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Flora - Fingerhut

Von Peter Merle: www.semillas.de

Der Kanarische Fingerhut (Isoplexis canariensis) ist ein sehr seltener Verwandter der bekannten Fingerhutarten mit dem botanischen Namen Digitalis. Auf La Palma gibt es nur ganz wenige Exemplare an ihrem Standort im Nationalpark der Caldera Taburiente und kaum jemand wird eine Wildpflanze jemals gesehen haben. Eine weitere Art, Isoplexis isabelliana (rechts), benannt nach Königin Isabella von Kastilien, ist auf Gran Canaria extrem selten geworden und wird durch Wiederanzuchtprogramme, Erstellung von Genbanken und experimentellen Kulturen vor der Ausrottung bewahrt. Die Blütezeit der Isoplexisarten ist von April bis Juli und man hat beobachtet, dass sich der einheimische Zilpzap, ein kleines Vögelchen aus der Grasmücken-Familie, für den bitteren Nektar der Blüten interessiert und somit die Bestäubung besorgt. Resultat sind Tausende von ultrafeinen Samen, die vom Wind aus den geöffneten Samenkapseln geschleudert werden.

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Canarina canariensis, die kanarische Glockenblume, ist nicht weniger selten und wenn man mal eine blühende Pflanze im Baranco von Los Tilos zu Gesicht bekommt, so ist sie fast immer von Mitarbeitern der Parkverwaltung angepflanzt worden, um den Bestand zu sichern. Diese Pflanze ist hervorragend an unsere klimatischen Bedingungen angepasst und wächst nur in der kühleren und feuchten Jahreszeit. Während des trockenen Kanaren-Sommers zieht sie komplett in den Boden ein und überlebt als eine große Wurzel, während der oberirdische Teil völlig austrocknet. Kündigen die ersten tief hängenden Wolken über dem Atlantik den Beginn der Regenzeit an, so schaut Canarina schon bereits mit einem starken Trieb aus der Erde und beginnt nach den ersten Niederschlägen mit einem gewaltigen Wachstum, das in meterlangen Trieben endet. Mehr als hundert große Glockenblüten pro Pflanze sind keine Seltenheit und machen Canarina zu einer der schönsten Blütenpflanzen des kanarischen Archipels. Auch hier glaubt man als Bestäuber den Zilpzap identifiziert zu haben, Insekten scheinen sich für die enormen Nektarvorräte der Blüten jedenfalls nicht zu interessieren. Große, essbare Früchte werden ausgebildet, wobei es mindestens hundert andere Früchte gibt, die besser schmecken.

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Der einzige kanarische Ginster (Genista benehoavensis) zählt wohl neben z.B. den Echium Arten und dem Hochgebirgs-Wacholder Juniperus cedrus zu den seltensten Arten der subalpinen Wachstumsstufe im Gipfelbereich des Roque de los Muchachos. Eis und Schnee können diesem harten Burschen nichts anhaben, aber verwilderte (?) Ziegen hatten die Büsche immer wieder zurückgefressen. Durch Schutzzäune und Neuanpflanzungen hat man den Bestand gesichert und wenn nicht mal wieder im Rahmen einer ausser Kontrolle geratenen Feuerlöschübung ein paar Hektar abgebrannt werden, sollte sich auch noch die nächste Generation an diesem tollen Blüher erfreuen können.

Genista benehoavensis auf La Palma Genista benehoavensis auf La Palma Genista benehoavensis auf La Palma





La Palma, die grüne Perle der Kanaren


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