La Palma Aktuell   Nachrichtenarchiv Dezember 2013

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Dienstag 31.12.2013 17:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 23 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 15 % - Luftdruck 1020 hPa
Höchsttemperatur heute 23,4 Grad - niedrigste Temperatur 13,4 Grad

Wieder geht ein Jahr in Demut
Und es war ein gutes Jahr

Kein Widerspruch, Demut ist gut, und ich glaube wir haben alle viel gelernt. - Im privaten Bereich unserer Familie war es sowieso ein gutes Jahr, keine Krankheiten, keine Unfälle, und dass wir jetzt sechs Katzen haben, plus den Logierbesuch, wir haben halt einen Knall und der faucht und schnurrt wie eine Katze. - Wo wir im privaten und auch im Bereich der Firma sagen können, wenn alles so bleibt wie es ist, dann ist es gut, müssen wir ja leider im Gesamtbild doch daran arbeiten, dass sich eine angefressene Gesellschaft wieder am eigenen Haarschopf aus dem tiefen Tal der nicht nur wirtschaftlichen Rezession zieht. - Gut, die Zahlen läuten Hoffnung, ein ganz starkes Jahr im Tourismus beschert Spanien Wachstum und einen Rückgang der Arbeitslosigkeit, aber die Weichen für den neuen Weg, die sind noch nicht gestellt und bis die positive Bewegung auch ganz unten ankommt, bei denen, die es am dringendsten brauchen, das wird noch eine ganze Weile brauchen. - Es bleibt ja ein furchtbar schlechter Beigeschmack, diejenigen, welche uns in diese Misere gesegelt haben, denen ist es ja weiter gut gegangen, bezahlt für die Schulden haben Fulanito de tal und Carmen Normaloverbrauchero, und wieder ziehe ich meinen Hut vor diesem Volk, wie leidensfähig die sind, und wie wenig Wut und Aggressionen diesen schmerzhaften Prozess begleiten. - Vielleicht zu wenig Wut und zu viel Konformismus, ich weiß nicht, das habe ich nicht genau deuten können, aber ich bin immer wieder überrascht, wie man aus Nichts etwas machen kann und wie kleinste Bewegungen, Freundschaften und Nachbarschaften dafür sorgen, dass aus Mangel kein Elend wird. - Und Demut hat noch nie geschadet, auch wenn es wieder die gleichen Ansätze gibt, da oben, wo geklaut, betrogen und korrumpiert wird, da reicht die Demut nicht hin, die scheint schwerer als Luft zu sein und ist immer unten zu finden. - Aber da unten sind eh die besseren Leute und Charaktere und manchmal kann sogar das Gefühl, oder nennen wir es ruhig die Gewissheit, dass man tiefer nicht kommen kann und nicht mehr fallen, auch ganz beruhigend sein. - Nur gerecht ist das alles nicht und vielleicht ist das auch alles nur ein Trick mit dem Sparen und Gürtel enger schnallen, und wir sind so blöd und machen das ruhig und devot mit. - Ab einem gewissen Grad macht das Nachdenken darüber krank, und das sollten wir uns einfach nicht geben. - Ansonsten ist alles aufgeräumt, El Paso hat seine Könige, uns hat es wieder einmal Spaß gemacht ein Jahr mit Ihnen, und dann hoffe ich, dass wir uns gesund und mit guter Laune und Moral um die Ecke 2014 wieder treffen.

Fulanito de tal dice hoy: No abrir el paraguas antes que llueva

Nicht den Regenschirm öffnen, bevor es regnet. - Da wirft und Fulanito noch ein kräftiges Stück Weisheit um Jahresabschluss um die Ohren, wir sollen nicht zu ängstlich an alles herangehen, man kann sich mit der Planung von übermorgen schnell heute und morgen versauen, und sollte es wirklich anfangen zu regnen, dann kann man ja den Regenschirm immer noch aufspannen.




Eigentlich ist es doch gar nicht so schwierig auf La Palma, auf dem rechten Weg zu bleiben...





Dienstag 31.12.2013 09:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 13 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 10 % - Luftdruck 1021 hPa

El Paso sucht noch Könige
Am besten mit Bart, ist aber keine Voraussetzung

Wollten Sie immer schon mal im Öffentlichen Dienst arbeiten, für ein paar Stunden wenigstens? - Hier kommt Ihre Chance, El Paso bietet Ihnen einen Job an, nämlich den eines Königs, auf der Cabalgata de los Reyes Magos del Oriente, und weil wir so großzügig sind, gibt es außer einem Händeschütteln der Bürgermeisterin vielleicht auch noch eine Tasse heiße Schokolade. - Es geht um den Abend am 5. Januar, da richten ja alle Gemeinden der Insel immer den traditionellen Einzug der Heiligen Drei Könige aus, die kommen, keine Angst, in El Paso nicht per Kamel, auf die Palmenplaza, um dann dort von den Kindern die Wunschzettel entgegen zu nehmen. - Auf dem Einzug verteilt man Süßigkeiten, und ansonsten muss man eigentlich gar nichts machen, so wie sich das für Könige gehört. - Aber wir haben doch erfahrene Könige darf die Gegenfrage heißen, warum sucht man denn neue Darsteller, und hier kommt eine Erklärung, welche mir auch nicht gleich in den Sinn gekommen ist. - Die Personen, welche in den letzten Jahren hervorragend die Könige abgegeben haben, die sind zu bekannt, und das darf doch nicht sein, dass die kleinen Kinder, welche wirklich noch an den ganzen Zauber glauben, dann ein paar Tage später den König beim Einkaufen wiedertreffen, oder rauchend in der Kneipe. - Deshalb sucht man frisches Königsblut, eben auch unter der ausländischen Bevölkerung, weil man eben damit einmal den exotischen Status dieser Könige unterstreichen will, und man eben hofft, dass diese nicht so unter der Bevölkerung bekannt sind. - Gestern Abend bat mich Andrés Carmona, der Kulturrat der Stadt El Paso, ich möchte bitte Könige für ihn finden und ich solle doch einen Aufruf starten. - Also bitte, drei Jobs sind zu vergeben, Teilzeit, ohne langfristigen Arbeitsvertrag und ob Könige eine Gewerkschaft haben, das weiß ich auch nicht, aber das sollte nicht Ihr Problem sein. - Schreiben Sie mir eine E-Mail, wenn Sie Interesse daran haben und ein paar Stunden dem Allgemeinwohl spenden wollen, ich bin auch sicher, das macht eine riesigen Spaß. - Nennen Sie mir in der E-Mail Ihre Telefonnummer, ich gebe diese dann an Andrés weiter und der wird Sie kontaktieren. - Viel Spanisch müssen Sie auch nicht können, denken Sie daran, Sie sich schließlich ein König aus einem fernen Land…




Das waren die Könige aus den vergangenen Jahren, aber deren Gesichter sind einfach zu bekannt geworden





Montag 30.12.2013 17:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 23 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 10 % - Luftdruck 1019 hPa
Höchsttemperatur heute 23,8 Grad - niedrigste Temperatur 13,5 Grad

Wirres und zusammenhangloses Zeug
Keine großen Themen

5.500 Besucher brachten heute gleich drei Kreuzfahrtschiffe zu uns, Mein Schiff, die britische Balmoral und die für den britischen Reeder Story Cruise fahrende Marco Polo. - Dabei habe ich mir das Wiki von der Marco Polo mal angesehen, und dabei festgestellt, dass wir da einen äußerst interessanten Kahn bei uns liegen haben. - Im englischsprachigen Wiki steht noch viel mehr über den Pott aus Wismar, das Schiff hat ein äußert bewegtes und erfülltes Leben bislang hinter sich gebracht. - Es ist gut, dass uns viele Kreuzfahrer besuchen, die sollen sich die Insel ansehen und dann beschließen, La Palma müssen wir unbedingt noch mal besuchen, ein Tag reicht niemals aus. - Besonders wo heute Königswetter ist, einen Kaiser haben wir ja nicht, und was sagt man eigentlich, wenn man weder König noch Kaiser hat? - Republikwetter? - Die kommenden Tage bleiben auch gut, das Azorenhoch hält uns die Tiefdruckgebiete nördlich vom Hals, so kann das weitergehen, bis die Bananenbauern wieder meckern, dann müssen wir auch mal wieder ein Tief ranlassen. - Die Ex-Bürgermeisterin von Los Llanos wurde von einem jetzigen Ratsmitglied beim Falschparken erwischt, der fotografierte das und setzte es in sein Facebook mit einem Schmähtext, dass sich die Dame wohl alles erlauben könne. - Nun antwortet darauf Noelia García, sie hätte dort nur kurz angehalten, um eine Bekannte abzuholen, die zum Flughafen musste, das wäre somit korrekt. - Ich weiß natürlich nicht, was da wirklich war, muss aber feststellen, wenn das die politischen Sorgen in Los Llanos sind, dann geht es uns wirklich viel zu gut. - Da ist aber immer noch die andere Geschichte, von den Umbaumaßnahmen an ihrem Haus in El Remo, und ob das eine gerechtfertigte Schutzmaßnahme war, wegen des Straßenbaus, der vor ihrem Haus stattgefunden hat, oder ob sie sich damit einen Vorteil verschafft hat. - Davon haben wir nichts mehr gehört. - Für die Sylvester Feier auf der Plaza in Los Llanos ist alles bereitet, zwei Orchester werden dort dem Publikum ordentlich was auf die Ohren geben, Salsaludando und Nueva Línea werden ab 23:30 bis in den frühen Morgen den Feiernden einheizen. - Es gehört zu den angesagten Fiestas, das neue Jahr im Kleinen Schwarzen auf der Plaza von Los Llanos zu begrüßen und in der Tat, dazu schmücken sich Damen und Herren mit feinstem Zwirn und das alleine hält mich bereits davon ab, dort ins Neue Jahr zu feiern. - Unsere Damen hier die zupfen seit Tagen immer schon an den Stofffetzen herum, welche Sie Ausgehkleid nennen, aber das sind gesellschaftliche Pflichten der jungen Leute, und ich habe ja bereits die Gnade der 30+ und muss mir so einen Scheiß nicht mehr antun, sondern kann ins Bett wenn ich will. - Die Katzenbande ist noch nicht komplett zur Ruhe gekommen, aber mit dem Besuch aus Gran Canaria sind die besser zurecht gekommen, als wir befürchtet hatten. - Die haben kein neues Drama daraus gemacht, sondern das alte einfach weitergesponnen und so sind nun die drei kleinen Katzen unter sich, bei denen es so gut wie überhaupt kein Annäherungsproblem gab. Die "alte Garde" zickt weiterhin rum, wenn zu viel junges Katzenvolk spielend über die Terrasse jagt. - Aber es wir kaum noch gefaucht oder gar geprügelt, die haben sich eigentlich bereits damit abgefunden, wollen das aber uns noch nicht auch zeigen und so lange man auf beleidigt macht, gibt es auch öfter mal ein Leckerli. - Es ist wirklich wahr, ich wollte das ja auch lange nicht glauben, Katzen erziehen sich ihre Menschen deutlich erfolgreicher als umgekehrt.

Fulanito de tal dice hoy: Ni ebrio, ni dormido

Weder besoffen, noch schlafend. - Wenn man ganz klar aussagen will, dass man dies oder das auf keinen Fall machen wird, unter keinen Umständen, dann macht man das weder besoffen, noch schlafend. - Ich würde weder besoffen noch schlafend FDP wählen, ich glauben jetzt haben Sie das verstanden…



Paul lässt schon fast wieder alles mit sich machen





Montag 30.12.2013 09:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 14 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 23 % - Luftdruck 1020 hPa

Straßenzustandsbericht
Wir sind in den Schlagzeilen

Mag sicher auch daran liegen, dass "zwischen den Jahren" die Nachrichtenlage nicht besonders üppig ist, ein Sommerloch mitten im Winter, so zu sagen. - Da schaffen es die Straßen unserer Insel auf die Schlagzeile der regionalen Zeitung "El Día", welche aber sehr tenerifelastig ist. - Es heißt dort, die Straßen der Insel seien in einem bedauernswerten Zustand und damit haben die, teilweise sogar Recht. - Die LP3, also die Hauptverkehrsstraße von Ost nach West, von mir aus auch umgekehrt, zwischen dem Inselkrankenhaus und dem neuen Tunnel ist wirklich an manchen Stellen extrem schlecht inzwischen. - Spurrillen, immer wieder geflickte Schlaglöcher, und vor einer Weile sogar der lächerliche Versuch, da einige Schlaglöcher mit Erde zu stopfen. - Auch die Straße nach Fuencaliente ist in grausamen Zustand, das lassen vor allem die Radfahrer wissen, denn diese Strecke ist eine der wenigen, welche nicht so starke Steigungen aufweist und damit bei den Straßenfahrern besonders gesucht ist. - Den Mountainbikern kann es ja gar nicht rau genug sein, für die ist das kein Thema. - All das weiß man auch im Cabildo Insular, aber die Gelder stocken, welche kommen sollen und sollten, und wenn man sich das Projekt der Nordumfahrung ansieht, welches längst abgeschlossen sein sollte, aber noch viele Kilometer zu machen sind, aber kein Geld mehr da ist, dann fallen einem da viele Fragen ein. - An der Südumfahrung, welche auch bereits zur Hälfte fertig sein sollte wird, wird nicht gewerkelt, an der Umgehungsstraße von Tazacorte auch nicht, was für ein lustiger bis erschreckender Kontrast dazu dann die immer noch vorhandenen Pläne einer Weltbiosphärenreservatsautobahn durchs Aridanetal. - Oder schiebt man dieses Projekt vor, um bereits Finanzierung dafür zu erhalten, um mit dem Geld dann die bereits begonnenen Projekte weiter zu führen? - Gerüchte gibt es mehr als Wahrheiten, ich weiß es nicht, weigere mich inzwischen auch vieles zu wissen, da man schnell zum Komplizen werden kann, allein durch Unterlassung. - Aber nächstes Jahr wird ja alles besser, kann sogar wirklich sein, es gibt deutliche Indikatoren, welche anzeigen, dass Spanien aus der Rezession aufsteigt, und Motor der gesamten Geschichte ist der Tourismus, welcher im Jahr 2013 alle Rekordmarken gebrochen hat. - Außer auf unserer Insel, aber in den letzten drei Monaten haben wir auch wieder bessere Zahlen vermerken können und ich kenne sogar einige Ecken auf dieser Insel, wo Straßen frisch asphaltiert worden sind. - Und überhaupt, den Fortschritt einer Gesellschaft, denn kann man nicht in Autobahnkilometern pro Einwohner messen, sondern in der Zahl der Künstler, Lehrer und Ärzte, und dann sieht unsere Musenstatistik schon wieder ein bisschen besser aus. - Ja, ich mache das Radio immer besonders laut, wenn ich bestimmte Straßenabschnitte befahre, dann höre ich das Ächzen meines fünfundzwanzigjährigen Autos nicht so sehr. - Das ist vielleicht die Lösung, wir sollten nicht die Straßen neu asphaltieren, sondern neue Autos kaufen, warum bin ich darauf bislang noch nicht gekommen?



Sonntag 29.12.2013 17:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 20 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 22 % - Luftdruck 1020 hPa
Höchsttemperatur heute 22,2 Grad - niedrigste Temperatur 12,8 Grad

Im Dunstkreis des Irrsinns
Nein, ich spreche nicht von Politik…

Eulen nach Athen tragen, Weißwurst nach Bayern, Serrano-Schinken nach Spanien. - Stellen Sie sich das mal vor. - Da schickt eine Bayrische Firma Weißwürste mit spanischer Aufschrift nach Spanien, damit dort die stolzen Iberer diese Köstlichkeiten verzehren können, und das auch noch wissend, weil sie ja nun lesen können, was sie essen. - Es leben aber auch viele Spanier in Deutschland, und die wollen vielleicht auch wissend Weißwurst essen, dann schickt man die spanisch etikettierten Weißwürste wieder nach Deutschland zurück, und bietet diese in Läden an, in denen viele spanische Produkte von kulinarischen Sehnsüchtlingen gekauft werden. - Verrückt meinen Sie, ich auch, aber wir haben den Gegenbeweis vor uns liegen. - Vor ein paar Tagen habe ich das entdeckt, in einer Supermarktkette, die sich immer wieder darum bemüht, deutsche Produkte herzubringen, damit die teutonischen Mägen der Residenten und der Brezeldiebe sich nicht nur iberisch ernähren müssen. - Ich kaufe da auch ab und zu etwas, Rollmops und Romadur sind mir manchmal näher als Paella. - Manchmal eben, und da habe ich ihn nun entdeckt, Serrano-Schinken aus Spanien, für den Export nach Deutschland beschriftet, jetzt in der Theke neben Frühlingsquark und Mettwurst, 70 Gramm für knappe 4 Euro auch noch ein umgedrehtes Schnäppchen und nun können hier Deutsche endlich Serrano-Schinken kaufen und wissen dann auch was drin ist, Halleluja. - Gut, wir essen Äpfel aus Neuseeland, ich fahre ein Auto aus Japan, und meine Frau kommt aus Hannover, alles Exoten, wir sind also sowieso schon polyglott und globalisiert, nun eben auch Serrano-Schinken mit Deutschland Reife. - Aber vielleicht übertreiben wir auch, und der Schinken wurde gleich von der spanischen Fabrik mit deutscher Aufschrift nach La Palma geschickt, dann wäre es zumindest kein Irrsinn mehr, sondern nur noch unnötig.

Das Wetter ist wieder prächtig, der Wechsel von einem Hoch zum anderen haben wir hinter uns und kräftiger Passat sorgt dafür, dass auf der Westseite wieder die Sonne scheint. - Ein bisschen Regen ist ja gestern gefallen, aber hier im Westen von der Menge her nicht erwähnenswert. - Die kommenden Tage geht es weiter so, es wird wieder wärmer und für die nächtliche Sylvesterpartys brauchen keine Regenschirme bemüht werden.

Fulanito de tal dice hoy: Ni chicha, ni limonada

Weder Maisbier noch Limonade. - Die Deutschen sagen dazu, weder Fisch noch Fleisch





Sonntag 29.12.2013 10:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 13 Grad - Niederschlag 1 mm - Luftfeuchte 46 % - Luftdruck 1021 hPa

Lasst das Geld auf der Insel
Kauft nicht bei den Schmuddelkindern

Alle Jahre wieder. - Bei uns werden die Geschenke ja in der Nacht vom 5. auf den 6. Januar verteilt, die Heiligen Drei Könige, die "Reyes Magos del Oriente" bringen die, und so ist bei uns das Weihnachtsgeschäft noch voll im Gange. - Die Läden haben auch wieder am heutigen Sonntag auf, außer am 25. Dezember war kein Tag in diesem Monat zu, es gilt das Geschäft des Jahres zu machen und für viele Läden geht es sogar um die Existenz. - Dabei quält uns hier auf den kleinen Inseln, denn ich nehme mal an, dass es auf La Gomera und El Hierro genau so ist, das Phänomen, dass viele ihre Weihnachts, - oder eben Reyes-Einkäufe auf einer der großen Insel machen, meist Tenerife, weil man eben mit dem Schiff direkt nur dorthin kommt und nicht von den drei genannten Inseln auch nach Gran Canaria. - Dann fahren wirklich Väter, Mütter, Omas und Tanten mit dem Lieferwagen, oder dem geliehenen Pickup des Onkels mit der Fähre nach Tenerife, und geben dort viel Geld aus, die Geschenke für Reyes, aber eben auch noch andere Dinge, die man immer schon haben wollte und die man hier vielleicht nicht bekommt, oder von denen man annimmt, dass die hier auf La Palma viel teurer seien. - Ich weiß das nicht, ob das hier teurer ist, was die ältere Tochter so aus Gran Canaria erzählt wohl eher nicht, aber natürlich macht Media-Markt mit seinen Aktionen Preise, die ein normaler Elektronikhändler nicht machen kann, und solche Sonderangebote die erwecken dann natürlich den Eindruck, das sei alles viel billiger. - Die Händler hier, die ärgert das natürlich, und so gibt es jedes Jahr wieder aufs Neue die Aktionen in denen dafür geworben wird, doch hier auf der Insel zu kaufen, und nicht sein Geld auf einer anderen Insel zu lassen. - Die Argumente sind immer die gleichen, im Falle eines Problems mit dem Produkt wird es schwierig, dieses zu reklamieren, wenn man dafür erst auf eine andere Insel muss, und darüber hinaus wirbt man eben auch für den Lokalfaktor und knüppelhart damit, dass Kaufen auf Tenerife hier Arbeitsplätze kostet. - Stimmt sogar, das ist natürlich richtig, allerdings hören und lesen sich diese Kampagnen fast schon ein bisschen feindlich, als wären diejenigen, welche nach Tenerife fahren zum Einkaufen, Verräter an der eigenen Sache. - Dabei müssen eben die hiesigen Händler reagieren, und haben das zum Teil auch schon gemacht, aber nach Jahren der sinkenden Umsätze und immer weniger Personal wird es auch schwierig, große Auswahl an Produkten bereit zu halten. - Das wirkt dann wie eine negative Spirale, weniger Angebot und weniger Auswahl bringt weniger Umsatz, und treibt damit wieder öfter Kunden auf die anderen Inseln, weil man hier eben "nichts" bekommt. - Dabei haben unsere Händler ja noch das Glück, dass viele Online-Händler gar nicht auf die Kanaren liefern, denn die Zollvorschriften, das Herausrechnen der Mehrwertsteuer und der Umstand, dass viele Pakete trotz Zollfreiheit dennoch aufgehalten werden, fast einen Monat auf dem Postzollamt liegen, und der Empfänger die Bearbeitungsgebühr dennoch bezahlen muss, sorgen auf dem Gebiet für wenig Konkurrenz zum traditionellen Handel. - Stimmt schon, dass es ärgerlich ist, dass viel Geld für die Weihnachtseinkäufe auf andere Inseln verschwindet, aber auf der anderen Seite dürfen die Händler hier auch froh sein, dass der Online-Handel auf den Kanaren nicht wirklich eine Konkurrenz ist.





Samstag 28.12.2013 17:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 18 Grad - Niederschlag 2 mm - Luftfeuchte 76 % - Luftdruck 1018 hPa
Höchsttemperatur heute 18,6 Grad - niedrigste Temperatur 15,6 Grad

Jahresrückblick
Zwölf Monate am Stück

Januar:
In Los Llanos beglückt man uns mit einem Radweg. - Nein, nicht aus Los Llanos ins Grüne, sondern mitten in der Stadt. - Die alte Stadtregierung hatte dafür Gelder beantragt, auch bei der EU. - Diese Gelder mussten nun ausgegeben werden und die neue Stadtregierung setzte das nun um, und die ehemalige Verwaltung kritisiert nun die neuen Stadträte dafür, dass die diesen Radweg machen und dafür Parkplätze dran glauben müssen. - Darüber hinaus ist der Fahrradweg auch noch sehr ungewöhnlich, denn an Einfahrten haben die Autos Vorfahrt und welchen Sinn dieser Radweg an dieser Stelle soll, das ist eine ganz andere Frage.





Februar:
Ein trauriger Unfall geschieht in unserem Hafen. - Das Kreuzfahrtschiff Thomson Majesty liegt an unserer Mole, die Passagiere besuchen unsere Insel und die Besatzung macht Übungen mit den Rettungsbooten. - Dabei reißt ein Kabel, ein großes Rettungsboot stürzt ab, fünf Seeleute sterben, und das Schiff muss noch tagelang bei uns liegen bleiben, die Polizei braucht Zeit für die Untersuchungen. - Die Passagiere werden ausgeflogen, irgendwann legt das Schiff wieder ab und in der Hauptstadt geht der Karneval weiter.





März:
Gleich am Anfang des Monats legte der Wind drei Tage lang den Flughafen und den Hafen La Palmas lahm, wir waren nicht erreichbar, und keiner kam weg von der Insel. - Das passiert immer mal wieder im Winter bei Westwind, aber selten drei Tage hintereinander. - Auch das spricht eben gegen einen kontinuierlichen Ausbau des Tourismus, die Reiseveranstalter und Fluggesellschaften verlieren bei solchen Wetterkapriolen viel Geld und besuchen so lieber Ziele, welche nicht derart dem Wetter ausgeliefert sind.





April:
Die rote Flut kommt. - Nach den starken Regenfällen im November sind an der Straße Cabeza de Vaca (Kuhkopf) einige Muren abgegangen und hat viel Mutterboden nach unten geschwemmt. - Dort genau nimmt nun der Klatschmohn die gesamte Landschaft ein und färbt ein viele tausend Quadratmeter großes Landstück rot. - Zuerst das Feuer, welches dort die Vegetation verbrannt hat, dann das Wasser, welches nun den Mutterboden fortgeschwemmt hat und nun ist die Antwort der Natur darauf der Mohn.





Mai:
Die Transvulcania bestimmt unseren Mai hier. - Ein riesiges internationales Spektakel, bereits die sechste Ausgabe in diesem Jahr lockt Spitzensportler aus aller Welt zu uns. - Die Insel steht ein paar Tage Kopf, Los Llanos wird zum Mittelpunkt des Glaubens und erst später im Jahr rechnen dann mal Leute vor, was denn ein solches Rennen kostet. - Man ist inzwischen bei 800.000 Euro und hat noch lange nicht alle Rechnungen finden können. - Aber dennoch, dieses Spektakel muss und wird bleiben, nur muss man es anders organisieren und finanzieren.





Juni:
Die Bauarbeiten an der Strandpromenade in Puerto Naos ziehen sich immer noch dahin. - Im Februar hätte bereits alles fertig sein sollen, aber keine Chance. - Die Wirte, Anwohner und vor allem die Vermieter und das große Hotel leiden fürchterlich unter der schlimmen Verschleppung der Bauarbeiten und es ist absolut fragwürdig, wie denn die Politik dieses Spiel hinnehmen kann. - Die neue Gestaltung ist schön und wird angenommen, aber künftig muss man solche Verzögerungen verhindern, der Schaden für das Gewerbe in Puerto Naos war riesengroß.





Juli:
Die Autobahn taucht wieder auf. - Dachten wir doch, die verschwindet im Krisengerappel. - Nein, öffentlicher Aushang vom Abschnitt zweiter neuer Cumbretunnel bis unterhalb El Paso. - Kein Geld nirgendwo, Inselwirtschaft schrumpft, es gibt weniger Autos, aber ein größenwahnsinniges Gobierno de Canarias will uns eine völlig unnötige Autobahn bauen. - Keine will das Ding, selbst unsere Inselpräsidentin sagt, das braucht jetzt keiner.





August:
Kein Feuer auf La Palma! - Ein August ohne Brandgeruch, keine Hubschrauber peitschen tagelang durch die Luft, auch so kann ein August aussehen. - Es ist aber auch nicht so heiß wie in den vergangenen Jahren und unsere Feuerwehren sind auch auf Zack und löschen an einem einzigen Tag gleich vier kleinere Feuer, noch bevor diese einen Flächenbrand auslösen können.





September:
Lidl, Ikea und nun auch noch McDonald´s. - La Palma ist endgültig in der globalisierten Welt angekommen. - Die Jugendlichen freut es, für die 30 Arbeitsplätze welcher der McDonald´s in Santa Cruz bietet melden sich über eintausend Menschen. - Auch wir haben jetzt den globalen Klops, ob uns das irgendwo hin, oder sogar weiter bringt, wer weiß.





Oktober:
Da kämpfen wir jahrelang gegen das Asphaltwerk von Ruiz Romero, da bastelt sich Unaspa einfach eines, ohne jegliche Genehmigung. - Keine Lizenz das Ding überhaupt zu installieren und auch keine Betriebsgenehmigung und seit September auch ein rechtkräftiges Urteil, dass dort kein Asphalt produzierendes Werk hin darf, und trotzdem errichten die dort die Anlage. - Die Gemeinde macht sich zum Affen und ist nicht in der Lage, die Installation zu verhindern. - Das wird Folgen haben.





November:
Die Dinge überschlagen sich. - In Los Llanos Misstrauensvotum gegen Noelia García und Chema de Vargas von den Sozis geht unter Schulterzucken aller Beobachter einen Pakt mit der Coalición Canaria ein. - Gegenteiliges in der Inselregierung, dort werfen die Räte der Sozialisten zusammen mit denen der Partido Popular die Coalición Canaria aus der Regierung. - Und das höchste kanarische Gericht gibt der Bürgerplattform gegen die Asphaltwerke im Aridanetal Recht, dort darf kein Asphaltwerk betrieben werden. - Ein teurer und langwierig erarbeiteter Sieg, welche aber auch ein Meilenstein im Umgang mit politischer Willkür hier sein kann.





Dezember:
Der Streit um die Pumpstation für Abwässer in Santa Cruz nimmt fast skurrile Formen an. - Die Stadt sagt, die Station muss dort hin, die Kaufleute, viele Bürger und auch die Opposition, sowohl in der Stadt- wie auch in der Inselregierung möchte dieses Ding dort nicht haben. - Klar, eine Pumpstation für Fäkalien, genau dort, am am Kreisverkehr an der alten Hafeneinfahrt, wo alle Besucher in die Stadt kommen, das hätte man besser planen müssen. Aber alle haben es gewusst und gesehen, die Politiker zumindest, auch die der Opposition, aber niemand hat etwas gesagt.





Fulanito de tal dice hoy: Nadar contra corriente

Gegen den Strom schwimmen. - Muss ich nicht erklären.


Samstag 28.12.2013 10:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 14 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 62 % - Luftdruck 1018 hPa

Gemischtwarenhandel
Erdbeben und andere bewegende Dinge

Man muss vorsichtig sein heute in Spanien, es ist der "Día de los Santos Inocentes", der Tag der Heiligen Unschuldigen, und das ist so etwas wie der Erste April. - Man erzählt Blödsinn, macht den Leuten irgendetwas glauben, und das nennt man dann "Inocentadas", also Aprilscherze, aber eben Ende Dezember. - Das mit dem starke Beben gestern nahe El Hierro, das ist sicher kein Scherz, denn das war bereits gestern Nachmittag und beschäftigt uns auch hier auf der Insel noch kräftig. - Auf El Hierro hat es vielfach Steinschlag gegeben, einige Straßen mussten gesperrt werden, aber Schäden an Gebäuden werden nicht gemeldet und niemand scheint verletzt worden zu sein. - Aber dennoch bleiben Ausrufezeichen, denn nicht nur das stärkste Beben seit Beginn der vulkanischen Krise unter El Hierro, es steht auch noch die starke Bodendeformation zur Diskussion an, über 5 Zentimeter in nur vier Tagen und die ungewöhnlichen Ausgasungen an Radon und Kohlendioxyd, welche das kanarische Institut Involcan gemessen hat. - Etwas beruhigend aber ist, dass die letzte Serie von schweren Erdstößen nicht wie bisher genau unter der Insel stattgefunden hat, sondern an die 15 Kilometer westlich der Insel. - Dort erreicht man aber schon Wassertiefen zwischen 2.500 und 3.500 Meter, und sollte sich dort eine Eruption ereignen, dann würde man davon nur etwas über die Messinstrumente mitbekommen, zu beobachten wäre sonst aber nichts. - Sicher ist das wieder der Beginn einer neuen Phase der vulkanischen Vorgänge unter der Insel, aber wo das hinführt, das weiß niemand, und die Wissenschaftler machen sich extrem rar mit Aussagen, weil man sich dabei ziemlich zum Affen machen kann, weil ganz viel ungewöhnliches dort geschieht und man keinen Vergleich von früher anwenden kann.

