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La Palma
Himmelsbeobachtung auf La Palma, von und mit Torsten Güths



Der Sternenhimmel im Oktober
(Monatsmitte 22Uhr La Palma Sommerzeit)
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Der Oktober gilt in Mitteleuropa als ein typischer Herbstmonat: Die Tagestemperaturen werden frischer und die ersten Nachtfröste entstehen bereits in den Niederungen. Manchmal zeigt sich uns die ganze Farbenpracht der Natur in Form von welkenden Laub vor tiefblauen Himmel. Dieser tolle Anblick weckt in uns Sternfreundinnen und Sternfreunde zusätzlich die Vorfreude auf die auch hoffentlich klare Nacht. Auf La Palma sind die herbstlichen Auswirkungen aufgrund der Nähe zum Äquator geringer. Doch auch hier werden die Nächte spürbar länger und die Temperaturen frischer.

Die Nacht beginnt entsprechend atemberaubend: die sommerliche Milchstraße steht noch hoch am Himmel. Über unseren Köpfen schwebt das Sternbild Schwan mit seinen prachtvollen Sternenwolken und wir können die Milchstraße bis über ihre Gabelung im Adler hinweg zum Schützen verfolgen! Sie verharrt immer noch zäh am Nachthimmel dank der stetig früher einsetzenden Nacht und der südlichen Lage La Palmas. Ihre helleren Abschnitte in Adler und Schwan sind noch eine gute Weile zur Beobachtung geeignet. Observieren wir ausgerüstet mit einem Fernglas, offenbaren sich uns in diesem glimmenden Band bereits viele Nebelflecken von unterschiedlicher Natur. Meistens handelt es sich um Sternhaufen und Gasnebel, wie uns die astronomische Forschung lehrt.

Es nehmen im Oktober viele Sommersternbilder Abschied: Tief entlang des südwestlichen bis westlichen Horizonts finden wir den Schützen, den Schlangenträger mit der Schlange, die Krone und den Bärenhüter. Der prächtige Skorpion ist nun untergegangen. Die Leier und der Herkules befinden sich am Abend noch in lohnenswerter Beobachtungsposition hoch am Firmament, doch nach Mitternacht stehen auch sie schon sehr tief am Westhorizont.

Südöstlich von unserer Heimatgalaxie erkennen wir den markanten Delphin und das ausgedehnte Pegasusquadrat. Letzteres geht nahtlos über in die Andromeda, die den nach ihr benannten berühmten Spiralnebel, den Andromedanebel enthält. Sehen Sie das kleine Wölkchen dort? Es ist mit rund zwei Millionen Lichtjahren Distanz das am weitest entfernte Objekt, was wir mit bloßem Auge erkennen können!

Im Süden finden wir den Steinbock und den südlichen Fisch sowie den markanten Kranich vor.

Im Osten erklimmen der Walfisch und die Fische den Horizont. Unweit des Andromedanebels 15Grad in Richtung Horizont finden wir an der Spitze des Sternbilds Dreieck, welches auch wirklich seinen Namen zu Recht trägt, das am zweit weitest entfernte Objekt, den Dreiecksnebel M33. Gewiefte Beobachter können ihn bereits mit bloßem Auge erkennen. Ein Fernglas ist aber schon anzuraten.
Der winterliche Teil der Milchstraße in den Konstellationen Kepheus, Cassiopeia, Perseus bis Fuhrmann wirkt zwar nicht so überwältigend, wie der Sommerabschnitt, doch finden wir hier eine Vielzahl an Sternhaufen die bereits mit einem lichtstarken Fernglas auflösbar sind.

Im Norden ist der Große Wagen bereits teilweise untergegangen und nähert sich seinem tiefsten Punkt. In Mitteleuropa ist er zirkumpolar. Er geht niemals unter.

Der Sonnenlauf
Im Oktober wandert die Sonne durch das Tierkreiszeichen Jungfrau bis in die Waage.


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