikfreunden von ACAPO veranstalteten Kammermusikreihe wird es russisch zugehen. Auf der Bühne erwartet uns aber ein (fast) endemisches, oder auch "kreolisches" Ensemble mit dem Namen Quantum.

David Ballesteros (Violine), Cristo Barrios (Klarinette) und Gustavo Díaz-Jerez (Piano) formen den Kern dieser Formation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, durch laufende Besetzungsänderungen bzw. -erweiterungen auch anderen hochbegabten Musikern eine Chance auf Auftritte zu geben. David und Gustavo sind schon alte Bekannte, haben hier auf La Palma bereits mehr als überzeugt.

Zum Konzert auf La Palma werden fünf Musiker anreisen, die dann die Generalprobe ihres Programms "La revolución rusa, en la cuerda floja..." im großen Saal des futuristischen Auditoriums von Santa Cruz de Tenerife gerade hinter sich haben. Übersetzt heißt das Programm "Die russische Revolution, am seidenen Faden...". Wir werden sehen, russische Komponisten assoziiere ich normalerweise nicht mit etwas sehr Dünnem, Schwachem, das kommt doch eher kraftvoll daher. Die Feinheiten des Programms können sie unten nachlesen.

Samstag, 02. Mai, Teatro Municipal Circo de Marte, Santa Cruz de La Palma, wir freuen uns auf sie!

Ein kleiner Ausblick: Am 22. Mai wünsche ich mir ein volles Haus bei Mariam Batsashvili (Piano). Wer sie im letzten Jahr erlebt hat, wird sicher wieder kommen. Wer sie verpasst hat, hat nun noch mal eine Chance.

Mit musikalischen Grüßen

Ihr

Ödi Jonitz, MdS
(Kulturbeauftragter)












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