Auch kein "Dezemberscherz" ist der neue Haushalt des Inselregierung La Palmas für das Jahr 2014, der mit 82 Millionen Euro fast 2 Millionen höher liegt als der des vergangenen Jahres. - Damit steigt der Haushalt seit dem Jahr 2007 das erste Mal wieder an, nachdem man in den vergangenen Jahren immer deutliche Einschnitte vorgenommen hat. Man darf dabei daran erinnern, dass der letzte "Vorkrisenhaushalt" im Jahr 2007 bei noch 105 Millionen Euro gelegen hat. - Der neue Haushalt beinhaltet wieder mehr Investitionen, möchte also Impulse setzen und dabei darf man dann auch hoffen, dass das Arbeitsplätze schafft, und hier legt man besonderen Wert auf das Thema neue Technologien, welches ja immer schon das Steckenpferd unseres jetzigen Inselpräsidenten Anselmo Pestana war und ist. - Das Projekt Antares spielt dabei eine herausragende Rolle, aber eben auch der fragwürdige Wunsch nach einem "Parque Tecnológico" der viele Millionen Euro schlucke würde, nahe am Flughafen, wo doch viele öffentliche Einrichtungen und Gebäude auf der Insel leer stehen und ohne Probleme dafür genutzt werden könnten, als Teil, oder auch im Ganzen für Firmen zur Verfügung zu stehen, welche immer das auch sein mögen, um dort neue Technologien auszuüben. - Da fallen einem nicht nur riesige ungenutzte Flächen am neuen Flughafen ein, gleich zwei ungenutzt Parkhäuser und ein erster Stock des Flughafenterminals, in welchem selbst tagsüber das Licht ausgeschaltet wird. - Apropos Licht ausschalten. - In Sachen neuer Technologie wird auch der smarte Umgang mit Energien geübt, und dabei ist eine Angelegenheit die Möglichkeit zur Einsparung von elektrischer Energie. Da haben wir auch gleich einen kleinen Vorschlag, der nicht einmal neue Technologie verlangt, sondern man einfach einen Schalter umlegen muss, die vielen Straßenlaternen am nicht genutzten Industriegebiet von Los Llanos, die man erst seit ein paar Wochen angestellt hat, die kann man ohne Probleme wieder abstellen, weil niemand sich dort, außer ein paar Hunde herumtreibt, und es sich um eine riesengroße Energieverschwendung handelt. Ganz zu schweigen davon, dass man mit dem vielen Licht auch gegen das "Himmelsgesetz" verstößt, welches sich gegen die Lichtverschmutzung wendet, um die Beobachtungsmöglichkeiten für Astronomen zu verbessern. - Und auch dort im Industriegebiet von Los Llanos befinden sich zwei Gebäude, welche die Inselregierung erbaut hatte, um Investoren und Betriebe anzulocken, aber man diese Gebäude nicht einmal mietfrei an die Leute bringt. - Vielleicht könnte man ja dort Hochtechnologie unterbringen, welche herausbekommt, wie man Strom sparen kann, mitten in einem leeren Industriegebiet, welches beleuchtet ist, wie ein Lampenladen.



17:46 Uhr, das Beben der Stärke 5,1 westlich der Insel El Hierro auf dem Seismographen CTIG des Instituto Geográfico Nacional auf El Hierro





Freitag 27.12.2013 18:20 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 17 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 56 % - Luftdruck 1017 hPa

Beben der Stärke 5,1 unter El Hierro auch auf La Palma spürbar

Um 17:46 heute Nachmittag erschütterte ein Beben der Stärke 5,1 die Insel El Hierro, und bei dieser Stärke konnte man das Beben auch auf La Gomera, Tenerife und La Palma spüren. - Das Instituto Geográfico Nacional gibt die Tiefe des Bebens mit 15 Kilometer an, und ob Schäden auf El Hierro aufgetreten sind, wird noch nicht gemeldet. - Manche fürchteten, es sei ein Beben hier auf La Palma gewesen, aber das schließen die Daten des Nationalen Geografischen Institutes aus, dieses Beben gehört in die Reihe der vulkanischen Störungen unter El Hierro.


Freitag 27.12.2013 16:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 18 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 54 % - Luftdruck 1017 hPa
Höchsttemperatur heute 18,6 Grad - niedrigste Temperatur 15,6 Grad

Sag´ zum Abschied laut Servus
Das UFO ist gefallen

Irgendwie muss man sich an den neuen Anblick in Puerto de Tazacorte erst noch gewöhnen, denn es fehlt jetzt was. - "OVNI" nannte man den Turm mitten im Meerwasserschwimmbecken, welches dort seit über dreißig Jahren geplant, aber niemals fertiggebaut wurde. - Der Turm ist nicht ganz so alt, aber wohl auch schon an die 20 Jahre, mitten drin hatte man wieder mal versucht, dieses Meerwasserschwimmbecken fertig zu stellen und dabei eben diesen Turm hinein gestellt. - Man könnte das fast vorsichtig als das Wahrzeichen des Hafenortes Puerto de Tazacorte bezeichnen, aber eben ungeliebt, so dass die Gemeindeverwaltungen immer schon gesagt haben, man wolle das Ding wegnehmen. - Der alte Stadtrat allerdings, der wollte aber das Ding nur abreißen, wenn man auch wissen würde, was man denn mit dem ganzen Gelände anfangen wolle, die neue Stadtverwaltung wollte das weg haben auf jeden Fall, hat es aber, durch geschickte Verhandlungen und eben auch politischen Einfluss geschafft, dass die Inselregierung nun diesen Abriss bezahlt. - Und die haben Wort gehalten, noch vor dem Jahresende kam der Luftdruckhammer und hat das UFO angepickt, bis es zusammengefallen ist. - Jetzt muss der Kram noch auf LKW und abtransportiert werden, und dann weiß man aber immer noch nicht, was denn mit dem Filetstück an Land direkt hinter der Strandpromenade geschehen soll. - Die häufigste genannte Version ist ein Parkhaus, mit einer Freifläche darauf, die dann für kulturelle oder gesellschaftliche Ereignisse genutzt werden kann. - Also Konzerte, Sportveranstaltungen oder sonst was, nur eben ist das Geld nicht dafür vorhanden. - Aber vielleicht schafft es ja die smarte Carmen, also die Bürgermeisterin von Tazacorte es auch wieder eine andere Instanz zu begeistern, in den Puerto de Tazacorte zu investieren. - Ob sich ein privater Investor findet, der das Parkhaus betreiben will, das wage ich zu bezweifeln, denn lediglich in den Kernsommermonaten dürfte das Parkhaus rentabel arbeiten können und wir haben hier auf der Insel bereits Erfahrungen mit schlecht, (Los Llanos) und defizitär (Santa Cruz) arbeitenden Parkhäusern gemacht. - Wirklicher Abschiedsschmerz kommt bei mir nicht auf, aber man hatte sich an den Anblick schon gewohnt, und auch immer ein bisschen den morbiden Charme unserer, verspielt, verschnörkelten Fehlplanung fast genossen. - Es ist so ganz anders gewesen, als die kommende Ruine des Parque Cultural de Canarias in Los Llanos, oder die vom Spaßbad, am El Jable, auch in Los Llanos. - Das ist halt der Unterschied, da in Puerto de Tazacorte, da haben die drolligen Mist gebaut, fast schon irgendwie kunstvoll und solch ein Stück sagt dann zum Abschied ganz laut Servus.

Mit dem Wetter müssen wir uns noch kurz beschäftigen. - Ein Hoch geht, ein weiteres Hoch kommt, Gott sei Dank, aber dazwischen rutschen Niederschlagszellen rein, die uns erwischen werden. - Der Wind kommt aus Nord, Nordost, also der allermeiste Niederschlag, es kann sogar stellenweise viel werden, der wird somit auch im Norden und Nordosten der Insel fallen. - Es kann aber auch bis auf die Westseite kommen, aber hier nur ganz wenige Niederschläge. - Morgen im Laufe des Nachmittags fängt das an, übermorgen früh ist das schon wieder Geschichte.

Fulanito de tal dice hoy: Nacer con estrella

Mit einem Stern geboren werden. - Wer meist Glück hat in seinem Leben, der wird mit einem Stern geboren.






Wieder mal vielen Dank für die Fotos an Trixi und Reimund





Freitag 27.12.2013 09:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 16 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 62 % - Luftdruck 1019 hPa

Was lange währt wird irgendwann gut
Von sechs Herbergen können nur drei im kommenden Jahr eröffnet werden

Seit sieben Jahren nun warten wir auf das Funktionieren von sechs ländlichen Herbergen, welche eine zusätzliche touristische Attraktion für La Palma bieten sollen. - Gedacht für Inselbesucher, aber natürlich auch Einheimische, wollte und will man diese Übernachtungsmöglichkeiten anbieten, wenn man sich die Insel zu Fuß erwandern will. - Von Herberge zu Herberge, oder mal eine Nacht nicht im Hotel oder Ferienhaus, aber dafür eine Zweitageswanderung machen, so könnte man sich das vorstellen und wenn man das ganz pfiffig macht, dann organisiert man sogar den Gepäcktransfer von Herberge zu Herberge, auf der ganzen Welt gibt es dafür bereits Vorbilder. - Aber wir brauchen wieder etwas länger, das Ganze auf die Beine zu stellen, und wie uns jetzt in einer Presseerklärung die neue Inselrätin für Umwelt, Nieves Rosa Arroyo wissen lässt, kann man auch nächstes Jahr höchstens drei der sechs Herbergen in Betrieb nehmen. - Dabei handelt es sich um die in Puntallana, Tijarafe und Garafía, für die hofft man im kommenden Sommer bereits Betreiber finden zu können, und es wird öffentliche Ausschreibungen geben, wer denn diese Herbergen dann betreiben darf. - Für die anderen drei, die in Fuencaliente, Mazo, und San Andrés y Sauces wird es auch im kommenden Jahr noch nichts werden, diese Herbergen sind zwar fertig, aber stehen nicht im Eigentumsregister und im Falle von Mazo und Fuencaliente sind diese noch nicht einmal katastral registriert. - Seit sieben Jahren doktert man daran herum, und bringt die Papiere nicht auf die Reihe, so dass man für die drei letztgenannten Herbergen im kommenden Jahr noch keine Möglichkeit auf Inbetriebnahme sieht. - Eingeweiht wurden die Herbergen vor Jahren bereits von den Inselräten der Coalición Canaria, aber dass die Dinger auch funktionieren müssen, nicht nur hingestellt werden, das ist dann eine andere Sache. - Mit nur drei Herbergen ist dann das Netz noch ein bisschen dünn, und die Frage darüber hinaus muss sein, wie denn die Vermittlung der Übernachtungen und die Vernetzung der Herbergen aussehen wird, es wäre doch dumm, wenn es sechs Betreiber für sechs Herbergen geben würde und jeder Gast müsste seine Übernachtungen mit jedem einzelnen Betreiber absprechen. - Auf der anderen Seite kann man ja auch schlecht Lizenzen vergeben für Immobilien, welche einem gar nicht gehören, so wie das im Falle der drei Herbergen in Fuencaliente, Mazo und San Andrés y Sauces der Fall ist, und auf Nachfrage musste man zugeben, dass man noch gar nicht so richtig weiß, wie denn der Betrieb dieser Herbergen geregelt werden soll, aber so viel ist klar, die sollen in private Hände gehen. - Wir sind gespannt auf den Sommer des kommenden Jahres, ob wir dann viele Jahre nach der Fertigstellung auch mal den Betrieb zumindest einiger Herbergen erleben dürfen. - Eine gute Sache für La Palma wäre das auf jeden Fall, und könnte für einen, oder mehrere Kleinunternehmen auf dem Feld des Tourismus auch eine neue Einkommensquelle sein. - Und die neue Inselregierung könnte auch hier beweisen, dass man mehr an Taten, als an Worten interessiert ist, aber wir müssen abwarten, ob man das auch beweisen kann.



Donnerstag 26.12.2013 17:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 17 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 64 % - Luftdruck 1020 hPa
Höchsttemperatur heute 18,6 Grad - niedrigste Temperatur 12,9 Grad

Air Europa verkauft Tickets, Binter steht auf den Flugzeugen, aber die Naysa fliegt
Irrungen und Wirrungen am kanarischen Himmel

Und das Ganze möchte ich Ihnen auch noch als gute Nachricht verkaufen, ist es nämlich auch. - Die Binter Canarias, der Platzadler unter den kanarischen Fluggesellschaften, (Platzhirsch ist bei einer Fluggesellschaft nicht unbedingt stimmig) hat nun einen Kooperationsvertrag mit der spanischen Air Europa geschlossen. - Das ist gut, besonders für die kleinen Kanareninseln, denn man muss zwar zukünftig immer noch umsteigen auf den großen Inseln, wenn es dann weiter aufs Festland oder Europa geht, aber man muss das Gepäck auf Flügen von La Palma dann als Air Europa Kunde nicht mehr neu einchecken, und auch gilt das dann, trotz Umsteigen als eine Flugnummer, also hat man auch bei Verspätungen den Anspruch, weiter befördert zu werden. - Das ist ja immer wieder ein Problem, wer einen Flug mit Umsteigen mit verschiedenen Fluggesellschaften macht, und man erwischt einen Anschluss nicht, dann ist steht man dumm da. - Auch für La Palma ist das eine gute Meldung, das hatte man ja früher bereits mal in der Kombination Binter-Iberia, und warum das nicht mehr funktioniert hat, daran kann ich mich jetzt nicht mehr erinnern. - Es tun sich also auch noch gute Dinge im Flugverkehr mit dem Festland und Europa, allerdings wäre uns natürlich lieber, die Air Europa würde auch direkt nach La Palma fliegen. - Man hat uns aber auch versprochen, dass dadurch die Preise sinken, was ich allerdings nicht nachprüfen konnte. - Auf der Anzeigentafel steht nun der gleiche Flug mit zwei Flugnummern, einmal AEA für Air Europa und einmal IBB für Binter, und so denkt man dann auch, es kommen viele Flüge nach La Palma, aber das ist eine Mogelpackung, da muss man genau hinsehen. - Und fliegen, das macht ja die Binter nur noch mit 4 Flugzeugen, die meisten Routen, mit 12 Flugzeugen, werden von der "Naysa" geflogen, im "wet lease Verfahren" (man vermietet Flugzeuge samt Besatzung) aber Binter verkauft die Tickets und verwaltet die gesamte Geschichte, so kann man auch nur Flugzeuge mit dem Grün der Binter Canarias finden.

Dann gibt es noch eine andere Geschichte um den Flugverkehr nach und von La Palma, wir wollen doch unbedingt, dass die Verbindung mit Madrid den Status "OSP" (Obligación de Servicio Público) erhält. - Das wäre ein Verfahren, dass Madrid diese Verbindung so sponsert, dass die Iberia-Express täglich eine Maschine von La Palma nach Madrid und zurück fliegen müsste, und das Ministerio de Fomento eventuelle Verluste decken würde. - Das wäre super für uns, weil wir dann endlich eine sichere Verbindung mit Madrid hätten, jeden Tag im Jahr, und das würde auch die Möglichkeiten für Urlaubsreisende aus Europa deutlich verbessern. - Menorca hat sogar zwei Maschinen am Tag mit diesem Status, und das sind doch auch nur ein paar Menschen mehr, und wir wollen doch lediglich eine. - Allerdings ist noch nicht einmal ein Antrag auf das "OSP" beim zuständigen Ministerium eingegangen, obwohl man hier von dieser Möglichkeit seit langem spricht. - Das liegt aber nicht an uns, denn wir haben das längst weitergegeben, an das Gobierno de Canarias, und nur die können das im Ministerio de Fomento beantragen. - Nun weiß ich aber nicht, ob die nicht wollen, oder nicht können, und da dürfen wir wieder politischen Kleinkrieg vermuten, denn unsere Inselregierung, die wird von einem Pakt aus Partido Popular und den Sozialisten geführt, und das Gobierno de Canarias von einem Pakt der Coalición Canaria mit der PSC/PSOE. - Und wenn die den Antrag nicht weitergeben, oder diesen nicht schlüssig begründen, dann bekommen wir keine Maschine mit "OSP", sondern eine mit "NADA".

Fulanito de tal dice hoy: Mosquita muerta

Scheinheilige, den Unschuldsengel spielen, so aussehen, als können man kein Wässerchen trüben und auch die Falsche Schlange.






Donnerstag 26.12.2013 09:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 13 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 59 % - Luftdruck 1022 hPa

Kein Kind ohne Geschenk zu "Reyes"
Helfen und helfen lassen

Man braucht nicht mal eine Wirtschaftskrise, um Familien mit wenig finanziellen Ressourcen an solchen Tagen wie Weihnachten klamm dazustehen zu lassen. - Aber zugegeben, bei uns sind es ein paar mehr als der, fragwürdig geduldete normale Armenstand in der Europäischen Union, und wo man dann Geschenke für die Kinder herbekommt, für den Tag der Heiligen Drei Könige, das ist dann auch wieder die große Frage. - In der Hauptstadt Santa Cruz gibt es dazu jedes Jahr ein bereits traditionelles Geschenketeilen, wo Kinder aus privilegierten, oder einfach ganz normalen Familien Spielzeug abgeben, an die, welche weniger haben. - Die Grenzen zwischen gespieltem Christentum und gedachten Kommunismus sind manchmal ganz fein, aber es braucht keine Ideologien um klar einzusehen, dass wer mehr hat, denjenigen, die nichts oder wenig haben, geben sollte. - Am Freitag ist es wieder so weit, dann können Kinder, aber auch Erwachsene, im Rathaus ihre Spielsachen abgeben, die bitte noch in sehr gutem Zustand sind, und ein Abgesandter der Heiligen Drei Könige wird dann die Spielsachen entgegennehmen. - Das kann man zwischen 10:30 und 13:30 machen und am Nachmittag dann wieder von 17:00 bis 20:00 Uhr, auch Abgesandte von Heiligen Königen scheinen inzwischen gewerkschaftliche Ruhepausen zu haben, aber loswerden kann man seine Spielsachen auf alle Fälle. - Der Sozialdienst der Stadt kümmert sich dann darum, dass diese Spielsachen zu "Reyes" an die bekannten bedürftigen Familien verteilt werden und eben auch breites Kinderlachen in die Häuser trägt, in denen wohl seltener gelacht wird, als in anderen Häusern. - Gut, das weiß man so auch wieder nicht, wer denn nun mehr lacht, ich habe da in meinem Leben schon äußerst interessante Überraschungen erlebt. - Sollten Sie also Spielsache übrig haben, dann wissen Sie ja jetzt, wohin damit.

Aber auch wer keine Spielsachen hat, auch der kann helfen, dazu gibt es genügend wohltätige Organisationen, welche sich um soziale Angelegenheiten kümmern. - Aber auch die brauchen Unterstützer, und da tut sich, eben gerade mit dem Hintergrund Immigrant zu sein, immer wieder die Hilfsorganisation "SOS La Palma" hervor. - Die haben nun in Breña Alta Spielsachen für 25 Kinder gekauft, von deren Familien man auch weiß, dass die sonst ihren Kindern nichts zu den Feiertagen hätten kaufen können. - "SOS La Palma" macht das aber immer über den Sozialdienst der Gemeinden, und über die Caritas, denn die wissen viel besser, wer denn wirklich bedürftig ist, und wo es nicht ganz so klemmt, und oft ist es auch eine Frage der Ehre, wie denn geholfen werden kann und wie man hilft, ohne eben das Ansehen der Personen in Frage zu stellen. - Profis aus der caritativen Branche wissen das sehr gut, dass Helfen auch eine schwierige Kiste sein kann, und es deutlich auf den Ton und die Umstände ankommt, wie man denn helfen kann. - Mein Tipp ist da ganz einfach, entweder haben Sie in der Nachbarschaft eine bekannte Familie, der Sie direkt helfen können, oder Sie wenden sich an "SOS La Palma" und werden einer der vielen, es könnten aber immer mehr sein, Unerstützer, welche dieser Organisation mit Geldspenden helfen. - Das sind allesamt Ausländer wie wir, die eben ihren Teil dazu beitragen wollen, dass es unseren Gastgebern auch so gut geht wie uns selbst. - Und wo unsere kleine Spende vielleicht wirkungslos versiegen könnte, die bringen dann doch mehr Gewicht ein und können gezielt helfen. - Bislang unterstützt man mit monatlichen Zahlungen die Caritas in Los Llanos, in Santa Cruz und die Baptistengemeinde in Los Llanos, und zukünftig wird man auch noch mit den Caritas-Stationen in El Paso und Mazo kollaborieren. - Und natürlich weitere punktuelle Aktionen unternehmen, wie das mit dem Kaufen der Geschenke in Breña Alta. - HIER geht es auf die Webseite von "SOS La Palma", da liegt man auch keinen Fall schief, wenn man denn andere an seinem Glück und Wohlstand teilhaben lassen will.





Mittwoch 25.12.2013 17:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 19 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 40 % - Luftdruck 1021 hPa
Höchsttemperatur heute 20,9 Grad - niedrigste Temperatur 11,0 Grad

Wirres und zusammenhangloses Zeug
Kein Huhn überfahren in Tijarafe

Aber trotzdem flog heute der Hubschrauber vom Gobierno de Canarias dort hin, also muss etwas passiert sein.- Von der "CECOES" (Centro Coordinador de Emergencias y Seguridad), das sind die, die rangehen, wenn Sie 112 wählen, also den Notruf, können wir erfahren, dass es einen Unfall mit einem Gleitschirmflieger bei Tijarafe gegeben haben muss. - Allerdings war der Hubschrauber wohl gar nicht nötig, andere Gleitschirmflieger haben den unverletzten Havaristen wieder auf die Beine gestellt. - Also, nichts passiert, ist besser so. - Uns wird immer allen komisch, wenn ein Hubschrauber hier fliegt, denn das heißt meist, dass etwas passiert ist, Feuer ausgebrochen oder Paulino Rivero oder sonst ein hoher Politiker wird eingeflogen, also das gesamte Horrorprogramm. - Meine Familie weigerte sich bislang das Haus zu verlassen, die wollten noch nicht das Skelett schütteln, haben sogar den höchsten Trumpf gezogen, den Max so zu sagen, (fragen Sie einen Bayern, was das bedeutet, jeder sollte immer einen Bayern bei sich haben, ist praktisch…) die haben sich glatt hingesetzt und gelernt, die Eine Mathematik, die Andere Transport und Tourismus, und dann kann ich doch nicht hingehen, und die davon abhalten. - Ich weiß nun aber, wie ich die Mädels zum Lernen bringe, bin mir aber nicht sicher, ob das immer gelingt. - Aber vielleicht heute Abend noch, da hat man noch nicht abgelehnt einen Spaziergang zu machen, als Gegenleistung dann aber ein Abendessen. - Mal sehen, wo wir dann heute Abend ein Restaurant finden, welches offen ist. - Unter El Hierro ist es heute bereits wieder ruhiger geworden, bislang sind es "nur" sechs seismische Ereignisse über 1,5 heute gewesen, die Zahl ist also spürbar gesunken. - Allerdings hat es deutliche geodätische Bewegungen gegeben, die Insel hat sich während der Beben um 1,5 Zentimeter angehoben und wie das kanarische Institut "Involcan" berichtet, hätte man auch ungewöhnlich hohe Ausgasungen von Radon und Kohlendioxyd messen können während des letzten Anstiegs der Zahl der Erdstöße. - Man hätte diese Ergebnisse auch an die "PEVOLCA" (Plan Especial de Protección Civil y Atención de Emergencias por Riesgo Volcánico) weitergegeben, das ist ein mit Wissenschaftlern, Politikern und auch dem Rettungswesen besetztes Gremium, welches die Risiken bewerten soll und eventuelle Maßnahmen beschließt. - Die haben allerdings keine Notwendigkeit gesehen, da irgendetwas zu unternehmen, aber vielleicht haben die auch einfach nur Weihnachten… Wir haben ja keinen zweiten Weihnachtsfeiertag, für uns ist morgen ganz normaler Arbeitstag, wir kennen auch keinen Ostermontag, auch den Tag sparen wir uns, aber dafür kennen wir noch mehrere lokale Feiertage und so gleicht sich das sicher wieder aus. - Also, Ihnen in Deutschland noch einen schönen Feiertag, wir gehen jetzt doch noch ein wenig spazieren und morgen machen wir dann wieder ganz normal weiter.

Fulanito de tal dice hoy: Morir en su ley

In seinem Gesetz sterben - Wer zu stolz ist, oder zu rechthaberisch und sich damit in Schwierigkeiten oder um Möglichkeiten bringt, der "stirbt in seinem Gesetz".




Den Platz unter dem Weihnachtsbaum haben sich die kleinen Katzen erobert, die Großen kommen im Moment gar nicht ins Wohnzimmer, weil halt irgendeine der drei Kleinen dort immer rumwuselt.





Mittwoch 25.12.2013 09:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 11 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 15 % - Luftdruck 1021 hPa

Navidad
Frische Nacht und schöner Tag

Eigentlich hieß es, wir wollten ausschlafen, aber wir sind nicht in der Übung dazu. - Die Nacht war wieder sehr kalt für unserer Vorstellungen, 11 Grad sind die Schlottergrenze und in der Küche haben wir beim Frühstück den Backofen angehabt, um es uns angenehm zu machen. - Der Heilige Abend verlief bei allerbestem Wetter sehr angenehm, die vielen Ankömmlinge konnten sich auch alle noch versorgen, die meisten Geschäfte machten erst um 19:00 Uhr zu und danach werden bei uns am Heiligen Abend die Bürgersteige hochgeklappt. - Bescherung gibt es nicht, die findet ja erst am 6. Januar statt, am Tag der Heiligen Drei Könige, denn die haben ja die Geschenke mitgebracht, und dieser Schluss ist ja auch nicht wirklich von der Hand zu weisen. - Wobei das ja alles Symbolik ist, keiner weiß was und wie das alles war, ist aber auch egal, wichtig ist, was man draus macht. - Wir haben was draus gemacht, und nach dem äußerst geselligen und üppigen Essen noch zusammengesessen und dann einen alten James Bond geguckt. - Darauf konnten wir uns einigen, war der kleinste gemeinsame Nenner und wir haben uns prächtig amüsiert darüber, wie man früher Filme gedreht hat und welch platter Sexismus die ersten Bondfilme beherrscht hat. - Schweinebraten, aus der Schulter, in kräftiger Soße, nicht gebunden, sondern einfach nur den Bratensaft, dazu Semmelknödel und lange geschmortes Sauerkraut, so wie man das in Bayern gerne hat, dass es kaum noch Biss hat und auch eigentlich schon gar nicht mehr sauer ist. - Die fleischlose Fraktion bekam Zucchinipuffer mit Rahmchampignons zum Semmelknödel, muss auch lecker gewesen sein, und danach gab es als Hammerdessert selbst gemachte kleine Windbeutel, ich glaube man sagt Profiteroles, gefüllt mit einer Himbeercreme aus frischen Himbeeren, Sahne, griechischem Joghurt und Zucker. - Ich esse selten Nachtisch, süß ist meist nur mein Kaffee, aber da habe ich auch kräftig hingelangt und zum Schluss haben wir uns noch die Schale mit dem Rest der Creme geholt, die nicht mehr in die Windbeutel gepasst hat. - Wir gönnen uns aber sonst auch was, na ja, wenn Zeit ist und wenn wir die Muße dazu haben. - Die Katzen haben gestern Abend auch alle ein kleines Stück Schweinebraten bekommen, wobei die Hälfte das gar nicht wollte, das verzogene Kätzchen aus Gran Canaria aber wohl, da mussten wir deutlich aufpassen, dass die nicht zu viel abbekommen hat. - Die kalte Nacht verspricht uns wieder einen sonnigen Tag, irgendwie muss ich meine Brut heute noch mit Programm locken, ich will raus in die Berge, das Skelett durchschütteln wie man hier sagt, die Windbeutel müssen wieder raus, mal sehen, wie ich das gegen die wohlige Weihnachtsträge schaffe.





Dienstag 24.12.2013 09:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 11 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 39 % - Luftdruck 1021 hPa

Noche Buena
Noch viel Arbeit steht vor dem Weihnachtsbaum

Die kälteste Nacht bislang in diesem Winter, aber der Lohn dafür wird sein, dass heute ein sonniger Tag sein wird. - Ein Dienstag und damit Hauptanreisetag für Urlauber, und heute kommen eben die Weihnachtsflüchtlinge, die sich dem Trubel entziehen wollen. - Gutes Wetter, zumindest auf der Westseite bis zum kommenden Neuen Jahr, so weit verrät uns das das Global Forecast System, und nach aller Erfahrung bringen die die besten langfristigen Voraussagen. - Also Weihnachten kann kommen, bei uns mit Schweinebraten und Semmelknödel für die Karnivorenfraktion, meine Frau hat selbst als Niedersächsin inzwischen von mir den Semmelknödelorden ehrenhalber erhalten, und die Vegetarier unter uns bekommen Zucchinipuffer mit Champignonrahmsoße und dazu eben auch einen Semmelknödel, irgendwo gibt es also immer einen kleinsten gemeinsamen Nenner, und darauf sollte man aufbauen. - Und wenn es nur Semmelknödel sind. - Die Korea-Tanne steht, inzwischen sind es über einhundert Zuschriften was die Vorschläge für die Messebesuche angeht, wir haben gestern mit 144 E-Mails, ohne Spam, sicher einen neuen Rekord erzielt, und nun muss ich übermorgen das Ganze auswerten und zusammenfassen, aber es lassen sich bereits Schwerpunkte anhand vieler Wiederholungen erkennen. - Aber der Rat für Tourismus wird jeden Vorschlag unterbreitet bekommen, wobei viele Vorschläge hier auch längst kundig sind. - Heute Abend gibt es keine weiteren Nachrichten, ich stecke dann meine Füße unter das, was wohl einen Weihnachtsbaum symbolisieren soll und gehe ganz in Familie auf. - Ihnen alle wünschen wir ein friedvolles und wunderschönes Weihnachtsfest, lassen Sie es sich gut gehen, und nicht nur an Weihnachten!




Frohe Weihnachten aus einer der schönsten Städte der Welt, El Paso





Montag 23.12.2013 17:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 21 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 23 % - Luftdruck 1021 hPa
Höchsttemperatur heute 21,3 Grad - niedrigste Temperatur 13,2 Grad

Kurzgeschichten
Messen im Norden, El Hierro schüttelt sich zu Weihnachten und Café Vitoria ist zu haben

52 Hinweise auf Messen und Veranstaltungen haben wir bis jetzt bekommen, das ist eine wunderbare Hilfe, wusste ich doch, dass ich mich auf unsere Leser verlassen kann. - Was allerdings auffällt ist, das sind fast ausnahmslos Unterfangen in Süd- und Mitteldeutschland, der Norden ist sehr dünn nur vertreten, darum noch mal den Aufruf auch an den Norden der Republik, wir suchen Messen und Veranstaltungen, wo wir uns als Insel werbend zeigen können. - Auch aus dem Süden, weitermachen, aber es kann doch nicht sein, dass im Norden keine Messen abgehalten werden, die mit Tourismus oder Sport oder sonst was zu tun haben, wo La Palma sich direkt möglichen Gästen zeigen kann. - Und vielen Dank allen, die uns bereits ihre Vorschläge zugesandt haben!

Unter El Hierro kommt die Erde einfach nicht zur Ruhe, und gerade jetzt zu Weihnachten melden sich erneut Schwarmbeben mit einigen Ausreißern nach oben, die auch wieder von der Bevölkerung gespürt worden sind. - Seit dem 19. Juli 2011 erlebt man eine vulkanische Krise unter El Hierro, mit dem Höhepunkt einer unterseeischen Eruption beginnend am 10.10.2011. im Süden der Insel, unweit der Stadt La Restinga. - Zwar vermuten viele Experten, dass auch im Norden der Insel eine unterseeische Eruption stattgefunden haben könnte, aber wahrscheinlich so tief unter dem Wasser, dass man diese gar nicht beobachten konnte. - Einig ist man sich überhaupt nicht, denn es ist eigentlich untypisch für kanarische Vulkane, dass die Ereignisse von solch langer Dauer sind. - Eine Eruption gibt es zwar schon lange nicht mehr, aber die Beben hören eben nicht auf, was ein Zeichen dafür ist, dass weiter Magma unter der Insel und auch dem Sockel verschoben wird. - Mittendrin gibt es Wochen, da finden nur ganz wenige Beben statt, dann wechselt sich das wieder mit Tagen von hoher seismischer Aktivität ab. - Nun ist es wieder so weit, genau unter der Insel in Tiefen zwischen 15 und 19 Kilometer haben alleine heute bereits über 60 Beben stattgefunden, welche Magnituden von mehr als 1,5 hatten und die stärkste war 3,1 und konnte auch von der Bevölkerung gespürt werden. - Das Nationale Geographische Institut beruhigt, es sei völlig normal, dass es Phasen mit stärkerer seismischer Aktivität gebe, aber man beobachte die Insel El Hierro sowieso permanent.

Und dann noch ein Hinweis für mögliche Unternehmer der gastronomischen Branche, das Café Vitoria sucht einen, der den Laden übernimmt. - Das Café mit der Bäckerei hat sich wunderbar eigenführt hier auf La Palma, bestens bekannt unter den Einheimischen wie deutschen Residenten und es ist wirklich schade, dass das nun nicht mehr weitergehen soll. - Aber man hofft eben auf einen, der das übernehmen will, am besten auch als Café und Bäckerei weiterführt, denn es ist ja alles vorhanden. - Bis man einen neuen Pächter gefunden hat geht der Betrieb allerdings wie gewohnt weiter, man hat es nicht eilig. - Wer daran interessiert ist, der setzt sich bitte mit Herrn Joachim Wahl in Verbindung, 0034 922 486142. - Bilder, besonders von der Backstube gibt es auf der Webseite des Café Vitoria zu sehen. -

Fulanito de tal dice hoy: Mover cielo y tierra

Himmel und Erde bewegen - Dazu muss ich nichts sagen, das sagt man auf Deutsch auch so und bedeutet auch das gleiche.




Das Café Vitoria in Los Llanos





Montag 23.12.2013 09:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 13 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 40 % - Luftdruck 1022 hPa

Werbung für La Palma in Deutschland
Dafür brauchen wir Ihre Hilfe

Wir haben ja eine neue Inselregierung, die nun endlich die Schatten aus 17 erfolglosen Jahren einer verfehlten Tourismuspolitik abschütteln kann. - Ein neuer Rat für Tourismus, endlich einer, der auch was davon versteht, weil er eben auch aus der Branche kommt, und es gibt einige gute Anzeichen dafür, dass sich wirklich etwas im Gesamtkonzept Marketing ändern wird. - Wenn man denn bislang überhaupt von einem Marketingkonzept sprechen konnte, denn so wirklich wusste man ja gar nicht, wie man denn diese Insel überhaupt anbieten will. - Bislang versuchte man die Flugverbindungen mit dem Scheckheft sicher zu stellen, also die Fluggesellschaften und Reiseveranstalter zu subventionieren, und das kommt auf die Dauer sehr teuer und bringt uns auch in eine Situation, welche nicht wirklich mit Nachhaltigkeit in Verbindung gebracht werden kann. - Hier setzt nun der neue Inselrat an und will die Situation neu ausrichten, anstatt die Vorhaltung von genügend Flugkapazitäten durch Subventionen zu fördern, will er die Nachfrage nach Flügen nach La Palma steigern, damit die Fluggesellschaften und Reiseveranstalter von sich auch mehr Flüge nach La Palma anbieten. - Wie man das allerdings erreichen will, diese Frage ist natürlich erlaubt, und da wird es eine Kampagne gerade für Deutschland geben, die voll und ganz auf den direkten Kontakt zwischen den Werbern für La Palma und dem potentiellen Gast setzt. - Anstatt breit auf den großen Tourismusmessen meist sinnlose Aktivitäten zu veranstalten, will man auf die kleineren und auch lokalen Messen setzen, welche viel besser den direkten Kontakt von Anbieter und Kunde ermöglichen. - Das sind Tourismusmessen, aber eben auch Messen oder Veranstaltungen aus dem Bereich Wandern, Wanderausrüstung, Wanderkleidung, dann Messen im Bereich Wellness, Gesundheit, Ökologie und überhaupt jegliche Messen, auf denen man es sich vorstellen könnte, für unsere kleine Insel konstruktiv zu werben. - Dazu benötigen wir dringend Ihre Hilfe, denn wir wissen nicht, welche Messen sich dafür eignen würden, welche Veranstaltungen uns denn die Möglichkeit ließen, uns dem Publikum zu zeigen. - Am besten natürlich, wenn im näheren Umfeld der Messe oder der Veranstaltung auch noch ein Flughafen liegt, von welchem aus man nach La Palma fliegen kann, aber zunächst mal bitten wir Sie, uns Ihre Vorschläge zukommen zu lassen, wie und wo man denn in Deutschland mehr Werbung für La Palma machen kann und da eben bevorzugt auf Messen und ähnlichen Veranstaltungen. - Ich habe gute Möglichkeiten Ihre Vorschläge dem neuen Inselrat für Tourismus zu übermitteln, und dann geht man daran mit guten Leuten und auch einem gestiegenen Haushalt für Tourismus, das neue Werbekonzept konkret auszuarbeiten und dann auch umzusetzen. - Dabei wird Deutschland im direkten Focus stehen, und wenn Sie uns sagen können, auf welchen Messen wir uns zeigen sollten, dann können Sie uns wertvolle Hilfe zukommen lassen. - Einfach Ihre Vorschläge an unsere E-Mail Adresse, ich sammle das und gebe es weiter. - Vielen Dank schon mal im Voraus.



Sonntag 22.12.2013 17:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 23 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 18 % - Luftdruck 1021 hPa

Weihnachtslotterie
So ein bisschen ist auch auf La Palma geblieben

Der erste Preis, also der "Gordo", den haben wir hier auf den Inseln nicht bekommen, der geht komplett auf dem Festland an Gewinner und wie wir gehört haben, waren die 1.600 Lose mit der Nummer 62.246 überall im Land verteilt. - Aber der zweite Preis, der ging nach Tenerife, und der zweite Preis, das sind immerhin noch 125.000 Euro und damit gingen 200.000.000 Euro nach Tenerife. - Genauer gesagt nach Granadilla de Abona und dort wurden die an den Tankstellen verkauft. - Ein paar Lose davon haben auch Palmeros gekauft, die gerade dort eben unterwegs waren, tanken mussten und sich dabei eben auch diese Lose gekauft haben. -Bislang weiß man von 5 Personen auf der Insel, die ein Los mit der Nummer 79.712 gekauft haben, es ist aber nicht auszuschließen, dass es noch mehr Leute sind. - Es ist durchaus üblich, woanders als im Heimatort die Lose der Weihnachtslotterie zu kaufen, mache behaupten, das bringe Glück, und mindestens in diesen fünf Fällen war das dann auch so. - Für Granadilla de Abona ist das natürlich jetzt der Hammer, an die 200.000.000 Euro, minus 20% Steuern, können nun dort in den lokalen Wirtschaftskreislauf einfließen, die Region sollte in den kommenden Monaten ein deutliches Wachstum verspüren können. - In Santa Cruz de La Palma hatte man im Jahr 2001 auch mal Teile des "Gordo" verkauft, damals landeten, ich weiß es nicht mehr ganz genau, aber ich glaube es waren 90 Millionen Euro in der Stadt und Umgebung, und damals machte der Handel und die anderen Gewerbe auch deutliche Umsatzsteigerungen. - Und besonders der Immobilienmarkt wurde angetrieben, denn ein Haus, oder Apartment kaufen, oder abbezahlen, das ist so ziemlich die häufigste Art sein Geld unter die Leute zu bekommen nach solch einem Gewinn. - Aber auch Teile eines fünften Preises sind nach La Palma gegangen, dafür gibt es zwar "nur" 6.000 Euro und diese sollen in San Andrés y Sauces verkauft worden sein. - So ein bisschen Glück hat La Palma also auch gehabt, auch wenn eben die große Nachbarinsel Tenerife deutlich mehr abbekommen hat. - Mich freut es für alle die gewonnen haben, und ich hoffe auch, dass es damit Leute getroffen hat, die es wirklich nötig gehabt haben. - Wir müssen weiterarbeiten, unser Los hat nichts gewonnen, machen das aber sogar gerne, und uns geht es ja im Moment sowieso richtig gut, da unsere Familie ja komplett ist und wir heute alle zusammen unsere koreanische Plastiktanne so gut schmücken, wie das eben geht. - Wer nun keinen der Hauptpreise gewonnen hat, der kann ja immer noch einhundert Euro gewonnen haben, man sollte auf jeden Fall sein Los kontrollieren, das kann man auf vielen Seiten machen, ich verlinke hier mal auf Canarias7 - Viel Glück!

Fulanito de tal dice hoy: Morir con las botas puestas

Mit angezogenen Stiefeln sterben - Ich habe zwei Erklärungen dafür gefunden. - Zunächst geht es wirklich um den Tod, also wenn jemand aufrecht und seinen Vorstellungen treu gelebt hat und bis in den Tod hinein das auch vertritt, dann stirbt der mit den Schuhen an. - Die zweite Erklärung kommt ohne Todesfall aus, wenn jemand eine Angelegenheit mit Energie und gradlinig auch gegen großen Widerstand antreibt oder durchficht, dann sagt man auch, der stirbt mit den Stiefeln an den Füßen.



Sonntag 22.12.2013 09:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 14 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 39 % - Luftdruck 1021 hPa
Höchsttemperatur heute 20,1 Grad - niedrigste Temperatur 14,3 Grad

Lass dich vom Dicken anfassen
Singende Kinder verteilen Milliarden

Jetzt um diese Uhrzeit bereits hat jeder sein Radio an oder den Fernseher laufen, denn heute am 22. Dezember ist man wie alle Jahre in Spanien, ganz einer singenden Kinderschar hörig. - Die 36 Jungen und Mädchen aus der Klosterschule "San Ildefonso" sind seit 1771 die Glücksbringer der Nation und diese Nation hat viel Glück nötig. - Sie sind es, welche die Prämien und Losnummern der weltberühmten Weihnachtslotterie tatsächlich singen, und nicht einfach nur sprechen, böse Zungen behaupten auch, es sei der spanische Weihnachts-Rap. - Es ist zwar eher ein Sprechgesang und enthält keine Liebesschwüre oder gar sozialkritischen Texte, so etwas will heute auch keiner hören, sondern die richtigen Zahlen und den Hauptgewinn, den "Gordo". - So nennen wir den Hauptgewinn, der mit 400.000 Euro dotiert ist, eigentlich gar nicht so viel Geld, und ob man sich damit bereits zur Ruhe setzen kann, das sollte man sich gut überlegen. - Das ist aber genau der Trick an der Geschichte, man soll eben nicht so viel Geld gewinnen können, dass man locker und faul von den Zinsen leben kann, dann ist das Geld ja weg von der Straße, und es wird nicht ausgegeben. - Warum aber dann so viel Aufregung und mediales Interesse um eine Lotterie, in der man "nur" 400.000 Euro gewinnen kann? - Hier kommt das komplizierte System mit den Zehntellosen und den Serien ins Spiel. - Den Hauptgewinn gibt es 1.600 Mal und ist damit sehr breit gestreut, es gewinnen also sehr viele Leute sehr viel Geld. Es werden 180 Serien verkauft mit 85.000 verschiedenen fünfstelligen Nummern. Grundsätzlich besteht ein Los aus 10 Einzellosen, eben "Décimas" und das pro Serie, und das muss man dann eben mal 10 nehmen, und schon kommt man auf die Summe von 1.600 "Gordos" a 400.000 Euro. Viel Geld, allerdings halt gut verteilt, die meisten kaufen von einer Losnummer eben nur ein Zehntellos, ein "Décimo". Darüber hinaus gibt es auch noch zweite, dritte, vierte und fünfte Preise und jede Menge an Geldprämien von einhundert Euro pro Zehntellos, heute wird richtig Geld verteilt. - Gegen Mittag spätestens weiß man spätestens ob man selbst Glück gehabt hat, oder ein weiteres Jahr auf den Dicken (el Gordo) warten muss. Das mit dem "Dicken" ist ja auch ein schönes Wortspiel, denn eigentlich will ja keiner von dem "Dicken" angefasst werden, aber handelt es sich dabei um den Hauptgewinn, also den "Gordo de Navidad", dann ist das natürlich eine andere Sache. - Solch ein Los, also ein "Décimo" (Zehntellos) kostet immerhin 23 Euro, 20 das Los und 3 Euro für den Verkäufer und im Schnitt hat jeder Spanier davon 3 Lose, eingeschlossen Kleinkinder, Greise und Politiker. - 2,3 Milliarden Euro, so viel haben die Spanier in diesem Jahr für diese Lotterie ausgegeben, dafür bekommt man schon ein kleines Entwicklungsland, oder aber einen kleinen Teil der Schulden einiger Banken, man hat also wohl die Wahl. - 2 Milliarden werden davon wieder auf die Gewinner ausgeschüttet, der Rest wandert in die Kassen der Lotería Nacional, die davon natürlich zunächst ihre Kosten decken, und Gehälter zahlen, aber auch viele soziale Einrichtungen mit Geldern versorgen. - Und neu ist auch, dass man dieses Jahr eine Steuer auf Lotteriegewinne eingeführt hat, immerhin 20%, also bleiben einem vom "Gordo" nur noch 320.000 Euro. - Insgesamt hat man dieses Jahr wohl erneut an die 10% weniger Umsatz gemacht mit dem Wahnsinn des "Gordos", die "Krise" zeigt auch hier ihre ambivalente Fratze. - Auch ist der Wahnsinn um die Weihnachtslotterie regional sehr unterschiedlich gestaffelt. In den autonomen Regionen La Rioja, Castilla y Leon, Asturias und Aragón geben die Leute pro Kopf um die 80 Euro für Lose der Weihnachtslotterie aus, so in Andalusien, den Balearen und den Kanaren sind es lediglich um die 30 Euro. - Schlusslicht dieser Hitparade ist die spanische Exklave in Marokko, die Stadt Ceuta, wo durchschnittlich pro Einwohner nur 15 Euro für diese Lotterie ausgegeben werden. - Bis auf die Balearen, ließt sich diese Reihenfolge auch so ein bisschen nach der Prosperität der spanischen Regionen, wo viel ist, da wird viel gespielt, denn 23 Euro pro Los, die kneifen schon, wenn man arbeitslos ist und für das Abendbrot noch kein Brot hat. - So bleibt nur zu hoffen, dass die Gewinne gut verteilt über das Land gestreut werden, und wer sehen und hören will, wie die Klosterschüler aus San Ildefonso Milliarden von Euro aussingen, der kann das HIER machen.



Vielleicht wird es ja was...





Samstag 21.12.2013 16:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 19 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 20 % - Luftdruck 1019 hPa
Höchsttemperatur heute 20,1 Grad - niedrigste Temperatur 14,3 Grad

Eltern, nur teilweise zurechnungsfähig
Die ältere Tochter kommt, haben wir an alles gedacht?

Sonst sagt man ja, die größere Tochter kommt, wenn man mehr als eine hat, wenn man die ältere meint, aber da bei uns die jüngere die größere ist, müssen wir da immer ein bisschen aufpassen. - Heute Nachmittag ist die Familie dann wieder mal für fast drei Wochen komplett, und wir sind seit Tagen irgendwie nicht mehr richtig zu gebrauchen, da mütterliche wie väterliche Instinkte unsere normale Handlungsfähigkeit ziemlich aushebeln. - Wir sind nur noch am Einkaufen, der Kühlschrank quillt bereits über, wir haben bereits einen alten Kühlschrank der in einer Abstellkammer steht auch wieder in Betrieb genommen, weil wir andauernd irgendwelche Sachen im Supermarkt finden, den doch unser Besuch immer so gerne gegessen hat. - Wir planen, verwerfen, terminieren Ausflüge und Vorhaben, die dann doch sicherlich wieder komplett anders ablaufen, weil Madame aus Gran Canaria ihren ganz eigenen Kopf hat, also ein gelungenes Stück unserer freiheitlichen Erziehungsbemühungen geworden ist. - Manchmal verwirrt uns das auch, wenn man vom Beschützer zum Zuhörer wird, also vom Aktivposten in die Passive geschoben wird, aber genau das haben wir doch eigentlich gewollt, dass die ihre Dinge selbst in die Hand nimmt und ihr Leben bestimmt. - Fast scheint mir da ein bisschen Anbiederung auch mitzuspielen, bloß alles richtig machen, damit sie zufrieden mit uns ist, als gäbe es da irgendwo Konkurrenz. - Die könnte ja höchstens im gesellschaftlichen Rahmen liegen, denn alle Studenten, die außerhalb La Palma jetzt leben, die kommen diese Tage auf die Insel geflogen und dann treffen sich alte Seilschaften und Freundschaften und ziehen dann eben auch abends um die Häuser, und so hat unsere ältere Tochter bereits für heute Abend klar gemacht, gemeinsames Abendessen ja, aber dann schwirrt sie davon und vor morgen Mittag möchte sie nicht geweckt werden. - Ich weiß gar nicht, wo sie das her hat, Anweisungen zu verteilen, aber die kommen an, niemand wagt daran zu zweifeln, wunderbar, du willst weg gehen, hast du genügend Geld, und was willst zu zum Frühstück haben? - Wobei das fast immer so ist, dass ihr Frühstück mit unserem Mittagessen kollidiert, dann wird schnell das unberührte Frühstücksgedeck abgeräumt und der große Teller bereitgestellt. - Und da wir jetzt alle erwachsen sind, werden keine Geschenke mehr gemacht, das haben wir uns alle versprochen, wobei gestern Abend meine jüngere Tochter zu mir sagte, Papa, gib mir ein bisschen Geld, dass ich für Mama was kaufen kann. - Ich gab ihr meine Geldbörse und sagte aus Spaß: Nimm doch gleich ein bisschen mehr raus, dann kannst du für mich auch was kaufen, und die hat das nicht als Spaß verstanden. - Ich bin mir bei meiner Frau nicht so ganz sicher, ob die nicht doch noch was für die beiden Töchter versteckt hat, denn sonst könnte es wirklich passieren, dass unsere Mädels uns etwas zu Weihnachten schenken, wir ihnen aber nichts. - Die Welt ist lange bereits verdreht, manchmal sogar im wahrsten Sinne des Wortes verrückt, und mich wundert da eigentlich gar nichts mehr, besonders nicht bei sich selbst stressenden Eltern, die den Fehler begehen, keine Fehler machen zu wollen. - Ich glaube, das werden wunderbare und wunderschöne Feiertage, genug zu essen haben wir auf alle Fälle.

Fulanito de tal dice hoy: Morderse la lengua

Auf die Zunge beißen - Den Mund halten, obwohl man eigentlich unbedingt etwas sagen wollte




Binter bringt sie, Binter nimmt sie, die Brut...





Samstag 21.12.2013 09:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 14 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 36 % - Luftdruck 1021 hPa

Fällt das Ufo jetzt?
Wahrzeichen von Puerto de Tazacorte steht vor dem Aus, schon wieder

Die Leute aus Tazacorte wollen es eher als Unwahrzeichen betrachten, denn niemand liebt diese komische Struktur, im niemals vollendeten Meerwasserschwimmbecken des Badeortes und Hafens Puerto de Tazacorte. - 30 Jahre lang steht dieses Ding dort herum, und sollte mal Mittelpunkt, Sprungturm und eben auch Wahrzeichen eines Meerwasserschwimmbeckens sein, welches Puerto de Tazacorte zu jeder Jahreszeit als Badeort ausloben könnte. - Damals war der Strand dort noch nicht durch das Schließen der alten Mole so abgesichert wie heute, und es gab eben viele Wochen im Jahr, in denen es unmöglich war, dort baden zu gehen. - So plante man eben ein großzügiges Schwimmbecken dort auf der anderen Seite des Strandes, aber Geldmangel ließ den Eifer schnell erliegen und dann machte sich in fast regelmäßigen Abständen auch noch das Meer über das Schwimmbecken her. - Lange überlegte man, ob man denn das Vorhaben Schwimmbad noch irgendwie umsetzen könnte, aber je länger man die Zeit ins Land streichen ließ, um so klarer wurde der Fall, das wird nichts mehr, wir müssen umdenken. - Allerdings hatte man ja in Tazacorte über viele Legislaturperioden Totalverweigerer der Vernunft in Form und Gestalt der Unión Bagañete, und so konnte es sein, dass dieses Monument des Wollens aber nicht Könnens drei Jahrzehnte lang so ziemlich den wertvollsten Grund des jetzt aufgewachten Badeortes besetzen konnte und bis heute immer noch kann. - Allerdings ist man sich immer noch nicht wirklich einig, was man denn dort hinstellen soll, anstatt des Schwimmbeckens, man spricht von einer Tiefgarage und oben drauf einer Plaza für Veranstaltungen und Begegnungen, allerdings darf ich da gleich wieder warnen, Tazacorte ist eine der Gemeinden, welche so wenig Geld übrig hat, dass man eigentlich gar nicht darüber nachdenken sollte. - Im vergangenen März nun hatte man angekündigt, seitens der Gemeinde, welcher die taffe wie smarte Carmen Acosta vorsteht, man werde jetzt das "Ovni" (objeto volador no identificado) also Ufo abreißen, aber dem Schwur folgten keine Taten, und nun bekommen wir auch die Auflösung der Sache, die Gemeinde hat das erfolgreich an die Inselregierung delegiert, der Rat für Infrastruktur erklärt sich nun bereit den Abriss des komischen Pilzes zu erledigen, und das solle sogar noch dieses Jahr erfolgen, oder Anfang des kommenden Jahres. - 10.000 Euro soll der Abriss kosten, allerdings befürchte ich, dass das nicht ausreichen wird, man muss das ganze Material ja auch noch aus dem Becken herausholen und abfahren, aber da das nun die Inselregierung übernimmt, kann das der Gemeinde egal sein. - Irgendwie werden wir dieses Wahrzeichen aber auch ein bisschen vermissen, klammheimlich haben wir uns doch schon daran gewöhnt gehabt, mich zumindest hat das immer ein bisschen an die Autobahnbrücken erinnert, die vor mehreren Jahrzehnten auch sinnlos und fremd in der bayrischen Landschaft herumgestanden sind. - Ja, da blitzt wieder ein bisschen Semmelknödelnostalgie auf, aber das habe ich im Griff…




Das Ufo in dem, was mal ein Schwimmbad werden sollte





Freitag 20.12.2013 17:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 22 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 15 % - Luftdruck 1021 hPa
Höchsttemperatur heute 23,4 Grad - niedrigste Temperatur 15,1 Grad

Viel Musik
Der Kulturbeauftragte gibt bekannt

Mucha Música

Das Kulturprogramm auf La Palma ist trotz Krise und leerer Kassen hörenswert. Seit mehr als fünfundzwanzig Jahren darf ich beobachten, wie sowohl die stilistische Bandbreite als auch die Häufigkeit guter Konzerte zunimmt. Und das nicht nur zur Weihnachtszeit. Da aber traditionell ganz besonders.

In diesem Jahr ist das nicht anders. Über alle Veranstaltungen kann gar nicht berichtet werden, dafür bräuchte es einen eigenen Blog. Außerdem hat der Kulturbeauftragte einen persönlichen Blickwinkel, der so manche kulturelle Darbietung einfach nicht einschließt. Aber z.B. Klassik, da entgeht ihm kaum was.

Das kommende Wochenende bietet gleich zwei Konzerte, die absolut besuchenswert sind. Am Samstagabend findet in der Casa de la Cultura in El Paso das dritte von ACAPO veranstaltete Kammerkonzert statt. Das Trio Hespérides kommt zu Besuch, Klarinette, Cello und Klavier. Der Jahreszeit entsprechend bleiben avantgardistische Komponisten in der Schublade. Mit Nino Rota, Max Bruch und Johannes Brahms kommen romantische Tonschöpfer auf den Programmzettel. Beginn ist um 20.30 Uhr, Karten gibt es ab 19.30 Uhr für € 10 an der Abendkasse.

Am Montag gibt es ein Schmankerl in der Casa de la Cultura in Tazacorte, zwei palmerische Nachwuchsmusiker geben sich die Ehre. Ich kenne beide seit vielen Jahren. Maria Lorenzo lernte ich als Klavierbegleiterin 2005 in einem Gesangskurs kennen. Nach ihrem Studium, u.a. in St. Petersburg, ist sie nun in Barcelona aktiv. Ricardo Rodríguez, Horn, begann seine musikalische Ausbildung in der Banda von El Paso. Er studierte an den Konservatorien auf Teneriffa und in Madrid, wo er immer noch lebt und arbeitet. Er hat sich in den letzten Jahren auf das Spielen der ursprünglichen Bauform des Horns konzentriert, die ohne Ventile auskommt. Beide sind hoch begabt, zielstrebig und absolute Sympathiekusse. Beginn ist um 20 Uhr, Karten gibt es ebenfalls für € 10 an der Abendkasse. Ein Teil der Einnahmen fließt gemeinnützigen Zwecken zu.

Für ganz kurz Entschlossene gibt es heute Abend um 20 Uhr noch ein Konzert in der alten Kirche in El Paso. Wie jedes Jahr spielt die Banda Municipal, und es singt der Dorfchor. Als Neuerung nimmt der erst vor kurzer Zeit gegründete Kinder- und Jugendchor teil. Den habe ich kürzlich zum ersten Mal gehört und war komplett begeistert. Der Chorleiter Mario leistet da eine vorzügliche Arbeit.

Viel Musik also, mucha música. Und ich weiß, die "Brisa" bläst heftig, man bliebe am liebsten zuhause auf dem Sofa sitzen. Tun sie es nicht, gehen sie raus, besuchen sie die Veranstaltungen. Sie bereiten damit nicht nur sich, sondern auch den Musikern eine vorweihnachtliche Freude.

Mit musikalischen Grüssen

Ödi Jonitz, der Kulturbeauftragte
Fulanito de tal dice hoy: Mirar los toros desde la barrera

Den Stieren von der Absperrung aus zusehen - Sich von der sicheren Seite einer Sache oder einem Ding nähern, vorsichtig sein.






Freitag 20.12.2013 09:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 15 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 48 % - Luftdruck 1023 hPa

Endlich Ferien
Grüne Weihnachten, hier wie dort

Da verbindet uns was, kein Schnee an Weihnachten. - Ab heute Mittag schalten wir auf Feiertagsmodus um, dann sind zwei Wochen Weihnachtsferien, und das wird uns ganz gut tun. - Morgen kommt dann auch die ältere Tochter aus Gran Canaria, und dann ist die Familie gute zwei Wochen lang mal wieder komplett. - Wir sind inzwischen erfahren genug, nicht zu viele Termine zu machen, oder solche Familientreffen mit genauen Spielregeln und vermeintlichen Traditionen zu überziehen, eine Familie ist kein Käfig, sondern ein Hafen, der immer offen ist. - Ich habe Angst vor der siebten Katze, die meine große Tochter mitbringt, der Stress unter unseren Felinen ist immer noch nicht verraucht, aber die Großen haben es inzwischen kapiert, dass die beiden Kleinen irgendwie auch zu uns gehören und dann kommt morgen noch eine weitere Überraschung. - Aber was soll ich unserer älteren Tochter böse sein, wenn die genau das macht, was wir auch gemacht haben? - Später aufstehen, einen anderen Rhythmus anschlagen und zwei Tassen Kaffee morgens und nicht nur eine. - Das alleine macht schon viel aus, auch wenn wir am Heiligen Abend Großkampftag haben, weil das ein Dienstag ist, und da die meisten Ankünfte überhaupt sind. - Aber gegen Abend haben wir dann alle Gäste in die Häuser gebracht und dann strecken auch wir unsere Füße unter der bereits lieb gewordenen koreanischen Plastiktanne aus, und ich bin gespannt, ob wir es jemals so weit schaffen, auch noch diese Tradition los zu werden. - Aber ob das wirklich wünschenswert ist, das ist eine andere Frage, aber die Jahre werden das für uns entscheiden, und wohl nicht wir. - Die nadelt übrigens, unsere Kunststofftanne, kein Wunder, wir haben dieses Stück auch schon fast zwanzig Jahre, also erledigt sich das in den kommenden Jahren wohl sowieso von selbst. Offiziell gibt es auch keine Geschenke mehr, wir sind doch schließlich alle erwachsen, aber ich bin mir sicher, dass dieses Verbot deutliche Lücken aufweist. Das kennt man doch, jeder verspricht, man macht sich diesen Stress nicht mehr, und dann steht man plötzlich da, keiner hält sich daran, außer einem selbst, und dann ist man trotz richtig gehandelt zu haben wieder der Staatsdepp. - Weihnachten kann viel schief gehen, besonders wenn man viel erwartet, aber was erzähle ich Ihnen so etwas, das wissen Sie doch besser als ich. - Noch als Hinweis für alle anreisenden Gäste am 24.12. der San Martín in El Paso, oder wie es heute heißt, das Hípercentro, (wobei das bei uns immer und ewig San Martín heißen wird) der ist bis 19:00 Uhr geöffnet, es gibt also überhaupt kein Problem, sich mit Lebensmitteln zu versorgen. - Darüber hinaus gibt es immer kleine Läden, die auch an Feiertagen offen haben, die besitzen dann vielleicht nicht das große Sortiment, aber hungern muss niemand. Am 25. Dezember ist alles zu, aber einen zweiten Weihnachstfeiertag kennen wir nicht, 26. ist alles wieder offen.

Und dann gibt es auch noch einen Hinweis für eine, auch fast bereits traditionelle Literaturveranstaltung:

Kanarische Literaturnacht - Freitag, 20.12.2013
in der Casa Massieu in Villa de Tazacorte um 20:00 Uhr

(am Ortsausgang Ri. Puerto Tazacorte links, Barrio El Charco)

Lesungen, Präsentation historischer La Palma-Bilder, Talk, Wein & Live-Musik He

itere und dramatische Kurzgeschichten, Glossen, Gedichte und mitreißende Lieder zeigen geheime Seiten der Insel. Lesung aus den zweisprachigen Büchern "Canarias" und "La Palma" , der Nacaria-Trilogie von Sabas Martín u.a.

Mit Antonio Abdo y Pilar Rey (actores y directores / Escuela Municipal de Teatro de Santa Cruz ), Rosario Valcárcel (autora / Las Palmas), Uka Rösch, Ima Galguén (voz y guitarra, Tijarafe), Rainer Tietel (de vienna), Claudia Gehrke (editora).

Die Veranstaltung ist zweisprachig, spanisch und deutsch.




Donnerstag 19.12.2013 18:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 21 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 30 % - Luftdruck 1022 hPa
Höchsttemperatur heute 23,0 Grad - niedrigste Temperatur 14,0 Grad

Neuer Wein in alten Köpfen
Die weiße Viererbande ist komplett

Die "Großen Vier" gibt es jetzt alle bereits aus dem Jahr 2013, wir sprechen von den meistgetrunkenen palmerischen Weißweinen. - "La Gota" von Llanovid und den Listán von Tamanca konnten wir schon probieren und gestern Abend gab es für uns dann die Premiere des Tamanca Blanco Selección 2013 und sicher war der auch lecker, allerdings nicht so ausgeglichen wie noch im vergangenen Jahr. - Der weiße Vega Norte soll auch bereits im Umlauf sein, allerdings konnte ich den noch nicht verköstigen. - Der bisherige Gewinner ist sicherlich "La Gota", und wir hoffen sehr, dass der Tamanca Selección sich noch ein bisschen ins Positive verändert. - Natürlich gibt es auch noch andere herrliche Weißweine auf La Palma, aber das sind eben die "Großen Vier", weil auch überall erhältlich, denn Weingüter wie Matías Torres aus Fuencaliente, oder El Nispero aus Garafía machen vielleicht sogar noch die besseren Weißweine, allerdings bekommt man diese nur im gehobenen Fachhandel oder der Gastronomie. - In Supermärkten findet man die Weine dieser Kellereien nicht, die haben auch gar nicht solche Mengen, dass die sich an die großen Läden wenden würden. - Mundo Oliva in Los Llanos, Calle Dr. Fleming, dort bekommt man diese Köstlichkeiten, oder auch im Weinmuseum von Las Manchas an der Plaza la Glorieta. - Eigentlich hätte man besser noch ein bisschen warten sollen mit dem Abfüllen der neuen Weine, aber wenn eine Bodega den neuen Wein auf den Markt bringt, dann ziehen die anderen nach und wir sind hier so, dass wir immer den neuesten Wein trinken wollen. - Bei Weißweinen natürlich und wir trinken den auch viel zu kalt meistens, aber das ist man hier so gewohnt. - Böse Zungen behaupten ja sogar, das kommt aus der Zeit, als die Weine hier noch so fragwürdig daherkamen, weil eben noch kein Edelstahl benutzt wurde und keine Reinzuchthefen, dass man das Zeug nur gut gekühlt überhaupt runtergebracht hat, so komisch soll das geschmeckt haben. - Ich erinnere mich auch nur ungerne daran, als mein Vater sich hier nachbarschaftlich diese 16 Liter Glasblasen geholt hat, mit einem Inhalt, welchen ich damals als nicht trinkbar eingestuft habe. - Aber so handelte man den Wein hier früher, in 16 Liter Garaffones, kaum jemand füllte in Flaschen ab, außer den teuren Malvasía und in den Weinkellern standen viele verschiedene Holzfässer, man kippte den Most dort rein und jedes Fass entwickelte sich anders und nur selten zum Vorteil. - Das war vor gut 30 Jahren so, aber durch die Gründung des DO La Palma und eben auch durch private Winzerarbeit hat sich das komplett geändert und gedreht, inzwischen gibt es hier Weine von Weltspitze, besonders eben was die junge Weißen und die Malvasías angeht. - Aber viele trinken selbst die Rotweine hier noch gekühlt, das steckt immer noch in uns drin. - Mit Vorfreude denke ich bereits daran, den neuen Vega Norte zu versuchen, dann kommen auch bald die Rose, und dann der Vega Norte Albillo Criollo 2013 und dann die von Matías y Torres und die von El Nispero, da bleibt ja kaum noch Zeit, irgendwas zu erledigen, vor solch vielen guten Dingen, die da auf uns einprasseln…

Fulanito de tal dice hoy: Mira quien habla

Guck wer da spricht - Hat nichts mit dem debilen Filmerlebnis zu tun, sondern das sagt man, wenn man feststellen will, dass der, der da gerade den Mund aufmacht, eigentlich zu dem Thema gar nichts sagen sollte. - Das sagt genau der Richtige, wäre das auf Deutsch, oder auch, wer im Glashaus sitzt, der sollte nicht mit Steinen schmeißen.



Donnerstag 19.12.2013 09:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 14 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 51 % - Luftdruck 1023 hPa

Bridge auf La Palma
Da sind sie, die Nischen

Wir reden doch immer davon, La Palma ist ein Nischenprodukt, welches einfach keiner massentouristischen Konfektionsgröße angehört. - Wir sind eine ganz besondere Insel, für ganz besondere Menschen, und alle Versuche, diese manchmal störrische und bisweilen sogar garstige Insel (vom Wetter her) zu bändigen, und allgemeintauglich zu machen, sind immer wieder gescheitert. - Und werden auch weiter scheitern, ob nun ein Golfplatz kommt, oder nicht, das sind eigentlich Marginalien. - Woran wir nun leiden ist, dass eben der globalisierte Markt, den es auch im Tourismus gibt, mit solchen Ausnahmezielen, wie es La Palma nun mal ist, keine wirkliche Gnade kennt, sondern sich einfacher an glattgerubbelten Massenzielen orientiert, wo man einfach Touristenströme planen und voraussehen kann und vom touristischen Angebot her die berühmte Kritische Masse auch an wohlfeilen Unterkünften vorhanden ist. - Das ist auch so ein bisschen unser Problem, wir stehen immer gerade an der Schwelle, zu klein um Tenerife Konkurrenz zu machen, aber zu groß, um noch die Unberührbare zu sein, denn wir müssen doch auch, vielleicht 65.000 Menschen Arbeit und Auskommen bieten, können uns also nicht auf das Knacken von Mandeln oder Drachenbaumsamen reduzieren, sondern müssen auch alltagstaugliche wirtschaftliche Infrastrukturen vorhalten. (Die offiziellen Zahlen sagen, dass auf dieser Insel 85.000 Menschen ständig leben, das glauben ganz viele Menschen schon lange nicht mehr, wir tippen auf etwa 65.000, warum das so ist, das ist nicht das heutige Thema) - Allein die Landschaft, die Ursprünglichkeit und der Erholungsfaktor, das sind die häufigsten Faktoren, warum die Gäste zu uns kommen, und jeder hat auch so ein bisschen seinen ganz eigenen Grund, warum ihn diese Insel lockt. - Dabei treffen die unterschiedlichsten Menschen aufeinander, weil La Palma eben nicht die sonnensuchende Masse lockt, sondern Individuen, welche alle ihre eigenen Gründe haben diese Insel zu besuchen, und die auch immer so weit beglückt werden, wie sie selbst es zulassen. - Dabei sind über die Jahre interessante Subkulturen entstanden, meist um gesundheitliche Themen, aber auch kulturelle Anliegen, sowieso der Sternetourismus und dann auch noch ein fast exotisch blühendes Pflänzchen, der Bridgetourismus. - Bridge kannte ich nur aus alten Schwarz-Weiß-Filmen, Sie wissen schon, Miss Marple und Agatha Christie, aber nein, Bridge ist für viele mehr als ein Zeitvertreib, mehr als ein Kartenspiel, mit dem man den Rest der Mittagspause abdeckt, und eine zähe Truppe dieser Bridgeliebhaber, die hat sich hier auf La Palma eingenistet. - Aus England, Frankreich, Deutschland und Canada stammen die Spieler, welche gerade im Moment ein Turnier im Hotel Sol austragen, aber wir durften auch schon Gäste aus Schweden, Norwegen, Belgien, Holland, der Schweiz und Südafrika hier begrüßen, welche nicht nur dem Ruf der einzigartigen Landschaft der Insel gefolgt sind, sondern auch der Möglichkeit, hier Gleichgesinnte zu finden, welche die Leidenschaft des Bridge teilen. - Nein, das bewegt keine Massen, aber wir wollen doch auch eigentlich keine Masse, sondern Klasse, und da passt das prima ins Bild, aus vielen Nischen ergibt sich auch ein Ganzes, und wunderbar bunt und bewegt. - Ins Leben gerufen haben diese Bridgebewegung hier auf La Palma Peter Hohl und seine Frau, selbst begeisterte Bridgespieler, und die organisieren über die Seite www.bridge-la-palma.de Treffen und Zusammenkünfte und das Hotel Sol stellt denen gerne einen Raum zur Verfügung, um die Spielrunden abzuhalten. - Bridge, nicht der einzige Grund nach La Palma zu kommen, sicher nicht, aber eben ein Grund mehr.






Mittwoch 18.12.2013 17:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 23 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 15 % - Luftdruck 1024 hPa
Höchsttemperatur heute 23,7 Grad - niedrigste Temperatur 13,8 Grad

Kurzgeraspel
Politik, Thermalpolitik und Sport

Wer öfter hier liest, der wird sich erinnern, dass es in unserer höchsten Inselkorporation vor kurzem einen Machtwechsel gegeben hat. - Dort regiert nun nach einem Misstrauensvotum gegen die bislang Präsidentin des Cabildo Insular, Guadalupe Taño, ein Pakt der Räte der Partido Popular mit den Räten der, man weiß eigentlich gar nicht was man schreiben soll, PSC/PSOE oder parteilosen Räten. - Diese Frage ist weiter ungeklärt, denn es gab zwar Parteiausschlussverfahren gegen diese sechs Räte, aber einmal war die Zustellung der Ausschlüsse nicht form- und zeitgerecht, und darüber hinaus haben diese Räte ja noch beim Ethikrat ihrer Partei in Madrid Einspruch gegen die Ausschlüsse eingelegt. - Allerdings hat man von dort keine Antwort bislang erhalten, so setzt man nun noch eins drauf und geht zivilrechtlich gegen den Ausschluss vor, da man der Meinung ist, nach dem Parteiengesetz seien diese Maßnahmen ungerechtfertigt gewesen. - Warum man solchen Aufwand betreibt, die Ausschlüsse wirkungslos oder rückgängig zu machen, das hat als Hintergrund, dass es sein kann, dass wieder ein anderes Gericht, nämlich das Verwaltungsgericht, das Misstrauensvotum gegen die alte Inselpräsidentin als ungültig erklärt. - Denn es heißt, nur die Räte im Inselparlament haben Stimmrecht, welche der Partei angehören, mit welcher sie in das Cabildo Insular eingezogen sind. - Da wird es dann wohl wichtig zu wissen, was gilt denn nun eigentlich, sind die wirklich aus der Partei geflogen und wann, sonst steht La Palma ein erneuter Machtwechsel bevor, dieses Mal auf Anweisung der Justiz.

Gehört auch irgendwie zu dem Thema von oben. - Es geht wieder um die Heilige Quelle, welche eine gewaltige touristische Ressource darstellt, aber wir nicht in der Lage sind, diese auch zu nutzen. - Das liegt an den vielen Behörden, die sich um die Quelle reißen, und vor allem auch daran, dass bestimmte Kreise kein Gefallen daran finden, dass, wohlmöglich sogar noch ausländische Investoren, dort Hand anlegen wollen, um diese Thermalquelle zu einem Heilbad auszubauen. - Das wäre aber dringend notwendig, denn wir selbst können das gar nicht machen, zumindest nicht die Öffentliche Hand, denn die hat kein Geld dafür, sondern bloß für solche Spielereien, dass man diese Quelle nun der Öffentlichkeit zugänglich machen will. - Also nur reingehen, das warme Wasser einmal anfassen, Geld abgeben und wieder raus. - Auf diese Art eine Quelle, welche der Literatur nach derer der in Vichy nicht nachsteht zu nutzen, ist nicht mehr nur fahrlässiges Auslassen von Möglichkeiten, sondern gehört eigentlich bestraft. - Zusätzlich wollte das Cabildo Insular auch noch die Zuständigkeit an die Gemeinde Fuencaliente übergeben, einer der zwei Gemeinden der Insel, welche von der Coalición Canaria noch in absoluter Mehrheit regiert werden. - Die neue Inselregierung ist aber gar nicht mehr der Meinung, dass man das einfach so machen kann, da wird ein Plenum darüber entscheiden, und da hat halt die Coalición Canaria keine Mehrheit mehr. - Ich fände das auch fragwürdig, wenn man touristische Attraktivitäten, wie es eine Thermalquelle nun mal ist, und zwar nicht nur für Fuencaliente, sondern für die gesamte Insel, in die Hände einer Dorfverwaltung einer Gemeinde mit nicht einmal 2.000 Einwohner geben will.

Und noch ein bisschen Sport nach der Politik. - Die Transvulcania ist das beliebteste Bergrennen, zumindest nach einer Umfrage in der Webseite einer in Spanien führenden Publikationen in Sachen Extremsport und Bergrennen, der Seite carreraspormontana.com. - Da es eine spanische Seite ist, muss man sich nicht wundern, dass dort die Rennen in Spanien besonders beliebt sind, aber das sind immerhin drei im jährlichen Kalender, und von denen hat unsere Transvulcania am besten in der Umfrage abgeschnitten. - Das macht doch Mut und heißt, dass wir da was richtig machen und so sollten wir uns auch weiterhin bemühen, dass dieses internationale Sportereignis weiter für unsere Insel Werbung machen kann.

Fulanito de tal dice hoy: Meterse en la boca del lobo

Sich in den Mund des Wolfes begeben - Tauscht man den Mund durch die Höhle, und den Wolf durch den Löwen, dann haben wir das Gegenstück auf Deutsch.






Mittwoch 18.12.2013 09:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 14 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 36 % - Luftdruck 1024 hPa

Zum Heurigen
Teneguía und Tamanca schenken uns bereits neue Weißweine

Der erste neue Wein war "La Gota" aus dem Haus Llanovid, welches Weine unter dem Namen Teneguía nicht nur hier auf der Insel vertreibt. - Eine inzwischen bekannte Marke und beliebtes Produkt, und gerade als der 2012er ausverkauft war, bringt man den Neuen bereits auf den Markt. - Mitte Dezember, ein bisschen früh möchte man meinen, aber da unsere Weißweine sowieso nicht mal ein Jahr halten müssen, kann man das schon wagen. Die neue "Gota", was Tropfen heißt, denn genau so sieht das Etikett auch aus, ist leichter als der aus dem vergangenen Jahr, und der Vorwurf, zu süß zu sein, und daher nicht eine Mahlzeit begleiten kann, ist auch dahin, da haben die in Fuencaliente ein glückliches Händchen gehabt mit ihrer Mischung. - Wir trinken hier meistens Cuvée Weine, wir haben da kein Dogma entwickelt für die reine Sorte, auch wenn das immer mal wieder angeboten wird sind die beliebtesten Weine eigentlich immer verschnitten aus diversen Rebsorten und auch Lagen. So sieht man das auch als Erfolgsrezept an, die meistverkauften weißen Flaschenweine unter dem Siegel des D.O. La Palma waren allesamt Cuvées, die Selección Blanco der Bodega Tamanca aus El Paso, der Vega Norte aus Tijarafe und eben der bereits genannte "La Gota" aus Fuencaliente. - Der Weiße von Tamanca ist schon seit Ende Juli ausverkauft, der war so beliebt, dass die Leute den gehortet haben und ganz gespannt warten wir darauf, dass auch der neue Wein wieder auf den Markt kommt. - Den neuen Listán von Tamanca, den gibt es nun auch seit einer Woche wieder auf dem Markt, und der kommt gewohnt etwas ungehobelt daher, das ist vielleicht auch der Grund, warum man sich besonders bei Weißweinen hier auf der Insel auf Cuvées verlässt, denn die Traube mit der größten Anbaufläche, eben der Listán Canario, kommt alleine sehr rau, fast bitter daher. - Andere widersprechen dort und sagen, gerade dem Listán die größten positiven Eigenschaften nach, es kommt nur auf den richtigen Ausbau an, mich konnte das bislang allerdings nicht wirklich überzeugen, wobei ich allerdings gerne zugeben, dass ich kein Önologe bin, sondern nur weiß, was mit schmeckt. - Darum kann ich Ihnen auch gar nichts über die Rotweine dieser Insel erzählen, die es natürlich sogar noch in größerer Vielfalt auf der Insel gibt, denn ich trinke keine Rotwein, der schmeckt mir einfach nicht. - Die Weißweine der Insel allerdings genießen den besseren Ruf, zumindest sind es fast ausschließlich die Weißen der Insel welche regelmäßig Preise auch auf großen internationalen Weinmessen abstauben, und das kommt ja nicht eben so aus Zufall zustande. - Ein bisschen schwer verdaulich sind halt leider die Preise, welche unsere Weine kosten, das geht von drei Euro hinauf zu acht Euro für einen reinen Albillo Criollo, und die gängigsten Sorten, eben von denen ich gesprochen habe, die liegen über vier bis unter sechs Euro die Flasche. - Dafür bekommt man auch bereits Rioja Reservas, das ist also ein bisschen kompliziert unsere Weine auch außerhalb der Insel los zu werden, aber bei den Weißen ist das wirklich so, dass unsere deutlich gefälliger sind als die allermeisten Weißweine vom Festland. - Es sind halt kleine Äcker, die wir bearbeiten, der Albillo und der auch immer benötigte Bujariego liefern nur ganz kleine Mengen, und alles ist Handarbeit und daher sind unsere Weine einfach teurer, als die aus Produktionen in großen Mengen. - Und die Verbraucher geben den Winzern auch noch Recht, die guten Weine sind jedes Jahr ausverkauft, auch wenn die Flasche fast sechs Euro kostet. - Der Generationswechsel steht an, nach und nach füllen sich die Regale mit den neuen Weinen aus 2013, und es ist eine Welt für sich alleine, diese Überraschungen nach und nach neu zu entdecken. - Und man kann auch ganz deutlich sehen, welche Bodega denn im Jahr 2012 nicht so erfolgreich war, deren Weine sind noch lange im neuen Jahr aus dem Vorjahr im Handel und die zögern die Auslieferung des neuen Weines natürlich hinaus, bis der 2012 so gut wie ausverkauft ist. - Wir können uns freuen auf den neuen Jahrgang, das was ich bislang probieren konnte das stimmt, so wie man sich eigentlich seit nun bereits vielen Jahren immer auf die Weißweine aus La Palma verlassen konnte.




Bei unseren Weinen steht die Jahrgangsangabe immer hinten auf der Flasche, manchmal gar nicht so einfach zu entziffern, so wie das bei "La Gota" der Fall ist





Dienstag 17.12.2013 17:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 22 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 10 % - Luftdruck 1022 hPa
Höchsttemperatur heute 24,0 Grad - niedrigste Temperatur 14,0 Grad

Tieferlegen
Es bahnt sich eine Lösung an für die Knödelpumpstation in Santa Cruz

Und zwar eigentlich eine Lösung, die wir von Anfang an vorgeschlagen haben, man sollte das Ding einfach unter die Erde bringen. - Das hielt man aber bislang nicht für möglich, denn man kann nicht viel tiefer gehen, dann ist man unter der Wasserlinie, aber man kann die Technik im Inneren ändern, dass die nicht so viel Raum einnehmen muss. - Wie diese neue Technik aussieht, das lässt man uns nicht wissen, aber ich erinnere mich, dass dort eine Archimedische Schraube eingebaut werden sollte und die nimmt ja einfach von der Bauweise her eine bestimmte Höhe ein. - Deswegen sollte ja das Pumpenhaus auch weit über zwei Meter über die Erde ragen und somit einen gewaltigen optischen Eindruck, oder besser Faustschlag hinterlassen. - Ich tippe jetzt einfach mal, dass man schlicht anderes Pumpwerk dort einsetzen will, aber das ist eine reine Vermutung. - Die Station wird nun auf der gesamten Fläche des Kreisverkehrs nur 20 Zentimeter über den Boden hinaus ragen und ein Bauwerk von 90 Zentimeter Höhe und 3 x 3 Meter Umfang wird zu sehen sein. - Damit können wir leben, man kann das auch prima überwachsen lassen, und wir erzählen einfach keinem, was da unten passiert, nämlich dass da die gesamten Stoffwechselendprodukte der Einwohner der Hauptstadt kräftig gerührt und gepumpt werden. - Ganz ausgeräumt ist aber damit der Protest gegen dieses Bauwerk noch nicht, denn es steht immer noch die Frage im Raum, ob da Gerüche entweichen können und wo denn die Belüftung erfolgt. - Es hieß ja, man will ein Rohr hinter die Hafenmole legen, dort wäre nichts und niemand, und dort könnte man dann die Anlage entgasen. - Allerdings möchte ich anmelden, dass dort in der Hauptstadt ja der Wind immer von Meerseite her weht, und das könnte natürlich bedeuten, dass so die olfaktorischen Darmgrüße stadteinwärts wehen. - Aber die sind ja nicht blöd und werden den notwendigen Abstand schon einhalten, und wenn die Anlage fertig ist, dann werden wir das auch mitbekommen, ob die Hauptstädter sich selbst riechen müssen oder nicht. - Die neue Lösung ist übrigens nur möglich geworden, nachdem die Küstenbehörde dem Vorschlag einiger Techniker der ausführenden Firma und der Gemeinde Santa Cruz nun zugestimmt hat. - Dabei dürfen wir nicht vergessen, warum eigentlich dort eine Pumpstation für die Entwässerung gebaut werden muss. - Das ist so wegen des Stadtstrandes, denn am jetzigen Standort kann diese Station dann nicht weiter betrieben werden. - Und dieser Stadtstrand, besser gesagt die Deiche, welche bereits fertig sind, die haben die schwere See letzte Woche überlebt, das war die erste Feuerprobe (Wasserprobe hört sich nicht so gewaltig an) auch für den abgesenkten Außendeich. Allerdings heißt es, es sei sehr viel Abraum weggespült worden, dort wo dieser noch nicht durch Betonbrocken gesichert war, was also kein Wunder ist, aber etwas Mehrarbeit bedeutet. - Sorgen macht das Pumpschiff, welches bereits angefangen haben sollte, den Sand auf den Strand zu werfen, aber das ist einfach noch nicht gekommen. - Vielleicht war das auch besser so, das Meer war letzten Dienstag und Mittwoch derart wild und aufgewühlt, dass vielleicht dieses Spezialschiff Schaden hätte nehmen können.

Ein kleines Fundstück habe ich noch. - Die Filmproduktionsfirma "Más o Menos Regular Producciones"(So kann nur eine Firma auf La Palma heißen: Mehr oder weniger gewöhnlich Produktionen) hat mit dem Kulturverein "Mareando" einen vierminütigen Spot gedreht, in dem es um Werbung für den Konsum von lokalen Produkten geht. - Dabei spielt man eine lebendige Krippe, (auch der Cagón ist dabei) und alles ist wunderbar, bis plötzlich ein fetter und fast lebloser Santa Claus auftaucht, der nun, weil völlig fehl am Platze, auch Jesus und Joseph in Nöte bringt. - Schließlich beschließen die Beiden ihn in die Jauchegrube zu werfen, weil das alles nichts taugt was dieser globalisierende Bengel so bei sich hat. - Schließlich aber überlegen es sich Jesus und Joseph wieder anders, holen den Saftsack Santa da wieder raus, und besinnen sich eines Besseren. - Es wäre gut, man spräche Spanisch, noch besser Palmerisch, denn da steckt so viel Wortwitz mit drin, und in wunderbarer Selbstironie nimmt man sich und die Auswüchse des Ho-ho-ho-Wahnsinns auf die Schippe. - HIER geht es zu dem Spot, den ein Chapeau von mir begleitet, ich habe mir den mehrfach angesehen und musste immer wieder darüber lachen.

Fulanito de tal dice hoy: Meterse en camisas de once varas

Sich in ein Hemd von elf Ellen stecken - Wer sich ein Hemd von elf Ellen anzieht, der übernimmt sich ganz gewaltig und macht sich so das Leben schwerer als es ist.






Dienstag 17.12.2013 08:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 14 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 39 % - Luftdruck 1022 hPa

Aus sechs mach zwei
FTI und Sun-Express backen wieder kleine Brötchen

Aus sechs deutschen Städten flog die Sun-Express, gechartert vom Reiseveranstalter FTI jeden Freitag nach La Palma, und dann weiter nach Lanzarote. - Da war richtig was los am Flughafen La Palma, aber es waren schlichtweg zu wenige Gäste, welche auf La Palma ausgestiegen sind, so wurde der Flug aus Köln-Bonn bereits seit letzter Woche gestrichen. - Nun aber kommt die Horrormeldung für uns, dass man ab Mitte Januar nur noch aus Frankfurt und Leipzig mit der Sun-Express zu uns fliegen kann, nach Köln wurde nun auch München, Stuttgart und Düsseldorf gestrichen, und daraus müssen wir schließen, dass die Auslastung derart gering war, dass man seitens des Reiseveranstalters diesen Schritt zurück machte. - Das ist natürlich kein gutes Zeichen, auch für den Sommer nicht, wir hatten hinter vorgehaltener Optimistendrüse gehofft, dass Sun-Express auch im Sommer kommt, das können wir nun sicher knicken und für den kommenden Winter werden wir dann auch damit rechnen müssen, dass die nicht wieder mit sechs Maschinen anfliegen. - Das trifft nun hier auf der Insel besonders den Hoteltourismus, denn der Reiseveranstalter FTI wollte diese Maschinen hauptsächlich mit Pakettouristen füllen, frei verkäufliche Plätze in den Maschinen, die gab es nur nach Nachfrage, oder eben an Terminen, die nicht als Hauptreisezeit geführt werden. - So müssen wir auch vorsichtig bei der Bewertung der Streichung dieser Flugverbindungen sein, wir können nicht pauschal sagen, die ganze Geschichte mit der Erreichbarkeit stimmt nun nicht mehr, weil selbst bei mehr Flügen nicht mehr Gäste kommen, sondern diese Flüge standen zum Teil überhaupt nicht den Individualreisenden zur Verfügung, sondern sollten als Pauschalarrangement verkauft werden. - Dennoch ist das ein neuer Tiefschlag für den Versuch, den Tourismus auf der Insel wieder anzuheben, und auch unser neuer Rat für Tourismus bekommt, noch bevor er überhaupt etwas rühren kann, gleich mal einen Tiefschlag versetzt. - Der kann zwar nichts dafür, aber schlecht ist das trotzdem und auf jeden Fall zeigt das auch, dass wir mehr und bessere Werbung im Ausland für unsere Insel machen müssen. - Der neue Rat für Tourismus, Raul Camacho hat so auch angekündigt, dass es einen Wechsel geben wird in der Werbung im Ausland, man will nicht mehr nur auf den drei großen Messen vertreten sein, (FITUR, World Travel Market und ITB) sondern sich auch auf kleinen Messen umtun, bei denen man viel besser direkt an den möglichen Gast kommt. - Da sind auch die Kosten viel geringer und man geht auf diesen kleinen Messen auch nicht auf einem pompösen Gemeinschaftsstand der gesamten Kanarischen Inseln unter. - Aber er gibt auch zu, dass man für den Sommer eigentlich schon kaum noch was machen kann und man die Verhandlungen mit den Fluggesellschaften und Reiseveranstaltern bereits für den kommenden Winter macht, und so schnelle Erfolge nicht mehr möglich sind. - Mindestens mal ehrlicher als sein Vorgänger, und das ist doch ein Anfang.



Montag 16.12.2013 17:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 19 Grad - Niederschlag 1 mm - Luftfeuchte 42 % - Luftdruck 1017 hPa
Höchsttemperatur heute 19,8 Grad - niedrigste Temperatur 14,8 Grad

Polemik und kein Ende
Wappen vom Rathaus in Los Llanos und Pumpstation in Santa Cruz füllen die Diskussionsrunden

Früher, als alles anders war, und nur manches besser, da informierte man sich beim Friseur, beim Taxifahrer oder eben stadtbekannten Informationshotspots, landläufig auch als Tratschtanten bekannt. - Es gibt diese Quellen weiterhin, doch informieren sich heute viele ganz bequem vom heimischen Computer aus, und sausen durch Foren, Zeitungen und die berühmten sozialen Netzwerke und bilden sich ihre Meinung dann aus meist anonymen Quellen. - Das kann ziemlich daneben gehen, es gibt reichlich Erfahrung mit urbanen Legenden, die irgendwo im Netz entstanden sind, aber durch Missverständnis, oder gar durch üble Fehlinformation. - So halten sich zwei Themen auch bei uns noch in heißer Diskussion, die Geschichte mit dem Wappen vom Rathaus von Los Llanos, und die Sache mit der Pumpstation für Fäkalien in unserer Hauptstadt. - In Los Llanos schießt man sich nun auf zwei Dinge hauptsächlich ein, auf den Umstand, dass die dort in dem Wappen gezeigten Symbole gar nicht von Franco erstellt wurden, sondern aus der Zeit der "Reyes Católicos" stammten, und Franco diese Symbole lediglich auch benutzt hat. - Das ist eine Frage, welche man in Deutschland zumindest mit dem Hakenkreuz ganz einfach beantwortet hat, denn das hat auch nicht Hitler, oder seine kranken Mitläufer erfunden, aber sie haben es genutzt und das Hakenkreuz steht heute fast einzig für den damaligen deutschen Nationalsozialismus. - Hier ist das ein bisschen diffiziler, hier wollte man ja aus den Gründen eine neue Nation entstehen zu lassen keine gute und keine böse Seite finden und definieren, aber das "Ley de Memoria Historica" sagt dann doch wieder aus, dass die Symbole aus der Diktatur von den Gemeinden zu entfernen seien. - Aber man schreibt nicht vor, bis wann das zu geschehen hat, es ist also jede Menge Gummi da verpackt und eben auch nicht im Einzelnen, von welchen Symbolen man denn spricht. - Aber die Diskussionen enden auch deswegen nicht, weil man das Wappen zerstört hat, und nicht abgenommen und ins Museum gebracht hat. - Hier aber habe ich eigentlich keinen Zweifel daran, dass die Version von José María de Vargas stimmt, dass das gar kein Stein war, sondern eine gegossene Zementplatte, und diese beim Versuch sie abzunehmen auseinandergebrochen ist. - Andere glauben ihm das nicht, Verschwörungen sind ja auch das Lieblingsthema anonymer Foren, und man muss ganz einfach sagen, das war Pech, dass das Ding kaputt ist, denn damit hätte man die historischen Bedenken eben ins Museum bringen können und alle wären zufrieden gewesen. - In der Hauptstadt geht es jetzt wieder los wegen der Pumpstation, die so auffällig mitten im Kreisverkehr an der alten Hafeneinfahrt entstehen soll, und seitens der Coalición Canaria in der Inselregierung, jetzt als Opposition, will man unbedingt einen Baustopp, damit man Zeit gewinnt, einen alternativen Standort zu finden. - Die Stadtverwaltung sagt allerdings, da ist nichts mehr zu machen, das Ding wird dort gebaut, es wird nur ein bisschen tiefer als ursprünglich ausfallen, aber es gäbe keinen möglichen anderen Standort, nachdem die Hafenbehörden sich geweigert hätte, das Ding bei sich im Hafen zu haben. - Ich glaube, die Coalición Canaria nutzt das nun eher aus strategischen Gründen, gegen diese Pumpstation zu sein, denn auch sie kannten über die ganzen letzten Jahre hinweg die Planungen, und jeder war informiert, und keiner hat dagegen etwas unternommen. - Allerdings bin ich auch der Meinung, man darf das dort nicht hinstellen, eine Pumpstation für die Abwässer der Stadt, mitten im meistbefahrenen Verkehrskreisel, um den jeder herum muss und auch dass alle mehrere Hunderttausend Kreuzfahrer in Zukunft als allererstes der Stadt die Pumpstation für Fäkalien betrachten können ist sicherlich keine Werbung für die Stadt. - Man will es gar nicht glauben, das Projekt ist ein paar Jahre alt, alle Stadträte, von welcher Partei auch immer haben das gesehen und gewusst, und erst jetzt, als mal jemand eine Kollage anfertigt, wie das denn in Zukunft aussehen wird, da sind dann alle dagegen.

Und als kleiner Hinweis, hat irgendwie auch mit dem Thema Abwässer zu tun, aber erst in der weiteren Abfolge des Stoffwechsels, der CIT-Tedote bringt Schautafeln mit den Restaurants, welche Weihnachten, Sylvester und "Reyes" geöffnet haben und die Telefonnummern. - Das sind nicht alle Restaurants die offen haben, aber der CIT-Tedote ist ein privater Verband und macht natürlich und verständlich nur für die eigenen Mitglieder Werbung. - Man kann die Schautafeln im Facebook des CIT-Tedote auch herunterladen, denn so in der Seite ist die Schrift kaum zu sehen. - Dennoch, eine guter Service.

Fulanito de tal dice hoy: Meter las narices

Die Nasen reinstecken - Das ist ganz einfach neugierig sein, sagt man ja auf Deutsch auch.



Montag 16.12.2013 09:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 15 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 42 % - Luftdruck 1019 hPa

Transvulcania light?
Ungewisses Erbe

Der internationale Ultramarathon Transvulcania ist mit Sicherheit das sportliche Aushängeschild dieser Insel und eine Werbemöglichkeit, auf die man nicht mehr verzichten kann. - Aber es gibt eben auch Fragen an diese Veranstaltung und dabei spielen die Kosten dieses Events eine große Rolle. - Mehrfach hat die Partido Popular transparente Aufzeichnungen über die Kosten dieses Rennens gefordert, aber die Coalición Canaria, welche in der Person des nun Ex-Inselrates für Tourismus und Umwelt Julio Cabrera, der quasi Vater der Transvulcania war, hat niemals alle Karten auf den Tisch gelegt und bis heute weiß niemand, wahrscheinlich auch die von der Coalición Canaria nicht, was denn eigentlich diese Rennen für globale Kosten verursachen. - Nun ist aber die Partido Popular am Drücker, man hat die Coalición Canaria ja aus dem Amt "geputscht" und natürlich will man dieses Rennen auch weiterhin veranstalten, aber nun muss man ja seinem eigenen Anspruch gerecht werden, und diese Veranstaltung organisieren. - Der jetzt zuständige Rat für Sport im Cabildo Insular, Mariano Hernández Zapata, will sich dafür natürlich auch der Organisatoren bedienen, welche das Rennen bislang veranstaltet haben, und dabei spielt die öffentliche Firma Sodepal auch eine große Rolle, und da betritt man erneut "Feindesland" denn auch diese Firma hatte man in den letzten Jahren als Opposition immer wieder scharf kritisiert, weil sie eben auch wieder ein Produkt der vielen Jahre Herrschaft der Coalición Canaria ist. - So muss man jetzt Werkzeuge nutzen, welche man eigentlich nicht anfassen wollte, oder sogar abwickeln, aber die Transvulcania ist inzwischen ein unverzichtbares Aushängeschild für die Insel geworden und da wird nun die Partido Popular nicht umhinkommen, sich zumindest Teile der eingeschworenen Seilschaften der Coalición Canaria zu bedienen. - Alleine kann man das einfach nicht organisieren, man hat ja die Erfahrung und das Personal überhaupt nicht und sicher wünscht sich der jetzige Rat, man hätte das seinerzeit als Opposition nicht derart heftig kritisiert, denn jetzt wird alle Welt und eben besonders die Coalición Canaria darauf achten, dass alles in dem Rahmen abläuft, den man früher selbst gefordert hat. - Im Mai kommenden Jahres findet die nächste Ausgabe dieser enormen Sportveranstaltung statt, aber so lange hat man gar nicht mehr Zeit sich mit den Anforderungen dieses Rennens vertraut zu machen, der Countdown hat längst begonnen, und so wird sich der zuständige Rat wohl auch der Maschinerie bedienen müssen, die er bislang immer kritisiert hat. - Und dabei taucht dann auch die Frage auf, in wie weit sich diese Maschinerie überhaupt am Gelingen der ersten Transvulcania ohne Coalición Canaria beteiligen will. - Es ist überhaupt ein reichlich ungewisses Erbe, welches der neue Regierungspakt dort im Cabildo Insular übernommen hat, denn nach 17 Jahren Herrschaft der Coalición Canaria in der Inselregierung wird man wohl nicht ganz einfach und selbstverständlich auf den gesamten alten Apparat verzichten können. Und es wird schwieriger werden für die neue Inselregierung, denn die muss sich ja an den Forderungen messen lassen, die sie selbst noch als Opposition gestellt haben. - Mal sehen, ob die in der Lage sind, ihre eigenen Anforderungen zu genügen, die Transvulcania und die transparente Abrechnung darüber werden ein deutliches Zeichen setzen können.





Sonntag 15.12.2013 17:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 23 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 15 % - Luftdruck 1019 hPa
Höchsttemperatur heute 23,9 Grad - niedrigste Temperatur 14,9 Grad

Zweimal kurz
Und ein Pflichtlink

Aus unserer Hauptstadt melden die Einzelhändler sehr gute Umsätze für die "Noche de las Estrellas". - Da hat man gestern nicht nur die Geschäfte bis Mitternacht offen gelassen, sondern auch jede Menge an Spektakel in der Innenstadt aufgeführt, und auch die Gastronomie ist hoch erfreut darüber, wie viele Menschen zu dieser Veranstaltung gekommen sind. - Da haben sich also wohl die positiven Erwartungen erfüllt, man hat ja gehofft, dass man nach vielen Jahren des Umsatzminus endlich mal wieder ein Weihnachtsgeschäft hinbekommt, welches ein paar gute Zahlen für besser Stimmung bringt. - Diese Sternennacht, die ist ja auch bereits bekannt bei der Bevölkerung der Insel, und hat so wieder sehr viele Menschen nach Santa Cruz gelockt, die meisten um einfach nur einen schönen Abend mit Musik und Freunden zu verbringen, aber eben wohl auch genügend kauflustiges Publikum, denn deswegen veranstaltet man ja die ganze Sache überhaupt. - Diese Nachricht nehmen wir gerne auf, es scheint wirklich so, als würde sich die Lage im Land und auch bei uns ein bisschen entspannen, und darauf warten wir schon eine ganze Weile.

1.800 mal 400.000 Euro, plus viele zigtausend kleinere Preise, das kann man in der Weihnachtslotterie gewinnen. - Am 22. Dezember ist es wieder so weit, da singen die Kinder aus der Klosterschule San Ildefonso die Glücksnummern aus. - Aber dieses Jahr kommt ein kleiner Wehmutstropfen dazu, denn Spanien braucht Geld, dringend viel Geld und daher sind ab diesem Jahr Lotteriegewinne steuerpflichtig geworden und das mit 20%. - Der Hauptgewinn ist dann also "nur" noch 320.000 Euro netto, ich würde das Geld trotzdem nehmen. - Aber in den letzten Jahren werden immer weniger Lose verkauft, nicht so sehr wegen der Steuern, sondern weil die Leute weniger Geld haben und darüber hinaus fallen die Ausgaben, welche die Bürger für die Weihnachtslotterie machen, auch höchst unterschiedlich aus nach autonomen Regionen. - So geben die Canarios im Schnitt 38 Euro aus um Lose der Weihnachtslotterie zu kaufen, gegenüber dem Schnitt auf dem Festland von 63 Euro. - In 2012 lag der Schnitt noch bei 70 Euro, man kann also schon merken, dass die Leute weniger für die Lotterie ausgeben. - Die Leute aus Castilla La Mancha, 91 Euro, La Rioja 90 Euro und Asturien 89 Euro sind diejenigen, in denen am meisten gespielt wird, und die Kanaren und Balearen 35 Euro liegen weit unten. - Aber nicht so weit wie die beiden Exklaven auf dem afrikanischen Festland, in Ceuta gibt man nicht mal 14 Euro aus und in Melilla gerade mal 15 Euro. - Aber diese beiden Städte kann man nicht wirklich für spanische Statistiken heranziehen, der größte Teil der Bevölkerung ist ja nicht spanischen Ursprungs. - Ein Los kostet übrigens 23 Euro und damit hat unsere Familie nicht mal den kanarischen Schnitt geschafft, denn wir haben nur eines.

Hier auf La Palma wird ein interessanter Sport betrieben, der heißt "Salto de Pastor". - An langen Stangen, bis drei Meter lang, schwingen sich mutige, und meist drahtige Kerle mit diesen Lanzen über Bäche und Böschungen, aber nutzen eben diese auch als Kletterhilfe für drastische Auf- und Abstiege. - Hier in El Paso haben wir das Glück die Gruppe "Jurria Tenerra" zu haben, die "der Haufen aus Tenerra", die nicht nur immer wieder Schauveranstaltungen über ihren Sport laufen lassen, sondern uns inzwischen an 19 bebilderten Ausflügen in die Caldera de Taburiente mitnehmen. - Das sind spektakuläre Aufnahmen von Plätzen in der Caldera, welche ein normal Sterblicher niemals zu Gesicht bekommen wird, denn da können nur Leute hin die sich auskennen, und hochalpine Klettererfahrung haben. - Tómas Ramos macht die Bilder und schreibt auch Texte dazu und man veröffentlicht diese Geschichten in lockerem Rhythmus in der Zeitung La Voz de La Palma. - Mir wird vom Betrachten der Bilder manchmal schwindelig, und so manch Wanderer, der vielleicht das Flussbett in der Caldera mal bewandert hat, der wird sich auch denken, wo ist das denn. - Alles auf La Palma, und alles in der Caldera und nehmen Sie sich Zeit, und von mir aus ein Glas Bier oder Wein, und machen einen Ausflug auf unsere Insel. - Mein Chapeau an die Berichterstatter dieser Ausflüge. - HIER geht es auf die erste Übersichtsseite der Wanderberichte. - Wenn Sie mit der ersten Seite durch sind, ganz unten links kommt der Link "página anterior", und die bringt Sie zu den weiteren Geschichten.

Fulanito de tal dice hoy: Meter la pata

Den Fuß reinhängen - Ein häufig gebrauchter Spruch, wenn man sich geirrt hat oder einer Dummheit verfallen war. - Man hat den Fuß in etwas gestellt oder gedrängt, das man nicht hätte anfassen sollen.




Das Fundstück der Woche. - Nachts sind alle Katzen grau, heißt es doch immer, aber nicht auf La Palma...





Sonntag 15.12.2013 09:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 15 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 43 % - Luftdruck 1020 hPa

Wohin denn eigentlich mit den Asphaltwerken?
Inselvize macht das zur Vizechefsache

Nachdem nun drei Urteile klar aussagen, dass dort im Industriegebiet von Los Llanos, am Callejón de la Gata, keine Asphaltproduktion stattfinden kann, wird die Frage natürlich gestellt, wo denn dann. - Zunächst kommt aber eine andere Frage auf, warum brauchen wir denn überhaupt ein zweites Asphaltwerk, wo doch das der Firma Lopesan in Fuencaliente an der Grenze nach Mazo völlig ausreichen würde, die gesamte Insel mit Asphaltmischungen zu beliefern. - Man möchte Konkurrenz haben, denn leider kostet der Asphalt hier auf der Insel fast das doppelte, als auf den großen Inseln, und so ist es furchtbar teuer hier zu asphaltieren, und man hofft eben mit einem zweiten, vielleicht auch dritten Werk, die Preise dann zu senken, weil plötzlich Konkurrenz entsteht. - Wobei ich das bezweifeln möchte, es gab ja schon mal mehr Asphaltwerke, aber die Preise waren dennoch viel zu hoch, denn man kann sich ja absprechen. - Wenn wir aber davon ausgehen, dass echte Konkurrenz herrscht, dann wäre ein zweites Werk sicherlich gut, besonders wenn man betrachtet, dass man die LP3 auf vielen Kilometern neu machen muss und die Südumfahrung ansteht, auch mit kompletter Teerdecke und auch die Umgehungsstraße von Tazacorte. - Aber solche Schwerindustrie, das darf kein Spielball einer Gemeinde sein, das haben wir doch nun gesehen, und solche Anlagen neben Wohngebiete zu stellen, das ist nicht nur illegal, sondern eben auch völlig daneben. - So erkennt man das in der Inselregierung, die nun aus Partido Popular und den Sozialisten besteht, dass man diese Angelegenheit für Schwerindustrie inselweit regeln muss, und das eigentlich für den inselweiten Ordnungsplan eine Aufgabe gewesen wäre, und man solche großen Entscheidungen nicht den Gemeinden überlassen kann. - So macht sich nun Vizepräsident Carlos Cabrera von der Partido Popular auf, nach einer alternativen Möglichkeit zu suchen, wo man denn auf dieser Insel Schwerindustrie betreiben kann, ohne dass man jemanden stört und besondere Voraussetzung dazu ist eben, dass man mit diesen Anlagen keine Wohngebiete berührt. - Das wird nicht ganz einfach, denn solche Anlagen dürfen vom Gesetzgeber her auch nicht neben Naturschutzgebieten liegen, und dann wird das schon eng bei uns auf der Insel, da wir nicht nur sehr viele Naturschutzgebiete haben, sondern uns auch deutlich zersiedelt haben. - Ein weiteres Problem wird sein, dass die Gemeinden, welche vielleicht eine solche Region vorzuweisen haben, das wohlmöglich gar nicht wollen, dass sich solche Industrie in ihrer Umgebung ansiedelt. - Dazu bietet Carlos Cabrera die Möglichkeit an, man könnte ja besondere Anreize bieten, welche dann die betroffene Gemeinde auf anderer Ebene bevorzugt, sprich, man bietet Geld an, so wie das ja auch mit der inselweiten Müllverwertungsanlage in Mazo der Fall ist, oder mit der Mülldeponie auf der Grenze zwischen Santa Cruz und Puntallana. - Es ist auf jeden Fall vernünftig, den Standort für solche Industrien inselweit zu organisieren, die Gemeinden mit solchen folgenreichen Genehmigungen alleine zu lassen, oder eben auch in der Versuchung zu lassen, das darf eigentlich gar nicht sein. - Als Beispiel hierfür dient ja auch das Industriegebiet von Los Llanos, welches direkt ans Gemeindegebiet von El Paso reicht, diese Gemeinde also davon genau so betroffen ist, aber ohne Mitspracherecht dasteht. - Gut, das hat die Bürgerplattform ja verhindern können, unter großem menschlichen wie finanziellen Aufwand, aber so etwas muss man eben für die kommenden Unterfangen verhindern. - Oder man findet eine andere Möglichkeit, den Asphalt hier auf der Insel zu einem Preis zu erhalten, welcher anderswo gefordert wird und auch da gab es bereits Ideen, in dem sich die Inselregierung irgendwie an der Asphaltproduktion beteiligt. - Aber das stößt auch gerade bei den Konservativen an eine Grenze, da sich Politik oder Verwaltung nicht als Konkurrenz zur Industrie aufstellen sollen und können, so dass wir diesen Weg wohl gedanklich auf die Seite rücken dürfen.

Dann zieht noch eine interessante Meldung durch die Presse, welche aber von der Polizei noch nicht bestätigt wurde. - Ein 16 Meter langes Segelschiff wurde am Dienstag vergangener Woche im Nordosten der Insel aus Seenot gerettet und in den Hafen von Santa Cruz geschleppt. - Das Schiff war unterwegs von den Bermudas nach Kroatien mit drei Besatzungsmitgliedern an Bord. Aber es war noch mehr an Bord, nämlich 50 Kilo Kokain, und das hätte die Policía Nacional dort beschlagnahmt. - Ein dicker Drogenfund also, aufgrund der rauen See, und warum die Schmuggler vor der Rettung das Zeug nicht über Bord geworfen haben, das wäre auch eine interessante Frage.



Samstag 14.12.2013 17:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 23 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 10 % - Luftdruck 1021 hPa
Höchsttemperatur heute 23,8 Grad - niedrigste Temperatur 15,2 Grad

Familie schaltet in den Weihnachtsmodus
Wenn das mal gut geht

Dabei ist noch eine ganze Woche Schule, und es werden auch noch Arbeiten geschrieben, aber heute werden Plätzchen gebacken und ich habe Küchenverbot erhalten. - Eigentlich sollte die jüngere Tochter Philosophie pauken, aber irgendwann hat sie Plato, Kant und Nietzsche auf die Seite geschoben und hat Mehl und Puderzucker ergriffen und gesagt, ich muss jetzt mal ein paar Stunden etwas anderes machen, sonst werde ich nicht zum Philosophen, sondern verrückt. - Erste Anzeichen dafür gibt es schon, sie hat einen Todesstern gebacken, mit Eiterwunden, ein Schwarzes Iberisches Schwein, unsere Mia, die Bitch aus Los Llanos und dann auch noch die Dark Side of the Moon, so ein Kind darf man doch nicht weiter alleine mit Nietzsche lassen. - Außerdem weht der Passat immer noch heftig ins Aridanetal hinein, und der Wind macht ganz wuschig, also nimmt man sich frei den Rest des Samstages, und lässt alles an sich vorbeitreiben. - Nur die Plätzchen nicht, und da geht es weniger um das Backen selbst, sondern um das Dekorieren, und wenn die dann nach Stunden fertig sind, dann darf man nur zwei oder drei gequetschte essen, die anderen sind viel zu schön, um in einem Mund zu landen. - Bis zum Abend seien sie fertig, dann dürfe ich auch wieder rein, und wenn sie dann widererwarten nicht fertig seien, dann könne ich doch eine Pizza essen gehen, ich solle mich nicht so anstellen. - Der Weihnachtsmodus läuft bereits an, und so werden auch bereits viele Dinge geplant, und dieses Jahr soll alles anders werden, inzwischen seien doch alle erwachsen. - Das Menü wird erst am 24. vormittags erstellt, wir gehen zusammen einkaufen, alleine das stelle ich mir schon sehr schwierig vor, und dann wird vor Ort entschieden, was es denn gibt. - Kein Kobe-Rind, das sei zu pervers, außerdem langweilig, weil wir das nun bereits zwei Jahre hintereinander gegessen hätten und eben auch nicht kompatibel weder mit der 100% und der 85% Vegetarierin. - Dann wird es sowieso Fisch, den essen beide, und ich könnte wetten, Lachs oder ein Thun, damit habe ich auch kein Problem, wobei ich dem Kobe schon nachtrauere. - Ich kann mich dabei aber nicht wirklich durchsetzen, den Kampf habe ich irgendwann vor Jahren bereits verloren, 3 Frauen und mehrere Katzen machen testosterones Hau-Ruck-Verfahren und hier bin ich der Boss Bemühungen einfach nur lächerlich. - Nein, ich stehe nicht unter dem Pantoffel, zumindest sagen mir das die drei Frauen, aber ich werde oft das Gefühl nicht los, das sei nur eine Schutzbehauptung und irgendwie wollen die mich damit schützen. - Wenn ich später wieder in die Küche darf, werde ich noch mal nachfragen, ob ich wirklich nicht unterm Pantoffel stehe. - Die Katzen sind auch weiter unleidlich, Paul humpelt zwar inzwischen kaum noch, gibt aber immer wenn man ihn anfasst, wo auch immer, komische Geräusche von sich, die man wohl mit, seht her, wie schlecht es mir geht, übersetzen muss. - Dabei ist das nur ein alter, grantiger Eunuch, der um seine Pfründe fürchtet, um sein ruhiges Gnadenbrot, denn wieder hat man ihm andere kleine Katzen vor die Nase gesetzt. - Mia schmust und beißt abwechselnd, Mops frisst seinen Frust hinunter, nur Lucky bleibt ziemlich unberührt, lässt aber weiterhin auch die kleinen Katzen nicht an sich heran. - Die waren heute wieder beim blauäugigen Ángel, sich die zweite Impfung abzuholen, alles in Ordnung, nur Leo ist in seiner Entwicklung deutlich weiter als die kleine Penny, so wird der bereits im Januar sterilisiert und die Penny erst im Februar. - "Wenn man die so richtig in die Hand nehmen kann, dann können die auch schon ab", so etwa hat sich Ángel ausgedrückt, und irgendwie bekam ich ein ziemliches Ziehen in der Leistengegend. - So bekommt man kein Weihnachtsgefühl hin, das haben mir die Damen voraus, und vielleicht ist das mit der Pizza gar keine schlechte Idee. - Bei Thomas in der Pizzeria, da ist es auch immer so schön warm, wenn der Wind draußen pfeift und dann kommt vielleicht auch noch bei mir der Weihnachtsmodus durch und nach dem dritten Glas Wein wird das sicherlich so sein.

Fulanito de tal dice hoy: Meter la mula

Das Maultier bringen - Der, der das Maultier mitbringt, der betrügt. - Eine Falle stellen, übertölpeln, übervorteilen.




Von links nach rechts: Dark Side of the Moon, Mia, Todesstern mit Eiterpickeln und ein Schwarzes Iberisches Schwein, die Nachwirkungen auf ein paar Stunden Philosophiehausaufgaben





Samstag 14.12.2013 09:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe Temperatur 15 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 15 % - Luftdruck 1022 hPa

Die Nacht der Sterne
Kauft Leute, kauft!

Heute ist Santa Cruz nicht nur die Hauptstadt der Insel, sondern auch der Mittelpunkt des Weihnachtsgeschäftes. - Man zelebriert die Nacht der Sterne, la Noche de las Estrellas, und da gibt man sich alle Mühe, um möglichst viele Leute nach Santa Cruz und zum Einkaufsbummel zu locken. - Parkplätze, kein Problem, im Parkhaus an der Avenida del Puente ist fast immer was frei, also auf in die Hauptstadt und nicht nur Runden drehen, sondern auch Geld ausgeben. - Man hat es nötig, nicht nur in Santa Cruz, aber genau dort hat man in den vergangenen Jahren immer mehr Geschäfte schließen müssen, weil Angebote auf der "Grünen Wiese" und hier eben besonders in La Grama in Breña Alta die Leute aus der Stadt saugen. - Das ist mit dem Auftreten des Lidl noch schlimmer geworden, so bewirbt man die Stadt heute mit einem riesigen Rahmenprogramm, dass einem eigentlich gar keine andere Wahl bleibt, als heute Santa Cruz zu wählen. - Die Geschäfte bleiben bis Mitternacht offen, zumindest die, welche dem Verein der Gewerbetreibenden der Altstadt angehören, und daher nennt man das "Nacht der Sterne", anderswo heißt das "Weiße Nacht", aber es geht um das selbe, es geht um ihr Geld. - Man hofft ja in diesem Weihnachtsgeschäft endlich mal wieder mehr umzusetzen, als noch im vergangenen Jahr, denn seit offiziellem Krisenbeginn, dem Jahr 2008, sind die Umsätze im Weihnachtsgeschäft jedes Jahr gesunken. - Mit dem Rahmenprogramm beginnt man gleich Vormittag, der jedes Jahr stattfindende "Cross de Navidad", also der Weihnachtslauf, der findet dieses Jahr im Hafen statt, und das wird interessant, wie man denn einen Querfeldeinlauf in einem Hafen organisiert. - Richtig los mit den ganzen anderen Veranstaltungen geht es dann so gegen 17:00 Uhr, dann gibt es Musikveranstaltungen in der gesamten Altstadt, und auch ein Umzug mit Kinderchören aus Mirca und El Paso. - Am Rathaus kann man ab 20:00 Uhr Wein und Käse probieren, und noch etwas später findet dort auch ein immer beliebtes Weihnachtsspektakel statt, ein "Belén Vivente" also ein Krippenbild mit lebenden Figuren. - Auf der Plaza Alameda gibt es ab 18:00 Uhr eine "Agility Show", da tun Hunde was ihr Herrchen von ihnen will, und dann auch noch einen "Toro Mecánico" und dabei denke ich, dass es sich um dieses beliebte Gerät handelt, wo ein künstlicher Stier mutige Reiter in weiche Kissen schleudert. - Was wir uns so alles für die Weihnachtsstimmung ausdenken, und fast hätte ich schon gedacht, man hätte nun bei dieser Veranstaltung mal auf den ultimativen Angriff auf die Phantasiezellen verzichtet, die aufblasbaren Hüpfburgen für Kinder, welche ansonsten bei uns auf allen nur vorstellbaren Fiestas, außer Beerdigungen aufgebaut werden. - Aber auch diese gibt es heute Abend und Nacht in unserer Hauptstadt, und noch vieles mehr, so viel mehr, dass ich mir jetzt spare das alles hier auszubreiten und überlasse Ihnen HIER den Link auf das komplette Programm für die Nacht der Sterne in Santa Cruz.





Freitag 13.12.2013 17:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 22 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 15 % - Luftdruck 1020 hPa
Höchsttemperatur heute 23,1 Grad - niedrigste Temperatur 14,2 Grad

Wirres und zusammenhangloses Zeugs
Wolkenkuckucksheim

Bauknecht ist da, die Sonne scheint, die Wäsche trocknet und der Passat macht kräftig auf sich aufmerksam. - Gar nicht beeindruckt vom Passat steht aber schon den halben Tag eine einzige Wolke über dem Aridanetal, und bewegt sich einfach nicht weg. - Eine schöne Wolke muss man sagen, da kommen einem Weißblaue Gedanken, aber ich fange jetzt nicht an zu jodeln, das hört sich bei mir nämlich schrecklich an. - Jetzt herrscht auch wieder Ordnung über dem Nordatlantik, das Hoch ist dort, wo ein hingehört, und die Tiefs müssen nördlich an uns vorbei, es geht doch. - Die Inselregierung wird beim Chef der Unelco-Endesa vorsprechen, man möchte sich darüber beschweren, dass es immer wieder zu kompletten Stromausfällen auf der Insel kommt. Man erwartet einen detaillierten Bericht aus dem hervorgeht, wie das denn passieren konnte, dass mitten in der Nacht und bei Sturm und Regen der Strom ausgefallen ist. - Gut, ich könnte es ihnen sagen, weil Sturm und Regen war, da fällt bei uns immer der Strom aus, das weiß man doch. - Es wird dann wohl wieder eine Strafe geben, die Unelco-Endesa bezahlt, man drückt sein Bedauern aus, verspricht Besserung, bis zum nächsten Sturmtief, dann kaufen wir alle wieder Kerzen und Taschenlampen, aber bitte vor dem Sturm. - Interessante Zahlen kommen aus dem kanarischen Gesundheitssystem, demnach schlucken wir nicht mehr so viele Pillen wie noch vor einem Jahr. - Gegenüber dem gleichen Zeitraum 2011/2012 wurden 5,31% weniger Rezepte verteilt als 2012/2013 und die durchschnittliche Rezeptgebühr lag bei knapp über 10 Euro. - In echten Zahlen lautet das, von 40,4 Millionen Rezepten sank die Zahl auf 38,3 Millionen. - Warum das so ist, das erzählt man uns nicht. - Ein normaler Arbeitnehmer zahlt hier 40% Zuzahlung bei den Medikamenten, die Rentner 10% und wer über 100.000 Euro im Jahr verdient, der muss 50% zuzahlen. - Mehr Segen als Schaden. - Das sagt der neue Landwirtschaftsrat der Inselregierung sei vom Durchzug des Sturmtiefs geblieben. - Er bezieht sich dabei auf die sehr geringen Schäden, welche der Sturm in der Landwirtschaft hinterlassen hätte, und das Wasser wäre eben der Segen gewesen, der in der Wertigkeit damit über dem angerichteten Schaden liegen würde. - Meist seien bei den Bananen nur die Blätter eingerissen, das macht nichts, und in manchen Zonen hätte es Schäden von 1 - 3% gegeben, also nicht erwähnenswertes. - Ob das die Landwirte auch alle so sehen, das ist eine andere Frage, aber wenn man seinen Blick aufmerksam über die Landschaft schweifen lässt, es ist wirklich kaum etwas passiert. - In Puntagorda kann man jetzt das, für die Verbilligung von Flug- und Schiffsreisen notwendige Zertifikat über das Internet erlangen.- Man muss also nicht mehr auf die Gemeinde gehen, sondern kann sich das bequem, und auch ohne Gebühr, zu Hause ausdrucken. - Man muss sich zunächst anmelden, dann erhält man einen Zugangsschlüssel und dann kann man sich das "Empadronamiento" ausdrucken, welches dann ein halbes Jahr gilt. - Gute Geschichte, die man uns da in einer kleinen Gemeinde im Norden der Insel vormacht, und ich bitte die anderen Gemeinden sollten diesem Beispiel folgen. - Kinder wie die Zeit vergeht. - Der Markt in El Paso wird morgen bereits zwei Jahre alt und das wird gefeiert. - Da gibt es morgen in der Früh heiße Schokolade und dann noch mehrere Veranstaltungen, um diesen Geburtstag zu feiern. - Ich hätte mir zwar gewünscht, dass man diesen Markt oben auf dem Platz bei der Tourismusinformation macht, unter Zelten, aber unter freiem Himmel, und nicht in einer Halle, deren Eingang kaum jemand findet. - Aber so muss es eben auch gehen, wobei der Zuspruch durchaus etwas größer sein dürfte. - Alles Gute zum Geburtstag, und es sollen noch viele mehr werden.

Fulanito de tal dice hoy: Meter en el mismo saco

In den gleichen Sack stopfen - Pauschalisieren, alle über einen Kamm scheren, alle in einem Topf werfen.




Inzwischen hat sie sich in zwei geteilt, hier noch als Einzeller





Freitag 13.12.2013 09:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 15 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 56 % - Luftdruck 1020 hPa

Wenig weniger ist fast schon mehr
Gästezahlen im November stabil

Dabei unterdrücke ich optimistisch einen kleinen Rückgang von nicht einmal 2 Prozent gegenüber dem November 2012, denn wir hatten in fast allen Monaten dieses Jahres bislang Rückgänge bei der Zahl der ausländischen Besucher im fetten zweistelligen Bereich. - 11.538 Besucher aus dem Ausland kamen im November nach La Palma, damit bleibt zum ersten Mal in diesem Jahr die Zahl der Besucher fast gleich, und darüber freuen wir uns natürlich gewaltig. - Wir wussten ja gar nicht mehr was mit uns passiert, nachdem Monat für Monat die Horrorzahlen verstreut wurden und unser Rat für Tourismus bereits abgetaucht war, weil er einfach nicht mehr wusste, womit er noch punkten könnte. - Diese neuen Zahlen, die sicher Hoffnung verbreiten sind Ausdruck der besseren Erreichbarkeit der Insel gegenüber dem Sommerflugplan, mit so ziemlich dem gleichen Angebot wie noch im letzten Jahr. - Da kommt man eben schnell zu dem Schluss, wir können hier machen was wir wollen, den Erfolg in unseren touristischen Bemühungen bestimmt die Erreichbarkeit, denn wenn es zu teuer ist, oder eben einen ganzen Reisetag braucht, zu uns zu kommen, dann überlegen es sich viele einfach anders und reisen woanders hin. - Aber diese Erkenntnis sollte uns dennoch nicht von notwendiger Selbstkritik abhalten, was wir denn noch alles in Sachen touristischer Attraktivität und Angebot machen müssen, und da fallen mir ziemlich viele Dinge ein, die noch auf der Tagesordnung stehen und die haben wir ja an dieser Stelle bereits öfters beschrieben und angemahnt. - Dennoch freue ich mich über die jetzige Entwicklung, natürlich auch im eigenen Interesse, das gebe ich gerne zu. - Was aber auch den Sommer über sehr auffällig war, es gibt ein ganz großes Kontingent an extrem treuen La Palma Gästen, die auf jeden Fall immer wieder diese Insel als ihren Erholungsort wählen, und nehmen dafür auch Umwege oder hohe Kosten hin, Hauptsache, sie können ein paar Wochen auf ihrer Insel sein. - Auch hat sich in diesem November der Abwärtstrend im interinsularen Flugverkehr aufgelöst, es kamen genau so viele Passagiere, sogar eine Handvoll mehr, als noch im gleichen Monat des Vorjahres von den anderen Inseln nach La Palma, nachdem über Jahre hinweg die Anzahl der Reisenden geringer geworden ist. Was man sich nun daraus basteln will, das überlasse ich nun jedem selbst, machen spinnen daraus das Ende der Krise, andere sagen, wir sind ganz einfach ganz unten angekommen, und noch weniger geht gar nicht mehr. Nackte Zahlen schenkt und da der Flughafenbetreiber, die AENA, und was wir daraus machen ist unsere Angelegenheit und ich sehe das durchaus optimistisch. - Für den kommenden Sommer allerdings nicht so wirklich, da sieht die Angelegenheit doch sehr dünn aus, was die Flugverbindungen angeht und wir wollen das noch so gar nicht richtig glauben, dass der kommende Sommer wieder so mager werden soll.



Donnerstag 12.12.2013 18:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 15 Grad - Niederschlag 4 mm - Luftfeuchte 64 % - Luftdruck 1014 hPa
Höchsttemperatur heute 15,5 Grad - niedrigste Temperatur 12,5 Grad

Mein Gott ist mir kalt
Dezember ist Ausstellungszeit

Zu den Ausstellungen kommen wir gleich, aber vorher muss ich noch mein Leid klagen. - Sie brauchen ja nur auf die Temperaturen blicken, dann wissen Sie, wie es um uns steht. - Unaussprechlichenalarm ist das, noch habe ich sie zwar nicht an, aber ich habe längst im Schrank nach den Schiesser Tausendsassa lang und grau gegriffen, um sie schon bereit zu legen. - Aber ich halte ja nun ein bisschen länger aus, seit dem ich nicht mehr rauche, aber bei Temperaturen zwischen 12,5 und 15,5 als Höchstwert, da fällt mir kaum noch was ein als Glühwein und Grog. - Es hat auch wieder ein bisschen geregnet, aber das war ja klar, dass da noch was kommt, und gegen Mittag sahen wir sogar mal kurz die Sonne, aber nun hängen wieder tiefe Wolken über dem Tal und alles bibbert vor sich hin. - Unter 20 Grad geht eigentlich gar nichts, das ist Mindestvoraussetzung, das würde ich am liebsten in die Menschenrechtscharta einfügen lassen, ich meine die, für die Kanarischen Inseln. Es soll ja schließlich sogar Regionen auf der Erde geben, wo sich im Winter der Aggregatszustand von Wasser verändert. - Ich muss auch hinzufügen, wir sind das einfach nicht gewohnt, weder große Hitze noch Kälte, denn ansonsten findet unser Leben ja bei Temperaturen zwischen 20 bis 28 Grad statt, und alles was drüber ist, oder drunter, das wird als zu heiß oder zu kalt empfunden. - Jetzt werden die dicken Mäntel wieder rausgekramt, Sie müssten mal sehen, wie wir uns vermummen können bei solchem Wetter, und das steht dann in deutlichem Kontrast zu den kurzbehosten Besuchern aus Mitteleuropa, für die 15 Grad milde Frühlingstemperaturen sind. - Ich kann da gar nicht richtig hinsehen, mir läuft dann immer ein kalter Schauer über den Rücken und dann wird mir noch kälter. - Es soll morgen aber schon besser werden, und dann erwarten wir auch keine weiteren Niederschläge. - Es gibt also noch Hoffnung und vielleicht bleiben dann die Longjohns im Schrank liegen und wir können uns auch wieder aus dem Kunstpelz schälen.

Dezember ist auch immer wieder Zeit für Ausstellungen und da wäre eine an der Südspitze zu melden, und zwar im Hotel Prinzess. - Das hat den Vorteil, dass man diese Ausstellung immer betrachten kann, man muss sich nicht an bestimmte Uhrzeiten halten. Theo stellt aus, Theo el Ratón, wie er genannt wird, als Theo die Maus, und der lebt seit einem Vierteljahrhundert in Fuencaliente, und malt was der Pinsel so hält. Die meisten seiner Werke ist Ölgemälde auf Leinwand oder im Format 30 x 30 auf Holz und diese kann man auch käuflich erwerben, dazu lohnt dann auch ein Blick auf seine Webseite . - Und eben die Ausstellung ab Samstag im Hotel Princess nicht vergessen.

Und auch in Tazacorte findet die jährliche Kunstausstellung statt, dieses Mal in der Casa Massieu, also dort, wo sich auch das neue, emblematische Hotel "Hacienda de Abajo" befindet. - In der Casa Massieu stellen gleich mehrere Künstler ihre Bilder aus, fast alles Bilder, nur Carlos Camacho zeigt auch Holzschnitzarbeiten. - Die Ausstellungsräume dort sind auch Klasse, besser als der Vorraum in der Casa de Cultura des Ortes, man atmet dort richtig die Historie dieses Bauwerks. - Sehr interessante Werke gibt es dort zu bestaunen, ich habe HIER einige davon fotografiert, um Ihnen Geschmack zu machen. - Bis zum 4. Januar kann man diese Ausstellung noch besuchen, jeden Tag, außer Sonntag und jeweils von 11:00 - 13:00 Uhr und dann wieder von 17:00 - 19:00 Uhr. Das lohnt sich, kostet keinen Eintritt, und es wird auch immer einer der Künstler anwesend sein.

Fulanito de tal dice hoy: Meter en vereda

In den Pfad schicken - Wenn man etwas richtig stellt, oder auch eine Person auf den richtigen Pfad schickt.




Und hier ein Bild von Theo, el Ratón





Donnerstag 12.12.2013 09:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 14 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 64 % - Luftdruck 1014 hPa

Nachlese
Erdrutschgefahr besteht weiterhin

Im Moment wird unsere Nachbarinsel Tenerife so richtig nass gemacht und wie es aussieht, kommt es dort deutlich schlimmer als bei uns. - Da gibt es richtige Überschwemmungen mit wirklichen Schäden an Fahrzeugen auf manchen Straßen, und man musste auch gestern Abend einen Flugunfall melden, als eine ATR72 von der Binter Canarias auf der überschwemmten Landebahn von Tenerife Nord bei der Landung von der Piste abgekommen ist. - Es lief aber glücklich ab, kein Passagier und auch kein Besatzungsmitglied wurden verletzt und wie gemeldet wird, ist auch das Flugzeug nur leicht beschädigt. - Die Maschine kam aus Gran Canaria und dieser Vorfall ist der erste Unfall im interkanarischen Flugverkehr nach vielen Jahren ohne irgendwelche Auffälligkeiten. - Hier auf La Palma ist kein Regen mehr gefallen, wir sind wohl wirklich raus aus dem Tief, wobei noch einzelne Niederschlagszellen durchaus auch noch mal Regen bei uns bringen können. - La Palma hat deutlich Glück gehabt, es ist nicht wirklich etwas passiert, aber es gibt eben auch wieder Erdrutsche, besonders auf der Bergstrecke von Tazacorte hoch auf den El Time sind bedeutende Mengen abgerutscht und haben zeitweise dafür gesorgt, dass dieser einzige Zugang aus dem Aridanetal in den Nordwesten der Insel gesperrt werden musste. - Erdrutsche sind nun genau das, was wir auch noch für die kommenden Tage fürchten, die Niederschläge spülen an den Abhängen die Felsbrocken aus und dann kommt es eben zu solche Phänomenen, welche neben Überspülungen die größte Gefahr auf unseren Straßen ausmachen. - Jetzt kann man aber nicht befehlen, einfach nicht Auto zu fahren die kommenden Tage, und die gesamte Versorgung aller Regionen muss ja auch sichergestellt sein, aber man sollte vorsichtig sein und besonders im Bergland, und auf La Palma ist ja fast überall Bergland, sollte man aufmerksam und langsam um die Kurven fahren, es könnte eben sein, dass da was auf den Straßen liegt, was da nicht hingehört. - Aber ansonsten hat die Insel keinen Schaden genommen, und auch wenn ich mich wiederhole, wir haben richtig Glück gehabt, denn dieses kräftige Tief hat uns nur mit seinem südlichen Ende erwischt, und nicht in völliger Breite erschlagen. - Und was auf Tenerife passiert, das hat auch damit zu tun, dass die halt viel größere versiegelte Flächen haben mit den breiten Autobahnen und Urbanisationen, so dass dort der gefallene Regen sich kanalisiert und so deutlich größere Schäden hinterlässt. - Noch scheint die Sonne nicht, es ist weiterhin bedeckt, aber die kommenden zwei Wochen werden wir wohl kein Problem mehr mit dem Wetter haben, so zumindest sagen es die langfristigen Prognose des Global Forecast Systems und die wissen eigentlich genau, wie gerne ich gutes Wetter zu Weihnachten habe…



Mittwoch 11.12.2013 17:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 17 Grad - Niederschlag 68 mm - Luftfeuchte 69 % - Luftdruck 1013 hPa
Höchsttemperatur heute 18,8 Grad - niedrigste Temperatur 16,4 Grad

Ohne Strom wird's dunkel in Rom
Stromausfall mit Ansage

Es nervt, wenn jedes Mal bei Regen und Wind die Stromversorgung auf La Palma immer wieder zusammenbricht, und auch nervt es, dass wir hier in Tajuya immer diejenigen sind, welche wieder als letzte ans Netz gehen. - Wir hatten erst am Nachmittag wieder Licht, die "wichtigen" Gebiete, also die Hauptstadt und Los Llanos bereits viel früher. - Damit ist Ihnen jetzt auch klar, warum es heute Morgen keine Nachrichten gab. - Der Sturm ist weg, bleibt nach den meisten Vorhersagen auch so, allerdings bleibt man bei der Warnstufe, denn es kann noch weiter regnen. - Vom Westen kommt nun der Wind und würde dann eben auch die Niederschlagszellen ins Aridanetal drücken, das kann noch bis morgen Abend so gehen. - Also wird es mit der Wäsche vorerst noch nichts, aber wir müssen nicht mehr fürchten wegzufliegen, und es wird auch immer unwahrscheinlicher, das Gewitter kommen. - Fast 3.000 Blitze zählten die Jungs und Mädels vom nationalen Wetterdienst über La Palma, Tenerife und La Gomera, das war aber kein Rekord, wir hatten schon mal einen Abend mit weit über 5.000 Blitzen. - Ob das nun die Ursache für den Stromausfall war, das lassen die uns noch nicht wissen, nur so viel, dass der Strom kurz vor drei Uhr nachts auf der gesamten Insel weg war, und man das Kraftwerk dort nahe der Hauptstadt zunächst erst wieder hochfahren musste. - Drei Stromausfälle in nur vier Wochen, glatte Leistung der Unelco-Endesa, und wieder jede Menge kaputte elektronische Geräte wegen der Gewitter. - Man kann versuchen sich das ersetzen zu lassen, allerdings wie will man denn beweisen, dass das Gewitter die kaputt gemacht hat. - Mein Tipp, ich ziehe nach verlustreichen Erfahrungen immer komplett die Stecker, wenn ich das erste Donnergrollen höre, und da wir hier auf den Inseln höchstens ein paar Gewitter im Jahr haben, ist das doch arbeitstechnisch zu verantworten. - Ein paar Straßen sind gesperrt worden, aber schon wieder frei, von Schäden aus der Landwirtschaft habe ich noch nichts gehört, das muss aber nicht heißen, dass es die nicht gibt, denn gegen Mitternacht gab es auch hier im Aridanetal einige Böen, die weit über 100 Stundenkilometer reichten. - Ansonsten musste die Feuerwehr einige Parkgaragen auspumpen, und alle Jahre wieder zeigt sich das "síndrome de escurridor" also das Siebsyndrom an vielen Häusern, wenn es mal richtig plätschert, dann kann man unsere oft semipermeable Bauweise wunderbar studieren. - Das flicken wir immer alles, sobald es aufhört mit Regen, und inzwischen verwenden wir auch nur noch an die 90% Silikon, um dann festzustellen, dass beim nächsten Regen das Wasser fünfzehn Zentimeter weiter rechts von der Wand läuft. - Es ist nichts Schlimmes passiert, wir haben deutliches Glück gehabt, denn nur der letzte Zipfel des Tiefs hat uns noch eine Watsche verpasst, und wir mussten nicht durch das gesamte Tief. - Hochdruck macht sich bereits bemerkbar, wenn auch zunächst einfach dadurch, dass es kälter wird, aber der Wind kommt schon von Westen und bis morgen Abend ist dann wieder Nordost angesagt. - Der Alarm ist inzwischen reine Vorsichtsmaßnahme für uns, aber weiter auf den östlichen Inseln, da kann noch mal richtig viel Regen fallen und auch die Gewitter weitergehen. - Ich muss schnell noch meine Tochter anrufen, dass die die Wäsche reinholt, auf Gran Canaria kommt der Regen heute Nacht und morgen Früh an. - Wie es weitergeht, mit Hochdruck und dann ist wohl für den Rest des Jahres auch Ruhe, und die Tiefs müssen wieder den nördlichere Korridore wählen, wenn sie von West nach Ost ziehen. - Wir hatten jetzt einen ziemlich langen Zeitraum mit Tiefdruck, zunächst dieses wind- und charakterlose Gebrubbel, welches sich immer wieder über uns drehte, und dann die schnelle Furie, die kurz aber heftig den Inseln den Marsch gepfiffen hat. - Die Unelco-Endesa bekommt die Gelbe Karte, was die sicher nicht interessieren wird, und die Einsatzkräfte des Cabildo Insular den Chapeau, weil die wirklich auf Zack waren und schnell dort eingegriffen haben und auch vorbereitet waren.

Fulanito de tal dice hoy: Menear el esqueleto

Das Skelett schütteln - Das sagt man auch wenn man tanzen geht und bei manchen, ich sehe gerade in den Spiegel, sieht das auch wirklich so aus.







Alle Jahre wieder bei starken Regenfällen, der "Rio Taburiente"





Dienstag 10.12.2013 17:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 19 Grad - Niederschlag 2 mm - Luftfeuchte 35 % - Luftdruck 1011 hPa
Höchsttemperatur heute 21,7 Grad - niedrigste Temperatur 18,4 Grad

La Palma, incomunicado, fast
Die großen Maschinen sind gelandet

Wir müssen doch wieder über das Wetter sprechen, denn der Wind ist stärker als bislang erwartet, und wird auch noch heftiger werden. - Die lokalen Behörden haben nun die höchste Alarmstufe ausgerufen, wegen Wind, und dann auch noch ab 18:00 Uhr wegen Starkregen, der sich dann noch zu dem Wind gesellen soll. - Die Schule fällt morgen auf der Insel komplett aus, die Wanderwege sind geschlossen und man fordert die Leute auf zu Hause zu bleiben, und auch nicht ans Wasser zu gehen. - Gut, jeder der den Kopf aus dem Fenster streckt, der wird von selbst nicht ans Wandern denken, aber ein bisschen vorsichtiger als sonst muss man schon sein. - Ob nun wirklich solche Platzregen anstehen, vor denen man warnt, bis zu 60 Liter in einer Stunde, das lassen wir noch mal dahingestellt, aber wenn es so kommt, dann ist das in sehr steilen Lagen schon problematisch. - Muren und Steinschlag stellen dann die größte Gefahr dar, und man sollte halt einfach zu Hause bleiben, und alles wird gut. - Es kann natürlich auch bei solchem Regen immer wieder der Stromausfällen kommen, das haben wir oft genug erlebt, also Kerzen und Streichhölzer bereithalten, und auch sollte man wissen, wo die Taschenlampe liegt. - Die Hauptmengen an Regen und auch die stärksten Böen, die werden für Mitternacht erwartet, für morgen im Lauf des Tages sollen die Niederschläge schon wieder vorbei sein. - Das Tief ist enorm groß und trägt viel Wasser mit sich, aber man kann ganz gut auf der Grafik der AEAT erkennen, dass uns nur der letzte Zipfel dieses Tiefs erwischt, und die Azoren komplett nassgemacht wurden und werden, es hätte also alles noch viel schlimmer kommen können. - Im Sommer haben wir immer so viel Angst vor den Bränden, oder die Leute fürchten die Vulkane, dabei ist bei uns auf den steilen Inseln immer das Wasser die größte Gefahr. - Die Inselregierung hat die Gemeinden auch aufgerufen, Evakuationsräume bereit zu halten, falls man an riskanten Stellen, also neben Barrancos und Entwässerungsgräben Wohnungen hat, aber ich hoffe mal, dass man diese nicht einsetzen muss. - La Palma und Tenerife sind die beiden Inseln, die am meisten abbekommen sollen, also her damit. - Die meisten Fähren haben den Dienst auch bereits eingestellt, so auch von Tenerife nach La Palma, es wird also keinen Fährdienst geben heute Nacht, das Meer ist viel zu unruhig und man erwartet vor morgen Vormittag auch keine Besserung. - Aber das Wetter ändert sich nach dem Durchzug des Ausläufers schnell, wir finden dann wieder zum Hochdruck zurück, wobei es dennoch am Freitag erneut ein bisschen regnen kann. - Der interinsulare Flugverkehr mit La Palma ist völlig zum Erliegen gekommen, keine einzige Maschine aus Tenerife oder Gran Canaria ist bei uns gelandet, und somit auch keine weggeflogen. - Weil die Fähren auch nicht fahren, nennt man unseren Zustand "incomunicado" Unerreichbar, und das passiert uns während der Wintermonate immer mal wieder. - Aber die großen Chartermaschinen aus Deutschland und Brüssel sind gelandet, und das hat uns gewundert bis sehr gefreut. - Denn heute war und ist großer Anreisetag, (München und Hamburg stehen noch aus) und es ist immer furchtbar, wenn die Leute an den Tagen nicht bei uns landen, oder auch nicht wieder abfliegen können. Trotz des starken Windes landeten die Maschinen, denn der Wind kam genau von Süd und die Piste ist ja nach Süd ausgerichtet. - Aber nur die großen Maschinen konnten die starken Winde dabei beherrschen, die kleineren Maschinen wären ein Spielball der Böen geworden. - Ein Leser schickte mir auch noch vor ein paar Tagen eine interessanten Link zum Wetter. - Unter alertas-tiempo.es kann man einen Strömungsfilm vom Nordatlantik sehen und auch, wie die Niederschlagsverteilung ist. - So, jetzt fängt gerade der Regen an und ich habe auch schon Donnergrollen gehört, wird Zeit die Kiste auszumachen, denn bei Gewitter fängt man sich hier sonst nur Probleme mit elektrischen Geräten ein.

Fulanito de tal dice hoy: Mear fuera del cacharro

Neben den Topf pinkeln - Wenn man sich im Ton vergreift, oder völlig neben dem eigentlichen Thema liegt, dann wirft man hier den Leuten vor, neben den Topf zu pinkeln.




Der letzte Zipfel erwischt uns auch noch




Der meiste Niederschlag soll heute Nacht fallen





Dienstag 10.12.2013 09:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 20 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 10 % - Luftdruck 1011 hPa

Profis ans Werk
Inselregierung will Carlos Soler für das Wasseramt

Was plötzlich alles geht, wenn man die Dinge mal von einer anderen Seite betrachten will. - Carlos Soler Liceras arbeitet momentan für das Gobierno de Canarias, und ist einer der bekanntesten Ingenieure für "Caminos, Canales y Puertos" (Wege, Kanäle und Häfen) den wir hier kennen, und er hat sich besonders auf La Palma verdient gemacht, mit dem hydrologischen Inselplan und eben auch damit, dass es ihm und seiner Gruppe im Jahr 2008 gelungen ist, die Fuente Santa in der Gemeinde Fuencaliente nach über 300 Jahren wieder zu entdecken. - Auf seiner jetzigen Arbeitsstelle ist er allerdings in Ungnade gefallen, er legte sich mit seinen Chefs an, im Rat für Landwirtschaft, weil er nach seinen Angaben keine Gefälligkeitsunterschriften leisten will, für Arbeiten die noch nicht beendet sind, es aber wohl üblich ist diese bereits abzunicken, damit die ausführende Firma bereits kassieren kann. - Wie weit das richtig und üblich ist, das können wir nur ahnen, aber es hat ihm einen gewaltigen Rüffel eingebracht, dass er darüber öffentlich gesprochen hat, und auch eine Versetzung aus dem Landwirtschaftsamt ins Finanzamt, was er noch in der Presse so kommentiert hat, er wäre völlig unnütz an seinem neuen Arbeitsplatz, weil er nichts von dem versteht, was er da zu tun hätte. - Die Auseinandersetzung zwischen Carlos Soler und seinen Arbeitgebern ist auch politisch motiviert, die Coalición Canaria bestimmt im Landwirtschaftsamt des Gobierno de Canarias und auch im Ressort Finanzen und so kann es schon sein, dass Carlos Soler sich wohl für einen erneuten Arbeitsplatz hier auf La Palma interessieren könnte. - Inzwischen ist ja die Coalición Canaria nicht mehr am Drücker in der Inselregierung auf La Palma, sondern ein Pakt aus Partido Popular und den Sozialisten, bei denen man noch nicht wirklich weiß, ob die denn noch Parteimitglieder der PSC/PSOE sind, oder ob der Rauswurf durch die Parteiführung auf kanarischer Ebene wirklich rechtskräftig ist. - Auf jeden Fall wäre der Ingenieur ein Glücksfall für La Palma, man denkt daran ihm die Führung des Rats für Wasser zu übergeben und dieser Posten ist extrem wichtig und sollte durch Fachleute besetzt werden, und nicht wie bisher aus parteipolitischen Gründen. - Auch wäre das wünschenswert, weil Carlos Soler dann auch Einfluss nehmen könnte auf die enorm wichtige touristische Attraktion, die Thermalquelle "Fuente Santa", die man leider bislang nicht wirklich zu nutzen wusste und man jetzt zum Besuch zugänglich machen will, aber keinen wirklichen Schimmer hat, wie man denn aus dieser Ressource breiten Nutzen für die Insel schaffen könnte. - Übermorgen, also am 12. Dezember gibt Carlos Soler im Casino Aridane, an der Plaza in Los Llanos eine Konferenz über die Vergangenheit, die Gegenwart und die mögliche Zukunft der "Fuente Santa" - Eingeladen dazu wurde er vom CIT-Tedote, dem rührigen Verband vieler Gewerbetreibenden in Sachen Tourismus.






Montag 09.12.2013 18:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 20 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 10 % - Luftdruck 1013 hPa
Höchsttemperatur heute 23,8 Grad - niedrigste Temperatur 16,4 Grad

Über was man sich alles aufregen kann
Entfernung des Wappen am Rathaus von Los Llanos löst heftige Diskussionen aus

Weg das Ding und Ruhe ist. - So hat man das in vielen Orten und Städten im Land gemacht, und auch auf dieser Insel. - Das Wappen aber, welches an der Rathausfront in Los Llanos prangte, und eben Symbole der Franco-Ära zeigte, das wird noch für reichlich Diskussionen sorgen, und hat auch schon Polemik aufgeworfen. - Vielleicht schafft es ja morgen und übermorgen das Wetter noch Protagonist zu werden, denn wir erwarten den Durchzug eines windigen und regenreichen Tiefdruckausläufers, und bei Wind aus dem Süden kann immer so einiges passieren und wir haben ja heute bereits Schwierigkeiten am Flughafen gehabt. - Also manche hoffen auf schlechtes Wetter, dann reden wir über das Wetter und nicht mehr, was in Los Llanos passiert ist, aber ich würde viel lieber nicht über das Wetter reden müssen. - Die beiden Hauptdarsteller in dieser Diskussion sind der sozialistischen Vizebürgermeister José María de Vargas und die frühere Bürgermeisterin und jetzt Oppositionsführerin der Partido Popular, Noelia García. - Noch pikanter ist das Ganze wenn man weiß, dass die Frau ja wegen des Misstrauensantrags nicht mehr Bürgermeisterin ist, den genau José María de Vargas auf den Weg gebracht hatte. - Ein bisschen spitz und selbstherrlich ließ nämlich de Vargas auch die Presse wissen, man würde jetzt endlich die Verfassung feiern können, ohne die Franco-Symbole am Rathaus und vielen hat das nicht geschmeckt. - Es sind aber nicht nur ewig Gestrigen, sondern viele meinen ganz einfach, das ist Teil unserer Geschichte, und das muss man nicht verstecken. - Allerdings gibt es ein Gesetz welches fordert, dass man alle Symbole aus der Franco-Ära aus öffentlichen Gebäuden entfernen sollte, aber es gibt keinen abgesteckten Zeitraum, bis wann das zu erledigen ist, man muss es also nicht unbedingt jetzt machen. - Viele sagen auch ganz einfach, wir haben doch andere Probleme als Wappen an den Rathäusern und die Politik solle sich darum kümmern, und nicht um Wappen oder Symbole. - Dann gibt es auch noch das Argument, die dort abgebildeten Symbole wären gar nicht aus der Franco-Zeit, sondern von den "Reyes Católicos" also viel älter, daher müsse man das gar nicht entfernen. Dem gegenüber steht aber wieder die Aussage, das ist wohl richtig, aber Franco hätte diese Symbole eben auch für die Falange benutzt, und hier kommt dann das Beispiel, Hitler hat auch das Hakenkreuz nicht erfunden, aber es hat es benutzt und so steht das nun unauslöschbar für den deutschen Nationalsozialismus. - In einer Presseerklärung prangert nun Noelia García José María de Vargas an, man hätte doch andere Dinge mit dem Wappen machen können als es zu zerstören, man hätte einfach ein neues darüber setzen können, oder es ins Museum bringen, und überhaupt, was das denn alles wieder gekostet habe, wo doch eh so wenig Geld da ist und man sich überlege, ob man nicht eine Untersuchung einsetzen sollte, wegen Zerstörung von Gemeindeeigentum. - Heute dann gab es im Radio noch einen Austausch und de Vargas erklärte, dass man das Wappen nicht in einem Stück habe lösen können, weil es aus gegossenem Zement wäre, und nicht aus Stein, wie andere behaupten. - Man kennt sogar noch die Rechnung des Wappens, da steht, für "piedra artificiál", also künstlicher Stein, und nun die Frage, könnte es nicht sein, dass ein Zementguss mit künstlichem Stein betitelt wird? - Und was es gekostet hat, da sagt de Vargas, einen Vormittag zwei Leute von der Gemeinde und einen Kranwagen, aber auch der gehört der Gemeinde, also ist das mit der Kostenfrage eigentlich lächerlich und überhaupt, auch die ehemalige Bürgermeisterin habe ja vor einer Weile selbst erklärt, man wäre damit einverstanden, dieses Wappen entfernen zu lassen. - In den sozialen Netzwerken wird hart darüber diskutiert und es bauen sich zwei Lager auf, die einen wollen das als Teil der Geschichte nicht aus dem Alltag nehmen, die anderen wollen diese Symbole überhaupt nicht mehr sehen, oder maximal im Museum. - Dabei muss man ein bisschen aufpassen, dass man dabei nicht zu viel alten Staub aufwirbelt, denn der Übergang Spaniens von der Diktatur in eine Demokratie, der war ja auch darauf gestützt, dass man nicht in Opfer und Täter unterteilt, sondern durch Verzicht auf Verfolgung eine neue Gesellschaft möglich macht. - So kann es schon sein, dass man durch das demonstrative Entfernen dieser Symbole der Grundidee des spanischen Weges aus der Diktatur in die Demokratie nicht hilft. - Es ist schon sehr viel Zeit vergangen seit man sich eine neue Verfassung gegeben hat, 35 Jahre, dennoch ist die ehemalige Spaltung dieses Landes immer noch in den Köpfen vorhanden und dass solch ein kollektives Phänomen viel länger anhält als man annimmt, das sehen ja auch die Deutschen ganz gut, die ja immer noch fleißig zwischen Osten und Westen unterscheiden.

Fulanito de tal dice hoy: Me lo contó un pajarito

Mir hat es ein Vögelchen erzählt - Wenn man nicht sagen will, von wem man diese oder jene Information hat, dann sagt man, ein Vögelchen hat es mir erzählt.



Montag 09.12.2013 09:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 16 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 37 % - Luftdruck 1014 hPa

Wer will noch mal wer kann noch nicht
Erst das Kabel, dann die Straße

Unsere Hauptverkehrsader, die LP3, welche West- und Ostseite der Insel miteinander verbindet, die muss an vielen Abschnitten dringend neu asphaltiert werden. - Und das nicht erst seit gestern, besonders der Abschnitt zwischen dem alten Flughafen und dem neuen Tunnel ist zum Teil abenteuerlich, und wird immer wieder nur geflickt. Zum Teil sogar mit Zement, was dann wirklich nicht sehr gekonnt aussieht. - Seit Jahren fordert man eine Lösung für diesen Abschnitt, aber es ist einfach kein Geld da für die notwendigen Reparaturen. - Man will für das kommende Jahr eine Summe von 1,4 Millionen Euro im Inselhaushalt für die Reparatur der Straßen bereithalten, allerdings ist das bei weitem nicht ausreichend und schon gar nicht für eine neue Asphaltdecke zwischen dem alten Flughafen und dem neuen Tunnel. - Und das ist ja auch noch nicht alles, es gibt noch viele weitere Strecken auf der Insel, welche neu asphaltiert werden müssen, aber man einfach nicht die Mittel dazu hat. - Aber zumindest für die LP3 hat man eine gute Ausrede, denn irgendwann in den kommenden Jahren wird man ein Fieberglaskabel für schnellere Internetverbindungen auf die Westseite der Insel legen, und die soll unter der LP3 geführt werden. - So erzählt uns nun der zuständige Rat in der Inselregierung, man warte mit dem asphaltieren der Straße bis auch das Kabel verlegt wird, denn es wäre doch unsinnig, die Straße jetzt zu asphaltieren, um sie dann Monate später wieder aufzureißen, um dann das Fieberglaskabel zu verlegen. - Da hat er prinzipiell Recht, man kennt das ja aus vielen Beispielen, neu asphaltiert und gleich darauf kommt jemand und reißt die Straße wieder auf um irgendwelche Leitungen zu verlegen. - Allerdings kommt mir das so vor, dass man diese weise Voraussicht des Rates für Infrastruktur auch gerne eben als Ausrede nimmt, die Arbeiten noch nicht anzugehen. - Und überhaupt, verlegt man solche Kabel wirklich unter der Fahrbahn und nicht daneben? - So schnell wird das also nichts mit einer neuen Fahrbahndecke und das Dinge viel länger dauern als man vorausgesagt hat, das kennen wir im Straßenbau ja bereits zur Genüge. - Der Ausbau der Nordumfahrung sollte auch bereits seit mehreren Jahren abgeschlossen sein, aber rund um Barlovento wird immer noch gebuddelt und gebaut, wobei man inzwischen fast bereits die doppelte Summe ausgegeben hat, als veranschlagt war, und die lokalen Behörden und die Anwohner fragen sich, wer denn da eigentlich noch die Übersicht hat und wie lange man noch diese Arbeiten ertragen muss. Da ist bei uns im Moment wirklich der Wurm drin und zumindest bei den Arbeiten an der Nordumfahrung muss man wirklich vermuten, dass man dort keinen Überblick mehr hat, was denn notwendige Änderungen der ursprünglichen Pläne sind, oder wohlfeile Möglichkeiten für die ausführenden Baufirmen sich viel länger als geplant dort zu beschäftigen. - Aber das ist keine palmerische Erfindung, das kennt man von überall auf der Welt, und da wollen wir eben nicht nachstehen…



Sonntag 08.12.2013 17:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 20 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 57 % - Luftdruck 1015 hPa
Höchsttemperatur heute 21,2 Grad - niedrigste Temperatur 16,0 Grad

Flughafenblues
Aber wir haben wenigstens einen…

Bei aller Kritik an unserem Flughafen muss man aber immer wieder vorausschicken, dass man sich anderswo noch viel mehr BERlamiert, aber mich tröstet das nicht wirklich. - Unser neues Flughafengebäude ist wirklich ein absolut unnötige Geldausgabe gewesen, und er ist auch noch hässlich und unpraktisch, ich fahre nur deshalb immer gerne hin, denn wenn ich hinfahre, dann hole ich fast immer jemand von der Familie ab, oder einen Freund. - Die Planer dieses Denkmals der Megalomanie hatten seinerzeit vorgerechnet, dass der Flugverkehr jedes Jahr um 10% wächst, denn es gab auch mal Jahre, da war das so. - In den berühmten Boom-Jahren, angekurbelt durch José María Aznar, dessen Rechnungen wir heute noch bezahlen müssen, da gab es solche Zahlen. - Dass man allerdings nicht davon ausgeht, dass es aber Grenzen des Wachstums gibt, und auf dieser Insel in Zukunft eher weniger Menschen leben werden als mehr, daran hat man seinerzeit nicht denken wollen, oder eben die paar Vorsichtigen, welche vor der totalen Überhitzung gewarnt haben, sogar noch als gestrig verspottet hat. - Unser Flughafen ist für 3 Millionen Passagiere im Jahr ausgelegt, es müssen aber nicht einmal eine Million bewegt werden. - Wir haben also jede Menge Raum für Wachstum. - Wäre da nicht noch eine weitere unangenehme Geschichte, La Palma ist auch noch der Flughafen, welcher das größte Defizit aller Flughäfen in Spanien produziert, die AENA (Aeropuertos Españoles y Navegación Aérea), der staatliche Flughafenbetreiber rechnet uns vor, dass man im vergangenen Jahr 16 Millionen draufbezahlt hätte für den Betrieb unseres Flughafens. - Das hat nur zum Teil mit dem Flughafenterminal zu tun, mehr aber mit den weniger vorhandenen Flugbewegungen und dass man sich auch kaum Geld verdienen kann mit Ladenvermietungen, da fast das gesamte Gebäude leer steht und auch zwei von drei Parkplätzen keine Einnahmen generieren, weil die einfach keiner braucht und die zu sind. - Nur 8 von 49 spanischen Flughäfen machen Gewinne, und drei davon befinden sich auf den Kanarischen Inseln, und das wären Gando auf Gran Canaria, mit einem Gewinn von 28 Millionen Euro, der Flughafen Reina Sofía, oder auch Tenerife Süd genannt, mit 27 Millionen Euro und der Flughafen Guacimeta auf Lanzarote, der immerhin noch 5,9 Millionen Euro in die staatliche AENA pumpt. - 2011 war auch noch der Flughafen von Fuerteventura auf der Seite der Schwarzen Zahlen, nun aber ist man in den roten Bereich gerutscht, wie auch noch die Flughäfen von Alicante und Valencia. - Aber insgesamt schaffte man es, auch durch die Erhöhung der Gebühren für die Fluggesellschaften von über 12% den Verlust von 220 Millionen im Jahr 2011 auf 70 Millionen im Jahr 2012 zu senken. - Und von den 70 Millionen gehen bereits 16 Millionen auf das Konto unseres Flughafens, es ist also nicht nur so, dass mir der Flughafen nicht gefällt, sondern der AENA auch nicht. - Und man will ja privatisieren, die AENA soll in private Hände gehen, und da sehe ich für La Palma zunächst auch mal keine guten Anzeichen. - Vielleicht schützt uns das genau vor einer Privatisierung, oder aber die AENA verschenkt uns, und wenn der Mehdorn gerade mal wieder nichts zu versauen hat, dann könnte sich der doch unseren Flughafen vornehmen. - Bloß tief in der Deckung bleiben, nicht auffallen und lieber von BER sprechen…

Fulanito de tal dice hoy: Más listo que el hambre

Schlauer als der Hunger - Man bezeichnet intelligente aber auch bauernschlaue Leute so, wenn es einer richtig drauf hat, dann ist der schlauer als der Hunger. - Kommt natürlich aus einer Zeit, in welcher der Hunger der Normalzustand war.




Und hier noch das Fundstück der Woche, Käse, jetzt echt nicht mehr krank, gefunden vom Inselgast Angelika Herbener





Sonntag 08.12.2013 09:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 17 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 64 % - Luftdruck 1016 hPa

Einer fehlt
Krippe in Los Llanos verhackstückelt

Alle Jahre wieder. - Eine der großen und wichtigen Weihnachtstraditionen ist die Krippe von Los Llanos. - Immer unter der Casa de la Cultura und früher von dem Inselkünstler Luis Morera aufgebaut, zieht diese Miniatur mindestens alle Anwohner des Aridanetals an, aber auch die Besucher unserer Insel. - Kaum auszudenken, dass man diese weihnachtliche Pflicht umgeht, oder gar streicht, aber in diesem Jahr zwingen Arbeiten am Bodenbelag unter der Casa de la Cultura und dem angrenzenden Spielplatz zu einer Abweichung im Traditionskalender. - Die Krippe ist nicht dort, wo sie immer war, sondern man hat diese in einem alten Haus in der Calle Real aufgebaut und dabei fragmentiert über drei Zimmer. - Hinweisschilder leiten verirrte und verwirrte Sucher nach der Krippe hinauf zu dem Haus in dem diese dreiteilige Krippe jetzt steht, und da sieht man nun die leidlich verunglückte Version der großartigen Krippe von Los Llanos und möchte eigentlich gar nichts Negatives darüber sagen, weil man sich doch wieder so große Mühe gegeben hat. - Aber bei allem gebührenden Respekt, und als Bürger von El Paso eigentlich gar nicht meckerberechtigt, und bei allem handwerklichem Können, welches auch diese Version wieder zeigt, das ist kein Ersatz für die große und berühmte und traditionell von so vielen Menschen besuchte Krippe von Los Llanos. - Die Aufteilung über drei Zimmer kann nicht gelingen, eine Krippe ist nicht fragmentierbar, und die Räume sind auch so klein, dass zwei Menschen fast nicht aneinander vorbeigehen können. - Man wird also entweder von der suchenden Menge am Weitergehen behindert, oder von denen weitergeschoben, mir fallen so viele andere Räume ein, in denen man die Krippe in diesem Jahr hätte besser unterbringen können, als in dem Haus dort oben in der netten Fußgängerzone. - Und warum musste man diese Arbeiten überhaupt genau in den Weihnachtswochen machen, wäre das nicht besser planbar gewesen? Am meisten regen sich die Leute aus El Paso auf, dass die Krippe in Los Llanos nicht da ist wo sie hingehört, die aus Los Llanos selbst, die ärgern sich mehr, dass das Wappen mit den Symbolen aus der Franco-Ära nun endlich vom Rathaus verschwunden ist, irgendwie lässt mich Los Llanos ein ums andere Mal die Stirn runzeln, wie man denn eigentlich so konservativ sein kann. - Der Krippenaufbau selbst, der ist über jeden Zweifel erhaben, da hat man sich niemals lumpen lassen, und in den drei Zimmern zeigt man Miniaturen aus dem ländlichen Leben La Palmas, so wie das eigentlich immer gewesen ist. - Man kann viel entdecken, wenn man denn stehenbleiben könnte, aber andere wollen ja auch dort sehen, wo man selbst gerade versucht, ganz bestimmte Charaktere zu entdecken. - So ist es mir nicht gelungen, die meist gesuchte Figur der Krippe zu entdecken, und kommen Sie mir jetzt nicht mit das Jesuskind und Ochs und Esel sind doch deutlich sichtbar. - Das sind die Hauptfiguren, nicht aber die meist gesuchten Figuren, denn das sind nämlich der "Meón" und der "Cagón", denn in allen spanischen Krippen, die was auf sich halten, sind irgendwo Figuren versteckt, die sich der körperlichen Erleichterung hingeben, und zwar mit dem großen, wie mit dem kleinen Geschäft. - Das kommt wohl aus Katalonien, hat sich aber über das ganze Land ausgebreitet, und so kommt es regelmäßig vor, dass denn die Familien mit ihren Kindern die Krippe des Ortes besuchen und die Kinder schon von weitem rufen: Ich finde den "Cagón" zuerst und dass sich die meisten Besucher eben dazu hinreißen lassen zunächst den Umweltfrevler zu suchen, und danach erst die Gruppe um das Jesuskind. - Ich hab ihn nicht gefunden, den "Cagón" sondern nur einen "Meón", also Pinkler, der hinter einer halb verschlossenen Tür sein Geschäft verrichtet. - Ich weiß nicht, ob der so gut versteckt ist der "Cagón", dass ich ihn einfach nicht finden konnte, oder ob er tatsächlich in diesem Krippenbild nicht vorkommt. - So bleibt halt das Gefühl, da fehlt irgendwas, nicht nur der hockende Peristaltiker, sondern auch der große Raum, in dem diese Krippenminiatur eben den Eindruck einer wirklich großen Aufgabe vermittelt. - Besuchenswert ist diese Krippe dennoch auch alle Fälle, und bewundernswert die viele Kleinarbeit, die man dort vollbracht hat, aber wir sind anderes gewohnt, und daran wird es wohl liegen.



Der "Struller" müsste man auf Deutsch wohl sagen und mehr Bilder von der diesjährigen Weihnachtskrippe aus Los Llanos gibt es HIER von Reimund und Beatrix.





Samstag 07.12.2013 17:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 21 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 62 % - Luftdruck 1014 hPa
Höchsttemperatur heute 23,7 Grad - niedrigste Temperatur 14,8 Grad

Weiterhin Katzenjammer
Jetzt beginnt die Ignorierphase

Einzig Mia scheint einen Schritt weiter zu sein, die hat im Garten schon mal den Versuch gemacht mit Leo zu spielen, allerdings ist die Bitch aus Los Llanos irgendwie der Meinung, Kerle würden Tatzenhiebe als Zuneigung und Aufforderung für weitere Spiele betrachten. - Am Schluss wurde eine Verfolgung daraus und als Mia sah, dass ich sie beobachtete, begann sie auch wieder zu fauchen und verschwand. - Die anderen Drei machen jetzt auf uninteressant, fauchen nicht mehr sofort, sondern nur noch dann, wenn Penny oder Leo sich erdreisten, mit ihren Schwänzen zu spielen, oder beim Fressen in den Futternapf springen. - Das macht man ja auch nicht, und das muss man lernen, und gefüttert wird deswegen immer noch zweigleisig, die alten Katzen in der Küche, die kleinen davor, sonst gibt es zu viel Ärger. - Paul humpelt immer noch, allerdings nicht mehr so stark wie noch vor ein paar Tagen, als wir damit dann zu Ángel gefahren sind, dem blauäugigen Tierarzt, bei dem sich nicht nur Paul immer komplett ergeben hingibt. - Das muss man sich vorstellen, uns lässt der nicht den Fuß abtasten, meckert und jammert nur rum, hält uns demonstrativ die Tatze vor die Nase, aber anfassen ist nicht, sonst beißt er gleich zu. - Bei Ángel dann, kein einziges Jammern, er lässt sich überall abtasten, der Tierarzt legt ihn sogar auf den Rücken und er bleibt einfach liegen und guckt Ángel an. - Fast hätte ich ihm zugerufen, Paul, das ist der, der dich kastriert hat, weil wir natürlich wieder die Dödel waren, die zu Ángel gesagt haben, das Tier ist schwer verletzt, lässt sich gar nicht anfassen, du solltest vorsichtig sein… Auch als Eltern haben wir das schon erlebt, meine Frau bringt unsere jüngere Tochter zum Ohrenarzt, weil sie schlecht hört. Der untersucht die und sagt schließlich, die ist völlig gesund, kann es vielleicht sein, dass sie nicht hören will? - Paul hat also wieder für Lacher auf unsere Kosten gesorgt, aber irgendetwas hat er wohl an der Tatze, aber es ist nichts zu sehen oder zu fühlen, aber vorsichtshalber hat ihm Ángel teure Tabletten verschrieben, wobei ich da eigentlich der Annahme bin, das sind Placebos, für die Herrchen und Frauchen. - Katzen und Tierärzte sind mit allen Wassern gewaschen, ich habe da inzwischen meine Erfahrungen gemacht. - Die Katze, welche noch die meisten Probleme macht, außer unserem verwirrten Humpler Paul, das ist der große, graue Mops, der bislang nur auf drei Meter Abstand bereit ist die Kleinen zu ignorieren. - An Paul und Lucky können die Kleinen bereits nah vorbeigehen, die alten Katzen blicken dann ostentativ woanders hin, und dann ist wieder gut. - Witzig ist im Supermarkt, wenn ich dann die vielen Packungen mit parfümierten Tierkadaver auf das Band lege, ich mitunter mitleidige Blicke zugeworfen bekomme, und wissendes Kopfnicken nach dem Motto, das muss der Siebold sein, wer ist denn sonst so blöd, und lässt sich sechs Katzen aufbinden. - Penny frisst inzwischen auch ohne Probleme, die Sonderbehandlung mit der gekochten Hühnerbrust muss nicht mehr angewandt werden, was die anderen Katzen deutlich vermissen. - Bis auf Psycho Paul sind also alle anderen gesund, und nach der Ignorierphase kommt ja dann die der Annäherung, und dann sollten wir es bis Weihnachten geschafft haben, endlich Ruhe und Frieden in den felinen Fuhrpark unserer Familie zu bekommen. - Und dann kommt ja auch die ältere Tochter auf Besuch, und was bringt die mit? - Ja, eine echte Siebold, die bringt auch noch eine Katze mit, weil sie auf Gran Canaria sich auch solch ein Tier zugelegt hat, und die kann sie, und will sie nicht alleine lassen, also bringt sie die mit. - Da haben wir sechs Wochen Stress hier abgeritten, um dann vielleicht Frieden zu haben, und dann bringt die noch eine Katze mit, dann geht alles wieder von vorne los.

Fulanito de tal dice hoy: Más largo que un día sin pan

Länger als ein Tag ohne Brot - Wenn etwas ganz lange dauert, sich unnötig in die Länge zieht, so wie früher die Schultage bei mir, dann dauert das gefühlt länger als ein Tag ohne Brot.




Und hier nun das positive Fundstück des Tages. - Plötzlich liegt da ein Gesteck mit einer Kerze bei uns auf dem Tisch, mit dem Titel: Kerze statt Katze und einem Dankeschön. - Pfiffige Idee, und vielen Dank von unserer gesamten Familie.





Samstag 07.12.2013 09:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 15 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 72 % - Luftdruck 1014 hPa

Wetterglück für La Palma
Schwere Niederschläge auf Tenerife

Bei uns fiel den ganzen Abend und die Nacht durch kein einziger Tropfen Regen, auf Tenerife aber gab es einen sechsstündigen Dauerregen, der auch für deutliche Probleme gesorgt hat. - Überschwemmungen, verschüttete Straßen und lange Staus auf der Autobahn, weil auch Teile dieser Trasse überschwemmt wurden. - So ist La Palma aus dem jetzt immer noch aktiven Tief ganz glücklich herausbekommen, die Westseite sowieso, die Niederschläge waren bei uns sehr gering, und auf der Ostseite fiel wohl sehr viel mehr Regen und es gab auch einige Überschwemmungen, aber gegenüber El Hierro und Tenerife sind wir wieder mal glücklich um größere Schäden herumgekommen. - Nun bleibt aber immer noch die Sorge um das für Dienstag/Mittwoch erwartete Sturmtief, und auch hier darf man die negativen Erwartungen etwas zurückschrauben, denn das Tief orientiert sich in Richtung Norden, auf die Azoren zu, und wahrscheinlich erwischt uns dann nur noch ein Ausläufer dieses sehr kräftigen Tiefs. - Dennoch werden weiter kräftige Winde für die kommende Woche erwartet, aber deutlich weniger Regen, als man vor ein paar Tagen noch errechnet hatte, als man glaubte, das Tief würde weiter in Richtung Osten ziehen und damit frontal auf uns zu. - Es ist Platz geworden nördlich des Tiefs, und von Westen her schiebt sich ein Hoch heran, welches sich dann hoffentlich bereits am Mittwoch unter das Tief setzen kann und dann wieder für stabiles Wetter auf unseren Breiten sorgen kann. - Sowohl der nationale Wetterdienst, wie auch das Global Forecast System sind sich da einig, der kommende Mittwoch wird zwar noch bewegt sein auf der Insel, und Regen und Wind bringen, aber das Unwetter, welches man erwartet hatte, das findet dann wohl auf den Azoren statt und wir freuen uns sehr über diese neue Entwicklung. - Nicht, weil die Azoren wieder abgewatscht werden, obwohl bei denen eigentlich fast herrscht was wir gutes Wetter nennen, sondern ganz einfach weil ein Sturmtief mit viel Wasser aus Süd, oder Südwest der ziemliche Garant für deutliche Schäden besonders in der Landwirtschaft bei uns wäre. - Und wir brauchen das im Moment wirklich nicht, wir haben schon genug andere Probleme, drum kommt uns die neuerliche Entwicklung auf dem Nordatlantik sehr entgegen. - Es kann heute erneut zu Niederschlägen bei uns kommen, aber die Wahrscheinlichkeit nimmt immer weiter ab und wenn sich dann ab dem 12. Dezember wieder Hochdruck einstellt, dann ist wieder alles im Lot bei unserem Wetter.




So rechnet sich die Agencia Estatal de Meteorología den 12. Dezember schön. - Wir können nur hoffen, dass die Recht behalten.





Freitag 06.12.2013 17:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 21 Grad - Niederschlag 1 mm - Luftfeuchte 64 % - Luftdruck 1012 hPa
Höchsttemperatur heute 22,2 Grad - niedrigste Temperatur 17,0 Grad

Geboren, geheiratet, gestorben
Nachlassender Babywunsch

Die Krise hat viele Gesichter und die meisten grinsen nicht. - In einer Zeitung steht, dass die Geburten auf den Kanaren so stark rückläufig seien, und dann habe ich mir mal die Daten besorgt, und in der Tat, im ersten Semester 2013 sind auf den Kanaren 7.034 Kinder zur Welt gekommen, im ersten Semester 2012 waren das noch 8.351. - Das sind 15,8% weniger, und das gibt einem schon zu denken. - Sehen wir uns genauer um, dann sind in allen spanischen autonomen Regionen 2013 weniger Kinder geboren worden, außer in den Exklaven Ceuta und Melilla, die aber immer schon bei allen Werten aus der Statistik springen. - Aber die Kanaren sind Spitze in dieser Wertung, in keiner anderen "Comunidad Autónoma" sind die Geburtenzahlen so drastisch zurückgegangen wie auf den Kanaren, lediglich Navarra kommt mit einem Wert von 11% auch noch zweistellig daher, ansonsten liegt der spanischen Schnitt bei 6,2%. - Jetzt betrachten wir einen zweiten Wert, die Anzahl der Gestorbenen, auf spanischen deutlich und auch ein bisschen makaber "defunciones" genannt, und hier treffen wir auch auf ein interessantes Phänomen, dass im ersten Semester 2013 weniger Menschen verstarben, als noch im ersten Semester 2012. - Das ist ungewöhnlich, aber das INE (Instituto Nacional de Estadística) erklärt uns eben, dass gerade im ersten Semester 2012 ungewöhnlich viele Menschen verstorben seien, wegen der Grippewelle, und in diesem Jahr die Zahlen nun wieder auf ein normales Niveau sinken. - Man sollte also dieser Statistik keine wirkliche Aufmerksamkeit schenken, kann aber aussagen, das die Veränderungen bei der Sterblichkeit in den autonomen Regionen kaum Unterschiede aufweisen. - Was aber wohl noch auffällt, dass das in manchen Autonomien dennoch ein Wachstum der Bevölkerung rausspringt, in anderen aber nicht. - Und was dabei besonders hervorzuheben ist, in den "Comunidades Autónomas" in denen die Arbeitslosigkeit besonders hoch ist und damit die Krise noch deutlicher zum Tragen kommt, in den Autonomien kommt es zu einem negativen Wachstum. - Das wird zwar meist durch Zuzug von Einwanderern wieder aufgefangen, aber in den besagten Autonomien sterben mehr Menschen, als gleichzeitig geboren werden. - Die Kanaren sind auch dabei, auch wenn das Saldo lediglich ein -63 anzeigt, aber wir waren vor Jahren dort auf der ganz positiven Spur und haben uns nun auf die andere Seite des Pendels begeben. - Für mich ist das ein deutliches Zeichen dafür, dass die Leute Angst haben im Moment Kinder zu bekommen, da die wirtschaftliche und finanzielle Situation nicht entsprechend ist und ich muss zugeben, ich kann das verstehen. - So hat die reichste autonome Region, nämlich die Comunidad de Madrid auch den größten Geburtenüberschuss, und wir, oder Extremadura und Galizien oder Asturien, wir befinden uns am anderen Ende der Fahnenstange. - Zahlen die auch noch interessant sind auf demografischer Hinsicht sind, dass das mittlere Alter der ersten Hochzeit genau gleich ist mit dem mittleren Alter der ersten Schwangerschaft, und die Zahl dazu lautet 31,56 und damit liegen wir in Spanien ziemlich genau auf dem gleichen Wert wie Deutschland. Und das Alter bei der ersten Schwangerschaft steigt seit den achtziger Jahren kontinuierlich an, auch das haben wir mit Deutschland gemein. Und schließlich die Lebenserwartung, die liegt im Schnitt, Männer und Frauen zusammen, bei 82,29 Jahren und damit ein bisschen höher als in Deutschland. - Und auch hier fällt wieder auf, dass die reichste spanische Autonomie, also erneut die Comunidad de Madrid auch wieder die höchste Lebenserwartung hat. - Hier auf den Kanaren liegt sie bei 81,58 also ein bisschen unter dem Schnitt, aber das macht uns auch keine Sorgen.

Fulanito de tal dice hoy: Marear la perdiz

Das Rebhuhn schwindelig machen - Wenn jemand immer wieder den gleichen Mist erzählt, und so gar nicht auf den Punkt kommen kann, dann macht der das Rebhuhn schwindelig.




Die gesamte Presseerklärung mit weiteren Tafeln kann man sich HIER von INE herunterladen. 7 Seiten PDF





Freitag 06.12.2013 10:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 18 Grad - Niederschlag 3 mm - Luftfeuchte 79 % - Luftdruck 1013 hPa

Es kommt nur auf die Verfassung an
Wo gehört die Geschichte hin, ins Museum oder auf die Straße?

Der 35. Geburtstag der spanischen Verfassung ist sicher ein guter Feiertag, und der unblutige Übergang aus einer Diktatur in eine Demokratie hat auch Lob und Anerkennung verdient. - Dieser als "Transición" bezeichnete Wechsel aus der Diktatur in die Demokratie ist offiziell längst abgeschlossen, und benötigte dafür das Generalpardon aller Beteiligten, niemand wurde angeklagt oder verfolgt, man ließ die Dinge einfach auf sich beruhen. - Ob das klug war oder nicht, das zu wissen wird wohl noch eine ganze Weile brauchen, aber man kann wohl sagen, ohne diesen Racheverzicht wäre wohl ein friedlicher Übergang in die Demokratie gar nicht möglich gewesen. - Die viel zu oft gezogenen Vergleiche zwischen Franco und Hitler laufen nämlich ins Leere, denn Franco hat letztendlich nur einen Konflikt mit Marokko geführt, aber nie einen Krieg verloren und hat auch die Macht im Land nur durch sein Ableben verloren und im Anschluss haben kluge und vorsichtige Leute beschlossen, man werde diese Diktatur beenden und in eine Demokratie verwandeln. - Dabei spielt auch das Königshaus eine vorbildliche Rolle, damals noch zumindest, inzwischen hat sich aber die Monarchie auch in diesem Land selbst überlebt und sucht dringend nach Bestätigung. - Der Übergang ist allerdings in vielen Köpfen noch nicht ganz vollzogen, mal aus Nostalgie, meist aber aus Angst und Misstrauen gegenüber den negativen Begleiterscheinungen der oft überstrapazierten Freiheiten und der zahnlosen Wächter über die Demokratie, fallen in Nebensätzen immer wieder kleine Andeutungen nach dem Motto, so etwas hätte es früher niemals gegeben. - Der Name Franco wird dabei selten verwendet, aber "antes", also früher, das ist schon ziemlich gebräuchlich, wenn man über Korruption, Verbrechen und gesellschaftlichen Wandel spricht. - Dabei vergisst oder übersieht man nur zu gerne, dass es während der Zeit der Franco-Diktatur auch Verbrechen gab und Korruption eben als Hierarchien verkauft wurden, aber man neigt eben zur Glorifizierung der Vergangenheit und da man nicht wirklich penibel in den Geschichtsbüchern sämtliche Vorkommnisse aus der dunklen spanischen Zeit angesammelt hat, bleibt da reichlich Raum für unsensible Nostalgie. - Seit 2007 gibt es das "Ley de Memoria Histórica", welches dazu dienen soll, eben diese Lücken aus den dunklen Zeiten wieder mit Licht zu füllen, und man doch noch versuchen will, diese Zeit gedanklich aufzuarbeiten. - Dazu gehört auch, dass man die Gemeinden und Autonomien auffordert, die Symbole und Namen aus der Franco-Zeit von öffentlichen Gebäuden und Straßen zu tilgen, allerdings nur dann, wenn auch eine Mehrheit in der Gemeinde oder der Autonomie das beschließt. - In El Paso hat man das vor Jahren bereits erledigt, in Los Llanos hat man gestern erst das Siegel der Falange vom Rathaus genommen, und darüber ist in den sozialen Netzwerken ein deutlicher Streit ausgebrochen, ob das den nötig war oder nicht. - Der Gemeinderat hatte das beschlossen und es war ganz die Arbeit vom Sozialisten José María de Vargas, der das vorangetrieben hatte, aber da er bislang mit der Partido Popular verbunden war, konnte er das nicht durchsetzen, aber nun ist er ja auf der Seite der Coalición Canaria und ein Preis war wohl für den Sinneswandel, dass man ihm zugesagt hat, das Siegel kommt weg. - Die Diskussionen allerdings darüber die schwellen noch an, und oft heißt es eigentlich neutral, man hätte das Geld, was das Entfernen des Siegels gekostet hat doch lieber in die Armenspeisung geben sollen. - Das sagt man allerdings zu so ziemlich allem was hier betrieben wird, und ist nicht wirklich gut mit Argumenten bestückt, weist aber auch auf die grundsätzliche Ablehnung der Autoritäten inzwischen hin. - Aber es gibt auch eine deutliche Gruppe die eben meint, das sei ein Teil der Geschichte dieses Landes und die könne und solle man nicht einfach abnehmen oder wegschmeißen. - Das ist sicher richtig, das ist Teil der Geschichte dieses Landes, aber die Frage muss gestellt werden, ob des denn nicht besser im Museum gemacht wird, als auf der Straße. - Darüber ist man sich hier noch nicht einig, die weitaus überwiegende Anzahl der Menschen will aber mit diesem ganzen Zauber und Streit sowieso nichts zu tun haben, weil die 35 Jahre Demokratie eben nicht nur Licht, sondern auch Schatten aufzuweisen haben, und wir unter Korruption und Misswirtschaft wohl immer wieder leiden. - Es kommt eben immer auf die Verfassung an, und ob diese auch in der Lage ist, die Gesellschaft vor den Auswüchsen und den Egoismen ewig Gieriger zu schützen.



Donnerstag 05.12.2013 17:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 20 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 67 % - Luftdruck 1012 hPa
Höchsttemperatur heute 22,8 Grad - niedrigste Temperatur 14,2 Grad

Da kommt was auf uns zu
Wir müssen wieder über das Wetter reden

Unser Tief, welches nun bereits eine Woche über uns herumeiert verliert deutlich an Kraft, und wird auch wohl bald Geschichte sein. - Aber wir sollten uns nicht so sehr darüber freuen, denn es wird wohl abgelöst werden von einem Sturmtief, welches im Moment noch weit westlich der Kanaren liegt. - Das National Hurricane- Center sieht zwar nur eine 20% Wahrscheinlichkeit, dass dieses Tief sich zu einem Hurrikan auswächst, aber uns passt ein Tropensturm auch nicht, denn viel Wasser zusammen mit heftigem Wind hat uns noch niemals gut getan. - Ganz sicher ist es noch nicht, dass uns dieses garstige Tief erwischt, aber die Chancen stehen schlecht für uns, denn ein noch weiter westlich liegendes Hochdruckgebiet drückt das Tief nach Osten, und damit in unsere Richtung. - So machen wir uns jetzt über die letzten zu erwartenden Niederschläge des alten Tiefs keine wirklichen Sorgen, die morgen und übermorgen noch fallen können. - Unser Hauptaugenmerk liegt und auf dem kommenden Dienstag und Mittwoch, für da erwartet man dann den Durchzug des Sturmtiefs, mit dann auch Windgeschwindigkeiten von 35 Knoten, die eben bei unserer abrupten Orographie durch Düsenwirkung in Böen deutlich kräftiger sein können. - Das war ja die angenehme Geschichte an unserem jetzigen Tief, gar kein Wind dabei, aber das wird sich ändern. - Der Wind wird wohl am Dienstag bereits auffrischen, der Regen soll dann noch in der Nacht folgen und das Global Forecast System rechnet dann am Mittwoch mit bis zu 70 Millimeter Niederschlag. - Da beutelt der Xaver gerade Mitteleuropa durch, da wollen wir uns nicht lumpen lassen, aber so heftig wie Xaver wird das wohl auch nicht werden das folgende Tief, aber die Azoren, Madeira und Kanaren werden ordentlich nass gemacht und auch durchgeschüttelt. - Da Schauern wir bereits wieder für den Ankunftstag, den Dienstag, da erwarten wir 6 Charter aus Mitteleuropa und Wind aus Südwest ist nicht gut für unseren Flugbetrieb, da dann am Flughafen unberechenbare Scherwinde entstehen können. - Aber Bange machen gilt jetzt noch nicht, zunächst erwartet man den Wind direkt aus Süd, und er soll auch erst im Laufe des Dienstages Fahrt aufnehmen um dann am Mittwoch so richtig loszulegen.

Und zur Wetterwarnung auch noch eine Feiertagswarnung, morgen ist in Spanien Verfassungstag, "Día de la Constitución" und es wird in halbrunder Feiertag sein, denn es ist der 35. Geburtstag unserer "Carta Magna". - Aber viele Läden haben geöffnet, wir befinden uns auch im Weihnachtsgeschäft bereits und auch am Sonntag haben dann viele Läden offen, es wird also niemand verhungern, und auch die morgen anreisenden Gäste werden ihre Kühlschränke füllen können.

Fulanito de tal dice hoy: Mano de santo

Heilige Hand - Wenn etwas, fast wundersam schnell geheilt oder auch repariert wird, dann schreibt man das oft einer heiligen Hand zu. - Das muss nicht nur ärztliche Kunst betreffen, auch guten Handwerkern wird eine heilige Hand unterstellt. - Bei uns in der Familie heißt das dann immer: Das ist ein Otto. - Der beste Lehrer, den unsere Kinder jemals hatten, der hieß Otto. - War ein blonder Hüne, aber voll und ganz Spanier, was man nach seinem Aussehen und seinem Namen eigentlich bezweifeln würde. - Meine beiden Töchter hatten den als Lehrer früher in der Mittelstufe, und wir vermissen ihn immer wieder und wie oft hat es schon geheißen bei uns, wenn jetzt Otto noch da wäre und das nutzen wir eben inzwischen auch, wenn jemand von seiner Arbeit besonders viel versteht, dann ist das ein Otto auf seinem Gebiet.




Das Nacional Hurricane Center gibt diese Warnung aus



Und das rechnet uns das Global Forecast System vor





Donnerstag 05.12.2013 09:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 15 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 41 % - Luftdruck 1014 hPa

Stühlchen wechsle dich
Neuer Bürgermeister in der Hauptstadt bringt alte Diskussionen auf

In Santa Cruz de La Palma haben, wie in anderen zehn Gemeinden der Insel, die Partido Popular mit den Sozialisten der PSC/PSOE im Mai 2011 einen Pakt geschlossen, um die Coalición Canaria aus den Ämtern zu werfen. - Das ist auch gelungen, die Coalición Canaria stellte zunächst nur noch in zwei Gemeinden die Verwaltung, in Mazo und in Fuencaliente, aber inzwischen sind es wieder drei Gemeinden, weil ein verwirrter Sozialist in Los Llanos die Macht an die Coalición Canaria zurückgegeben hat. - Aber davon müssen wir heute nicht sprechen, sondern über die Hauptstadt, denn dort endet nun die Regentschaft des Sergio Matos von der PSC/PSOE und der wird übergeben an den bisherigen Vize, von der Partido Popular, Juan José Cabrera. - Das war so abgesprochen, und so wird es sein, am kommenden Montag ist es so weit, aber hier tauchen dann gleich wieder einige Fragen auf. - So hat doch die Partei PSC/PSOE ihre sechs Räte im Cabildo Insular entlassen, oder sagen wir vorsichtiger, mit einem Parteiausschlussverfahren überzogen, weil die genau das Gleiche gemacht haben, wie das, was nun im Gemeinderat der Hauptstadt passiert. - Hier heißt es aber vom eingesetzten Inquisitor der PSC/PSOE Manolo Marcos, es wird keine Ausschlussverfahren gegen die Räte in der Hauptstadt geben, das sei ein völlig anderer Fall, und hier wird dann schon die Doppelmoral der Parteiführung deutlich, denn es ist natürlich überhaupt kein anderer Fall, sondern die Basis setzt sich in beiden Fällen über die Parteiführung hinweg, in dem man Pakte mit der Partido Popular eingeht, oder fortführt, die von der Parteiführung deutlich untersagt wurden. - Die einen werden also bestraft, wenn man denn einen Ausschluss aus der PSC/PSOE überhaupt noch als Bestrafung betrachten muss, die anderen dürfen bleiben, obwohl sie genau das Gleiche, aber eben nicht am selben Ort gemacht haben. - Im Gobierno de Canarias, also im höchsten Gremium der autonomen Region Kanarisch Inseln, da hat sich ja eine Koalition der Verlierer etabliert, dort bilden die Räte der PSC/PSOE und die der Coalición Canaria das Gobierno de Canarias, und diese Partei bestimmt, wer denn mit wem auf La Palma koalieren darf. - Santa Cruz ist denen egal, Los Llanos aber nicht, und natürlich auch nicht das Cabildo Insular de La Palma, und daher kommt der Druck, weil es sicherlich aus der Parteispitze der Coalición Canaria geheißen hat, wenn ihr, also die Parteiführung der Sozialisten, nicht dafür sorgt, dass das Cabildo Insular de La Palma in unserer Hand bleibt, dann fliegt ihr aus der gemeinsamen Regierung im Gobierno de Canarias. - Das hat die Spitze der PSC/PSOE so weit gebracht ihre Räte in der Inselregierung La Palmas aus der Partei zu werfen, anstatt selbst den Kampf gegen die Coalición Canaria anzugehen und denen die Stirn auch im Gobierno de Canarias zu bieten. - Die sechs Räte der Sozialisten im Cabildo Insular sollen gehen, weil die Parteispitze auf der Höhe des Gobierno de Canarias ihre Posten behalten will, und da zeigt sich die beschämende Haltung dieser Leute rund um José Miguel Pérez, dem absoluten Wahlverlierer im Mai 2011, als er die Anzahl der Abgeordneten seiner Partei im Gobierno de Canarias fast halbiert hat, und von 26 auf 15 abgestürzt ist. - Anstatt Rücktritt, was eigentlich alle geglaubt haben, bildet der zusammen mit der Coalición Canaria die Regierung, und bestimmt heute, wer denn auf La Palma in der Partei bleiben darf und wer nicht. - Die Coalición Canaria hat ja inzwischen vor dem Verwaltungsgericht das Misstrauensvotum gegen sich im Cabildo Insular de La Palma angezeigt, denn nach deren Meinung war das illegal, denn die sechs Räte der Sozialisten seien ja bei der Stimmenabgabe bereits parteilos und somit stimmunfähig gewesen. - Der Jurist aus dem Cabildo ist anderer Meinung, die Parteiausschlüsse seien viel zu spät zugestellt worden, und somit ungültig, und wenn der Recht hat, dann sind die sechs Räte weiterhin Parteimitglieder. - Es wird also ein Gericht darüber entscheiden, wer im Cabildo Insular de La Palma unsere Zukunft bestimmt, und solch unsichere Angelegenheiten sind in Zeiten der Krise nun wirklich keine geeignete Maßnahme.




Das Rathaus von Santa Cruz de La Palma





Mittwoch 04.12.2013 17:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 22 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 48 % - Luftdruck 1013 hPa
Höchsttemperatur heute 22,1 Grad - niedrigste Temperatur 15,8 Grad

Asphaltlotterie
Ruiz Romero soll abbauen, und Unaspa?

Die Tageszeitung El Diario de Avisos bringt heute einen interessanten Artikel aus dem hervorgeht, dass die Gemeinde Los Llanos in den kommenden Tagen den Abbau des Asphaltwerkes der Firma Ruiz Romero verlangen wird. - Der Betreiber hätte dann zwei Monate Zeit für den Abbau, und sollte er diesem Verlangen nicht nachkommen, dann wird die Gemeinde Los Llanos den Abbau selbst unternehmen, aber auf jeden Fall müsse dafür die Firma die Kosten übernehmen. - Harte Worte, und genau von denen, die vor Jahren die Installationslizenz erteilt haben, so wundert man sich schon, mit welche Nonchalance man nun von dem Betreiber einen schnellen Abbau fordert. - Und das mit den Kosten, das ist auch fragwürdig, denn die Firma Ruiz Romero, die hatte doch eine Installationslizenz, die haben also eigentlich gar nichts falsch gemacht. - So wäre eigentlich zunächst der andere Betrieb an der Reihe, sein Asphaltwerk zurückzubauen, denn die haben nicht mal eine Installationslizenz und werden die auch nicht bekommen, denn nach dem Urteil aus dem September geht doch ganz klar hervor, dass dort keine Asphalt produzierenden Werke betrieben werden dürfen. - Aber die Gemeinde Los Llanos stellt sich in allen Gelegenheiten im Umgang mit diesen Asphaltwerken in ein fragwürdiges Licht, das lief von Anfang an total schief, und zu verdanken hatte man den ganzen Mist ja den Seilschaften um Antonio Castro, Juan Ramón Hernández und später auch Juan Ramón Marín, die mehr Interessen an dem Industriegebiet hatten, als nur dass dort Asphalt gekocht werden darf. - Inzwischen liegen ja drei Urteile vor, welche die Produktion von Asphalt dort untersagen, und jetzt geht es daran auch festzustellen, ob und wer denn nun Abfindungen erhalten kann und wer die dann bezahlt. - Es wird wohl an der Gemeinde Los Llanos hängenbleiben, obwohl das Gobierno de Canarias und auch das Cabildo Insular jedes Mal Grünes Licht gegeben hatten, auch wohl wissend, dass dieses berühmte Gesetz aus dem Jahr 1961, welches die Abstände solcher Analgen zu Wohngebieten immer noch regelt, auch in diesem Fall gilt und die 2.000 Meter überhaupt nicht eingehalten wurden. - Die Gemeinde Los Llanos will nun auch bald Gespräche führen mit dem Betreiber der Anlage, man möchte sich zunächst außergerichtlich einigen, aber ich sehe das noch nicht so einfach, denn es stehen immer noch Millionenforderungen von Ruiz Romero im Raum, und das kann natürlich die Gemeinde nicht schlucken. - Man sollte es vielleicht sowieso besser einem Gericht überlassen und die Gemeinde sollte sich einen guten Anwalt nehmen, der die Dinge so sieht wie wir, und zwar dass der Betreiber wohl ein Anrecht auf einen Schadensersatz hat, weil eben die Installationslizenz gegeben wurde. - Aber da kommen keine Millionensummen zusammen, denn eigentlich geht es doch nur um die Arbeiten des Transportes und der Aufstellung der Anlage, und die Kosten für die Projektierung und den ganzen Papierkram der erledigt werden musste. - Das Grundstück kann ja verkauft werden, die Anlage selbst ist woanders aufzustellen, und Schadensersatz wegen entgangenem Gewinn, das geltend zu machen für ein Betrieb, der laut Urteil dort nur illegal betrieben werden könnte, das kann ich einfach nicht glauben, dass ein Gericht so etwas bestimmt. - Und überhaupt, die Firma befindet sich in einem Konkursverfahren, wo ist denn da der Konkursverwalter, der eigentlich für die Firma nach außen verhandeln sollte? - Das ist alles höchst merkwürdig, und nun ist ja auch wieder die Coalición Canaria in Los Llanos am Drücker, die waren das doch auch, welche dem Betreiber den Betrieb erst möglich machen wollten, und nun verhandeln sie über eine Abfindung, und das hat doch wieder einen schlechten Beigeschmack, und ob da irgendetwas transparent abläuft, das möchte man eigentlich gar nicht vermuten. - Und nicht vergessen, morgen Abend um 19:00 Uhr, eine Feier der Bürgerplattform nach dem Sieg über die beiden Asphaltwerke. - Essen gibt es von der Plataforma, aber Vorspeisen und Desserts dürfen gerne mitgebracht werden und das Ganze findet in Todoque statt, in den Räumen unter der Kirche. - Also nichts anders für morgen Abend vornehmen.

Fulanito de tal dice hoy: Más claro que el agua

Klarer als das Wasser - Wenn etwas unumstößlich ist, oder so sicher, dass man es gar nicht beweisen muss, dann ist das klarer als das Wasser.



Mittwoch 04.12.2013 09:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 17 Grad - Niederschlag 5 mm - Luftfeuchte 83 % - Luftdruck 1012 hPa

Auf leisen Sohlen aus den Schulden
San Andrés y Sauces fast schuldenfrei

Die kommenden beiden Tage könnte es klappen, dass wir die Wäsche trocken bekommen. - Am Freitag spätestens geht es dann in die nächste Runde mit Niederschlägen und wir wissen immer noch nicht, wie wir es denn schaffen, das Tief loszuwerden. - Die Landwirte freuen sich, die Speicherbecken werden wieder langsam aufgefüllt, und die Insel riecht auch ganz anders als vor den Regenfällen und im Moment scheint auch wieder die Sonne und dann ist der Regen schnell vergessen. - Zwei Tage Pause, hoffentlich.

Eine Gemeinde ganz ohne Schlagzeilen, das alleine müsste schon für Aufmerksamkeit sorgen. - Wir sprechen von San Andrés y Sauces, so heißt die Gemeinde im Nordosten der Insel und dort hat der smarte Francisco Paz von den Sozialisten im Mai 2011 die absolute Mehrheit bei den Gemeinderatswahlen erlangt. - Es war auch nicht wirklich eine Überraschung, denn bis dahin war die Gemeinde oft in den Schlagzeilen, weil eine wenig sensible Nieves Dávila von der Coalición Canaria von einem Fettnäpfchen zum anderen sprang und die Gemeinde auch noch tief verschuldete, so dass die Wähler keine andere Möglichkeit sahen, als die Skandalnudel in den politischen Ruhestand zu schicken. - Francisco Paz stellte auch den Gemeinderat auf den Kopf, nur er als Bürgermeister kassiert, kein Gemeinderat bekommt Geld, die kommen nur zu den Kommissionen und Plenen und die Arbeit übernehmen Angestellte, welche bereits in der Gemeinde gearbeitet haben. - So alleine spart man schon viel Geld, aber Francisco Paz erntete nicht nur Lob für dieses Beispiel, denn die anderen Gemeinden, auch aus der gleichen Partei fürchteten eben, dass das Vorbild für kommende Verlangen sein könnte und man dann fürchten müsste, dass man dann die lukrativen Posten der Gemeinderäte vergessen könnte. - In der Tat ein genüsslicher Gedanke, dass in Zukunft Menschen die Arbeit in den Gemeinden verrichten, die auch Ahnung von dem haben was sie tun, aber so weit sind wir noch nicht, leider. - Francisco Paz hat sich die ganzen zweieinhalb Jahre äußerst bedeckt gehalten und leise vor sich hin gearbeitet, und niemanden versucht zu missionieren. - Jetzt aber tritt er an die Presse, und das mit gutem Grund, denn er hat es geschafft, die Gemeindeschulden in den zweieinhalb Jahren um 74% zu senken und aus einer der höchst verschuldeten Gemeinden eine der solidesten auf der Insel zu machen. - Als er im Juni 2011 die Gemeinde übernahm, da hatte San Andrés y Sauces noch 4.517.826 Euro Schulden, ( bei 4.600 Einwohnern) jetzt sind es noch 1.159.900 Euro und das ist doch ein Ergebnis, welches sich sehen lassen kann. - In einem Radiointerview wurde er dann nach seinem Erfolgsrezept gefragt, und das sieht wirklich ganz einfach aus, denn es heißt, man kann nur so viel Geld ausgeben, wie man hat, und weitere Schulden machen kommt einfach nicht auf die Tagesordnung. - Gut, man habe viele Projekte nicht durchführen können, weil einfach kein Geld da war, aber die Hälfte des ganzen Haushaltes nur zur Tilgung und für die Zinsen der Kredite wegzuwerfen, das wollte er auf keinen Fall so weitermachen. - Auch El Paso arbeitet schwer und auch schon erfolgreich daran, die Schuldenfalle wieder zu schließen, aber das Chapeau geht jetzt nach San Andrés y Sauces, wo ein stiller, aber smarter Francisco Paz es geschafft hat, mitten in der Krise eine Gemeinde finanziell zu sanieren.



Dienstag 03.12.2013 17:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 23 Grad - Niederschlag 4 mm - Luftfeuchte 61 % - Luftdruck 1008 hPa
Höchsttemperatur heute 23,6 Grad - niedrigste Temperatur 17,6 Grad

Ein bisschen Wetter und es kommt uns kein LKW mehr entgegen
Zahl der Arbeitslosen sinkt, fast überall

Wenn alles gut geht, dann haben wir jetzt eine kleine Regenpause, aber ganz sicher ist das nicht. - Die größten Niederschläge fallen gerade weiter westlich der Kanaren, aber Freitag und Samstag soll es dann wieder losgehen. - Für uns hier auf der Westseite ist der Regen sehr willkommen gewesen, auf der Ostseite ist aber zu viel und viel zu schnell gefallen, so dass das meiste ohne Nutzen ins Meer geflossen ist und dabei auch noch wertvollen Mutterboden mitgespült hat. - Nicht jeder Regen ist gut, das erleben wir immer wieder. - Auf El Hierro allerdings ist so viel Regen gefallen 213 Millimeter in der Gemeinde el Pinar und das an nur einem Tag, das ist Rekord. - Dabei floss so viel Wasser ins Meer, dass die Wissenschaftler sogar eine Verringerung des Salzgehaltes messen konnten. - Auch nicht schlecht.

Jetzt legt die "SEPE" (Servicio Publico de Empleo Estatal - hieß früher INEM Instituto Nacional de Empleo) die Arbeitslosenzahlen für den November vor, und wir dürfen uns aufmerksam freuen, das erste Mal seit vielen Jahren, mal heißt es 15 mal 17 Jahren, ist die Zahl der Arbeitslosen von Oktober auf November gesunken. - Das zwar nicht stark, aber normalerweise steigt die Zahl immer an, und das ist schon ein Ausrufezeichen. - Aber betrachten wir die noch interessantere Zahl, waren im November 2012 noch 4.907.817 Menschen ohne Arbeit, so sind es im November 2013 "nur" noch 4.808.908, also knapp 100.000 weniger. - Es ist also der zweite Monat hintereinander, in dem die absolute Zahl der Menschen ohne Arbeit in Spanien auch gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres zurückgegangen ist, nachdem man sich ja im Sommer bereits darüber gefreut hatte, dass die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat nachgelassen hat. - Die Zahl der Arbeitslosen in Spanien ist nach wie vor viel zu hoch, allerdings ist eben das Licht dort am Ende des Tunnels nun kein entgegenkommender LKW mehr, so wie wir das bisher eben immer beschrieben haben, weil man sich eben an Vormonaten und von dem Vorjahr orientiert hatte. - Seit dem Jahr 2009 die ersten zwei Monate echtes Absinken der Arbeitslosigkeit, zum Feiern ist es noch nicht ausreichend, aber es ist nicht nur der freie Fall gestoppt, sondern für 100.000 Menschen bedeutet das, dass sie wieder Arbeit haben, so ganz abschreiben sollte man uns also noch nicht. - Auf den Kanaren zeigt sich ein ähnliches Bild der Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt, hier sind 283.378 Menschen arbeitslos gemeldet, was sind 5.654 weniger als noch im vergangenen November und 931 weniger als noch im Vormonat Oktober. - Da läuft die Entwicklung also parallel ab, wobei wir auf den Kanaren bereits länger als nur zwei Monate hintereinander bereits ein echtes Sinken der Zahl der Arbeitslosen haben. - Diese Zahlen sieht man als Ergebnis der touristischen Flaute in Ägypten und einigen anderen Ländern an der afrikanischen Mittelmeerküste, denn man schrieb auf den großen Inseln in diesem Sommer und auch jetzt noch Rekordzahlen. - Und so kommen wir auch auf La Palma zu sprechen und hier gibt es nun den Dämpfer, auf La Palma und El Hierro ist die Zahl der Arbeitslosen nicht gesunken, im Gegenteil, weiter angewachsen und liegt nun bei uns auf La Palma bei 11.265 Personen. - Bei uns gab es eben keinen touristischen Schub wegen der Vorkommnisse im Nahen Osten, und das ist auch verständlich, wir sind nicht wirklich eine Insel, die man anstatt Ägypten anbieten kann. - Aber insgesamt erfreulich, die Stimmung ist auch gleich wieder etwas besser und wir hoffen sehr, dass diese Entwicklung so weiter geht. Wer die Zahlen aus dem November genau studieren will, der kann sich hier auf 67 Seiten erkundigen.

Fulanito de tal dice hoy: Mandar al otro barrio

In den anderen Stadtteil schicken - Den Spruch hatte ich noch nie gehört, und soll nach dem Buch heißen, jemanden mit dem Tod zu bedrohen oder ihn zu töten.




Wenn der rote Strich unter den grünen sinkt, dann ist das ein Anfang




Die Entwicklung der letzten 23 Monate





Dienstag 03.12.2013 09:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 17 Grad - Niederschlag 22 mm - Luftfeuchte 95 % - Luftdruck 1007 hPa

Narzissen und Regenpause
Das Wetter schluckt alle anderen Themen

Aber ein bisschen Politik rutscht durch, denn auf Tenerife, genauer gesagt in Tacoronte, dort hat das Verwaltungsgericht das Ergebnis eines Misstrauensvotums im Gemeinderat vorläufig wieder außer Kraft gesetzt. - Was das für La Palma zu bedeuten hat, das wissen wir noch nicht so genau, aber es handelt sich um das gleiche Szenario wie das auch im Cabildo Insular hier vorgekommen ist, die Partido Popular und die Sozialisten der PSC/PSOE werfen mit einem Misstrauensvotum die Coalición Canaria aus dem Amt. - Einmal Gemeinderat, wie in Tacoronte, einmal Inselregierung im Cabildo Insular de La Palma und nun eben der Erlass, der alte Bürgermeister in Tacoronte ist auch wieder der Neue, aber eben bislang nur vorläufig, bis der gesamte Sachverhalt geklärt ist. - Nun fragt man sich, ob denn im Cabildo Insular unserer Insel das Gleiche geschehen kann, denn auch hier hat die Coalición Canaria beim Verwaltungsgericht Einspruch gegen das Misstrauensvotum erhoben, aber die hiesigen Sozialisten äußern sich entspannt, denn die Rechtsabteilung des Cabildo Insular hat doch das Misstrauensvotum als legal betitelt, also könne kein Gericht etwas anderes sagen. - Ich wäre da ein bisschen vorsichtiger, aber wir werden ja sehen, ob in Zukunft die Justiz die politische Zusammensetzung in den Gemeinden und Inselregierungen bestimmt.

Es hat fast die ganze Nacht über geregnet, das Ergebnis hier im Aridanetal sind spürbare 22 Millimeter, aber jetzt ist erst mal Pause mit dem Regen und ein bisschen blauer Himmel zeigt sich fast schuldbewusst. - Aber wir wissen, es wird noch weiter regnen, aber eben immer durchbrochen von Stunden mit gutem Wetter, oder wie wir das so begreifen. - Es gab auf La Palma keinen weiteren Starkregen und keine weiteren Überschwemmungen, das war gestern Mittag noch das Thema, nun aber überholen Videos und Nachrichten aus einigen Gemeinden Tenerifes unsere Schadensmeldungen reichlich, und uns bleibt wieder einmal die Ausrede, uns hat es gar nicht so schlimm erwischt wie die anderen. - Aber das viele Wasser hat auch nette Auswirkungen, die Narzissen fangen bereits an zu blühen, ich weiß, anderswo nennt man diese schönen Blumen Osterglocken, aber bei uns deuten die eher auf kommende Weihnachten hin. - Es wird nun auch nicht mehr lange dauern, bis die ersten Mandelblüten auftauchen, und es hängt schon noch ein bisschen davon ab, wie viel Regen in den kommenden Tagen noch fallen wird. - Die Großwetterlage bleibt gleich, das Hoch über dem Nordatlantik verhindert den Abzug des Tiefs, welches sich über den Kanaren und Madeira um sich selbst dreht und so werden wir in den kommenden Tagen immer wieder von den gleichen Tiefausläufern nass gemacht.






Montag 02.12.2013 17:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 20 Grad - Niederschlag 9 mm - Luftfeuchte 88 % - Luftdruck 1004 hPa
Höchsttemperatur heute 20,3 Grad - niedrigste Temperatur 16,5 Grad

128 : 9
In Mazo Land unter und im Aridanetal kaum Niederschläge

Auch bei uns hat es mehrere Stunden am Stück geregnet, aber es ist nur wenig Niederschlag gefallen, gerade mal 9 Millimeter bis Mittag. - Dann hat der Regen bei uns aufgehört und seit Nachmittag scheint sogar wieder ab und zu die Sonne. - Auf der anderen Seite ist allerdings viel mehr Regen gefallen und auch mit Folgen für manche Häuser, und vor allem für den Verkehr. - Aus Mazo meldet man 128 Millimeter bis in den Nachmittag, und einige Straßen mussten mit schwerem Gerät von Geröll befreit werden, welches der Starkregen dort auf die Straße gespült hatte. - Sogar auf der großen Straße zum Flughafen flogen große Brocken auf die Fahrbahn, so dass man diese Straße sogar schließen musste, bis die Brocken weggeräumt werden konnten. - Auch in Santa Cruz regnete es stark in nur geringer Zeit, so dass die Kanalisation nicht mehr damit fertig werden konnte. - Die Straßen beim Gericht wurden überschwemmt und auch der Parkplatz am Hafen und für heute Nachmittag hat man alle schulischen Aktivitäten abgesagt, falls noch mehr Regen kommt. - So unterschiedlich bedenkt dieses Tief die Insel, und das einfach nur, weil der Wind für Stunden aus Südost kam, und nicht aus Südwest, und so entsteht dieses Ungleichgewicht. - Es hätte auch anders kommen können, also müssen wir weiter vorsichtig sein und aus diesem Grund hat nun die Inselregierung beschlossen, dass nicht nur die Wanderwege in der Caldera aus Vorsicht gesperrt werden, sondern überhaupt alle Wanderwege auf der Insel. - Ob das gerechtfertigt ist, das bezweifle ich mal, aber man will sich einfach absichern und mit Steinschlag ist halt einfach nicht zu spaßen. - Der neue Cumbre-Tunnel wird nun auch wieder in beide Fahrtrichtungen genutzt, da man sich die letzten sechs Kilometer auf der LP3 auf der Ostseite zum alten Cumbre-Tunnel hin sparen will, denn genau auf dieser Strecke gibt es die meisten Steinschläge. - Gute Maßnahmen, und die meisten von uns wollen eigentlich, dass der neue Cumbre-Tunnel für immer in beide Fahrtrichtungen offen ist, aber das geht wohl nicht, weil auf der einen Spur dann Notfallbuchten und Fluchträume fehlen. - Aber das könnte man ja nachholen, und vielleicht geht ja die neue Inselregierung ja mal dran, da ein Projekt erstellen zu lassen. - Alle reden nun über das Wetter, wir auch, aber hier im Aridanetal sind wir fast unberührt von dem dann doch noch kräftig wirkenden Tief gewesen. - Wie es weitergeht? - Zunächst mal weiter Regen morgen, dann soll es abflauen mit den Niederschlägen und erst am Freitag dann erneut mit schweren Niederschlägen weitergehen. - Allerdings sind sich die Wetterstationen nicht wirklich einig, aber man muss einem Wetterdienst wirklich mal Lob zollen, das sind die von Caliope Canarias, die genau die schweren Niederschläge an der Ostküste vorausgesagt haben, und dass im Westen so gut wie nichts runterkommt. - Ein Chapeau geht an das Barcelona Supercomputing Center und weil der Wind im Laufe dieses Tages und der Nacht auf Südwest drehen soll, wird auch heute Nacht und morgen hier im Aridanetal mehr Regen erwartet. - Einen wirklichen Wechsel der Großwetterlage, und dass dieses lästige Tief wirklich abziehen kann, den erwarten wir erst für den 9. Dezember und denken Sie immer daran, ich mache das Wetter nicht, ich schreibe nur darüber…

Fulanito de tal dice hoy: Mandar a la porra

An den Knüppel schicken - Das bedeutet das gleiche wie mit dem Spargel, wenn man jemand zum Teufel schicken will, der sich also verdünnisieren soll, dann schickt man ihn hier Spargelbraten oder zum Knüppel.




Niederschlagsvorhersage für heute 12:00 Uhr





Montag 02.12.2013 09:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 17 Grad - Niederschlag 4 mm - Luftfeuchte 91 % - Luftdruck 1008 hPa

Nasser Alltag
Die großen Themen verwässern

Für heute ist wieder Gelber Alarm ausgerufen, wegen der Möglichkeit von heftigen Niederschlägen, aber bislang regnet es eher wieder auf Hamburger Art. - Aber es ist ganz dunkel da im Westen und es ist wirklich nicht auszuschließen, dass sich da noch was tut. - Aber weiterhin kein Wind, also auch kein Unwetter, das ist die positive Nachricht von der Wetterlage, die ansonsten eher feucht ist. - Das Thema Tourismus geht auch wieder durch die lokalen Medien und erstmals meldet sich auch der neue Rat für Tourismus zu Wort, allerdings mit sehr konservativen Gedanken, die allesamt bereits bekannt sind. - Erreichbarkeit, ein Golfplatz und zwei bis drei Hotels mehr, wobei das keine riesigen Analgen sein sollen, sondern eher Komplexe die fünf- bis siebenhundert Plätze haben sollen. - Was groß ist, das liegt immer im Auge, oder dem Wunsch des Betrachters und er geht halt auch von der bereits vielfach behaupteten Meinung aus, dass man den Reiseveranstaltern mehr Angebot zur Verfügung stellen muss, damit diese überhaupt Interesse und genügend "Masse" bewegen können, womit die Geld verdienen können. - Ganz unreal ist das nicht, das war ja letztendlich auch der Grund, warum die TUI nicht mehr Hotels auf La Palma belegt, aber wir sollten uns auch fragen, ob denn unser Weg im Tourismus dazu dienen soll die TUI oder andere Reiseveranstalter zu befriedigen, oder unsere Inselvolkswirtschaft zu beleben. - Der Spagat zwischen Exklusivität und breiter Erreichbarkeit ist in den letzten Jahren unser Problem geworden aus dem Resultat, dass die Fluggesellschaften keine Experimente mehr wagen, sondern mit viel höherer Auslastung rechnen müssen als noch vor ein paar Jahren, und da ist eben ein Ziel wie La Palma immer mit Risiken behaftet. - Eine andere Idee bietet Jorge Perdigón, international anerkannter Tenor, der den größten Teil seiner musikalischen Laufbahn in Deutschland abgeleistet hat, der stellt in einem Interview mit der Online-Zeitung elapuron.com in Aussicht, dass kulturelle Angebote durchaus geeignet sein können auch touristische Attraktivität zu steigern. - Warum nicht, allerdings weiß ich jetzt nicht, ob die Gäste zu uns kommen weil sie wissen, hier ist jeden Tag irgendwo ein Konzert, eine Ausstellung oder ein Folkloreabend, aber Jorge Perdigón meint dabei wohl auch eher die großen kulturellen Ereignisse, wie die Opern die man aufgeführt hat und ein bisschen entnehme ich seinen Worten, dass er sich wünschen würde, dass La Palma auf einem kulturellen Klangniveau wie Bayreuth, Bregenz oder Salzburg laufen sollte. - Das wäre sicherlich ein wünschenswertes Unterfangen, doch sehe ich im Moment nicht die Akzeptanz auch unter der Bevölkerung, in den Zeiten der Krise kulturellen Veranstaltungen mehr Raum zu verschaffen. - Da eckt man im Moment schnell an, und die Gemeinden, aber auch die Inselregierung sind deutlich auf den Zug aufgesprungen, alle Mittel in die sozialen Dienste und die Kultur muss warten, bis alle wieder satt sind. - Dabei sagt Jorge Perdigón einen sehr schlauen Satz: Wir stecken in einer Krise, sind aber nicht in Trauer, und da hat er völlig Recht, denn wenig Geld bedeutet doch nicht zwangsweise kulturlos zu sein und vertritt eben auch die Auffassung, dass der Kulturbetrieb wohl auch Mehrwert generieren kann. - Na ja, vielleicht sollten wir zunächst am Wetter arbeiten, es donnert in der Ferne, ich muss die Kiste bald ausmachen und der Regen klopft unaufhörlich an die Scheiben…



Sonntag 01.12.2013 17:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 19 Grad - Niederschlag 4 mm - Luftfeuchte 95 % - Luftdruck 1006 hPa
Höchsttemperatur heute 19,7 Grad - niedrigste Temperatur 17,0 Grad

Sechs nasse Katzen im Wohnzimmer
Irgendwie habe ich mir Advent anders vorgestellt…

Zunächst aber zum Wetter, und zu der immer wieder geäußerten Kritik am nationalen Wetterdienst, man würde bei jedem drohenden Regen gleich Alarm auslösen, und dann fallen nur drei Tropfen. - Bei uns nicht, aber über El Hierro sind lokal in der vergangenen Nacht in wenigen Stunden 70 Millimeter gefallen und das ist dann, besonders eben in steilen Regionen schon eine Menge, dir durchaus einen Alarm rechtfertigt. - Man kann bei diesen, sich im kleinen Radius drehenden Tiefs nie genau vorhersagen, wo denn nun größere Mengen fallen und wo nicht, aber wir sollten eben darauf gefasst sein, dass es auch sehr starke Niederschläge sein können. - Zudem sind sich die drei Wetterdienste, welche ich immer befrage, nicht wirklich einig in den ganz kurzfristigen Vorhersagen, aber in einem schon, dass es nicht kurzfristig beendet sein wird.

Also, Kerze vom Adventskranz an, Glühwein auf den Tisch, Weihnachtslieder gesungen und Lebkuchen gegessen. - So kenne ich den Ersten Advent von früher, als alles anders war, und nur manches besser. - Allerdings können wir das alles streichen, außer der Kerze, und die nur kurzfristig, weil eben die kleinen Katzen längst auch das Wohnzimmer erobert haben. - Aber nicht nur die, denn es ist kalt und klamm draußen, so sind alle sechs Katzen im Wohnzimmer und blöken sich gegenseitig an und streiten um die besten Plätze. - Und Paul humpelt und leidet, aber nicht psychosomatisch, sondern dieses Mal hat er wirklich was an der Pfote und wenn das bis morgen Früh nicht besser ist, dann bekommt Ángel, der Tierarzt mit den blauen Augen morgen Besuch. - Und wenn Paul leidet, dann macht der das für alle ganz offensichtlich, und dann rennen auch immer noch diese frechen kleinen Biester herum und längst wehrt man sich nicht mehr so deutlich gegen die, und so kommen halt inzwischen alle in einem Raum zusammen. - Vier Ecken hat so ein Zimmer, normalerweise, und in jeder der Ecken sitzt eine Katze und schmollt, und mittendrin springen zwei junge Katzen herum und werden immer erst kurz vor den Ecken ausgebremst, durch ein warnendes Fauchen. - Aber niemand will seine Position aufgeben, und draußen ist die Wolke zu Besuch, da will doch auch keiner hin. - Auch sind die großen Katzen untereinander gereizt, der Stress mit den neuen Familienmitgliedern, der hinterlässt seine Spuren und Paul jammert sowieso, auch wenn man ihm an Rücken anfasst oder sonst wo, wie die Profifußballer klagt er über Schmerzen in der Pfote, wenn man ihm am Kopf streichelt. - Wenn das nicht besser wird, ich möchte ihn morgen nicht in den Katzenkorb packen müssen, das habe ich bereits einmal hinter mir, und Ángel war dann zunächst über meinen Arm besorgt, weniger um den Paul… Aber so etwas kann auch schnell wieder vorbei sein, aber die Stimmung an Advent muss besser werden, nur mit schlecht gelaunten Katzen im Wohnzimmer die kommenden Sonntage verbringen, das möchte ich nicht wirklich. - Ich kann mir ja nachher noch eine Flasche "La Gota" aufmachen, davon bekommen zwar die Katzen keine bessere Laune, aber mir ist das dann schnuppe...



Sonntag 01.12.2013 10:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 17 Grad - Niederschlag 2 mm - Luftfeuchte 91 % - Luftdruck 1010 hPa

Advent, Advent,
der Regenschirm brennt…

Der Handel auf der Insel hofft ja auf ein besseres Weihnachtsgeschäft, nach sechs Jahren will man mal wieder ein Plus, wenn auch nur ein kleines einfahren und so gibt man sich auch selbstbewusst. - Allerdings verregnet das Wetter so den richtigen Start ins Weihnachtsgeschäft, der Startschuss verhallt im Moment noch hinter Regenschirmen, und es wird auch noch ein paar Tage dauern, bis das Wetter uns wieder aus dem augenblicklichen Tief entlässt. - Es gibt ja in der spanischen Wirtschaft wohl positive Hinweise auf ein baldiges Ende der Rezession, im dritten Quartal gab es auch bereits ein Miniwachstum von 0,1%, aber bis das richtig durchschlägt, besonders auf den Arbeitsmarkt und auch bis zu uns auf die letzte spanische Bastion vor Venezuela, das wird sicher noch dauern. - Aber es gibt ja auch so etwas wie gefühlter Aufschwung, es kann nur besser werden und es wird auch so, und schon nehmen die Verbraucher wieder ein bisschen Geld in die Hand, der Handel reagiert darauf und bringt die Industrie in Schwung, die Banken lassen sich anstecken und geben wieder mehr Kredite und schon basteln wir uns einen Aufschwung zusammen. - Ich sagte es ja gestern bereits, auch morgen ist in Spanien wieder Agfa-Color-Wetter und man muss eben nur dran glauben, der Rest kommt ganz von alleine. (beschämtes Hüsteln von jenseits der Tastatur) - Man kann es aber auch angestrengter betrachten, die paar Läden, die noch übrig sind, die können ja gar nicht weniger Umsatz machen, die Konkurrenz hat sich ja bereits aufgeraucht. - Nein, ganz so düster dürfen wir das nicht sehen, der Einzelhandel ist durchaus noch gut vertreten hier auf der Insel, wobei man aber die Beobachtung machen kann, dass die Personaldecke und auch der Warenbestand nicht wirklich üppig vorgehalten werden. - Man hat sich halt die letzten Jahre so weit gesund- oder klein- oder krankgeschrumpft, dass man kaum noch die Regale voll bekommt und damit will man jetzt ein besseres Weihnachtsgeschäft einfahren als noch im letzten Jahr? - Viele treibt es so wieder nach Tenerife zum Großeinkauf, mit Pickup, Oma und dem Ersparten aufs Schiff, ganz früh am Morgen, um dann den ganzen Tag auf der Mütter aller Inseln Ikea, Toys 'R' Us, Mediamarkt und Alcampo heimzusuchen. - Das macht man schon viele Jahre so, und nie hat man das wirklich ausgerechnet, ob das mit der Fahrt und den vielen kleinen Nebenausgaben wirklich dann billiger kommt, aber diese vielen Fremdkäufer auf der anderen Insel die schwören Stein und Bein, dass sie nur Schnäppchen gemacht haben, und dass man ja auf La Palma überhaupt nichts bekommt. - Stimmt natürlich nicht, aber wir sind doch alle eine bisschen Pipi Langstrumpf, und basteln uns die Welt, wie sie uns gefällt. - Glück haben unsere Händler ja noch im Kampf gegen den Einkauf über das Internet, denn viele Firmen vom Festland lehnen das Geschäft mit den Kanarischen Inseln noch ab. - Einmal haben wir eine andere Mehrwertsteuer, die dürfen also nicht die "IVA" kassieren und müssen dafür die "IGIC" an das Gobierno de Canarias abführen, was alleine schon ein gehobener Aufwand ist, und dann müssen die Waren auch noch verzollt werden. - Die picken sich willkürlich Sendungen heraus aus der Post, oder auch dem Paketverkehr und selbst wenn die Ware nicht verzollt werden muss, weil alles in Ordnung ist, muss dann trotzdem die Bearbeitungsgebühr bezahlt werden. - Und das dauert dann, und was soll der Baumbehang von Lindt Mitte Januar bei uns, weil das Paket still Weihnachten feiert im Postzollamt von Tenerife? - Alles schon erlebt, und manchmal glaube ich ja, das hat man sich im Gobierno de Canarias genau so ausgesucht, um den eigenen Handel zu schützen baut man Sprengfallen für den Internetversand auf, und es scheint ja sogar zu funktionieren. - Mehr Umsatz als noch im vergangenen Weihnachtsgeschäft, wir werden ja sehen, auf jeden Fall könnte das gelingen in den Geschäften, welche Regenschirme verkaufen, denn im vergangenen Dezember hat es überhaupt nicht geregnet…




Das sonntägliche Fundstück, aus gegebenem Anlass






Familie Ingrid & Mathias Siebold
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La Palma, Islas Canarias, Spanien
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Kanarische Ferienhäuser auf La Palma